Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1915-01-08 · Heft 2 (8.1.1915) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1915
Issue
Heft 2 (8.1.1915)
Date
1915-01-08
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/3062972-3063862-3063864--09397-3076645
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

•ieifeU erschienen.?@?f. sttft-.kes Wnjan, "etwa.Iffl?-. jüdische gefangene Russen bildeten das AiiLilötlUNU und lauschlennnrgespaNiiter Ansmerksamkeit - mchMlhtz dem-Wtzrrst.stMmui;gsvollen Vorträge des Linze.rHberkantors Bernhard Löwensohn. Bor Uebergano zu. „ Borchnf richtete der. WWj jende. Vorsteher^ Benedikt Schrvage,r in Berlremug des verhinderten i Nochbj«exs..Hue hirze Ansprache und ermahutc die jüdischen Hesangeueis, \ geWhy^ DH.ui.. D fittveArMeji In t>e4i:e^e:'iib^ T ättuiff ei^äu .liigett iuib ] W^dürchl streilge WaiiuesKucht^ Und -Adel. der' 'Gefiunnng den Änordnuügen des Kommandos und ihrer sonstigen Vorgesetzten zu sügen, dann wird chneu.der Aufenthalt auf österreichischem Boden nicht schwer fallen. Das Kommando hat es über Fürsprache der Vorstehnug den orthodoxen Juden ermöglicht, sich ihre Speisen selbst znznbereiteu und hiezu Koscher- Fleifch und neues Geschirr zu verwenden. Mit den anderen Lagern sind die Verhandlungen noch im Zuge, da diese Lager nicht vollkommen ausgebaut sind. Brüun. Trotz der gegenwärtigen schweren und ernsten Zeiten hat es der Vorstand der israel. Kultnsgemeinde für entsprechend er- .achtet, das 25 jährige Amtsjubiläum ihres Oberkantocs nicht ungefeierr vorübergehen zu lasien. Und so war am 31. Dezember in den hiesigen Tagesblättern folgende offizielle Anzeige erschienen: Jsr.. Knltnsgemeinde, Herr Josef Heller, Oberkantor und Chordirektor der hiesigen israel. Kultnsgemeinde, sowie Leiter der Kantorenschule des Profemiilares, feierr am Samstag den 2. Jänner das Jubiläum seiner 25 jährigen Amiswirksamteir. Ans diesem Anlässe findet beim Vormitlagsgortesdienste um halb 11 Uhr eine besondere Ehrung dieses überaus verdienten Gemeindefttnkrionärs statr, der auch über die Grenzen unseres Kronlandes hinaus einen Ruf als Musikschriftsteller genießt." Freitag Vormittag fanden sich bereits die ersten Gratulanten ein, die Kantoren beider Tempel unter Führung des Herrn Goldmann und das gesamte Chorpersouale. Kantor Goldmann übergab namens feiner Kollegen mit einer herzlichen Ansprache einen prächtigen Silber- Pokal, ebenso überreichten im Namen des Chorpersonales Frl. Goldberger und Organist Werner eine wertvolle Standuhr mit Widmungen. Samstag Vormittag war das große festlich beleuchtete Gotteshaus dicht gefüllt. Der Sitz des Jubilars war mit Blnmenguirlanden und Lorbeer sehr geschmackvoll dekoriert. Der Gottesdienst begann mit einem Orgelprälndium; nachdem der Jubilar als Schelischi feierlich aufgerufen worden war, trug Herr Kantor Goldmann einen von ihm für diesen Anlaß verfaßten schönen dlisodsdeiaod vor, und der Chor stimmte