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Die Wahrheit · 1912-04-19 · Heft 15 (19.4.1912) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1912
Issue
Heft 15 (19.4.1912)
Date
1912-04-19
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8. 9fr. 15. Die Wahrheit. Delegierter des Israelitischen Humanitätsvereines „Wien" B'nai B'rith und des Vereines zur 'Unterstützung israelitischer Handwerker und Kleingewerbetreibender, Mitglied der Vereinsleittmg, lais. Rat Adolf Pick, Mitglied der Vereinsleitnng, Josef Qu it tu er, Dr. S. Reich, Delegierter der Ortsgruppe Rzeszow, Komm. - Rat S. R o s e n z w e i g, Mitglied der Vereinsleitung, D. Notier, Delegierter der I. C. A.. und Mitglied der Vereinsleitung, kais. Rat. Leopold von Sachs, Mitglied des Schiedsgerichtes, Oskar Schnabel, Obmann .des jüdischen Jugendbundes mit den Mitgliedern Heller, Klein und Steiner, Heinrich Sprecher, Delegierter der Ortsgruppe Lemberg, Jakob S. Straßberg, Mitglied der ' Vereinsleitnng, Rudolf T e l t s ch e r, Delegierter des Israelitischen Humanitätsvereines „Pbilanthropia" B'nai B'rith in Reichenberg und der dortigen Ortsgruppe, Hugo Tugendhat, Delegierter des Israelitischen Hnmanitälsvereines „Eintracht'" B'nai B'rith in Wien und Mitglied der Vereinsleitnng, -Siegmund Wachtel, Delegierter des Israelitischen Hnmanitätsveremes „Austria" B'nai B'rich in Bielitz. In der nach dieser Versammlung stattgesnndenen Sitzung der Verein slei tun g fand deren Konstitnierung statt und es wurden gewählt die Herren: Sigmund Mayer zum Obmann, Moriz Sonnenschein zum I. Obmann-Stellvertreter, Leopold Lonrie zum II. Obmann-Stellvertreter, Hugo Tuge n d h a t zum Schriftführer, Dr. Edunind Kornfeld zum Schriftführer-Stellvertreter, Dir. Wilhelm Kux zum Zahlmeister, Max Frank zum Zahlmeister-Stellvertreter. In deU 'engeren Ausschuß wurden aus der Vereinsleitnng delegiert die Herren: Moriz Sonnenschein, Leopold Lonrie, Max Frank, Gustav Brüll, Karl Kl ein per er, Dr. Edmund Kornfeld, Josef I. L e i n k a u f, Josef M a n d l, Richard Petschek, Adolf Pick, David Rotier, Kommerzialrat S. R o s e n z w e i g. Alexander S ch o r r, Kommerzialrat Max Schweiger, Hugo T u g e n d h a t. Die Redaktion kann nicht umhin, die Aufmerksamkeit der Leser auf das eminent wohltätige Wirken des Galizischeu Hilfsvereines zu lenken. Nur dadurch, daß den 600.000 armen galizischeu Juden Arbeit und Verdienst zngeführt wird, werden diese unsere Glaubensgenossen nicht nur auf ein besseres materielles, sondern zugleich auch auf ein höheres kulturelles und moralisches Niveau gebracht. Dieser großartige Gedanke, den der Galizische Hilfsverein in die Tat nmzusetzen sich bestrebt, bedarf zu seiner Verwirklichung sowohl einer fortgesetzten, unermüdlichen Tätigkeit, als auch der reichlichen Unterstützung der Jndeu in ganz Oesterreich. Wir bitten daher unsere Leser, ohne Unterschied des Geschlechtes, diesem Vereine als Mitglieder beizutreten und aus diese Weise dieses segensreiche Werk zu fördern. Der mindeste Mitgliedsbeitrag beträgt jährlich K 4.