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Die Wahrheit · 1917-01-26 · Heft 1 (26.1.1917) · page 9

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1917
Issue
Heft 1 (26.1.1917)
Date
1917-01-26
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 1. Die Wahrheit Seite 9. er nach seinem Tode mit der großen silberne» Tapferkeitsmedaille. I. Klaffe ausgezeichnet. Nach erfolgter Exhumrernug fand die Beerdigung Donnerstag, den 4. Jänner um halb 12 Uhr vormittags unter großer Beteiligung vom Zentralfriedhof (israel. Abteilung) aus mit militärischen Ehren statt. Se. Ehrwürden Herr Feldradbiner Dr. A. F r a n k s u r t e r sprach die vorgeschriebenen Gebete wonach Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Max G r u n w a l d einen tiefergreifenden Nachruf dielt. Erster Kautor M a t y a s versah die kantorale Funktion in herzrrhebender Weise und sang am offenen Grabe das El mole rachamim. Wien. (Ehrung für H o f r a t B e r st l.) Anläßlich der Beförderung des Ho frateS Berstl zum Vorstände der Steueradministration für den IV., V. und X. Bezirk in Wien, haben die Mitglieder der Steuerkommlssionen für den II. und XX. Bezirk eine von sämtlichen Kommissionsmitgliedern gefertigte Adresse ihrem bisherigen Vorsitzenden in seinem neuen Amte durch eine Abordnung überreicht, welche ans Hof- und Armee-Lieferanten kais. Rat Josef Schüller, kaiserl. Rat Hofeneder. dem früheren Bezirk-Vorsteher Jägersb e r q e r, Kaufmann S. Planer und Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Jofef W i n t e r n i tz bestand. Letzterer richtete an Hofrat Berstl eine warm empfundene Ansprache, in welcher er seinem Bedauern über das Scheiden des Hofrates aus seinem bisherigen Amtskreise Ausdruck gab, da Hofrat Berstl sich infolge seiner strengen Gerechtigkeit und Äonzilianz viele Freunde nn Bezirk erworben habe. Insbesondere hob Dr. Winternitz die ersprießliche Tätigkeit des HofrateS Berstl als Präsident des Zweigveremes Leopoldstadt vom Roten Kreuze hervor, in welcher Eigenschaft es Hofrat Berstl gelungen sei, die disparatesten Elemente des Bezirkes zu einer harmonischen und erfolgreichen Wirksamkeit zu vereinigen. Hofrat Berstl dankte Ifür die ihm gewordene Auszeichnung, versicherte die Deputation und sämtliche Kommissionsmitglieder seiner ferneren Freundschaft und Wertschätzung und bat auch ihm das bisherige Wohlwollen unverändert zu bewahren. Linz. Am Samstag 30. Dezember 1916 um 10 Uhr vormittags fand im israel. Tempel zu Linz eine wahrhaft erhebende Feier statt. Unser allverehrter allseit-beliebter und ehrwürdiger Herr Rabbiner Moritz F r i e d m a u n feierte seinen 80. Geburtstag. Ans diesem "Anlässe erschien um die festgesetzte Stunde sowohl der Gesamtvorstand mit ihrem Präses Herrn Benedikt Schwager als auch unzählige Gemeindemitglieder im Gotteshanse, um dadurch seinen edlen Seelsorger ihre größte Hochachtirng und Wertschätzung zu bekunden. Der 'Jubilar wurde vom Herrn Kultus-Präses Benedikt Schwager und Tempelvorsteher Joses Pollak von seiner Wohnung abgeholt und dis zu seinem mit Lorber und Reisig geschmückten Ehrensitze geleitet. Als „Schelischi" zur Thora gerufen, rezitierte Herr Overkantor L ö iv e nj o h n in seiner gewohnten Weise und mit tiefem Empfinden davom Herrn Rabbiner Dr. Mark eben zn diesem Zwecke so meisterhaft verfaßte „Mischeberach" worauf Herr Dr. Mark an den Gefeierten eine herzliche Ansprache hielt und die wahrhaft edlen Charaktereigenschaften desselben hervorhob und namens