Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1914
- Issue
- Heft 28 (24.7.1914)
- Date
- 1914-07-24
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 8. Die Wahrheit Nr. 28. Vorstand, alle Gemeindemitglieder und die Spitzen der Behörden teilnahmen. Die Trauerrede hielt Herr Rabbiner Dr. L. Bert i sch. Ledec. Berslosieuen Samstag, nachmittags NM 3 Uhr, fand im hiesigen Tempel die Schlnßfeier und die Prüfung des Schuljahres 1913—14 statt, an der die Kinder mit ihren Eltern teilgenommen haben. Die Prüfung im hebräischen Lesen, jüdische Geschichte, hebräisch-böhmisch und böhmisch-hebräische Bokabelübersetznng und im Chumlsch zeigte den besten Erfolg. Mit der Kaiserhymne und mit dem Minchagebet schloß die schöne Jugendfeier. Ujvrdek. (N e n s a tz.) Für die zu besetzende Oberkantorstelle wurde in der am 12. d. M. starrgefnndenen Plenarsitzung Herr Leo Zoldan, Oberkailtor in Baden bei Wien, einstimmig gewählt. Austritte ans dem Judentum. W a ch s m a n n Martha, geb. 8. Dezember 1891 in Brünn. X., Gudrunstraße 140. Herrmann Josef, Direktor, geb. 9. Juni 1882 in Rußland. VHv Lerchenselderstraße 31. _ Alt Charlotte, Sängerin, geb. 23. September 1886 in Wien. XVJLLI., Hameaustraße 23. Lacken bacher Anna, Schauspielerin, geb. 23. September 1893 in Triest. VIII., Bennoplatz 6. Sewald Laura geb. Ellenb erger, Private, geb. 19. März 1856 in Ungarn. XIX., Hohe Warre 44. Löwy Friedrich Ernst, Abiturient, geb. 19. Oktober 1895 in Wien. XIX., Hauptstraße 79. Schwarz Wanda Henriette. Private, geb. 2. April 1891 in Lemberg. XIX., Hasenauerstraße 10. Vogel Rosa. Kontoristin, geb. 30. Jnli 1892 in Wien. V., Johannagasse 42. Stern Hilda, Privaibeamtin, geb. 5. Oktober 1892 in Wien. H., Untere Augartenstraße 26. M a s a r e k Hennins geb. I n n g, Private, geb. 20. Juli 1660 in Rumänien. VII., Lerchenfelderstraße 9—11. Jung Hans, geb. 3. März 1914 in Wien. VH, Lerchenfelderstraße 9—11. Sachs! Hedwig geb. Winter, Private, geb. 4. April 1872 in Wien. I. Wipplingerstraße 24. Verzeichnis der Merstorbenen vom 12. Juli bis inklusive 18. Juli 1914. Malke Eisenstadt, Geschäftsfrau, 31 I. Moriz Weinberg, Kaufmann, 54 I. Karoliue Leiner geb. Kohn, Hopfenhändlerswitwe, 71 I. Markus Haberfeld. Privat. 52 I. Maria Schinkasch geb. Brüll, Kanfmaunsgattin. 76 I. Samuel Pollak, Agent, 70 I. Henriette Ehrenfeld geb. Fluß, Kaufmannswitwe, 60 I. Anna Kausried, Lehrerin, 38 I. Johann Grünstein. Kommissohn. Katharina Nagel geb. Geiduschek, Arztenswitwe, 72 I. Fanny . Schulz, Branntweinbrennerswitwe, 77 I. Bernhard Bräuner, Gemischtwarenbändler, 65 I. Schie Bram, Händler. 59 I. Leopold Ruhig, Bäcker, 55 I. Rebeka Tnttner, Private. 53 I. Josef Brnckstein, Schneider, 49 I. Mendel Schanner, Kleiderhändler, 56 I. Ignaz Kovacs. Kaufmann, 57 I. Bertha Kohn geb. Rie, Bankdirektorswitwe, 74 I. Leb. Dawidowits, Südbahubediensteter, 50 I. Jda Pollak, Private. 70jJ. Jeanette Gelbart geb. Pernetz, Kanfmannsgattin, 66 I. Theodor Pollak, gewes. Privatbeamter, 28 I. Ignaz Rottberger, ohne Beruf, 80 I. Wilhelm Abeles, Börsenkommissionsgeschäftsinhaber, 49 I. EmilielOesterreicher, Handelsangestelltensgattin, 66 I. Marie Pintes geb. Karsch, ohne Beruf, 32 I. Siegfried Goldstück, Kasiier i. P.. 74 F. Bernhard Deutsch, Eisenhändler, 61 I. Jsak Landmaun, gewes. Kaufmann, 54 I. Beile Weinberg, Trafikantin, 50 I. Egon Huschak, Kind, 1 I. Leo Maier, Kommis, 30 I. Mathilde Singer geb. Kohn, Private, 64 I. Karl und Rosalia Goldschmidtsehe Stiftung Aus dieser Stiftung gelangen für das Jahr 1914 K 6900.— an arme und bedürfttge Personen zur Verleihung, welche ihre Verwandtschaft mit. dem am 26. Februar 1902 in Wien verstorbenen Herrn Karl Goldschmidt, bzw. dessen Gattin, der am 20. Dezember 1909 in Wien verstorbenen Frau Kosalia Goldschmidt geb. Engel nachweisen können. Als Verwandte in Ansehung dieser Stiftung sind solche Personen anzusehen, welche von den Urgrosseltern des Stifters, Herrn Karl Gold Schmidt, bzw. von den Urgrosseltern der Stifteriu, Frau Eosalia Goldschmidt geb. Engel, in ehelicher Deszendenz abstammen. Gesuchsbeilagen: Geburtsdokument, Yerwandschaftsnachweis im Sinne der vorstehenden Bestimmungen, Armuts- oder Bedürftigkeitszeugnis des Gesuchstellers. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1914. