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Die Wahrheit · 1914-02-13 · Heft 6 (13.2.1914) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1914
Issue
Heft 6 (13.2.1914)
Date
1914-02-13
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8. Die Wahrheit Nr. 6wirkt, hat in seiner am 4. Feber d. I. stattgehabteu konstituierenden Vorstandssitznng die Herren Jacob S. Straßberg zum Obmann/ Moritz .Falritschek zum Obmann-Stellvertreter," Samuel Insel zum Schriftführers Hermann Fischmau zum Cassier mit Stimmeueinhelligkell gewählt. Woche n p r o g r a m m d e r jüdisch e n T o y nb ehalle). Samstag, Pen 14. Feber Mnsikauffnhrung. Ernst Wiedfeld (Violine), Frl. Dora L-chmelke (Gesang), Prof.K Frühling (Klavier) Sonntag, den 1b. Februar. Erbaünnssftnnde. Lehrer Angeln Garraro Montag 16. Feber. Vorlesung ans den Werken Wildas, Fritz Kohn „Jugeudbuud". Besprechung des Vortrages „Die Hygiene der Kleinwohnung" Dr. Ernst Dm'chäk. Dienstag den 17. Feber. Unsere Mütter. Prof. Mor. Anlscherl. Mittwoch, den 18. Pestalozzi und die Mütter. Frl. stud.phil. Hedwig Branu. Donnerstag, den 19/ Verkehrsmittel einst und jetzt. Ingenieur M. Eisenstädter Freitag den 20. Bibelvortrag Lehrer Kellermann. Am Freitag den 6. d. M. beim Abendgottesdienste nahm Herr Rabbiner Dr. Grunwald, von Herrn Oberkantor Schleifer und dem- Chor mit feierlichem Borucli habbo empfangen, von seiner vollzählig erschienenen und alle Raume des Tempels in der Turnergasse füllenden Gemeinde Abschied, der sich auch die Herren Kultusvorsteher Emanuel G r ü uw a l d und S. Steiner, Hofrat Dr. Schlag und andere Gäste angeschlosfen hatten. In Herrn Doktor Grunwalds Wohnung fanden sich im Anschluß an diese Feier die Bethausvorstände des XV. und des XIII. Bezirkes die Vezirkskommission, Deputationen der Chewra-Kadischa, des Ausspeisungsvereines und anderer Korporationen, sowie einzelne Gemeindemitglieder ein. die von dem Herrn Rabbiner sowie seiner um das Vereinsleben in jenen Bezirken hochverdienten Frau Gemahlin sich in herzlichen Worten verabschiedeten. Es sprachen Herr Kultusvorsteher S. Steiner im Namen des Bethausvorstandes XII.—XV., der das innige Verhältnis zwischen Rabbiner und Gemeinde und den bisher unter den Gemeindemitgliedern herrschenden Frieden hervorhob, ferner Herr Sam. Mohr als Obmann der Bezirkskommissiyn, Herr- Bethausobmaunstellvertreter Hermann We'inberger im Namen der Chewra Kadischa, der seine Ausführungen mit geistvollen hebräischen Anspielungen würzte. Herr Dr. S. K r e n b e r g e r, als Präsident des Hietzinger Tempelvereines, Frau Emmy F i s ch l e r - L a u d e i s die Präsidentin des Ausspeisungsvereines, Herr kaiserlicher Rat S. Beer, Frau Emilie M i l l h o f e r, die Präsidentin des Vereines „Edelsinn". Der Bethausvorstand des Turnergasfeutempels har zum Andenken des Paares im Tempel ein geschmackvoll ausgeführtcs Fenster mite utsprechender Widmung gestiftet und dem Ausspeisungsverein einen kostbaren Teppich zum Abschiedsgeschenk gewählt. Beim Gottesdienst am Samstag vormittags wurde Herr Dr. Grunwald mit einem von Herrn Öberkantor Schl e i s e r meisterlich verfaßten und mit Unterstützung des Chores vorgetragenen Micheberach aufgerufen. Am Samstag beim Jugeudgottesdienst hielt Herr Rabbiner Doktor Grundald die Erhörte, in der er von der Schuljugend seiner Gemeinde Abschied nahm. Hierauf sprachen die Religionslehrer der Volks- und Bürgerschulen des Bezirks bei dem Herrn Rabbiner vor, um ihm für die Unterstützung Zu danken, die er ihnen während seiner Amtstätigkeit jederzeit habe zuteil werden lassen. Ansprachen hielten die Herren Lehrer Berger, Bronn er, Lichtendorf und Schwertfinger im Namen der Kollegen. Eine Abordnung von Schülerinnen des XIV. Bezirkes sprach den Dank der Schuljugend aus und überreichte eine Blumenspende. Allgemein herrschte der Eindruck vor, daß nicht eine Gemeinde, sondern eine große Familie hier Abschied feierte und daß das letztvergangene Jahrzeut von allen jüdischen Einwohnern der westlichen Bezirke als ein für die Erhaltung