Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1917
- Issue
- Heft 17 (24.8.1917)
- Date
- 1917-08-24
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Die. WatzrhE Seite, I. Nr. 17. Dqzu .sollte treten, ein flufrecht.er.es, assimiliertes Judentum üstd tzitie durch die nioderke SchÜle bekräftigte Und durch ■ ■ Msi bH'äie^ ÄWsömittsÜins äbhx,^ erste t angstttche Ässiisij^aiion und eineMgeörReie HrHödöKe. üderuefer» 8as je Jüdetiturtt restlös nationalistischen Ideen, tün meint der SchröiW der Warschäuer Pttefe,, die ,., ..,)e. VeriWtusig m Mlesi hätte Me-Pflichi tzehWt, nätiöngt-judische. Politik zu treiben. ... Die deutsche Verwaltung hat das eiüzige richtige und üüd ÄtnüKWtz getast; sie behastdölt die Jüvtzst äls gleichberechtigte Bürger des Landes uftd njisHt M^stiG. in me inneren/Streitigkeiten des polnisches Jüdenülms.. Sie steht diesen Kämpfest vollständig objektiv tzegeyäber. Sie hat die und W Schulen der verschiedensten Arten zu. Die Idee aber, daß die Verwaltung nUn ganz einseitig dir Politik der jüdischen Nationalisten hätte fördern müssen, stur von einem Männ ausgesprochen werden, der die des Verwaltungsgebietes ist ihrer Gesamtheit nicht kennt. Zunächst hätte diese Politik maßlos verbitternd auf did Pdlen gewirkt. Wenn es die Aufgabe der deutschen Politik war, eine Aufgabe, die übrigens doch nicht rstohl der Referent für jüdische Angelegenheiten in Warschau stellte, söNdebn die vöst ganz änderen Instanzen gestellt wurde, Een pvlnischen Nationalstaat vorzubereiten, wenn mast wüßte, daß die Schaffung eines Nationalitätenstaates von vornherein am Widerstand der Polen scheitern würde, dann konnte von der Verwaltung keine jüdisch-nationale Politik werden. Ob die Politik, die die Maßgebendest eingeleitet häben, richtig oder falsch war, steht hier nickff zur üntersüchüng. War sie eingekei'te't, dann hatte sie, sich det Behästblstng der jüdischen Angelegenheiten der Gesamtpolitik unterzuordnen. Das ist ein einfaches Gebot politischer Disziplin. _ (Schluß folgt.) Kais. kön. Gesellschaft voin O österreichischen GÄernen ^kreuz. . Düs „Silberne Kreuz" das seine gewaltige Hilfstätigkeit ich Kriege Mt,,. der außerordentlichen ersölgreichen AMon „Gold, gab ich . für Eisen", glücklich einleitete, versendet nunmehr seinen Jahresbericht 1916 und es ist in diesem furchtbaren Bild'e des Krieges wie eiN nie erlöschender Trost, daß soviel werktätige Hilfe, soviel erfinderische Fürsorge, soviel überüieNschti'ch'er Opfermut durch die Not der Zeit wachgerüttelt wird., lieber 18.000 gediente Soldaten aller Nationalitäten und, Konfessionen sind, um nur eine Ziffer zu erwähnen, durch das „Siberne Kreuz" teils unterstützt, teils auf Arbeits¬ und Dienstposten untergebracht worden. Eine soziale Reorganisierung der^durch den Krieg aus ihren Erwerbsmöglichkeiten gerissenen Soldatm durchzuführen, ist die große Aufgabe des Silbernen Kreuzes, dessen Haupttätigkeit eigentlich erst eine Friedensarbeit sein wird, wenn die Hunderttausende Zurückgekehrten Unterstützung, Hilfe und Rat beim „Silbernen Kreuz" begehren werden. Der Jahresbericht gibt ein übersichtliches sozial interessantes' Bild dieser Organisation, um deren Ausbildung sich durch unermüdliche Arbeit und aufopfernde Hingabe unter anderen die Herren k. k. Hofrat Dr. Stefan Koczynski, Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Theodor Gutwan n, Apotheker Eduard Binder und der rührige Direktor Alexander Edler voll Biczo besonders verdient gemacht haben. Wien. (Gottesdienstliche Veranstaltungen während der Nichtbenützbarkeit des Leopoldstädter Tempels.) Infolge des Brandes bleibt der Leopoldstädter Tempel bis aüf weiteres geschlossen. Bis zur Wiedereröffnung rels werden hezüglich der Abhaltung des Gottesdienstes hyxläsifigfolgende Verfügungen getroffen. Der Morgen- und Ahenpgystesdienst arj Wochentagen findet im kleinen Petsaale, II., deMsse h, statt. ^.Freitag-Abend und Samstag BoMittag wird der tm tüt owse GötteZbienfiL den Inhabern von Betsitzen .... _ ^efichel Karten mittels Post übermittelt werden. Bei allen .GbtteWensten werden hie Funktionen von den Funkttönären des Teiüp'els beisetzen. Die Betsiünden sind dieselben wie in den übrigen G'emeittdeteMpeln. Etwa erforderliche Aenderungen dieser Berfugüstgest werden rechtzeittg bekanntgegeben werden. . Wien. Unter dem ttefen Eindrücke, den das Brandunglück des Leopoldstädter Tempels hervorrief, ttaten am 22. d. M. zahlreiche Gemeindemitglieder des II. Bezirkes, einem Herzensbedürfnisse