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (I., Seitenstettengasse 4, II. Stock) unentgeltlich zu haben sind; diese Formulare enthalten auch nähere für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. Wien, 15. Juni 1914. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. M. I». Biedermann-Waisen-Stiftung. Anzahl der Plätze': Unbestimmt, im Betrage von zusammen K 5900. Bewerbumrsberechtigt sind: In erster Linie: Hilfsbedürftige Waisen, welche das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und direkte Nachkommen der nachbenannten Personen sind, uud zwar der Herren M. L. Biedermann, Simon Biedermann, Josef Biedermann jun., Hermann Biedermann, Anton Biedermann, Josef Biedermann sen., Samuel Biedermann, J. Goldschmidt, 8. J. H. Goldschmidt, J. L. Hofmann Edler von Hofmannsthal, Aron Hermann, E. M. Kaula, Jakob Löwy, J. X. Mannheimer, M. Stross, H. Edler von Wertheini stein und der Frau Amalie Lang. In zweiter Linie und insoweit nach Beteilung der obenbezeichueten Bewerbungsberechtigten noch ein Erträgnisrest verbleibt: Hilfsbedürftige israel. Waisen, welche das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und deren verstorbene Väter Mitglieder der Wiener israel Kultusgemeinde waren. Gesuclisbeilagen : Geburtsschein, Armutszeugnis, Totenschein, Verwandtschaftsnachweis, Sittenzeugnis. Letzter Tag der Einreichsfrist: 31. Juli 1914. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock. (Einreichungsprotokoll). Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einrnichstelle (I., Seitenstettengasse 4, II. Stock) unentgeltlich zu haben sind; diese Formulare enthalten auch nähere für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. Wien, 1. Juli 1914. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Therese Wertheim-Brautaiisstattungs-Stiftung. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je K 340.— Bewerbungsberechtigt sind: Arme, mütterlicherseits oder gänzlich verwaiste israel. Mädchen der hiesigen Kultusgemeinde. Gesuclisbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis,. Brautstands-Nachweis, Totenschein. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1914. Einreichstelle: 1., Seitenstettengasse 4, II. Stock, (Einreichungaprotokoll). Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung verehelichen, werden j“des Anspruches an diese Stiftung verlustig. Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (I., Seitenstettengasse 4, II. Stock) unentgeltlich zu haben sind; diese Formulare enthalten auch nähere für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. Wien, 1. Juli 1914. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Ettel Goldschmidt-Stiftung für Hörer der tierärztlichen Hochschule. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je K 200.— Bewerbungsberechtigt sind: Jüdische Hörer der k. k. tierärztlichen Hochschule in Wien. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeuguisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1914. Einreichstelle: I. Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungs- Protokoll). Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (I., Seitenstettengasse 4, II.Stock) unentgeltlich zu haben sind; diese Formulare enthalten auch nähere für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. Wien, 15. Juni 1914. Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde Wien. Ettel Goldschmidt-Stiftung für Lehramtskandidaten. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 200.— Bewerbungsberechtigt sind: In Frankfurt a. id. oder im österr. Kaiserstaate gebürtige israelitische Lehramtskandidaten in Wien. Bevorzugt sind: Verwandte des Stifters Herrn Moritz Kitter von Goldsehmid t oder dessen Gattin, Frau Nanette geb. Landauer. Gesuclisbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis. Studienzeugnisse, eventuell Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1914. Einreichstelle: I. Seitenstettengasse 4, TL Stock (Einreichungsprotokoll). Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (I., Seitenstettengasse 4, II. Stock) unentgeltlich zu haben sind; diese Formulare enthalten auch nähere für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. Wien, 15. Juni 1914. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien.