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Die Wahrheit · 1915-03-26 · Heft 13 (26.3.1915) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1915
Issue
Heft 13 (26.3.1915)
Date
1915-03-26
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Die Wahrheit Seite 7„ Nr. 13. wieder ähzunehmen. Graf Meran dankte der Deputation für ihre edle Aufopferung in den wärmsten Worten und teilte ihr zugleich mit, daß er die Czernowitzer Kultnsgemeinde auflöse rrnd an ihre Spitze den Abgeordneten Dr. Nenmann ' Wender stelle, Svuntag wurden die genannten Herren von Regiernngsrat Dr. Krahl in offizieller Form von der Auflösung der Knltnsgemeinde verständigt. Dr. Wender trifft in den nächsten Tagen in Czernowitz ein, um die Agenden der .Knltnsgemeinde zu übernehmen. . Die Niederlage unserer Feinde. (B lt ch st a b e u s y m b o l i k.) Die fünf Buchstaben von in aaa (schlecht ist das Ende, das ihnen bevorsteht) sind die Anfangsbuchstaben unserer europäischen Erbfeinde: o Serbien, a Frankreich, a Montenegro, -1 Rußland, v England. Der Pentateuch verheißet unseren Feinden die N i e d e rl a g e mit den Worten (4. Blich Mosis, 14. 34): wron? dk iNtrn ... pxn na amn nnx a'a'.n "naaaa" Nach der Anzahl der Jahre, in denen Ihr verwerfliche Lüsternheit nach fremdem Lande bekundetet... sollt ihr für Eure Missetaten büßen) naaaa 2 Britannien, Belgien, a Montenegro, a^ Serbien, a Frankreich,' -> Rußland. Oder wollen die geschätzten Leser auf die Herren Haderlumpen in Japan nicht verzichten? Wohlan: Das Unglück unserer Feinde ist ferner mit den Worten gekennzeichnet (Könige 1, 29, 9): aix ixnp na ab .anaan* („Basseforim“ ist zu künden, daß sie ob ihres Unglücks Fasten ansrnfen) anaaa a Britannien, Belgien, a Serbien, a Frankreich, n Rußland, ■> Japan, a Montenegro. Oberkantor Josef Ren di, Agram. Uerschiedene Nachrichten Wien. Samstag, den 27. März l. I., um 3 Uhr nachinittags, Hält Se. Ehrw. Herr Rabbiner Mayersobn in der Synagoge des Vereines ,,Beth Israel", II., Levpoldsgasse 28, eine NVnn. Wien. Dienstag, den 30. März, am ersten Peßachtage, begeht der erste Vizepräsident der Wiener Kultusgeineinde, Herr Landesschnlrat Dr. Gustav K 0 h u, seinen 75. Geburtstag. Wien. (Vortrag.) Mittwoch, den 31. März l. I. wird im V e r e i n zur Abwehr des A n t i s e m i t 1 s m u s der bekannte Geschichtsforscher, Herr Prof. Dr. Maser B a l a b a n ans Lemberg, über historische Forschungen unter dem Titel: „A n j e n e m P a s s a h- Abend" sprechen. Der Bortrag findet abends, halb 8 Uhr, im Hotel Post, I., Fleischmarkt 24, Eingang Drachengaffe 1, statt. Gäste bestens willkommen. Eintritt frei. Wien. (Borträge in der Toynbeehall e, XX., Denisgasse 33. Josefine Mendl-Wohlfahrtshaus). Freitag, den 26. März: Bibelvortrag, Religiouslehrer Löw-Bogel. Samstag, den 27. März: Kammermusikabend, Konzertmeister Swertka (Geige), Hofmnsiker B ö u t g e n (Cello), Pianist Karl Frühling. Wien. In der Plenarsitzung des Kultnsvorstandes vom 25. d. M. ist der Obmann der Bezirkskommission des XVI. und XVII. Bezirkes, Herr vr. wsä. Jakob Deutsch, in den Knltiisvorstand kooptiert worden. Ateratnr. Kriegs-Hagada. nva min- Zur Erinnerung an den Weltkrieg 1914/15. Jüdischer Buch- und Kunstverlag Max H ickl. Brünn, 1915. An nnm kür die Sederabschmtte ist auf dem jüdischen Büchermärkte wahrlich kein Mangel. Fast jährlich begegnet man neuen Produktionen ans diesem Gebiete. Die meisten davon sind dem großen Publikum zur Genüge bekannr. Dem rührigen Jüdischen Buch- und Kunstverlag gebührt das Verdienst, etwas neues, und wie wirs hoffen und wünschen, bleibendes geschaffen zu haben. Neu ist zum großen Teile die dem hebräischen Texte beigedruckte deutsche Uebersetznng, die durchwegs als äußerst gelungen bezeichnet zn werden verdient. Neu sind auch die schönen Illustrationen — ca. 20 an der Zahl — die die Hagada