Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1913
- Issue
- Heft 17 (2.5.1913)
- Date
- 1913-05-02
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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jtr. 17. Neller Betouiulg/nnd trug die. Segeltsspeüche^mix IngeiMich .Hellem Orgaii. -vor. Der Herr Rabbiner hielt an ihn eine eindrucksvolle Ansprache, in derer -ihn ausforderte/ den Traditionen des Elternhanses treu-zir sein...-Nach' dem Gottesdienste fanden sich Deputationen des T e m p e l v o r ft a n d e s, der Che w r a K a dis ch ä,- des Humanitätsvereines E h au n e II - D a l, . der T a l m n d T h o r a und' des F r-a u e.n v. e r e i n e s in der Wohnung des Herrn-Rabbiners . ein, IN deren Namen die Herren: Dr. K ö n i g, Emannel G r ii n w a l d, Gabriel D u k e s und'Frau Präsidentin Henriette-. G r ii u w a l d ihre Gratulationen darbrachten. D i e Bar m i z w a h w a r e i.n w a h r e s G e in e i n d e fest. Präg. Herr Kantor Otto F r i e d l ä n d e r ans Olmütz wurde -als Kantor an der Meiselsynagogeernannt und hat seine neue Stelle bereits angetreten. ~ . Pecs ,tFünfkirchen). '.Vor , dem Pessachfeste verschied Herr Isidor- Go l d st e i n,' Chormeister und Organist, welcher volle 38 Jahre in hiesiger 'Kultnsgeincinde obiges Amt zur größten Zufriedenheit'ansübte. Der Verblichene hat viel zur Veredlung und Hebung unseres Gottesdienstes durch feine hervorragende musikalische Tüchtigkeit beigetragen. Er genoß auch in allen Kreisen unserer Stadt größte Verehrung und Beliebtheit. Das Leichenbegängnis fand nnier allgemeiner Teilnahme des Vorstandes und der ganzen Gemeinde statt. Die Funktion versah Oberkantor Ernster und Kantor M o r r i s, den Nachruf hielt Oberrabbi Tr. Per l e s. Berlin. Die C h e w r a K a d i s ch a hat sich in der am 14. v. Mts. abgehalteuen, sehr stark.besuchten Generalversammlung endgültig konstituiert und den Namen „C h e w r a K a d i s ch a Groß- B e r l i n" angenommen. Die Versammlung hat nach längerer Debatte die.Satzungen festgelegt' besonders heftig war der Kampf um einen; Paragraphen, der. für den Vorstand nur Mitglieder orthodoxer Richtung .zulasten wollte. Schließlich wurde die Bestimmung gestrichen, nachdem die meisten Redner betont hatten, daß die Mitarbeit allen Glanbens- , genossen gestattet sein muffe. Es wurde lediglich die Vorschrift anfgenommen, daß der Vorstand über die Ausübung der Liebesdienste nach den religionsgesetzlichen Vorschriften zn wachen habe. — In den Vorstand wurden gewählt: Dr. Arthur Hahn, Vorsitzender, Ad. P r a g e r. Felix G o l d s ch in i d t, Walter S i l b e r st e i n, Direktor W o l p e r, Hoses C h a i m, Theod. L ö lt e über g, Bankier S. S e ck e l s o h n und Liidw. Klein. Der Vorstand ivird nunmehr sofort die notwendige Bezirksorganisation durchführen und alle Schritte tun, um die baldige Aufnahme der praktischen Tätigkeit der Chewra zu ermöglichen. - - Berlin. (I s r a e l i t i s ch e u n i o II.) In der am 8. April - 1913. abgehältenen Generalversammlung wurden nach einem Referat des Herrn Rechtsanwalts Fallender g-über die Ziele des Vereins und :die bisherige Tätigkeit die Satzungen in ihrer-endgültigen Fassung fest-, gestellt, der Vorstand und ein ans 30 Mitgliedern bestehender Ehrenansschuß gewählt und das A> beitsprogramm besprochen. Dem Vorstande - gehören an: Rechtsanwalt Falkenbe r g, Direktor Wölpe, Dr/ "Arthur. K ä h.n, Hoflieferant Walter S i l b e r st e i u, Dr. I o s s il e>w s k y, N. M o h r n s, Marco A. H a i m und Jac. H a s s a n. - Inder Versammlung waren sich alle Mitglieder darüber einig, daß die ^Israelitische Union kein Lokalverein soll; sie bildet eine Sammelstelle für - alle diejenigen, die in anderen Organisationen keine Zuflucht finden. Köln. Herr Chaim Ka H an aus Warschau, der kürzlich mit seiner Frau Gemahlin das H.,nptbnreau in Köln besuchte, svendete den Betrag von Frcs. 10.000.