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Die Wahrheit · 1917-03-09 · Heft 5 (9.3.1917) · page 9

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1917
Issue
Heft 5 (9.3.1917)
Date
1917-03-09
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 5 Die Wahrheit Seite 9. Thor unter Leitung des Chordirigenten Herrn Rose hatte zu diesem Tage mehrere eigene Kompositionen des Jubilars einstndiert und brachte diese klangvoll und präzise zu Gehör. Nach dem üblichen Aufruf zur Thora mit Chor durch den altbewährreu zweiten Kantor Herrn Hofmann wurden die Verdienste des Herrn Öberkanlors Linhardt in der Predigt des Herrn Landrabbiuers Dr. Gronemann durch folgende Worte hervvrgehoben. Ansprache des Rabbiners. Nach beendigten Gottesdienste waren die großen Wohnräume des Jubilars, die in einem Blumengarten verwandelt waren, zu klein, um die kostbaren Geschenke und die Menge der Gratulanten zu saßen. Der erste Bor» neher Herr Bankier Katz in Begleitung des gesamten Vorstandes und der Repräjentanlen hob in einer kernigen Ansprache die Verdienste des Jubilars um die Hebung des Gottesdienstes hervor und betonte, daß Herr Linhardt in seltener Pflichterfüllung bis lang treu seines Amtes gewaltet. Er wünschte, daß der Jubilar irvch lange Jahre in voller Rüstigkeit seinem Amte erhalten bleibe. Znm Schluffe wies er daraus bin, daß die Gemeinde den Jubilar mit einer nahmafteu Summe beehrt habe. Auch einige Vereine waren vertreten und ließen durch ihre Vorstände resp. Vertreter dem Jubilar ihre herzliche Glückwünsche in Begleitung eines schönen sinnigen Geschenkes überreichen. Zahllos waren aber auch die Geschenke. Depeschen und Glückwunschschreiben, die dem Jubilar von seinen Gönnern und Freunden von Nah und Fern übersandt wurden. Am Abend versammelten sich die Bemteu der Gemeinde im Hanse des Jubilars, wo bei einem Glase 'Wein noch manch ehrenhafte Huldigung durch Ansprachen der verschiedenen Herren dem Jubilar aus dem Kreise seiner Kollegen dargebracht wurde. Hamburg. Im israelitischen Tempel zu Hamburg fand eine Traueraudachc für Kaiser Franz Josef I. statt. S:e gipfelte m einer tief ergreifenden.Gedenkrede des Rabbiners und Predigers Dr. Leimdörfer, der nur vollendeter Wortkunst den entschlaseneu Herrscher als aügeliebten Vater seines treu ergebenen Volkes, als erlauchten Vorkämpfer für eine uneingeschränkte Glandeusfreiheit, als machtvoller Hüter der Einheit oder Brüderlichkeit < Wahlspruch: Viribus uuitis) und als erhabenen Apostel der Herzensgüte, als Genie der Humanität und Toleranz feierte.. Vor geöffneter Bnndeslade ließ der tieferschütterte Prediger zwischen zwei aufgehobenen Thorarollen .ein inbrünstiges Gebet für das Seelenheil des entschlafenen Monarchen folgen. Orgel-- chorale, Chorgejänge und Psalmenvorträge ergänzten die überivältigende Zeremonie. Unter den Ehrengästen des israelitischen Tempeloervandes bemerkte man den Bürgermeister Dr. von Melle in Begleitung des Senatssyndikus Dr. Ludwig, den k. u. k. österr.-nngar. Generalkonsul mit seiner Gemahlin und seinen Töchtern, sowie das gesamte k. u. k. Konsularbeamteu-Personal. Ferner die Vertreter der öfterr.-nngar. Vereine Hamburgs; neben ihnen n. a. die Repräsentanten der österr.- ungar. Kriegsfürsorge in Hamburg. Nach den weihevollen Tönen einer Sulzer-Kantate und eines Gemeindegesangs, der an einige Akkorde der Haydn'schen Kaiserhymne anklang, leerte sich das schwarz verhängte Gotteshaus. Dr. Leimdörfer erhielt von Sr. k. u. k. apostolischen Majestät Kaiser Karl I. durch das k. u. k. Generalkonsulat eilt Dankschreiben. Die Gedenkrede ist in Druck erschienen und deren Ertrag znm Besten der öfterr.-nngar. Kriegssürsorge in Hamburg bestimmt. 4-72% Anlehen der K. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien vom Jahre 1917. Die K. lc. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien ist auf Grund des Beschlusses des Gemeinderates vom. 19. Mai 1914, Pr. Z. 7200, durch das niederösterraichische Landesgesetz vom 18. Juli I9l4 (L. G. Bl. Nr. 97), ermächtigt worden, einen Betrag von 375 Millionen Kronen im Wege einer Kredit-Operation zu beschallen. Auf Grund dieser gesetzlichen Ermächtigung werden zufolge Beschlusses des G< meinderates der K.. k. Beichshaupt- und Residenzstadt Wien vom 23. Februar 1917, Pr. Z. 2100. Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von 250,000.000 Kronen als erster Anlehensteilbetrag ausgegeben. Die mündelsicherer steuerfreier 4st/z"/g Schuldverschreibungen der K. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Emission 1917, gelangen durch die nachstehend verzeichneten lustitu e, und zwar: Anglo-Oesterreichische Bank, Wiener Bankverein, K. k. privilegirte allgemeine östereichische Boden-Credit-Anstalt. K. k. priv. Oesterreichische Credit-Anstalc für Handel und Gewerbe,! Allgemeine Depositen-Bank, Niederösterreichische Escomptei Gesellschaft. Kais. kön. privilegirte Oesterreichische Länderbank. K. k. priv. Bank- und Wechselstuben-Actiengesellschaft „Mercur“, Union-Bank, K. k. priv. Allgemeine Verkehrsbank, Wiener Lombard- & Escompte-Bank, Zentralspafkasse der Gemeinde Wien sowie durch deren Filialen und Exposituren zur Begebung. Der Verkaufpreis beträgt bis auf weiteres: K 93.— für je K 100.— Nominale. Die ö1/«0/^ Kassenscheine der K. k. Reichshanpt- und Residenzstadt Wien, Emission 1916, welche laut Prospekt per 15. September 1917 zur Rückzahlung al pari gekündigt werden, können unter den nachstehenden Bedingungen gegen die steuerfreie mündelsichere &1j2°i0 Anleihe der K. k. Reichshauptimd Residenzstadt Wien, Emission 1917, umgetauscht werden. Die Anmeldung und die Einreichung zum Umtausch hat bis längstens 15. März 1917 inklusive zu erfolgen. Der am 15. März 1917 fällig6 Kupon bleibt Eigentum des Besitzers, während alle später fälligen Kupons an den Kassenscheinen zu haften haben. Im Tausche gegen die 51/2% Kassenscheine vom Jahre 1916 wird die neue Anleihe mit Kupon per 15. September 1917 zum Kurse von 93% erlassen. Die 5%% Kassenscheine der K. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Emission 1916, werden zum vollen Nennwert in Zahlung genommen. Beim Umtausch wird überdies eine Vergütung von %% für je K 100.— Nominale der Kassenscheine vom Jahre 1916 gewährt. Der Umtausch wird Valuta per 15. März 1917 abgerechnet, so dass die Verrechnung von Stückzinsen entfällt. Anmeldungen auf die neuen Obligationen im Tausche gegen, die 51/2°/0 Kassenscheine vom Jahre 1916 finden im Ausmass des Nominales der eingereichten Kassenscheine volle Berücksichtigung. Bis zur Ausfertigung der definitiven Schuldverschreibungen gelangen Interimsscheine zur Lieferung, welche seinerzeit bei der Ausgabestelle gegen definitive Titres kostenlos umgetauscht werden. Mit dem freihändigen Verkauf der neuen Anleihe wird am 16. März 1917 begonnen. Bis dahin werden Voranmeldungen entgegengenommen, über deren Berücksichtigung jede Anmeldestelle entscheidet. Aelteste jüdischs Bezugsquelle für TempelstickereigR JOS. SCHLESINGER jüdische Verlags- und Sortiments-Buchhandlung Wien, I. Seitenstettengasse 5 empfiehlt sich zur Anfertigung aller Gattungen Tempelstickereien wie Vorhänge, rD*"© Thoramäntelchen, Schulchandecken, Traubaldaehiue, ns^PT etc. in geschmackvoller, gediegener Ausführung zu billigsten Preisen. Zeichnungen und Muster gratis und franko. Alle Arten Synagogenstickereien und Monogramme für Proches, für Thora - Mäntel, Tefilin und Talles-Behälter werden feinsten8 und billigst ausgeführt. Daselbst werden alle Gattungen Brautausstattungs - Arbeiten über- Telephon 44.609 nommen Telephon 44.609 Tj€M liöwy. U. Krummbaumgasse Iß Sämtliche Werke und Schriften von Ahron Marcus s. A. Ferner: ReichhaUL'es Lager in Judaica Hebraica. Veiwichnis kostenlos. VerlaEsMtatini S. MARCUS, Barnten 36. w- Tausche Duplikate gegen andere Werke. — Nicht auf Lager befindliche Werke werden schnellstens beschafft. WINTER-ULSTER K 90 Winterrock Winteranzug k. Hoflieferant,

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