der ganzen Gemeinde, in welcher er durch 33 Jahre segensreich wirkt, die herzinnigsten Glückwünsche zunl Ausdrucke brachte. Herr Dr. Mark erbat sich beim Jubiar die Erlaubnis als junger Rabbiner ihm den Segen zn erteilen und endete mit dem Schlußsätze, daß e» dem Achzigjährigen vergönnt sein möge, noch Viele unzählige Jahre in vollster Gesundheit und rüstiger Geistesfrische für die Gemeinde tätig zu fein. Nach dem Gottesdienste fand im Sitzungssaale eine allgemein zugängliche Festsitzung statt. Herr Knltuspräses Benedikt Schwager, weicher aledler und humaner Förderer aller Knltusbeamten bestbekannt ist, richtete an Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Moritz Fr iebmaii n tief empfundene herzliche Worte des Dankes für sein ausopserndes Wirken und gedachte der großen Verdienste, die stch der Jubilar im Verlause von nahezu 31 Jahre in der Gemeinde erworben habe und beglückwünschte ihn herzlichst aus der Tiefe seiner Seele zu seinem 80. Wiegenfeste. Naa; den, Hinweis 'auf die kaiserliche Auszeichnung, die den Geehrten anläßlich seines BO. Gebnrtsfestes zu Teil beworden war, tat der Redner kund, daß die Gemeindevorstehung in ihrer letztgehaltenen Vorstand-sitzung beschlossen hat, ihrem Rabbiner zum Ehrenmitgliede seiner Gemeinde zn ernennen. Außerdem wurde den Herrn Rabbiner eine Ehrengabe überreicht. Tief gerührt dankte der Geehrte und versicherte, daß ihm mit der Gemeinde die herzlichsten Gefühle verbinden, mit der er stets im besten Einvernehmen wirkt. Olmütz. Am 1. Jänner l. I. beging der I. Kantor und Sekretär unserer Gemeinde, Herr Arnold S t ö ß l e r. der schon seit längerer Zeit zum Militärdienste eiuberuse» ist, das 25jührige Jubiläum seiner hiesigen wiederholt anerkannten Amtstätigkeit. Wiewohl der Jubilar derzeit seinem amtlichen Wirkungskreise entrückt ist, ließen Gemeinde und Vorstand es sich nicht nehmen, ihrem beliebten Funktionär ihre Sympathie und Anerkennung in entsprechender Form zum Ausdrucke zn bringen. Der Präsident der Kultnsgemeinde richtete an denselben folgende überaus ehrende Zuschrift: Sr. Wohlgeboren Herrn Arnold Stößler, I. Kantor und Sekretär der israel. Kultnsgemeinde Olmütz, derzeit beim k. k. Res.-Spital in Blsenz-Pisek. Zum 25. Male jährt sich der Tag, an welchem S>e Ihr ganzes, reiches Wisse» und Können in den Dienst der hiesigen Gemeinde gestellt haben. Sie haben während der langen Jahre in treuer Pflicht- .-.rrsüllnng sowohl die Ihnen übertragenen kantoralen Funktionen in musterhafter Weise besorgt, alz auch dem Sekretariate mit rastlosem Eifer gedient und immer ganze Arbeit geleistet. Sie haben unser Kauzleiwese» reorganisiert und insbesondere die Fonds- und Stiftnngsgebahrung unserer aufstrebenden Gemeinde in nachahmender, gediegener Weise geregelt. Die israel. Kultnsgemeinde erinnert sich gern am heutigen Tage ihres tüchtigen und musterhaften Beamten, der fern von uns, im Dienste des Vaterlandes stehend, verhindert ist, die ivohlv erd enten Ehrungen persönlich ui Empfang zn nehmen und spricht Ihnen durch den Unterzeichneten Präsidenten Dank und volle Anerkennnng iüc Ihr bisheriges Wirken unter Mitfolge eines „Ehrengeschenkes" ans, mit dem herzlichen Wunsche, daß es Ihnen gegönnt um, noch eine lange Reihe von Jahren in gleicher, ersprießlicher Weise zu Nutz und Frommen dieser Gemeinde zn wirken. O l m ü tz, am 1. Jänner 19 l7. Der Präsident: Friedrich F, « rt) e!, kais. Rat. I Kantor A. Stößler erfreut sich vermöge seines hervorragenden Fachwissens und seines oei vielen Anlässen betätigten Interesses an den sozialen und wissenschaftlichen Bestrebungen seiner' BerusSgenossen großer Beliebtheit und Wertschätzniig ui den weitesten Kollegenkreijeil und auch nn Leierkrerie unseres 3larr,es u er durch seine wiederhotlen wertvollen literarischen Beitrage b.stenS bekannt- Hollefchan. (30. I u b; l ä :i m Ado! B e ' n ' i V. Am 1. Jänner 1917 beging Herr Adoli r >, :t K.t . or und Sekretär der J,r. KultttSqcmeinüe m Holle«cv. i . 