— für 10 Jemenitenhänser und Frcs. 1000.— als Beitrag zum Erwerb von Boden in der Umgebung einer historischen -Stätte in Palästina. Herr Kahan ließ außerdem seine Gemahlin in das -Goldene Buch des Nationalfonds eintragen. „Atlas" Lebe n s-, Militärdienstu n d Renten- V e r s i ch e r u n g s - A k t i e n - G e s e l l s ch a s t Wien, I.. H r a n z I o s e s s q.u a i 1 (A t l a s h o s). In der am 23. April a. c. unter dem Vorsitze des Präsidenteir Herrn. kaiserl. Rat W. H. Lambrecht und in Anwesenheit des landesfürstlichen Kommissärs Herrn 'Alois P a l i i a, Oberinspektor im k. k. Ministen "in des Innern, abgehaltenen XHl. o r deutlichen G e n e r a l v e r s a m m l « u g wurde . der von Herrn Jaqnes S ch e inet verlesene Geschäftsbericht pro 1912 Lur Kenntnis, genommen. Ans demselben geht hervor, daß X 9,440.955.— . Versichernilgssumme zur Ausfertigung gelangten. Der Bersichernngsstand am 31.- Dezember 1912 war X 42,702.854.— Versicherungssumme, Kronen :24.558.— Leibrente; außerdem noch X 43.258.— Juvaliditätsrenre mit* versichert. Die Prämieueingänge stellen sich ans X 1,924.041-35. — Die - Prämienreserve und die Präinienüberträge belaufen sich ans X 9,719.445.90. Die Gewährleistnngsfonds der Gesellschaft haben die Höhe von Kronen .12,050.488-27 erreicht. Bon dem nach Dotierung des Dividendensonds der Versicherten im Betrage, voll X 67.412-53 resultierenden Betriebsüberfchnst'e per X 190.143'19 wurden weitere X 12.000.— dem Dividendenfoiib der Versicherten überwiesen, X 105,000'— zur Ausschüttung einer .'^"/gigen-Dividende an die Aktionäre verwendet. In der nach der Generalchersammlung stattgefnndeuen Sitzung des Verwaltungsrates wurde Herr kaiserl. Rat Wilhelm Heinrich Lambrecht, k. k. Kommerzialrat und Fahriksbesitzer, znm 13. Male znm Präsidenten, Herr Dr. Friedrich H> a a s, Hof- und Gerichtsadvokat, znm ersten Vizepräsidenten und Herr ..H. Rnzicska von K i s n a m e n h, Großgrundbesitzer, zupi zweiten "Vizepräsidenten gewählt.. Den Oberbeamten der Gesellschaft Norbert "LI e b e r m a n n und S.Rap apo rt wurde Kollektivproknra erteilt. Staatlich organisierte Jugendpflege in Deutschland. Die geistige und körperliche Fortentwicklung der schnlentlasienen Jugend genießt im Deutschen Reich, speziell in Preußen.' die besondere Förderung, der iNegierungi. Die preußische Regierung betrachtet die Jugendpflege wegen -Seite Jtl ihrer hohen Bedeutung für. die Zukunft des Volkes als.eine der wichtigsten Ausgaben der Gegenwart und hat deren-Förderung dein Minister der geistlichen und Unterrichtsaugelegenheiten übertragen. . . . -'-1— -Die -Jllgeildvereiulgiliigeil, die sich im Sinnedes van der. Königlichen Regierung ausgestellten Programms betätigen, sind in einer besonderen Organisation, welche die Bezeichnung: „Staatlich organisierte Jugendpflege"- trägt, znsammengeschlossen. Außer der finanziellen Unterstützung, welche die Jngendbestrebnngen'durch die Staatsbehörden genießen, hat das preußische Kuklnsmiilisterium Fürsorgeeinrichtnngen getroffen^ welche die Leiter der Jilgendveremiguikgen gegen die materiellen Folgen hon Unfällen, die-sie . bei Ausübung der Tätigkeit im Interesse der Ingen g