Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1917
- Issue
- Heft 20 (5.10.1917)
- Date
- 1917-10-05
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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| Aedyktio» und 8lb.tuiniftra.tion: | SPifH, 11., Nvvaragasse 27 5 Ay ' Ltlkphon : 5 Rcfcahfa'n Slutouiai!«bnuiiifttoiion tim. 47.654 St. l;J«urr.$UofifiinrfaiYQ« H<beck»Komo Nr. 100.918. k JiijEvati*: i;S)lr Dimndi grjiinUoic , N^npaieille-Zeile 26 Hrltrr. »boiumiumfc. ,,»b Zuirrnön». betrügt und in Wien zablbar ''' ' und klagbar. Skkhäkgtge Mitschrift für jüonwe eit. Erscheint jed-n Areitag. UoN«: „Das Siegel ilottes ist Wahrheit!* ,-———----? I v ez ii s p r ei i jj tixuzjttdrig.t» 15.- i Ü Haidlühri».K 7.80.1!l “ l ■ ~~ 'i jj Priiv Jfiilfiivbniuite:- j | vi»rtiiiiät)<'u.>» lü. | | | 6 Hin?i»^l»iid: | <4»,n»il«>vrig.s ättatr;| ö tlhibrl oder l«l Frrd. j _ j wir. Ar. 20. <1* 1 i , 5. Oktober Inhalt: Friedensbereitschaft - und Ziegierutigsprogranim in Oesterreich. — Unverdiente Zurücksetzung. Tempels, — Neu,Organisation der Bukywinaer Judenschaft. — .Der Bote der Gemeinde. — — Wiederaufbau des Levvoldstädrer Verschiedene Nachrichten. Äbonneinents-Eiiilcidüng. " . k . , .i ..;;. : . I \ j; . i,'. U;.i Kie geehrten Herren Köonnenten werden nm umgehende ßrnenernng des Aöonrmnents für das am t. HKtober 1917 begonnene fV. H n ar tat ersucht, damrt die regetmaßige Mpedttion des Htattes Keine Mntervrechung erleide. £t, f. Postsparkassen ^o»»to 100.918. ■ l- - ■. i i " . Probemlmmern gratis zur Verfügung. Die Administration Eriedensderettschast Audi Regier«üg»programm i« Mfterrrich. Kaiser Karl I. als der. in Oesterreich verfassungsmäßige Staatssaftor, der über Krieg und Frieden entscheidet, . hat dem Papste Benedikt. XV. eine züstimmende und äußerst ehrerbietige Antwort aus dessen .letzte Friedensnote übergeben lassen. Sein Wunsch nach einerp. dauerhaften und für a l l e T e i l e e h r e n h a ft e n Frieden besteht nach wie vor. Der Kaiser will seine Völker baldigst wieder der Segnungen des Friedens teilhaft werden lassen. Er erstrebt einen Frieden, der das fernere Lehen der Völker von Groll unl> Rachedurst befreit und sie auf Generationen hinaus vvr Änwendung der Wcrfsengem a l t si ch e r t. Der Kaiser konstatiert in diesem Schriftstücke, daß sein Friedensziel das gleiche' sei und er begrüßt mit der Kraft.tiefwurzelnder lieber? zeugung tden leitenden Gedanken des Papstes, „daß die künftige Weltordnung untet Ausschaltung derGewalt .der Waffen auf der moralischen Macht des Rechtes, auf der Herrschaft der. internationalen Gerechtigkeit u n d G e setz Mäßigkeit ruhen müßte". Unser Kaiser hofft, daß eine Heb.ung des Rechtsbewußtseins die Menschheit sittlich regenerieren werde. Er teilt die Auffassung ^.des Papstes, daß Verhandlungen der Kriegführenden über gleichzeitige Adr ü st u n g e n zu Wasser, zu Lande, in den Lüsten und die Befreiung der hohen See von der Herrschaft oder Vorherrschaft Einzelner rnöglich wären. Auch über den . Vorschlag Seiner Heiligkeit, die internationalen Streitigkeiten künftig obligatorischer Schiedsgerichtsbarkeit zu unterwerfen, ist der Kaiser bereit, in Verhandlungen zu treten. Durch Vereinbarungen zwischen den Kriegführenden könnte es nach der Meinung Kaiser Karls auch nicht schwer fallen, ^sonstige zwischen den kriegführenden Staaten noch zu regelnde Fragen rm Geiste der Gerechtigkeit und billigen Rücksichtnahme auf die wechselseitigen Daseinsbedingungen einer befriedigenden Lösung .zuzuführen." . ,, Und eine ähnliche Beantwortung der päpstlichen Friedensnote erfolgte von der kaiserlich deutschen Reichsregierung. Die. Zentralstaaten Europas konnten genau besehen nach den herausfordernden und säbelklirrenden Beantwortungen ihrex früheren Verhandlungsanfrage nicht sofort alle ihre Bereitwilligkeiten erschöpfend darlegen. Am Verhandlungstische .findet sich wohl noch genug Zeit hiezu und die Gegner verraten nur ihre Helle Angst vor dem kommenden Frieden, wenn sie sich hinter allen möglichen und unmöglichen Verdächtigungen verschanzen, um die Zusammenkunft am Verhandlungstische hinauszuschieben, Roch fließt an allen Kriegsftonten Menschenblut in Strönien, noch flauen die unermeßlichen Leiden aller Völker der Erde nicht ad, noch wütet der Zerstörungswahn überall zu Land mrd zu Wasser, doch gehen diese gigantischen Zerstöeungskräfte, die schon das vierte Jahr ihrer schauerlichen Arbeit angetreten haben, überall ihrer Erschöpfung entgegen. Die Friedenssehnsucht aller Völker wächst derart an, daß baw keine Drohung und kein Mittel dagegen helfen wird. Wehe jenen Regierungen und jenen Volkskreisen, die sich noch ferner Friedensbestrebungen widersetzen! Aus der Programmrede des österreichffchen Minister- Präsidenten tönen auch bereits Hoffnungsklänge für die Friedenszukunft. Oesterreichische Regierungen waren nie zu beneiden, vollends aber in der gegenwärtigen harten Kriegsnot. Die Regierung erkennt es zwar an, daß in der Ernährungsftage schwere Fehler unterlaufen seien, sie will nun endlich mit Parlament und Bevölkerung in steter Verbindung bleiben, sie will die freie Aussprache in Ernährungssragen fördern, um aus den währen Bedürfnissen des Volkes ihre Entschlüsse abzuleiten. Sie will