30. Am m u iiiiim. Tüchtigkeit. Fleiß, Verläßlichkeit und treue H ',.,.chnag :i n Berns haben ihn zu einem 'Bt amr u von muchä!),' n m m-tc mach' der seine Fähigkeit zur aUgemeinen Znined-"'!.'-'r ■ -rii'! . r;i AnS» brnch des KnegeS har dessen Arbe:: e ne groß c ov ae icht. Selbst die Agenden de- Raoirm-'rs o re r'. >;? - onrdlgr Bemeinde bereit- 3 Jahre ohne Z-Gor er i :, i, > 1 «n.i'ld zeitweise zn besorgen. Herr Brau-ifeld ::t '3... e > 3 > r.c. zwei Söhne sind seit Kriegsausbruch eingerück! - « -'önn Sechs Brüder des Jubilarbefinden sich nt genau S : . ••«. '£ n der Brüder sind Kantoren ur groß n Gern.laden, e;u Brnorc ..c Raomner, 2 sind Gr oßtaiisittännec. Hohenems. Das Ableb n« w'land Ä ::er Mai stä- Kaiser Franz Jose' I. bat in dir luairr. - nst ee e!,g: iniü.itel ei Ge.st'chast Alta-Emvs Hohenems die tiefste : san r nn- > 'löi'. T ä noch der Kaiser von Öestur >«ch auch T ,e. " n' „ -l N - .!)0.s il.'INS" und ans allen Jnko]nl«.« -r - n>it . •*( re wir die Kaiferni „Graf und Gräfin y.i Mosten^ ii- ■ “ A n '.'.«!■ n n Rathause wurden Trauersitznnge'.l i. 3.lutü,;;; > •'? , : mit der Rede des Bürgermeisters, Ae '.--orb'i . a . i. n'U.i - eben. In sämtlichen Kirchen :o>v:e;n ' 'Wy ■ . «Iden Gottesdienste statt, Rabonier De. Haunn i. :. A ' a> i;!' ernr tiefergreif-.-ude Ansprache. Dn.ch d ->e rae : M KagerS Franz Jofef Erzherzogin Etn'abr g T > 3 e ' "e -;e> . Miene mit dem erlauchten Grasen Alijo. -i; ö 1 Ö; n « ■« ij .! •>?. menschloß sich in Hohenems Mi -ü.-n, ,v r ■ «’■-;i) : ' : . : der Einwohner fo erfrenre. wirkte 0. s Aoln-r r K 'ree- V .:nz Jof.-f geradezu erichütcernd. In einer ve n ■ive v i > ■ ucueu Grasenpaare von Alca-E.nve i n , i i n.i :!? . e .i..:-. f« in I. und der Kaiserin Z«na gehnld en, nUü . -inp e,e nno L : a zur Ehre mtd zum Ruhm: des Bai. r! •iin: '.n oj i; ,m Geiste Tirol- und Vorarlbergs e. Hl "i"! r.- .ajm r die Alpen der Heimat Ärüß' zn i nn. fl! ' Äon. K U‘,*'i* uiio Jai.rnans. Lrnmmau. Rn.>v,uer Professor D.. 3. H .e .no Frau laden aiis öieiein ihre liebwertn ,'«• ««;■.< : u zur Konfirmation ihres Sohne» Erwin ein, s>i. um 13. o. un Tempel ul Krumman starrfindec. Warnung! Im Laufe der vorigen Woche erschien in Linz ein Manu namentz Schiesirlgri, w-libti sich be:m Vorstande als Oberfautov in He, iiranustadl {'ineoeuourne;:) omstellte. Derselve ,jaeau, yiLr am Do»” « oeii l'1. Dezember mit noch drei anderen Ä-.uuo-.eu . •nnanctjel Konzert zll veranstaiteu. Er agitierte m . . . iinuStarten itub gelang es ihm, auf eu ö:.uu .;öj.im zivß^re Beträge herauszulocki'!. Das Kouze, t yauc> aber luajt stall, der Mann ist spurlos verschmnuden. ES obliegt mir die Pflicht alle Knltnsgemeinden und Kollegen vor weiteren everuuellen solchen Vorkommnissen zu warnen und nnnachsichtlich einen solchen Schwindler der Behörde zn überliefern, damit dadurch unser Stand nicht herabgewürdigt werde. Bernhard L ö w e u s o h n Oberkantor der Israel. Kultnsgemeinde Linz.

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