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Die Wahrheit · 1911-07-21 · Heft 28 (21.7.1911) · page 10

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1911
Issue
Heft 28 (21.7.1911)
Date
1911-07-21
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10. Die Wahrheit Nr. 28. Wohlt ätigkeitslo tterie des jüdischen Vereines Dem jüdischen Verein ,Einheit“ zur Erhaltung -jüdischer Volksspeisehallen wurde mit Erlass des k. k. Finanzministeriums, Z. 71.745 ex 1910 die Bewilligung zur Veranstaltung einer Effekten- Lotterie erteilt, deren Reinerträgms zur Erhaltung der in Wien, 11., Malzgasse 12, bereits bestehenden und zur Errichtung weiterer jüdischer Volksspeisehallen in Wien bestimmt ist. Heute schon verabreicht der Verein „Einheit“ in seiner mit allen modernen hygienischen Einrichtungen ansgestatteten Speisehalle und den, den jüdischen Studenten zur Verfügung stehenden eigenen Mensaräumeii täglich durchschnittlich 1000—1200 Speiseportionen. Jeder Jude, in dem noch ein jüdisches Herz schlügt, in dem das alte jüdische Humanitätsgefiihl nicht ansgestorben ist, und der Sinn hat für eine modern-soziale Fürsorge, wird dieses dem Gemeinwohl dienende Unternehmen durch Ankauf und Verbreitung der Lose fördern. Die ersten vier Haupttreffer im Werte von L 30.000.—, K 5000.— L 2000.— und L 1000.— können auf Wunsch des Gewinners in barem Gelds abgelöst werden. Lose ä K. 1.— sind in allen k. k. Tabak-Trafiken und im Bureau der .Lotterieverwaltung, Wien, X, Wollzeile 24, zu haben.. Ignaz KlepetascH Heiratsansstattungs-Stiftnng. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je X 195.— Bewerbungsberechtigt sind: Arme verwaiste Mädchen jüdischer Konfession, welche sich zu verehelichen im Begriffe stehen. t Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, Brautstands-Nachweis, Totenschein. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1911. Einreichstelle: X Seitenstettengasse 4, IX Stock (Einreichungsprotokoll.) Bewerberinnen, welche sich vor Verleihung dieser Stiftung verehelichen, werden jeden Anspruches an dieselbe verlustig. Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Wien, 1. Juli 191L Her Vorstand der israel. Kultusgemeinde "Wien. Heinrich Klinger Widmung 1912 für Handels¬ oder Gewerbetreibende. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je K 200.— Bewerbungsberechtigt sind: unterstützungsbedürftige und würdige jüdische Handels- oder Gewerbetreibende. VerJeihungstag: 1. Oktober 1911. Gesuchsbeilageu: Nachweis über den Betrieb eines Handels- oder Gewerbe - Unternehmens (Erwerbsteuerbogen, Gewerbeschein etc.) Geburtsschein, Armutszeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1911. Einreichstelle: X, Seitenstettengasse 4, IX Stock (Einreichungsprotokoll). Näheres in den von der Einreich stelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Wien, 1. Juli 1911. Her Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Verzeichnis der Verstorbenen vom 9. Juli bis iukl. 15. Juli 1911. ve Direkter deutscher Post- und SchnelldnuipferLienst. Personen-Befördemng nach allen Weltteilen vornehmlich auf den Linien Hamburg-Newyork Hamburg - Philadelphia Hamburg—Argentinien Homburg—Brasilien Hamburg—Canoda Hamburg—Cuba Hamburg—Mexiko Hamburg-Afrika Hamburg—England Hamburg—Frankreich Bergnügungs- und Erholungsreisen zur See: Neiien um die Welt; Orientfohrien; Mittelmeerfahrten; Westin dienfahrten; Südamerikafahrten; Nordlandsabrten nach Drontheim, nach Island, nach dem'Nordkav und nach Spitzbergen; Nilfahrten. Prospekte gratis und iranko. Hamburg-Amerika Linie, Abteilung Personenverkehr, Hamburg. Vertreter in Wien: Die General-Repräsentanz der «amburg- AmeriKa Linie, X, Kärntnerstraße 38. isos M. L/Biedermann Waisen-Stiffcung. Anzahl der Stiftplätze: Unbestimmt im Betrage von zusammen’ K 5900.