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Die Wahrheit · 1913-09-12 · Heft 36 (12.9.1913) · page 11

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1913
Issue
Heft 36 (12.9.1913)
Date
1913-09-12
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 36 Die Wahrheit Seite. 1H. Nerfchiedene Uachrichten Wien. Die I. Bildnngsanstalt für Kindergärtnerinnen (verbunden mrit der israelitischen Kinderbewahränstalt) in Wien, II., Schiffamtsgasse 15, eröffnet in diesem Schuljahre seinen 46. Jahresknrs. Anmeldungen von Schülerinnen, welche, das 16. Lebensjahr zurückgelegt haben müffen, werden von der Änstaltsdirektion eutgegengenommen. Wien. (Jüdischer Schnlverein für den IX. Bez irk, Wien, .IX., Seegaffe 16, XIV. Bereinsjahr.) Der Borstand gibt bekannt, daß die Einschreibungen Sonntag, den 14.d. M. Bormittag von 10—VzlUhr nndvon Montag, den 15. bis inklusive Mittwoch, den 17. d. M. Nachmittag von 4-^/z7 Uhr statlfinden. Wien. (I s r a e l i t i s ch e f ü n f k l a s s i g e Knaben- Volksschule m i t O e f s e n t l i ch k e i t s r e ch t (Talmud 'T h o r a] II-, Malzqaffe 16. Wien.) Die Schülereinschreibuilgen für das Schuljahr 1913—14 finden am 14. und 15. September (Sonntag und Montag) von 8—12 Uhr vormittags im ersten Stock des Schnlhauses statt. Erfordernisse: Für Schüler der I. Klaffe Gebnrts- und Impfschein, sowie Heimatsnachwels, für solche unter sechs Jahren auch die Altersdispens. Für bisherige Schüler der Anstalt die Schnlnachricht, für solche aus anderen Schulen die mit der Uebersiedlungsklausel versehene Schnlnachricht. Diese Schule liefert den besten Beweis, daß moderne Bildung und jüdischer Geist sich zn schönster Harmonie vereinen können. Die guten Erfolge werden jedes Jahr von den Schulbehörden anerkannt und ihre .Zöglinge bilden das beste Material an den Mittelschulen. Im verflossenen Schuljahr war sie von 210 Schülern besucht. Wien. Am 6. d. M. ist hier der ehemalige Badener Kantor, Herr Jakob Schäfer, nach längerem Leiden gestorben. Der Verblichene, als Sohn eines sehr geachteten Kaufmannes in Ungarn geboren, hatte eine sehr fromme Erziehung genossen nnd nachdem er mehrere Jeschiwes besucht nnd durch vier Jahre in Preßburg an der berühmten Schule des Ketaw Soser studiert hatte, erhielt er von demselben die Morenn. Nach seiner Verehelichung widmete er sich dem Kantorate und wurde vom Simmeringer Tempelverein als Kantor bestrllt. Seine dreijährige Dienstzeit in Simmering benützte er, um unter der bewährten Anleitung des Herrn Professor Gansbacher sich stimmlich nnd musikalisch anszubilden. Bon dort wurde er . nach Baden bei Wien berufen, wo er das Amt diirch 22 Jahre .zu allgemeiner Zufriedenheit ansübte nnd vor acht Jahren pensioniert wurden Am 8. d. M. fand das Leichenbegängnis am Zentralfriedhofe statt. Als Deputation der Badener Gemeinde waren Herr Rabbiner R eich, Sekretär I n f e l d, Overkantor Z o l t a n nnd Herr Weiß anwesend. Ferner hatten sich unter vielen anderen Freunden die Herren Äberkantoren Kläger nnd I u r b e r g e r und in Vertretung der Buchhaltung der israelitischen Knltnsgemeinde Herr Adjunkt Leopold Schäfer eingefunden. Herr Rabbiner Reich schilderte in der Zeremonienhalle die besondere. Begabung des Verstorbenen als Sänger sowie seine Vorzüge als Mensch und sein hervorragendes talmNdisches Wissen nnd drückte sein Bedauern ans, daß er seine letzte Ruhestätte nicht in dem Orte seiner langjährigen Tätigkeit, wo er so beliebt nnd angesehen war, gefunden hat. Nach der geistreichen Trauerrede des Herrn Rabbiner Reich ergriff Herr Rabbiner G o l d st e in im Namen der Familie das Wort und betonte besonders, daß bei dem Verstorbenen Thora. Awanda und Eemillns'Chasodim vereint waren. Die kantoralen Funktionen versah über Wunsch der Familie Herr Kantor Löwy der Schiffschnle.; 6ger. (R a b b i n e r i n st a l l a t i o u.) Am Vorabend des 'Sabbäths (5. d.) wurde unser neuer Rabbiner, Herr Dr. Arnold G r ü ns e l d, unter feierlicher Zeremonie in sein heiliges Amt eingesührt. Nach dem Mincha-Gebete begaben sich Herr Kultnsvorsteher Ed. Löwy und die beiden Herren Tempelvorsteher Bernhard und Edmund Ko h n in den -Gemeindesitzungssaal, von wo ans sie den neugewählten Rabbiner in das Gotteshaus geleiteten. Der Tempel war festlich beleuchtet, weißgekleidete Mädchen bildeten Spalier nnd vom Chorramne erscholl in feierlichen Akkorden der Einzugsmarsch. Bor dem Altar angelangt, begrüßte