—; Beitrittserklärungen sind an die Adresse des Hilfsvereines, Wien, IX., Berggasse 4, zu richten. Verschiedene Nachrichten. Wie«. (Israelitische Kultusgemein de.) Öffentliche Plenarversammlung des Kultusvorstandes. Sonntag, den 21. April 1912, 10 Uhr vormittags, I., Seitenstettengasse 4, U. Stock. Tagesordnung: 1. Rechnungsabschluß über die Einnahmen und Ausgaben der Kultusgemeinde und sämtlicher uuter Gemeindev.'rwaltung stehender Fände und Anstalten für das Jahr 1911. 2. Statutenänderung: Streichung der aliusab) des § 2, Anhang I, der Wahlordnung. Derselbe lautet: Ausgeschlossen vom aktiven Wahlrechte sind:- b) Diejenigen, welche vom Tage des Ablaufes des kundgemachten Wahlreklamatiouslermiues (§ 6), diesen Tag nütgerechnel. für das lausende Jahr die Kultussteuer nicht bezahlt haben. Wien, 18. April 1912. Der Präsident. Wien-Josefstadt. Am ersten Pesachtage hat unser Tempelverein durch das Ableben des Herrn Samuel Steiner, Chefs der Tonwarenfabrik S. Steiner, eineu schweren Verlust erlitten. Der Verewigte gehörte lange Jahre dem Tempelvorstande. an und entfaltete in demselben eine segensreiche Tätigkeit durch seine Förderung aller unserer kulturellen und hiunaneir Bestrebungen. Eine überaus große Zahl von Freunden und Verehrern des Verstorbenen versammelte sich am 4: d. M. im Trauerhauje, von wo die Leiche nach der'Nendeggergaffe znm Tempel geführt wurde, wo der Gesamtvorstand, mit Herrn Präses Hermann Beck an der Spitze, mit zahlreichen Tranergästen sich eingefundeil hatte. Von dieser Stätte seiner Wirksamkeit verabschiedete den Verewigten Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Bauer in bewegten, ergreifenden Worten. In der Zeremonienhalle des Zentralfriedhofes hielt Herr Rabbiner Dr. Bauer einen tiefempfundenen Nachruf und schilderte in formvollendeter Rede die Verdienste des Toten um unser Gemeinwesen und gab der allgemeinen Trauer beredten Ausdruck. Namens des Tempelvereines sprach der I. Vizepräsident, Herr Architekt Jakob Modern, namens des Humanitätsvereines B'nai B'rirh „Eintracht"^ Herr Direktor Hecht, und namens des Vereines zur Hebung der Gewerbe, Herr I. Klein, warme Worte des Abschiedes. Die. Herren Oberkantor Nenmann und Kantor I. Grob versahen die liturgischen und gesanglichen Funktionen in wahrhaft erhebender Weise. Am zweiten Tage Chol ha moed versammelten wir uns wieder am „guten Orte", um unser langjähriges, treues Mitglied, Herrn Samuel Uuger, zu Grabe zu geleiten. Wir verlieren in ihm einen eifrigen Anhänger und aufrichtigen Frennd, der mit ganzer Seele an unserem Gemeinwesen hing. Sichtlich ergriffen widmete unser Rabbiner, Herr Dr. Bauer, dem Verewigten innige Worte des Dankes und des Abschiedes. Aus bewegtem Herzen kamen auch die Trailergesänge und -Gebete, die Herr Kantor Grob in ergreifender Weise zum Vortrag brachte. Möge das Andenken dieser wahrhaft Guten und Frommen gesegnet bleiben! Floridsdorf. Die Jubelfeier zu Ehren des Religionslehrers Ignaz Löw gestaltete sich zu einem wahren Gemeindefeste. Am letzten Peßachtage. dem Geburtstage des Jnbilares, wurde Herr Löw gelegentlichdes Mußasgebetes zur Thora gernsen, wobei Religiollsprofessor und Rabbiner Dr. Rosenfeld in einer sinnreichen Rede der Verdienste des alten Jngenderziehers rühmend gedachte. Mit dem