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Die Wahrheit · 1915-04-09 · Heft 14 (9.4.1915) · page 10

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1915
Issue
Heft 14 (9.4.1915)
Date
1915-04-09
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10. Die Wahrheit. Nr. 14. Irma Alt .2.— Sigmund Klebiuder .5.— Alois Aufrecht.3.— Wilhelm Fischer.2.— Ignaz Klein.5.— G. Altmann.5.— Max Fasal u. Sohn.10.— G. Zuckermandel.3.— Summe . . . 80.— Knltusgemeinde Mieslitz...10.— Oberkantor A. Goldenberg. Lundeuburg, 9 Exemplare seines Werkespnn *) Literatur. Isak Noa Mannheimer. Aus seinem Leben und Wirken. Von Dr. M. Rosenmauu, Rabbiner und Prediger der israelitischen Kultusgemeinde in Wien. Zweite ernenerte Auflage, Wien 1915. R. Löwit Verlag. In kurzen Umriffen hat der Berfaffer die wichtigsten Momente aus dem Leben des unübertroffenen Kanzeireduers geschildert. Obwohl Mannheimer sich in Deutschland den Wortführern der jüdischen Stnrmnnd Draugperwde anjchloß, kam er doch noch rechtzeitig zur Ueberzeugüug, daß die umgestalteteu uferlosen Reformen, Zerstücklung des Gebetbuches, Abschaffung der hebräischen Sprache, das Wesen des Judentums untergraben und eine Spaltung der Gemeinden Hervorrufen würde. Er führte an der Seite Sulzers einen geregelten Gottesdienst ein, an dem auch die Stocksrommeu teilnehmen konnten. Er hat dadurch nicht mit in seiner Zeit, sondern auch späteren Generationen den Frieden erhalten. Als im Jahre 1872 einige Neuerungssüchtige die Orgel einführen wollten, beriefen sich die Gegner aus Mannheimer als den kompetenten Gewährsmann. Historisches Material bietet Rosenmann durch die von ihm hier zum ersten Male veröffentlichten Briefe aus Kremsier „wo Mannheimer zugleich mit einem Rabbiner alten Schlages in polnischer Tracht (Meisels) die Umgestaltung Oesterreichs beriet". Im ersten Briefe vom 6. Dezember 1846 schreibt Mannheimer: Der Paragraph über die Juden ist glänzend dnrchgegaugen ohne Debatte, wahrscheinlich aus Rücksicht für mich. Es wurde weder für noch gegen gesprochen, sondern gleich abgestimmt und angenommen. Bloß einige uiederösterreichische Bauern äußerten sich dagegen." Hingegen im zweiten Briefe aus Kremsier 18. Jänner 1849 schreibt Mannheimer: Jetzt (nach Abschaffung des Adels) habe ich auch alle Hoffnung für die Jndenfrage. Es herrscht darüber jetzt untre den Intelligenten der Kammer nur eine L-timme. Doch dauert es noch eine Weile." Die Judensrage war deunoch am 18. Jänner noch nicht gelöst. Ueberhaupt kam im Kremsierer Reichsrate § 17, der die Judenemanzipation enthält, nicht zur Beratung, weil er aufgelöst wurde. Vielleicht meint Mannheimer im ersten Briefe die Judeusteuer oder die Vorbesprechung über die Grundrechte. Uebrigens urteilt auch Fischhof in einem Schreiben an mich optimistisch über die jndeufrenndliche Gesinnung im Reichsrate, Er täuschte sich. — Der Geschichtsforscher wird aus dieser liebevoll geschriebenen Monographie, durch welche Rosenmann.ein pietätvolles Werk übte, neue Anregungen empfangen. Alle aber, welche Maunheimer persönlich kannten, oder ihn predigen hörten, werden den Berfaffer für die Erinnerung an den geistigen Gründer der Gemeinde Wiens dankbar sein. Dr. Fr. G. X. X. priv. Oeeterreiohieohe Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe. Die aeunundfiinfzigste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der k. k. priv. österreichischen Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe findet Dienstag, den 18. Mai 1915, abends 5 Uhr, im grossen Festsaale des Oesterreichischen Ingenieur- und Architektenvereines (L, Eschenbachgasse Nr. 9) statt. Gegenstände der Verhandlung sind: 1. Jahresbericht des' Verwaltungsrates. 2. Bericht des Bevisionsausschusses über den Rechnungsabschluss des Jahres 1914 und Beschlussfassung über denselben. 8. Beschlussfassung über die Verwendung des Beinerträgnisses des Jahres 1914 und Antrag auf Ermächtigung des Verwaltungsrates, den ausserordentlichen Reservefonds von zwei Millionen Kronen und eventuell den allgemeinen Beservefonds zur Deckung von Verlusten infolge der Kriegsereignisse heranzuziehen. 4. Beschlussfassung über die Wahlen in den Verwaltungsrat. 5. Wahl des Be Visionsausschusses für das Jahr 1915. Die stimmberechtigten Herren Aktionäre, welche an der Generalversammlung teilzunehmen wünschen, werden hiemit eingeladen, ihre Aktien samt Kupons oder die deren Stelle vertretenden Depotscheine der Anstalt spätestens am 20. April d. J. als dem statutenmässigen Endtermine zu deponieren und zwar:, in Wien bei der Liquidator der Anstalt (I., Am Hof 6) an Wochentagen von 9—12 Uhr; in Bozen, Bregenz, Brünn, Feldkirch, Gablonz, Görz, Innsbruck, Karlsbad, *) Zu beziehen a K 3.