der Vorsteher den Rabbiner mit den Worten: Boraeh habbo nnd markierte, ausgehend vom Satze des Wochenabschnittes „Li wau wochar bascbem“ in knappen Worten die hehre Mission des Rabbiners. Herr Dr. Grünfeld dankte für die Begrüßung und sagte, er wolle seine ganze jugendliche .'Kraft dem heiligen Dienste der Seelsorge weihen. Hierauf richtete des Vorstehers Töchterlein einen von Herrn Oberkantor W i l k o w i t s ch verfaßten Spruch an den Gefeierten' und überreichte einen schöngewnndenen Blumenstrauß. Vor Kiddnsch bestieg Herr Dr. Grünfeld die Kanzel und hielt die Antrittsrede mit dem Leitmotive: „Zedek, zedek, tirdauf“, die ungeteilten Beifall fand. Auch Samstag nach der Thoravorlesnng wurde dem neuen Rabbiner durch einen Mischeberach gehuldigt, den Herr Oberkantor Wilkowitsch im klassischen Hebräisch verfaßt hatte und feierlich zum Vortrage brachte.- - - - > Jüdische Bühne. Direktion M. Siegler. „Hotel Stefanie", FI., Taborstraße 12. Freitag, den 12. und Samstag, den 13. September: S ch i r H a s ch i r i m, Operette von A. Schorr. Sonntags den 14. und Montag, den 15. September: BenHado r. Operette von Hvrowitz. Sonntag, den 14. September nachmittags halb 4 Uhr: Die (f o I d e n e H o ch z e i t, von I. L a t a i n e r. Ab Dienstag, de» 16. Septeinber t ä g l üch : Di e W ei b e r, Operette von A. S ch o r r. Im Programnli Konzert am Bioliucello vom Kapellmeister Ch. Wolfsck h a l, In, Borbereitüng: „d i e 3 M a tune s". Merzeichnis der Merttaröeuett vom 31. bis inklusive 6. Septentber 1913. . .< .Jllyaz.Biach,. Agent,I- Chaiui Lippa, Lehrer, 50 I. Michael Fischer, ehem. -Kaitfmann, 83-I.- BerthaRapaport geb. Manstein, Magazineursgattin, 27 I. Johanna' Hausner geb. Hausner, Private, 56 I. Herta Popper, GesangSschülerin, 22 I. Laura Hauser, Agentens» gattin, 40^/2 I- Osias Warsinqer, Kaufmann, 42 I. Charlotte Singer geb. Geles, Pflegling. 88 I- Isidor Löwenbein, Elektrotechniker, 50 I. Josefine Boglhur, Agentensgatrur, 42 I. Dr. Max Stein, prakt. Arzt 48 I. Katharina Pollnauer, Private. 52 I. Abraham Eisgrau, Agent, 54 I. Jeremias Zirlie, Reisender. 48 I. Klara Schwarz geb. Meyer, Lehrerswitwe, 54 I. Adolf Bengl. Tempeldienerskind, 3 Monate. Johanna Lustig geb. Braun, Private, 64 I. Moriz Weiß, Kaufmann, 69 I. Louise Drill geb. Herbeck, Kanfmannsgattin, 58 I. Seul Meffinger, Taglöhner, 55 I. Adolf Pick, Fabrikant, 60 I. Bertha Motzen, Agenteuskiud, 3 Monate. Leopold Löwy, gew. Kommis, 63 I. Katharina Schwenk geb. Rosenzweig, Private. 71 I. Hugo Weiß. gew. Weinagent. 43 I. Paula Lichteneger, Tischlergehilfensklnd. 3 Monate. Walter Kohn. Agent, .81*,', I. Fanny Katz. Kind, 6 I. Jakob Schäfer, Kantor i. P., 60 I. Dr. Friedrich 'Bien. Advokat. 69 I. Karl Fanvers, Ressender, 62 A Hermann Lust, Hansiererskind, 1V4 I. Peffl König geb. Engelmayer, ohne Berns, 23 I. Leontine Menasze-Herschkowitz, ohne Beruf, 23 I- Heinrich Fürcht, ohne Berns, 44 I. Viele belobende Anerkennungsschreiben liegen zur Einsicht auf. Paria 1909 tiöohat» AuszelolinunQ. Wien 1908 Kammar-Madallle. und London-1906 Ehren-Diplom. Die vornehmsten Talare io allen Stylarten von K 30 — aufwärts nur im Zivil- und Uniformsolmeider Wien, II., Taborstrasse Nr. 54 Lieferant inu. ausländischer Gemeinden Verlangen Sie umgehend illustriert« Preislisten Telephon 21.990. Israelitisch-theologische Lehranstalt in Wien. Das Schuljahr 1918/14 nimmt Sonntag, den 26. Oktober 1. J. seinen Anfang. Die Aufnahme - Prüfungen, za welchen nur die früher schriftlich Angemeldeten zugelasäen werden können, finden Sonntag, den 26. und Montag, den 27. Oktober d. J. statt. Die Vorlesungen beginnen Dienstag, den 28. Oktober 1. J. Das Kuratorium der israelitisch-theologischen Lehranstalt in Wien. Israel. Bethaus „Adass iisroel“ (Schiffschul) Wien, II., Grosse Schilfgasse 8 Der gefertigte Bethausvorstand beehrt sich hiemit, bekannt zu geben, dass die Ausgabe der Betplätze für das Jahr -rrm 1913/14 vom 14. September 1. J. angefaugen, täglich von 5 bis 8 Uhr abends in der Kanzlei des Bethauses stattfindet. ' > Bei dieser Gelegenheit ersuchen wir unsere geehrten Bethausmitglieder, ihre Karten rechtzeitig* und zwar bis längstens 21. September 1.1. inklusive umso gewisser in Empfang nehmen zu wollen, als über die bis zu diesem Tage nicht abgeholten Betplätze anderweitig verfügt werden müsste. Wien, im September 1913. r Dar Betbausvorstand.

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