—. Bewerbungsberechtigt sind: In erster Linie: Hilfsbedürftige Waisen, welche das 20: Lebensjahr noch nicht erreicht haben und direkte Nachkommen der nachbenannten Personen sind, und zwar der Herren M. L. Biedermann, Simon Biedermaun, Josef" Biedermann jun., Hermann Biedermann, Anton Biedermann, Josef Biedermann, sen., Samuel Biedermann, j. Goldschmidt, S. J. H. Goldschmidt, J. L. Hofmann, Edler von Hofmannsthal, Aron Hermann, ß. M. Kaula, Jacob- Löwy,. J. H. Mannheimer, M. Stross, H. Edler von Wertheimstein, und der Frau Amalie Laug. In zweiter Linie und insoweit nach Beteilung der obenbezeichneten Bewerbungsberechtigten noch ein Ertiägnisrest verbleibt: hilfsbedürftige israel. Waisen, welche das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und deren verstorbene Väter Mitglieder der israel. Kultusgemeinde Wien waren. Gesuchshellagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Totenschein, Verwandtschaftsnachweis, Sittenzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1911. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, XL Stock (Einreichungs- Protokoll.) Näheres in den von der Einreichstelle . unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Wien, 1. Juli 1911. Her Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Markus Beer, Student 21 I. Josef Ullmanu, Kaufmann 44 I. Chaim Meller, Bäckermeister 29 I. Ängusta Rosner, Oberbauratstochter 20 I. Josef Gemeiner, Kaufmann 47 I. Julie Frank, Private 70 I. Regrne Hajek, .qeb. Polacek, Dieustmannsgattin 57 I. Rifka Rosenstadt, Private, 69 I. Amalie Brod, Agentensgattin 55 I. Jakob Heinrich Weißelberg ohne Beruf 23 I. Valerie Holzer, Schlossergehilsenstochter 1 I. Jakob Ripper, Privat 68 I. Albert Steiner, Buchhalter 66 I. Moritz Fischl, Hausierer 67 I. Moritz Kaufmann, Kontorist 69 I. Georg Freiberger, Goldarbeiterlehrling 16 I. Charlotte Herzog, geb. Lunzer,'Rabbinersgattin Al I. Julie Schneider, gcb. Weinmann, Pflegling 83 I. Karl.Freund, gewesener Kondukteur 54 I. Ignaz Löwinger, Kaufmann 46 I. Rudolf Schmeier, Schueidergehilfe 33 I. Chaim Israel Perl, Schlächter 50 I. Jakob Neumann, Schneidermeister 72 I. Marie Kantuzek, geb. Horowitz, Agentenswitwe 77 I. Heinrich Soukal, Agent 63 I. Samuel Schwarz, Pflegling 77 I. Regine Busch,' Kaufmannstochter 12 I. Regina Salzer, Agentenswitwe 79^ I. Leopold Salvendy, Privatier 52 I. „Israelitische Allianz zu Wien“. Der Verein bezweckt: 1. Die Volkserziehung bei deu Israeliten durch Errichtung oder Unterstützung von Schulen und durch andere: geeignete Mittel zn fordern J 2. Israeliten, wo sie ihres Glanbenswegen zu leiden haben, eine wirksame Stütze zu bieten. Durch Leistung eines Jahresbeitrages von mindestens 6 Kronen wird man , ordentliches,.-durch einmalige Zahlung von 200 Kronen lebenslängliches Mitglied des Vereines. Anmeldungen zum Beitritt werden erbeten unter der Adresse: - „Israelitische Allianz zu Wien“, ———— II., Untere Donaustrasse 33, II. Stock. Telefon 19874 Eigentümer und Herausgeber I. Bauer. — Chefredakteur Dt. M. Löwy. — Leranrworll. Redakteur Alois Kulka. Druck von Morir Waizver A Sohn, Wien, n. Kolingaffe 11 (Telephon 15.302).

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