und Pflege des guten Geistes förderlicher Zeitraum betrachtet wird. N. 8. .Freitagabend-Vorträge des Bet-Hamidrasch „Talmud Thora" II. Malzgasse 16. auch Frauen zugänglich. Am. 13. Feber: Herr Rabbiner Sigm. Benedikt. „Der Sabbat"/. Am 20. Feber. Herr Rabbiner H. Schenk. „Die Psalmen"/ Beginn jedsemal 7.30 abends. Wien. Samstag, den 8. Februar fand im Bethaus „Mechisch Jeschim" eist Festgottesdienst statt. - Deg / Anlaß hierzu Loldie" Ausschmückung und Verschönerung des Gotteshauses, ein Werk, äst" dem drei- Mitglieder in edlem Wetteifer sich beteiligten. Ms erster' verdient ' genannt zu werden Herr Hermann K o l l e r, . der das. „Orest Hakodesch" spendete. Es ist eine wahre Zierde des Gotteshauses. Das edle Werk des Mannes krönte seine edle Gattin, Frau. Flora K o l l e r, durch ein prachtvolles in reichlichem Gold gesticktes „Porauches", das sie zum ewigen Angedenken ihres sei. Schwiegervaters stiftete. Dem edlen Beispiel des älteren Bruders folgte Herr Josef Kolter mit einer glänzenden Spende, ein silbernes „Ner Thumid". Das kunstvoll ausgeführte Omid mit dem farbenreichen „Schiwissi" ist eine Spende des Herrn Dr. I. L. Brau st, Obmann des Vereines „Kurfürsorge". Der Gottesdienst war an diesem Sabbath ein erhebender. Herr Hermann Koller hat bei diesem Anlage mehrere humanitäre Institutionen, insbesondere den Verein „Kurfürsorge" mit größeren Beträgen bedacht. / Die Weihepredigt hielt Theol. Israel Feld (Erhortaut im Simmeringer Tempel), der durch Gedankenfülle und rethorische, Kraft seiner fesselnden Diktion aus alle Zuhörer einen mächtigem Eindruck machte. (©aumilmni zu Gunsten der Familie Veilis.) Bei derisrneliuschen Allianz zu Wien sind bis znm 10. Februar 1914 folgende Spenden eingegangen- K. k. Obeifinanzrat Dr. %- Petschek in Prag K. 300.— Moriz, Edler von Knstner in Wien K. 250.— Wilhelm Knstner in Wien, K. 250.—Dr. Phil. Ritter von Gomperz in Wien K. 200.— Dr. Josef Breuer in Wien K. 200.— Moriz Eisler in Wien K 200. S. Kätzan in Wien K. 200.— Dr. Arnold Rosenbacher in Prag K. 100.— kais. Rat S. Hanrowitz in Prag K. 100. kaii. Rat Robert von Fuchs in Prag K. 100.— k. k.Kvm. merzralrat Eduard von Docior in Wien K. 100.— k. k Hosral S. Ritter von Hahn in Wien K. 100.— Dr. Alexander Loniie in Wien K.. 100.— A. Stern u. Sohn in Wien K. 100.— Dr. Alfred Berger in Baden bei Wien K. 100— Michel Benies in Wien K. 100..— kais. Rat Otto Bondy in Wien-K. 40.— Börserat Leopold Langer in Wien K. 30.— Salomon Herzl in Wien K. 20.— Gottlieb Bettelheiin in Wien K. 10.— Bernhard Rischany in Brünn K. 10.— L. Weinreb in Czernowitz K. 10.— Oskar Adler in Graz K. 2.— Sanunlnng Nene Freie Presse K. 1393.— Sammlung Beamtengrnppe der Unionbarik in Prag K. 35.— Anonyme Kollekte in Wien K. 170.— Sammlung in Niemirov (Galizien) durch Herrn Schulleiter David Feldmann K- 50.— zusammen K. 4270.— Weitere Spenden werden im Bureau der Israelitischen Allianz Wien II., Untere Donanstraße 33 täglich zwischen 9—1 vormittags (außer Samstag) oder durch die Postiparkasta (Scheckkomo No. 8152) dankend in Empfang genommen und einzeln bestätigt. Wien. Der Ausschuß des Vereines „Jüdisches Asyl für Obdachlose" hat sich wie folgt konstituiert: Obmann: Bezirksrat Alexander Pollak; 1. Obwann- Stellvertr. Bernhard Hofbauer, 2. Obwann-Stellvertr.: Ober-Ingenieur Robert Stricker: 1. Kassier: Bezirksrat Josef Haslinger,- 2. Kassier: Armenrat Salo Lemberger;1. Schriftführer: Simon Advokat; 2. Schriftführer: Daniel Klein; Revisoren: Jakob Stern, Simon Braun; Beiräte: kais. Rat Salomon Beer, Dr. jur. Jakob Ehrlich, Moritz Felfenburg, Direktor Ludwig Klausner, Armenrat Ferdinand Löwy, Wolf Pappenheim, Dr. med. Isidor Reininger, Josef H. Waltuch, Isidor Willner; Ausschutzwitglieöer: Stadtbaumeister Isidor Barber, I. H. Beer, Hermann Dichtschein, Michael Figöor, Siegmund Figdor, Adolf Fischer, Ignaz Gerstl, Dr. phil. Armand Kaminka. Architekt Ludwig Kritzler, Heinrich Preninger, Dr. jur. Max Ticho und Dr. med. Julius Weiß.

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