Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1913
- Issue
- Heft 6 (7.2.1913)
- Date
- 1913-02-07
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3062972-3063674-3063680--08315-3075471- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nr. 6 Die Wahrheit. Seite 9. -juib Heitryk B a u m a it n, faitb großen Beifall. Um die ausgezeichnete /Klavierbegleilung. während ches gäuzen' Abends. hätte sich'FränteiinStella : Wank besonders verdienr gemacht. Anmeldungen /von .Vorträgen und Mitwirkungen.: bei Konzerten wolle man. gefl.' an den Prä^ibenten, Herrn '$r.' pRx"^ö'p'st e:i,' X.VL;,' 'Thul'mstraße 'Ws/getänge»' laffür/ / - ^iWiien.'Ullter überaus - starker Beteiligung fand Donnerstag/ den : .30. Jänner bas Leichenbegängnis des allgemein geschätzten Oberkantors I. W ittm an n statt, welcher fast 30 Jahre in der „Schiffschul" fungiert ' unb sich beim Vorstand und hei den Balbatim sowie in der Kollegenschast die größten Sympalhien erworben har. Im Trauerhause versammelte sich eine nach Hunderten zählende Trauergemeinde. Der Gesamkvorstand der ^,Schiffschul^ mit ben Präsidenten M. B a ck und Dr. Re i ui g e r, ber Vorstand des Oesterr.-ungar. Kanrorenvereines. Präsident Bauer, Bizepräses Schorr, die Vorsteher Morgenstern,' Jurberger, Schleifer, Rosenberger, Grob,. Bass er, Sererebnik, Slegfrieb K o h n, ferner bie Kantoren M ü l l.e r, Sin o t r i tz k y, L ö w i t, -Gib l i ch m a n n, W o I f e nsoh n, Sabse W e i ß, K u h n e r, I l m e r, S. W e i ß, G o ld e u b e rg-Märienbad, L ö w y, die Dirigenten Heini a n n und Z e l n i k, die Rabbinen Bau m g arten, Schenk, Gvldst e i n, Amtsleiter F r en st a b l rc. Oberkantor Bauer hielt dem langjährigen treuen Freunde^ einen tiefempfundenen Nachruf, indem er den .Heimgegangenen als kenntnisreichen Fachmann, als hingebungsvollen .Kollegen und guten Menschen schilderte. Im Namen des Vereines rezitierte hieraus der Vizepräsident Oberkantor Schorr das „Hl mole rachamim“ in äußerst ergreifender Weise, worauf sich der Kondukt zur „Schiffichul" au die Stätte der langjährigen Wirksamkeit des Verblichenen bewegte. -@in unabsehbarer Zug begleitete zu Fuß die Leiche. Im Tempelhof hielt in Vertretung des Rabbiner Fürst Rabbi Baumgarten einen sehr würdigen Nachruf. Im Namen des Vorstandes sprach Herr W. Pappench e i m ergreifende Morte der Anerkennung und des Dankes, für das aus- ..gezeichnete pflichttreue Wirken des Verewigten während dreier Jahrzente und hieraus rezitierte der Amtsnachfolger Oberkantor Müller tief gerührt 'das „El mole rachamim“. Am Friedhöfe sprach noch Prof. Nascher in gewohnt wirkungsvoller Weise. Das Andenken an Cheskele Wlttmann wird gesegnet vleiben in seiner Gemeinde und bei seinen Freunden und ^Kollegen. Wien. Vorigen Freitag staxb im hiesigen Rothschildspitale der bekannte Oberkantor Jsak Skolnik ans Stanislau. lieber Anordnung der dortigen Gemeinde und aus Wunsch der Familie wurde die Leiche Montag, .den 3. b. M. nach Sranislau überführt. Ans diesem Anlasse batten sich die Vertretung des „Oesterr.-ungar. Kanroreu-Bereines" bestehend aus dem Präsidenten Oberkantor Bauer, dem Vizepräsidenten Oberkantor Schorr und dem Vorstandsmitglied Kantor Jos. G r o b, sowie die . Kantoren H e i l p e r n. W o l f e u s o h n, C h e i t m a n n, G o l d e u b e r g Marienbad,. M.arg n li es, F in ke lstein im Spirale eingefuuden. Präsident Bauer hielt dem Verblichenen einen Nachruf, woraus Kantor Grob das „Dl mole rachamim“ rezitierte. Wien. (B n nt 40. Todestag Max Emannel Ster n's.) Auf dem alten Währinger jüdischen Friedhof in Wien ist M. E. Sterns Grab. Den Denkstein des Dichters ziert eine Lyra mit einem Kranz, eine hebräische und deutsche Inschrift. Sein Geburtsjahr war 1811 und im Alter von 62 Jahren starb er am 12. Schewat 5633/b. i. am 11.. Februar 1873. Die hebräischön Verse rühmen den geistvollen Herausgeber der ..