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Die Wahrheit · 1916-04-21 · Heft 13 (21.4.1916) · page 3

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1916
Issue
Heft 13 (21.4.1916)
Date
1916-04-21
Page
– (sequence 3)
Language
German
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ahfyeit Redaktion und Administration: Wien, II., Novaragasse 27 Telephon: Redaktion Automat 42.889. Administration Aut. 47.854? ft. k. österr. Postsparkassa- Scheck-ftonio Nr. 100.918. Inserate: Die viermal gespaltene Nonpareille-Zeile 25 Heller. Abonnements- und JuserliouSbeträge find in Wien zahlbar und klagbar. Hsaöhällgige Keilschrift für Mische Iuteresseu. Sr scheint jeden Isreitng. Motto; „Das Siegel Gottes ist Wahrheit!“ Bezugspreis: Ganzjährig.K 15 — Halbjährig.. K 7.50 Für KnltuSbeamte: Ganzjährig.K 10.— Für Ausland: Ganzjährig ..8 Mark ü Andel oder 18 FrcS. Kr. 13. Mir», 21. April I1H6 Inhalt: Rettet die verladenen Kinder Galiziens. — Die Beteiligung der Juden am Kriege. — Rechnungsabschluß der Wiener Kultusgemeinde für das Jahr 1915. — RussisSe Progrome. — Die neue Sommerzeit. — Mode und Krieg. — Verschiedene Nachrichten. Die geehrten Herren Abonnenten werden ersucht, die restlichen Abonnementsbeträge einsenden zu wollen. Ueltet die verlassenen Kinder Galiziens! Der langwährende Krieg hat dem Königreiche Galizien tiefe Wunden geschlagen. Ein großer Teil seiner Bewohner hat infolge der feindlichen Invasion Hab und Gut verloren, unzählige sind ihrer Wohnstätten beraubt, in die Gefangenschaft verschleppt — viele getötet. Diese traurigen Verhältnisse haben die Jugend, den kostbarsten Schatz des Landes, hart betroffen und ein ungeheures Kinderelend verursacht. Leider nur allzu groß ist die Schar der Kinder, oft im zartesten Alter, die elternlos, verlassen, nun von fremder Mildtätigkeit Obdach, Nahrung und Pflege erbitten müssen. Hier helfend einzugreifen, ist nicht bloß Aufgabe des Staates, sondern auch die Pflicht aller mitfühlenden Menschen, denen das Wohl der Jugend am Herzen liegt. Um die ärgste Nol zu lindern, hat das Kriegshilfsbüro des Ministeriums des Innern bereits vor Monaten einen namhaften Betrag für Zwecke der galizischen Jugendfürsorge zur Verfügung gestellt, der seitens der galizischen Statthalterei zur Unterbringung von verwaisten und obdachlosen Kindern in Heimstätten und Pflegefamilien verwendet wurde. Diese Geldmittel sind nahezu erschöpft. Es muß daher unbeschadet des weiteren Fortganges der staatlichen Fürsorgeaktion auch an die breite Oeffentlichkeit unseres gesamten Vaterlandes mit der Bitte herangetreten werden, dieses große Rettnngswerk im Wege der privaten Wohltätigkeit zm fördern und zu stützen. Im Hinblicke ans die eigentümlichen Verhältnisse Galiziens und die dort notwendige Berücksichtigung der konfessionellen und rituellen Bedürfnisse wurde die Kriegswaisensürsorge von der Regierung in drei konfessionell getrennte Sektionen gegliedert. Die erforderliche Hilfsaktion soll unter werktätiger Anteilnahme von Kirchensürsten, der Seelsorge und der Lehrerschaft des Landes organisiert werden. Die Unterzeichneten halten es für ihre Pflicht, die gesamte Oeffentlichkeit zur Anteilnahme an diesem Werk der Nächstenliebe aufzurnfen, dem innerhalb der Bestrebungen zur Wiederaufrichtung Galiziens eine besonders hohe Bedeutung znkommt. In tiefer Not, in einem Elend, dessengleichen die menschliche Geschichte nie gekannt, harrt das Land Galizien der Hilfe, die es aus eigener Kraft nicht mehr finden kann und die ihm aus anderen Kronländern kommen muß. für die es ja tatsächlich das Blutopfer gewesen ist. Wie könnte besser für dieses heimgesuchte Land gesorgt werden, als durch Rettung, Erhaltung und Kräftigung seiner Jugend, welche die Zukunftshoffnung des Reiches bildet! -i° * * Spenden ohne konfessionelle Widmung — Einzahlungsstelle Kriegshilfsbnrean des k. k. Ministeriums des Innern. Wien, 1. Bezirk, Hoher Markt 5, Postsparkasfenkonto 149.602 oder Wiener Bankverein, Wien, 1. Bez., Schottenring Nr. 2 — werden dem gemeinsamen Fürsorgefonds zugeführl. Spenden für besondere konfessionelle Gruppen werden nach der Widmung des Spenders dem betreffenden Spezialzwecke zugeführt. Spenden für Kinder christlichen Glaubens sind mit diesem Vermerke versehen an die Bank- und Wechselstuben- A.-G. „Mercur", Wien, 1. Bez., Wollzeile 1 zu senden. Spenden für Kinder mosaischen Glaubens sind mir diesem Vermerke versehen an den „Verein zur Rettung verwahrloster jüdischer Kinder Galiziens und der Bukowina*. Wien, 1. Bez.. Uuiversitätsstraße 4 oder an die privilegierte Allgemeine Bodenkreditanstalt, Wien, 1. Bez., Teiufaltftr. 8 (österreichisches Postsparkassenkonto 2837. ungarisches Poftsparkassenkonto 6597) zu senden. Die Administration des Blattes nimmt Spenden mit und ohne spezielle Widmung entgegen. Fr. G. Kardinal Piffl, Fürsterzbischof von Wien. Zdzislaw o. Morawski, k. k. Minister. Dr. Eduard Prinz Liechtenstein. Hofrat und Leiter des Kriegshilfsbureaus des k. k. Ministeriums des Innern. Dr. Josef Maria Baernreither, Minister a. D., Präsident der Zentralstelle für Jugendfürsorge. Stanislaus Ritter v. Niezabitowski, Landmarschall von Galizien. Max Graf Wickenburg. Präsident des k. k. österreichischen Militär-Witwen- und Waisenfonds. David Ritter v. Abrahamowicz, k. u. k. Geheimer Rat; Stefan v. Anspitz; Dr. Max Wladimir Freiherr v. Beck. Präsident des k. k. Obersten Rechnungshofes; Andreas

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