Wunsche, der alte Lehrer möge in Gesundheit noch lange seinen edlen Berns erfüllen können, schloß die Rede. Sodann sprach Herr Oberkantor Rosenberg einen von ihm für dieses Fest verfaßten Mischeberach^ Nach Beendigung des Gottesdienstes hielt der Bethansvorstand eine Festsitzung ab, in der als erster der Obmann des Bethausvorstandes, Herr Dr Jakob König das Wort ergriff und in beredter Weise das 35jährige, segensreiche Wirken des Jubilars in der engeren Gemeinde schilderte. Er übermittelre den Dank und die Glückwünsche der Gemeindemitglieder und knüpfte daran die Hoffnung, daß Herr Löw noch viele Jahre znm Wöhle der Gemeinde werde wirken können. In ähnlichenl Sinne sprach auch das Knltusvorstandsmirglied Herr M. Grünwald für den Knllusvorstand und für die Gemeinde. Zahlreiche persönliche und schriftliche Gratulationen, sowie Geschenke zeugen für die Beliebtheit des Jubilars. Bon den persönlich Gratulierenden seien genannt: kais. Rat Dr. L i e b e n, Rabbiner Dr. Rosen selb (auch für den österr. Neligionslehrcrbnnd), die Kantoren R o s e n b e r g und E i b e n s ch u tz, Herr M. G l o g a u, eine aus den Herren Ad. R e i n i u g e r, H. Blatt. A. L a n d st e i n und S. Epler bestehenden Abordnung ehemaliger' Schüler (1878—1912), die dem Jubilar die Glückwünsche und ein wertvolles Geschenk übermittelten; briefliche und telegraphische Gratulationen langten ein: Präsident der israel. Kultusgemeinde Dr. Alfred Stern inr Namen des Kultnsvorstandes. Rabbiner Dr. R o s e n m a n n, die Sekretäre Dr. Adler und Dr. L. Stern, Sekretärstellvertreter E. Engel. Hauptkassier Peterselka, Offizial Weiß, Oberkantor Bauer, Oberkantor L ö w y, Mähr.-Ostran, Schnlinspektor B r a u n, die Lehrer P o l i f k a, Ehrenfest, Stern, dann Dr. Schlesinger. Dr.. Löwy sen. und jun., Dozent Dr. R. S ch w a rz, Bethausvorstandsmitglied Schwarz, Dr. F i n k l e r, Israel. Frauen verein, Wien XXI. u. v. a. Bischofstetteu. Am 9. d. M., d. i. am letzten Peßachtage. verschied hier Frau Fanni Blechner in ihrem 106. Lebensjahre, die bis zn ihren letzten Lebensmonaten der besten geistigen und körperlichen Frische sich erfreute. Die irdische Hülle wurde Donnerstag, am 11. d. M.. um halb 8 Uhr früh, vom Trauerhause gehoben, sodann nach Abbs a. d. D.. überführt und dort ans dem israel. Friedhöfe um 2 Ahr nachmittags zur ewigen Ruhe bestattet. Die kantoralen Funktionen versah in glänzender Weise unser Religionslehrer und Kantor, Herr S. Fried ans Pnrgstall^ Herr Bezirksrabbiner Herr Dr. Berti sch aus Amstetten hielt der Verblichenen einen warmempfundeuen Nachruf, in welchem er — vom Satze des Wochenabschnittes: „Das ist es. was der Ewige gesprochen, durch die. welche mir nahe stehen, will ich geheiligt und vor dem Angesichte desganzen Volkes verherrlicht werden", ausgehend — die Vorzüge der Heimgegangenen in bezug auf ihre aufrichtige Frömmigkeit, ihren innigen Glauben, und ihr unerschütterliches Gottvertranen hervorhob. Friede ihrer Asche! Gesellige Zusammenkunft der Wiener Kantoren ab Dienstag, den 16. 6. M., 3 Uhr nachmittags Cafe ORTNER Wien,; II; Praterstrasse 33, I. Stock

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