„Kochbe Jizchak“ und rühmlichst bekannten Dichter. Das deutsche Epitaph enthält noch folgende Verse: „Seine ganze Lebenszeit Weihte er der Wissenschaft, Reichlich hat er ans gestreut Früchte seiner Geisteskraft, Ihn umgab der Dichterkrauz 'Und der höhere Menschenglanz". hl. A. Wien (Goldene Hochzeit.) Samstag, den 1. Februar d. I., feierte im Leopoldstädter Tempel der Schriftenmalsr und Talmndist David Schwarz mit seiner Gattin A m.a l i a geb. Sinnreich das Fest der goldenen Hochzeit. Oberkantor Morgenstern rrng einen Mischeberach feierlich vor, worauf Se. Ehrwürden' Rabbiner Dr. Max G r u n w a l d ^ine herzliche Ansprache an den zur Thora aufgernfenen Jubilar hielt, in welcher er ihn zu dem Jubeltage beglückwünschte. Im Zeremomeniaale überreichte nach dem Gottesdienste in Anwesenheit eines zahlreichen Audilorlums ebenfalls mit einer schwungvollen Ansprache Präsident Dr. Alfred Ster it und Kultusvorsteher Dr. Markus Spitzer namens der israel. :Kultusgemeinde eine Adresse. Hierauf überbrachte Magistratsvizedirektor Asperger die Grüße und Glückwünsche des Bürgermeisters der Stadt Wien und überreichte dem Jubelpaare das Ehrengeschenk der Gemeinde. Mit Daukesworteu des Jubilars schloß die schöne Feier. Zu Ehren des Paares fand abends in L i t t m a u n s Restauration, Wien. HI., Radetzkystraße, eine Feier statt, welche Freunde und Bekannte veranstaltet haben. Den goldenen Hochzeitern widmeten mehrere Redner Toaste und Ansprachen, worauf die kleine Steffi L i t t m a u n ein Ehrengeschenk der Glaubensgenossen des Hl. Bezirkes überreichte. Musikalische Vorträge des Fräulein Mas s a r i k und Frau Schwager (Klavier), sowie des Violinvirtuosen Richard Sap h ir, daun Gesangsvorträge der Herren Leo Funke und M. S t r i k s, die überaus gut gefielen, gestalteten den Abend zu einem sehr animierten. Um das Gelingen des Abends hatte sich nebst dem Komitee besonders Frau Hermiue Löwy besonders verdient gemacht. Hunderte von Gratulanten, darunter Se. Ehrwürden Oberrabbiner Dr. G üd eman'n, Vizepäsident der israel. Kultnsgemeiude Dr. Gustav Kohn, Ihre Ehrwürden die Rabbiner Dr.- Bach, Dr. Rosen mann und -.Kramer, viele jüdische Gelehrte, sowie Freunde und Bekannte stellten sich mit Gratulationen ein. Auch zahlreiche Geschenke erhielt das Jubelpaar, das in seltener körperlicher und geistiger Frische dieses seltene Fest beging PZZ;.. cf/5 / v?v0 /;/* r:'f ' , ■ Wien. Unter großer Teilnahme der jüdischen, und christlichen BevölkeruilgdesvVIII.Bezrrkes fand Sonntag,, den 2. Februar, das Leichenbegängnis despopulären'und beliebten Arztes,, ckaiserk. Rates Dr. Ludwig W v'iß-'stat'L Es erschien der Gesamtvorstand des Tempelvereeines, dessen langjähriges Vorstandsmitglied der Verblichene war, mit dem Präsidenten Hermann Beck aü der Spitze. derkFrauenverein und Philantropia, mit der Präsidentin Frau Amalie Beck, Mehrere Abordnungen verschiedener Vereine. Den Nachruf hielt Rabbi Dr. Bauer, im Namen des Vorstandes des Tempelvereines sprach der Schriftführer Dr. Goldberger. Die kantyralen Funktionen versahen Oberkantor Neu.maun und Kantor Grob in erhebender Weise. Wien. Sonntag, den 9. Februar präzise halb 2 Uhr nachmittags findet im Seirenstettenrempel (Zeremoniensaal) I., Seitenstetreugasse 4, die Trauung des Fräulein Klara Chameides mit Herrn Paul Fischer statt. Gratulation nach der Trauung XX., Dammftraße 8. Wien. (Humanitärer Verein „T i s e r e s Bachuri m"). Sonntag, den 9. Februar, präzise halb 7 Uhr abends, findet im Turnsaale der Talmud-Thora Schule, II., Malzgaffe 16, die XVI. ordentliche Generalversammlung statt. Au dieselbe schließt sich ein Festbankett im Hotel Nerv-Jork, H., Kl. Sperlgasse 3. Tagesordnung der Generalversammlung: Rechenschaftsbericht. Bericht der Revisoren. Wahl des Vorstandes. Eventuelles. Wien. Dienstag, den 11. Februar 1 Uhr nachmittags findet im Horel Edelweiß, St. Moritz-Bad, die Trauung des Fräulein Grete Hofbauer, Tochter des Herrn Bernhard H o s b a u e r, mir Herrn Dr. Moses Erlanger aus Luzern statt. Wien. Der Kranken- und Unterstützuilgsverein der Lemberger in Wien, II.. Zirkusgaffe 3. veranstaltet Sonntag, den 23. Feber 1913 im Prachtsaale des Hotel Bairischer Hof. Wien. II., Taborstraße 39, eine Akademie mit anschließendem Tanzkränzchen; die Musik besorgt die k. k. Militärkapelle Freiherr v. Schwitzer Nr. 82. In Anbetracht des wohltätigen Zweckes laden wir alle in Wien wohnhaften Lemberger böflichst ein. Elntrirrskarten im Vorverkäufe Kronen 2.—, an der Kassa Kronen 2.50, Familienkarten (4 Personen) Kronen 6.—, an der Kassa Kronen 8.—. Das Reinerträgnis fließt dem Kranken- und Unterstützungsfond zu. Wien. Anläßlich des ZO.jährigen Schrlststellerjubiläums des bekannten jüdischen Dichters S. Frug, veranstaltete der akademische Verein „Jüd. Kultur" am 28. Jänner d. I. im Saale des Hotel Gut einen solenen Frug-Abend, welcher einen überaus interepanten Verlauf nahm. Der Präses des geuairilten Vereines rröffirete de» Abend, indem er die Erschienenen begrüßte und ans die Bedeutung des Abends in kurzen Worten hinwies, woraus er Herrn Dr. Bycki l s das Wort zur Conference erteilte. In ebenso formvollendeter wie geistvoller Rede erörterte der Conferencier das Wirken und Schaffen des Dichters. Herr M e st e l las sodann einige Gedichte Frugs im Original und Herr Dr. Präger rezitierte einige Frug-Dichtungen in deutscher Uebersetzung, wofür dem Interpreten lebhafter Beifall gezollt wurde. Dann trat der bekannte jüdische Schriftsteller Herr Joses Grob aus das Podium und brachte unter frenetischem Beifall das Lied des Dichters „Der Pogrom" in künstlerischer Weise und mit tiefer Empfindung zu Gehör. Ans stürmischen Verlangen mußte Herr Grob eine Zugabe gewähren und sang noch das allgemein bekannte Frng-Lied „Die Trojki". Mit Worten des herzliches Dankes schloß sodann der Obmann die erhebende Jubiläumsfeier. D. K. Wien. (Jüdischer H a u d lu n g s g e h i l s e n - B e r b a n d). Samstag, den 15. Februar findet im Festsaale des Hotel „Continental" II., Taborstraße 4. das 4. Gründnngsfest (Akademie mir Tauz) statt. Mitwirkeude: Die Damen : Berty Fischer. Mitglied des Raimund-Theaters, Kammersängerin Olga von T ü r k - R o h u; die Herren: Hugo Gottesmann, Violinvirtuose; Julius A. Heller, Komponist; Homunkulus (Dr. Robert Weil); Benno Lie (Kabarett Simpliziffimus); die Festrede hält Kollege Samuel Strauß. Tanzarrangemenr: Tanzmelster Jacques L ö w. Musik der Saloukapelle W i n t e r n i tz. Preffburg. Am 2. d. M. fand in der hiesigen orthod. israelir. Kultusgemeinde eine imposante Feierlichkeit statt. Galt es doch dem allverehrten und hochgeachteten Obernotär und Marrikenführer dieser Gemeinde, Herrn Wilhelm G r u n s f e l d, anläßlich seiner au diesem Tage vollendeten 40jährigen Amtstätigkeit eine wohlverdiente Ovation darzubringeu. Obernotar Grünsfeld, der volle 57 Jahre in öffentlicher Stellung steht, wußte sich dank seines Pflichteifers, seiner Hingebung zur guten Sache, seines männlichen, biederen und offenen Charakters, einen weit über die Grenzen seiner Vaterstadt reichenden guten Ruf zu verschaffen. In den Jahren 1856—1861 wirkte Genaunrer als dipl. Hauptschullehrer an der hiesigen israel. Hauptschule und folgte im Jahre 1862 einem Ruse nach Siebenbürgen, woselbst er in gleicher Eigenschast 12 Jahre hindurch teils in Nagy-Jklov. teils in Kolozsvar als Inhaber der von der hohen Regierung konzeff. israel. Volksschule segensreich wirkte, woselbst noch heute seine ehemaligen Schüler. Männer in achtbarer gesellschaftlicher Stellung, sich mit Stolz seiner gedeihlichen Wirksamkeit als Jiigendbildner erinnern. Im Jahre 1873 wurde die Stelle eines Notars der hiesigen orthod. israel. Gemeinde vakant und wurde Herr Grünsseld mit der Bekleidung dieses Vertrauenspostens ausgezeichnet, den er bis zum heutigen Tage auch ausfüllt. Diesen Anlaß benützte Vorstand und Repräsentanz, diesem verdienstvollen Manne eine recht gelungene Ovation zu bereiten, zu welchem Behnfe eine Festsitzung eiuberusen wurde. Zur selben erschienen außer den vollzählig vertretenen Mitgliedern dieser Körperschaften auch Herr Oberrabbiner Schreiber in Vertretung des Rabbinates. der Lehrkörper sämtlicher Genieindeschulen, derVerwaltungsausschuß des Altersversorgungs- Hauses, Vertreter der verschiedenen jüdischen Wohltätigkeitsvereine, die