das Hallelujah an. Hierauf hielt Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Levy eine meisterhafte formvollendete Ansprache in der er den Gefeierten in wahrhaft inniger und herzlicher Weise als begabten Kantor, wahren Künstler, pflichteifrigen Lehrer und tüchtigen Komponisten schilderte, aber auch als edlen Menschen, treuen Gatten und aufopfernden Familienvater. Die Rede übte einen mächtigen Eindruck auf alle Zuhörer aus. Der Jubilar stattete dem Herrn Rabbiner in hebräischer Sprache seinen Dank ab und irng daun einen innigen Mischeberach. für die Führer der Gemeinde und diese selbst vor, der in ein allgemeines Friedensgebet ausklang. Nach dem feierlichen Gottesdienste erschienen die Herrn Vorsteher im Hanse des Jubilars. In ihrem Namen hielt Herr Präsident Gustav Tandler eine herzliche Ansprache, in der er die vornehme Gesinnung, Friedensliebe, Wohltätigkeit und strenge Religiosität des Gefeierten hervorhob und überreichte ihm einen sehr schönen Brillantring mit Widmung. Der Obniann der Chewra Kadischa, Herr Adolf Herda» dankte dem Jubilar für die von ihm durch 25 Jahre in selbstloser Weise versehenen Funktionen bei Begräbniffen Armer. Auch sonst gratulierten Korporationen und Vereine leils persönlich, teils schriftlich und von Freunden und Verehrern kamen zahlreiche Glückwünsche und Geschenke. Trebitsch. In der am 1. Immer stattgehabten Vorstaudssitzung wurde Herr M. G o l d e n b e r g, bisher in Tärno, nach einem unter großem Beifalle abgehaltenen Bortrag einstimmig als Oberkantor unserer Gemeinde gewählt und wird derselbe am 1. Februar sein Amt mitrcten. Eger. Am 23. D/zember starb in Eger im Kreise seiner Familie der vom nördlichen Kriegsschauplatz verwundet und schwerkrank heimgekehrte Dr. Hugo Zuckermann, k. u. k. Reserveleute,laut des 11. L. I. Reg. und Advokat in Meran. Mit Dr. Hugo Zuckermann, der das 33. Lebensjahr erreicht hatte, wurde dem Judentume eine Zierde und ein hervorragender Kämpfer entrissen. Dr. Zuckermann war schon als Student ein begeisteter Jude uud Zionist, hielt für die zionistisches Idee au vielen Orten Vorträge, war in allen Städten seines Studienaufenthaltes Gründer oder zum wenigsten Mitarbeiter der zionistischen Vereine, so war er Mitbegründer des Vereines „Ahawath Zion" in Eger, hervorragendes Mitglied, jetzt alter Herr des Vereines jüdischer Hochschüler „Theodor Herzl" in Wien, des Vereines Bar Kochba in Prag, Mitglied des liinerösterreichlschen Distrikts-Komitees Wien etc., betätigte sich auch als Schriftsteller für die Sache des Judentnms uud des Zionismus und hatte seit Jahren nicht blos in unserem Baterlande, sondern in Deutschland und auch in Rußland einen klangvollen Namen. Im vorigen Herbste ließ er sich als Advokat in Meran nieder uud sofort ging er wieder an die Förderung des dortigen Judentums. Er war Mitbegründer des dortigen Kultusvereines, legte die Grundlagen für eine Chewra Kadischa, wobei er selbst die Dienste dieses