pflege, erleiden, wie gegen Hastpflichtansprüche, dfe gegen sie in dieser Eigenschaft erhoben werden, schützen. Auch zttgünsten der Mitglieder der Jngendvereinigungen sind von dem Ministerinm besondere Abkommen getroffen, die eine Entschädignttgsleistung für Unfälle gewährleisten. Das preußische Kultusministerium hat mir der Frankfurter Allgemeinen Bersicherttilgs-AktiLtt-Gesellschaft in Frankfurt^a. M. und dem Allgemeinen Deutschen Versicherungs-Verein a. G. in Stuttgart Versicherungsverträge geschlossen, die Entschädigungsleistiing in dem vorerwähnten Sinne gewährleisten. Die Frankfurter Allgemeine Versichernngs-Aktien-Gesellschafr ist auch in Oesterreich-Ungarn konzessioniert. Marga Von Jda Börk. (Fortsetznilg.) 15. . ..-Galen. Tag, Hedi! Wenn du doch nur hier sein könntest! Ich muß immer daran denken, wenn ich diese Menschen höre, wenn ich fühle, wie neue Saiten in mir berührt werden, erwachen und laut mitklingen. Nun weiß ichs, weshalb ich mich daheim so fremd, so unallssprechlich einsam empfand. Hier ist mein Platz, unter all denen, deren Flug über das Alltägliche hinansgeht, iil deren Herzen noch Ideale blühen, an die sie ihre Kraft setzen, für die sie Opfer zu bringen bereit sind. Die .interefsaute Medizinerin. voll der ich dir schon erzählte, hat uns heute besucht. Sie brachte ihren Zwillingsbruder mit, der mich kennen lerneu wollte. Er sei nämlich ans seiner Ferienreise mit meinem Vater gefahren, der gleich ihm vor Einbruch des-Sabbaths in einem Gasthof einkehrte, in dem sie aus Raummangel ein Zimmerchen teilten. Vater hätte ihm da von femeul Töchterchen vorgefchwärmt, das jetzt daheim vor den Sabbathlichtern stehen und ihn so recht entbehren werde. Er sei dabei ganz warm geworden. Du kannst dir vorstellen, wie mich diese Worte erfreuten. Es macht mich geradezu glücklich, daß ich Vater etwas bin. Morgen ist Rausch chaudesch und »un werden die düstern Sefirotage bald ihr Ende haben. Neamie sagte, ich müsse Schwuans die Synagoge besichtigen, in der es dufte wie . . . na wie im Paradies. Aber bei uns ists auch ganz prächtig. Sollst uns helfen, Stuben schmücken, Vasen füllen, den Jonmtow-Tisch Herrichten, Marga! Wie das alles so schön ist nnd wie ich mich darauf freue!" Und sie faßt mich an den Händen und tanzt mit mir dicrch den Garten, daß ihr die Zöpfe fliegen. Otto meint, die Begeisterung gelte mehr dem neuen Kleidchen als dem Schwuosfeste, aber Lea sagt richtig: Eines hänge mir dem andern untrennbar zusammen, wie Mai nnd Nachtigallenschlag. Für morgen haben wir wieder einen weiten Spaziergang vor, gehen in den Wald^ Lina Münz kommt mit. Ich hätte dich so gern an meiner Seite, weiß, daß du ihnen gefallen ivürdest, daß du sie alle rasch lieb gewinnen müßtest. Sei herzlich gegrüßt! Marga. (Fortsetzung folgt.) Austritte ans dem Indentmn. K o h n Alexander, Fabrikant, geb. 20. Mai 1860 in Raab. Wien, IV., Wohllebengaffe 14. Läufer Theodor, Privatbeamter, geb. 12. Jänrier 1891 in Stockerän. Wien II., Praterstraße 14. K a f a l Richard, Rechtspraktikant, geb. 11. Juni 1886 in Wischau. Wien, II., Wohlmutgaffe 26. Streb Inger Rudolf, cand. med., geb. 9. Februar 1889 in Gaja. . Wien, II.. Praterstraße 50. Salomon Josef, geb. 13.Mpril 1883 in Wien. LX.,Hannovergaye2(). Friedländer Merianne, Private, geb. 17. Dezember 1887 in Liesing. Wien, IV., Wiedner Hauptstraße 113. Heichle r Markus, Privat, geb. 23. Februar 1872 in Wien. IX., Hahngaffe 12. - . .- - - - . W o l f/Jdai Pridate, geb. 18. September 1893 in Lemberg. Wien, XIX., Reithlegäffe 9. Die.Wahrheit