folgend, zu einer kurzen Beratung zusammen, welche die Bildung kches. Komitees zur Aufbringung der Mittel für den Wiederaufbau des Leöpoldstäöter Tempels zum Ziele hatte. Sämtliche Anwesende erachten es als Ehrenpflicht des Wiener Judentums, den Tempel äus freiwilligen und opferfreudig dargebrachten Gaben wieder erstehen zu lassen und geben in. diesem Sinne ihrer Meinung Ausdruck. Der Aufruf des Komitees an die jüdische Bevölkerung Wiens wird demnächst erfolgen. Wien. Die „Wiener Zeitung" vom 17. August 1917 ver- ^öpentlicht folgende Allerhöchste Auszeichnungen. Es wurden verliehen an: Hofrat Dr. Josef Löwner, Vorstands-Mitglied der israel. Kultusgemeinde, das Kriegskreuz für Zivilverdienste II. Kl. Dr. Isidor S amuely, Vorstands-Mitglied der israel. Kultusgemefnde, den Titel eines Medizinalrates, Direktor I. M a u t n e r, das Goldene Berdienstkreuz der Krone, K. k. Ortsschulrat Moritz Antscherl, Religionslehrer der israel. Kultusgemeinde, das Kriegskreuz für Zivilverdienste ll. Klasse, Oberrabbiner Dr. M. Gübem a n n, sowie Rabbiner Dr. Max G r u n w a l d, Rabbiner Dr. Armin A b e l e s, Rahbiner Dr. Salomon Funk das Kriegskreuz für Zivilverdienste II. Klasse. Die Rabbiner M. Kramer, Dt. Armand K a m i n k a, Dr. M. Bauer, Dr. Israel T a g l e i ch t, Dr. M. Rose titti a n n, Dr. Arthur Zacharias Schwarz das Kriegskreuz für Zivilverdienste III. Klasse. Oberrabbiner Dr. Heinr. B r o d y, Prag, den Orden der Eisernen Krone III. Klasse. Den Rabbinern Prof. Dr. Adolf B i a ch, Brüx, das Ritterkreuz des Franz Josefs-Ordens, Dr. Ludwig Lev y, Brünn, das Kriegskreuz für Zivilverdienste IÜ. Klasse, Dr. Moritz L e w i n, Nikolsburg, den Titel eines kaiferl. Rates, Prof. Dr. Emil H o f m a n n. Reichenberg, das Goldene Berdienstkreuz mit der Krone, Prof. Dr. Ottokar Kraus, Beneschau, das Kriegskreuz für Zivilverdienste III. Klasse, Moses Rudolfer, Hotzenplotz, das Goldene Berdienstkreuz mit der Krone. Max Ritter von Anhauch, k. k. Kommerzialrat, Czernowitz, den Ritterstand, Ludwig von Neurath, Direktor der k. k. priv. O.esterr. Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe, den Adelsstand, Richard Lieben das Komturkreuz des Franz Josefs-Ordens m. d. Sterne, Samuel S t e i n h ü b l, II. Vizepräsident der Wiener Börsekammer, das Komturkreuz des Franz Josefs-Ordens, Ignaz G e w i t s ch, kaiferl. Rat, das Ritterkreuz des Franz Josefs-Ordens, Gustav S ch o t e k, Börferat, das Ofsizierskreuz des Franz Josefs- Ordens, Richard Wilhelm, Herausgeber der „Korrespondenz Wilhelm," den Titel eines kaiferl. Rates, Alexander Freud, kaiferl. Rat, den Oroen der Eisernen Krone III. Klasse, Dr. Alfred K onits ch, Hof- und Gerichtsadvokat, das Kriegskreuz für Zivilverdienste II. Klasse, Robert K l e b i n d e r, Redakteur, das Kriegskreuz für Zivilverdienste III. Klasse. Wien. Der akad. Maler Isidor Kaufmann ist durch das am 9. d. M. erfolgte Hinscheiden seiner Gattin Julietke von einem schweren Schicksalsschlage getroffen worden. Der unerbittliche Tod, der der Heimgegangenen nach langer, schwerer Krankheit als Erlöser erschien, hat hier Familienbande von seltener Innigkeit zerrissen, denn Juliette Kaufmann war eine aufopfernde Gattin, eine verständnisvolle Beraterin ihres Mannes und eine zärtliche, liebevolle Mutter, die von dem Ihrigen fast vergöttert wurde. Aber nicht nur Gatte und Kinder sowie die Geschwister, deren ältester Oberkantor I. Bauer, bettauern das Ableben dieser guten und edlen Frau sondern auch weite Kreise der Gesellschaft, in welcher die Heimgegangene höchste Wertschätzung genoß. Das Leichenbegängnisfand Sonntag, den 12. d?M., um 11 Uhr, von der Zeremonienhalle des Zentralfriedhofes, israelittsche Abteilung, statt. Nachdem Oberkantor Morgenstern unter Assistenz der Ersten Kantoren Jurberger und Serebrenik, sowie des verstärkten Synagogenchores die liturgischen Gesänge mit warmer Empfindung vorgettagen hatte, würdigte Rabbiner Dr. Max Grunwald in herzlichen Freundesworten die Verewigte als Muse ihres Gatten, als vorbildliche Mutter, als die Seele eines gastlichen Hanfes, das den Mittelpunkt eines weiten, treuen Freundeskreises bildete. Am offenen Grabe nahm im Namen der Verwandten ein Neffe der Verklärten Rabbiner Dr. Kahan aus Znaim in ergreifenden Worten Abschied. Unter den überaus zahlreichen Trauergästen bemerke man u. a. Frau Baronin Charlotte von Königswarter, die leitenden Persönlichkeiten der Vereine „B'nei B'rith", „Jüdisches Museum", Direktor Wilhelm Kux, u. v. A.