entsagungsvollen Zweiges jüdischer Pietät mitleistete, wurde Repräsentant des dortigen Judentums, ja er wurde der führende Geist der dortigen Gemeinschaft, wurde dabei aber hochgeschätzt auch, von feinen christliche» Mitbürgern und Kollegen, dies alles m der Zrit vom November 1913 dis Juli 1914, den» in diesem Monate, wurde er bereits von der' Mobilisierung getroffen und rückte z» seinem Nr. 2. Reg'ÜneÄ; näist ' Durch'ch'AO vier - MölUfte fftänd >eritn Lelde -undi obwoht daselbft;.infolge drrfnnsqglichem- Anstrengungen und Eutbehrniig^mvoii.eüierLllugLuentzüildllNg b,fallen wgr. bljeb er, jkauzil halb gesteseii^ weiter - am SMachffeHe,'Erachte,.Ai/MeiMte unte.r .'BestätigNng höchster'Btaübnr mit^ysd nsürhe^geg'eli' EttfteWweÄtEyUwundetpi noch - - v i e- - Miszenh nrül g'' stiikd - B eföK ßtNiiA' -zu - der - tzr vorgeschlagen war/erhielt, erreichte ihn dekZfod.i.y-si -cti. nh': -;■ Dr. Zuckermann war nicht bloß ein überragender Jude im besten Sinne des Wortes, ein idealer Menschenfreilnd Uiid bedeutellder Mensch überhaupt, er war ein genialer Dichter. Seine Kriegslieder.'die vor und während des Krieges ent-standen' sind, wurden von der in- und ausländischen Presse als wahre Volkslieder verherrlicht. Diefhervorragelidsteil Komponisten des Inlandes — so Lehar — und des Auslandes vertonten seine Lieder und höchststehende Offiziere drückten ihm hierfür ihre Bewunderung aus. So schreibt Generalleutenant v. Dickhnt-Harrach in der Danzers Armee-Zeitung u. a. . . . aber Ihr Lied wird bleiben und wird Ihnen zu dem Kriegeskranze auch den Lorbeer des Dichters um die Schläfe winden. Und einen solchen Manu und Menschen mußte die Welt, mußte das Judentultt verlieren. Dr. Zuckermann war in Eger als Sohn einer angesehenen Familie geboren. Der jüngst in Wien verstorbene Generalstabsarzt Dr. Jakob Z u ck e r m ci.it u war sein Großonkel und die Knltusgemeinde Eger hat ihm auch in dankbarer Würdigung seiner Verdienste als Jude und Held ein Ehrengrab gewidmet. Merzeichuis der Aertlorvetten vom 27. Dezember 1914 bis inklnsive 2. Jänner 1915. Raphael Schlesinger, Pflegling, 40 I. Emil Feiwel, Stadtbaumeister, 43 I. Rosalie Winkler geb. Fischer, Schuhwareuhündlerin, 61 I. Johanna Spitz geb. Kraus, Pflegling, 69 I. Adolf Kolpau,. Drechslergehilfenssohn. 2 I. Moses Chaim Jtuer auch Lachs, Reservist des Jnf.-Reg. 24, 33 I. Jostfine Lieben geb. von Boschan, Privat, 63 I. David Polaschek, Schneidermeister, 56 I. Karoline Wollner, geb. Hansner, Eisenhändlersgattiii. 41 I. Dr. Lothar Frankl. Ritter von Hochwart, Universitätsprofessor 54 I. Rifka Koffler geb. Elber, Gastwirleusgatlin. 34 I. Jenny Stern, Privatiersgattin, 53 I. Regina Reichstein, Flüchtling, Tabaktrafikautin, 60 I. Berta Spitzer geb. Rndisch, k. n. k. Oberstabsarztensgattin, 46 I. Josef Stern, Bankbeamter, 31 I. Leopold Fuchs,IKaufmaniissohn, 3 I. Lazar Zuckerberg, ohne Berus, 60 I. Isidor Rosenberg, Kanfmanu, 54 I. Bety Mikolasch geb. König. Private, 76 I. Jechiel Schwarzburg, Soldat des rnssischen Jnf.