schmücken. Diese Illustrationen sind durchwegs antiken Meisterwerken entnommen; wir nennen bloß die Reproduktionen der Hagada von Maiitua> Sarajevo und Prag usw. Nandverz-ernngen moderner jüdischer Künstler verleihen der Hagada, die mit dem Bildnisse des. österreichischen und deutschen Kaisers geschmückc ist, ein schönes nnd anziehendes Gepräge. Schön und beherzigenswert ist auch das Geleitwort- Gebet von Rabbiner Dr. D. F e u ch t w a u g in Wien, das der Hagada vorausgeht. Es ist zu hoffen, daß diese Kriegshagada, die sich für Hans und Schule hi gleicher Weise eignet und die selbst nach Friedeusschlnß ihren-Wert als Kriegserinuerung nicht einbüßen wird, in keinem jüdischen Hause fehle» wird, znr Hebung der Feststimmung nnd zur Vertiefung in die Erzählung von anL2 nftar. Druck und Papier sind tadellos, der Preis mäßig. Dr. Felix Kanter, Zwlttau, Mähren. Eine Fliichtliugs-Hagada. Im Berlage von Jos. Schlesinger in Wien, I., Seitenfiettengasse, erschien eine schön gedruckte Hagada mit jüdisch-deutschen Kommentaren und einer sich ans die historischen Ereignisse der Gegenwart beziehenden dichterischen Beilage. Es ist nämlich ein in hebräischer Sprache von Rabbiner Dr. Armand Kaminka verfaßter Fe st grüß an dieFlüchtlinge beigesügt PID2), worin den fern von der Heimat in so traurigen Berhältniffen, teilweise in Mansarden und Baracken das Besreiungssest begehenden Glaubensgenoffeu Mut nud Trost zngeiprochen wird. Die Hagada, welche eine bleibende Erinnerung an den Weltkrieg bleiben wird und zum niedrigen Preise von 14 Hellern zn beziehen ist, wurde bald nach Erscheinen fast ganz vergriff, n. Vom patriotischen Trostgedicht wurde ein Separatabdruck veranstaltet. Oesterr.-nngar. Kantorenverein m Wien. Der Vorstand des Oesterr.-nngar. Kantoren- Vereines bittet alle Gemeindevorstände, Rabbiner und Angehörige von Kantoren, welche in der Lage sind, Auskunft über nachstehende Fragen zu geben, dieselbe dem Unterzeichneten Präsidenten zu erteilen. 1. Name, Ort der Amtstätigkeit nnd womöglich die Adresse der im Felde stehenden Kantoren. 2. Name, Ort der Amtstätigkeit und jetziger Aufenthaltsort von verwundeten Kantoren. Zuschriften an den Pläsidenten Oberkantor I. Bauer, Wien, H/1. Mohltiitigkeitsaktion des O e st e r r.- n n g. Ka n t 0 r e n - B e r e i n e s in Wien. Die geehrten Herren Kollegen werden höflichst ersucht, die Wohltätigkeitsaktion des „Oesterr.- nngar. Kantoren-Bereines" dadnrch zu fördern und zu unterstützen, indem sie ihre Gemeinde» nnd Vereine auf unsere Aktion aufmerksam machen, eventuell — wie es bereits mehrere Kollegen getan — Sammlungen einleiten. Der Zweck ist in unserem Aufrufe zn stnde«. Also, auf znr Tat! Spenden-Ausweis V. Sammlung durch Oberkamor Kurzmann, Ko morn ..K 400.— Vorstand der Knltnsgemeinve Nagy-Kanizsa. . „ 50.— Dr. Eduard Thaller, Hof- und Gerichtsadvokat 20.— Tempelverein XIX.„ 20.— Oberkanwr D. Kohn, Arad.„ 3.— Kantor Korustreicher, Jglan.. 3.— Franz Teltsch, Wien.. 2.— Für das Pessachfest erhielten von Seite des Vereins- Vorstandes die bereits beteilten Flüchtlinge und postenlose Kantoren neuerdings Unterstützungen. Spenden erbittet man au den Präsidenten, Oberkantor I. B a n e r, II., Novaragasse 27 und an den Vizepräsidenten Josef Morgenstern, Oberkantor der israel. Knltusgemeinde, H., Ferdinandsstraße 23. senden zn wollen. Nestachdetettnng. Zur Erinnerung an die selige Fra» Jda Gorodetzky, die in ihrem lange» Lebe» de» Pessach mit besonderer Freude nnd Begeistern»- gehalten und zu diese» Feiertagen in stiller Wohltätigkeit Arme unterstützte, wird an eine würdige Familie, welche de» Seder ehrlich hält, eine namhafte Beisteuer zn den teuer» Lebensmittel» gegeben. Flüchtlinge ausgeschlossen. Zuschriften nur aus dem VII. oder VIII. Bezirke an W G., VII., Neustiftgasse 1L9, Tür 19.

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