— durch die Redaktion dieses Blattes.) Klagenfurt, Laibach, Lemberg, Mähr.-Ostrau, Olmütz, Pola, Prag, Beichenberg, Teplitz, Triest, Troppau und Warnsdorf bei den Filialen der Anstalt; in Budapest bei der Ungarischen Allgemeinen Creditbank; in Berlin bei der Direktion der Diskonto-Gesellschaft oder bei der Bank für Handel und Industrie oder bei S. Bleichröder oder bei Mendelssohn & Co.; in Breslau, bei dem Schlesischen Bankverein oder bei der Bank für Handel und Industrie Filiale Breslau, vorm. Breslauer Diskonto- Bank oder bei E. Heimann; in Dresden bei der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt Abteilung Dresden; in Frankfurt a. M. bei der Direktion der Diskonto-Gesellschaft oder bei der Filiale der Bank für Handelsund Industrie; in Hamburg bei der Norddeutschen Bank in Hamburg oder bei der Filiale der Bank für Handel und Industrie oder bei L. Behrens & Söhne oder bei M. M. Warburg & Co.; in Köln bei Sal. Oppenheim jun & Co; in Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Credit- Anstalt oder bei der Filiale der Bank für Handel und Industrie in München bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank oder bei der Filiale der Bank für Handel und Industrie oder bei Merck, Finck & Co. Wien am 3. April 1915 K. K. priv. üesterreichische Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe. TJ nion-Bank. Die fünfundvierzigste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Union-Bank findet Montag den 19. April 1915 um 11 Uhr vormittags im Anstaltsgebäude, I., Renngasse Nr. 1, statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Verwaltungsrates und Vorlage des Bilanzabschlusses pro 1914. 2. Bericht des Bevisionsausschusses und Beschlussfassung hierüber. 8. Beschlussfassung über die Verwendung des Beingewinnes. 4. Antrag des Verwaltungsrates auf eventuelle Heranziehung des Kapitals- Beservefondes im Sinne des § 38 der Statuten und Beschlussfassung hierüber. 5. Wahl in den Verwaltungsrat. 6. Wahl des Revisionsausschusses für 1915. Die stimmberechtigten Herren Aktionäre, welche an der Generalversammlung teilzunehmen wünschen, wollen ihre Aktien in Gemässheit § 27 der Statuten spätestens am 12, April d. J, deponieren, und zwar: in Wien bei der Liquidator der Union-Bank, in Triest bei der Filiale der Union- Bank, in Berlin bei der Dresdner Bank, in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Effekten- und Wechsel-Bank oder bei der Dresdner Bank in Frankfurt a. M., in München bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank oder bei der Dresdner Bank, Filiale München, in Nürnberg bei der Dresdner Bank, Filiale Nürnberg, in Basel, Genf, St. Gallen und Zürich bei dem Schweizerischen Bankverein oder bei der Eidgenössischen Bank (A.-G.). Die Aktien sind unter Anschluss von Konsignationen zu erlegen, welche vom Einreicher eigenhändig zu unterzeichnen und für Wien in zwei Exemplaren, für die anderen Erlagstellen in drei Exemplaren auszufertigen sind. Ein Exemplar der Konsignationen erhält der Deponent mit der Empfangsbestätigung versehen zurück; nach abgehaltener Generalversammlung werden die Aktien gegen Rückstellung dieser Konsignationen ausgefolgt. Das Stimmrecht kann vom Aktionär oder von dessen gesetzlichem Vertreter persönlich oder durch Bevollmächtigung eines stimmberechtigten Aktionärs ausgeübt werden. (§ 28 der Statuten.) Wien, 2. April 1915. Union-Bank. Das jüdisch- Museum, öffnet werden. Doch bleibt die Besuchszeit auf einen Tag in der Woche,. und zwar Samstag zwischen 10 und 1 Uhr beschränkt. Gruppen von höchstens 20 Personen können bei vorhergehender Anmeldung bei der Leitung des Museums dasselbe auch an Sonntagen, zwischen 11 und 1 Uhr besichtigen. Die Anmeldung hat mittels Doppelkorrespondenzkarte unter Angabe der Anzahl der Teilnehmer zu geschehen. Eintrittsgeld ist keinesfalls zn entrichten. Austritte ans dem Judentum. Deutsch Szelina, Schneiderin, geb. 17. Dezember 1875 in Groß-Kanizsa (Ung.) VH., Mondscheingaffe 8. Fleischhacker Paula, Hilssarbeiterin, geb.23. Februar 1892,. in Wien. HL, Erdbergstraße 78. H a u st e i n Melanie Salomea, geb. 23. März 1886 in Przemysl. IV., Schöubrunnerstraße 7. Mechna Else, Malschülerin, geb. 5. März 1893 in Stryj. IV. Margarethenstraße 50. Schwarzthal Fani, geb. 21.'Juni 1895 in Wien. IV,r Waaggaffe 8.

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