-Reg. 312,? Nachim (Nathan) Golant, Redakteur, 55 I. Arnold Kuttuer, stnd. techn. 22 I. Regine Harpner, Private, 74 I. Marie Herz geb. Kaufmann, Kaufmannswitwe, 87 I. Eduard Mechlovits, Angestellter, 53 I. Emanuel Weißeustein, k. k. Grundbuchsführer 39 I. Hermaun Krott, Kailsirlanu, 70 I. Rubin Langer, Händler, 62 I. Hermine Spielmaiin, 63 I. Jakob Rattner, Zugssührer des Jnf.-Reg. 40, 40 I. Gitel Halperu, ohne Berns, 42 I. Rosa Benesch geb. Anscherlik, Kausmannsgattin 62 I. Dr. Phil. Benjamin Feilbogen, Religiouslehrer, 90 I. Sali Rieder, Kaufmannswitwe. 68 I. Anselm Wiltschen, Privat, 84 I. Antonie Cropp, Private, 70 I. Chaskel Hersch Ingber^ Talmndist, 22 I. Benjamin Pick, Privat, 77 I. Wolf Fleischmantt, Kanflnann, 88 I. Berthold Kiß, Buchhalter, 53 I. Zäzilie Roschwald, Kaufmannstochter, 1 I. Scheiudel Roßdentscher, 4 I. Jakob Tauber. Kaufmann, 52 I. Dr. Hermann Löwi, Arzt, 75 I. Hans Heilig, Privatenssohtt, 2 M. Heinrich Bernfeld, Privatbeamter, 38 I. Max Markstein, Friseur, 51 I. Alois Jellinek, ohne Beruf, 95 I. Albert Löwy,. Bahnbeamter, 85 I. Rosa Spinner geb, Kohn, Hilfsarbeitersgattin, 44 I. Regine Pollak, Private, 96 I. Sophie Ackermann, Näherin, 36 I. Emilie Hajek, Private, 74 I. Johann Pal, Beamtenssohn. 17 T. Rosalie Hofbaner geb. Löwenberg, Private, 59 I. Rachel Fräukel, Kausmanustochter, 16 I. Anna Kornblum geb. Neiger, Kaufmannswitwe, 64 I, Karl Grünwald, Reisender, 32 I. Josef Reiner, Taschner 39 I. Adolf Waldbaum, gewes. Restaurateur, 37 I. Heinrich Glaser, Privat, 53 I. Leo Krieg. Bauer, 48 I. Therese Hafner, geb. Stadler, Kaufmannsgattin, 37 I. Aron Weiilinann, Kind, 2 I. Chaim Klaar, gewes. Ingenieur, 56 I. Markus Steiner. Dieustnlann, 62 I. Charlotte Wahrhaft, Privatenstochter. 2^J. Antonie Kurz geb. Horbitz, Dienstnlanusgattin, 68 I. Karl Kohn, Fähnrich des k. u. k. Inf. Reg. 8, 25 I. Benjamin Schiffer, Kaufmannssohn, 2 M. Heinrich Saar. Buchhändler 66 I. Wilhelmine Ehrenfest geb. Frennd, Oberrechnungsratsgattin, 58 I. Leopold Fürst, ohne Beruf, 84 I. Fanny Frankl geb. Simson, Kaufmannswitwe, 76 I. Eduard Maudelbanm, Kontorist, 33 I. Josef Barat, Schächtersfohu, 12 Tage. Salomon Älodek, gewes. Kaufmann. 81 I Markus Liper Steinberg, 1% I. Dr. Philipp Roth^ HandelsschUlprofessor, 41 I. Rosa Bermann, Verkänferstochter, 3^ I. Isidor Süsmann, Pfleglings 83 I. Regine Weiß,. Private, 23 I. Emannel Lemberger, Privatier, 78 I. Rosalia Meisels-Nadel geb. Salomon, Schneidermeisterswitwe, 74 I. Dr. Josef Breite,tstein, Advokat, 63 I. Bernhard Menkes, Schlossergehilse, 44 I. Max Koväez, Reisender,. 51 I, Maximilian Kohn, Magister der Pharmacia. 65. I, Isaak Appermanu, Battmelster, 67 I. Markus.Pauker,. Pflegling, 51 I. Die geehrten Herren Zlbo«nentLitt werden höflichft ersucht, die restlichen Adpnnementsbeträge unverzüglich einsenden zu wollen. Die Wahrheit

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.