Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1911
- Issue
- Heft 17 (5.5.1911)
- Date
- 1911-05-05
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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Nr. 17V. _ l&v. Das 'WHMHviUMWWWnmWU WüWraators Do« Fachs.!gebnrrgÄr' /bewiesen. - daß Oberkatttvr Don Fachs/ eine' wirkliche juiib, weite Schichten durchdringende Popularität genießt. ' ' :Prof. Ludwig Mahler. .r'v'irnU ui?-.?-u, Ich h^tzehSrttbÄ«7Mes'Äikw^nech'tt.'''r:/..- . .-V >K£ IC c Deyl-Wien AytWntMomuleLieder, : ■ V' ' •«.. 7-, .V„ Und.häb' zufl..erstenuia1.verstannell, , - ' ^/ .Die ßÄK'ÄtüM/Milr/Tfie'fft uh,©ibbcrV Ich bin nicht fromm, bin wenig'gläubig, ..j, ... . Mit T'silos schon nicht mehr behawent^ ' ' t.r>a dn Mst ' »li'iH zurückgewoiinett:'- -? v' Vlu Jchihab/"g?glanbt:und Hab'-gedawerrtV —:V n Y-;v V '-uiviVVV -------; Morr is Ros enselb. Diese/Verfk des großen jüdischen Dichters, desbewährten innigen FreüNdes /und Bewunderers unseres Jubilars, kennzeichnen so/rechk/die künstlerische Eigenart des Oberkantors Don Fuchs, der am 20. April das zehnjährige Jubiläum seiner an. Ehren und Erfolgen reichen Amtswirksamkeit in Wien gefeiert' hat. Die'Kraft und innige Weihe seines liturgischen Vortrages,' der bestrMilde/Reiz seiner schmelzreichen Stimme haben oft bei der großen /Gemeinde seiner Zuhörer erhebende Andachtsstilumllllg.chlsgeMst. Sein Jnbeltag brachte ihm Beweise dafür, daß man in' Ihm den Künstler und edlen Menschen in gleichem Maße schätzt, der stets willig seine Künstlerschaft in den Dienst werktätiger Nächstenliebe stellt. Für 'dEiSnbilänm hatte sich ein Komitee ans folgenden Herten.''-g^biM^s,..Kais.-Äat^ Johann Lichtenstadt, Dr. Josef Winternitz,'Prof.' Ludwig Mahler. Simon Steingraber, Isidor Schwarz//Dr/?Ädolf Kapralek, Oskar Tonello, Theodor Schur .und. Gnstav/H^orzetzky. Dieses Komitee ließ eine mit dem wohlgetroffenen BHe 'des Jubilars in Amtstracht geschmückte Festschrift erschenieu, ..ilt der fein Lebensgang und seine künstlerische Entwicklnng/vei-ständllisvott dargelegt werden. In allen Kundgebungendes 'Tages wurde Don Fuchs sowohl als großer Meister des/falitc» raten Gesanges, wie auch als edler Mensch und überzengungstreuer Jude gefeiert. \ Als/eine.Ier ersten Abordnungen erschien eine Vertretung des O est^rre i'ch i s ch e 11 Fachschriftstell er verb a n d es, dessen Mstglied,,Don Fuchs ist. Dieselbe bestand aus dem Vizepräsidenten. Mrn Viktor Steiner und den Vorstandsmitgliedern Pros. Llldwlg/Mahler und Direktor Horzetzky. Die Deputation itßerbiate //eine kunstvoll ausgestattete Adresse, in welcher der Verehrung ulld denl Danke für die dem Verbände stets gewährte künstlerische. Unterstützung in beredter Weise Ausdruck gegeben wirb/, Vizepräsident Steiner hob in seiner eindrucksvollen Ausprachx.^/herMHVda'ß-.. in' dem Wesen des Jubilars begnadetes Küllstlertiml///'/.nud .Seelenadel/ sich zu einem harmonischen CharakterWhe pereilligen und er wünschte ihm, er möge immer vMe Befriedung in. seinem gottgeweihten Berufe finden. V Der/Werreichisch-ilngarische Kantorenverein widmete durch eine unter Fnhrnilg des 1. Vizepräsidenten Oberkantor I. Bauer erschienene.Depntation eine überaus geschmackvoll ausgeführte Adresse, im Welcher die neidlose Anerkennung der gesamten Kollegelischast//würdigen Ausdruck findet. Oberkantor Bauer feierte' /inseiner Ansprache den Jubilar als berufstreuen Kollegen,/-chei/Mr chen Kantorenstand tief und wahr empfindet. - / Der/^VexeiilV zur Bekleidmig Und Unterstützung armer alter Myunep/Axaelitischer Konfeffjon war vertreten durch seinen Obttlanm.HHMr'z und Vorstandsmitglied Planer, die eine sehr ichLn-'/WsßxfüHrte, Adresse überreichten. Der Verein l'oiuaob Ev^joiuiQ zur Unterstützung arcker zugereister Juden entsandte eine.DMutatiou aus sechs Personen unter Führung des Obmannes.Weiß? Glückwiuischschreibeü kamen von dem Zionistischen ZLutralveretti//.mit der Mitteilungder Ausschuß habe beschlossen, dem/- Jzchlläx^i'ne Oekbaumspetzos/ im Heiligen Lande auf seinen NMen^zm/wibMen als sichtbare Anerkennung der Verdienste --enM^esNMngs.trenen WahreüHiide»; ferner von. dem zionistischen .. .Dlstrjktsverein für , Jmterösterreich, dem akademischen Verein Manischer Juden in. JjBtini „Esperanza“, dein Kaiserin Elisabeth-LArmädchen- und Ärbeiterittnenheim u. v. a. Ueherggs groß ist die Zahl der mündlichen, brieflichen und telegraphischeil Grütnlatiöuen einzelner Persönlichkeiten der besten Gesellschaftskreise und der Kunst und alle diese Kund- [ NerschiedeneUMeichleü,; j - Wien (Sül tau f frier)Anläßlich'des Jahrestages der Thron» ibesteigungVSr. Majestät des Sultan Mehemed Ni fand ^Donnerstagsden M. Äpri.l/ im Tempelder türk. Gemeinde em erhebender -Festgottesdiensi.-statt. - :Es.,erschiMeü. Prinz. Änier Fcrr u k- Uf/e u b.i*. Enkel, de^ .Silltans Abdul jAsis/Kh'a n,''Vch' BotschDer Mnstafd R e s''chfd-Pasch.a" mit deir Böt^' :sch'aftsrate,k/ General-Kvnsnl Freiherr von D ir st d y. Teivfit Netz B wv 0 nd, -/ Pvlizeileiter Brandhuberr von -Et-x.ch.f-e l d, die. Gemeinderäte F r arn k und Mayer, Kultusvorsteher Carl Lembergs r, Borsteher Carl Freund, kais. Rat Dr. L i e b e n, die Oberkantoren S ch 0 r r, S ch l e if e r, Rosenberger, G i b l i ch m a n », H a r n d 0 r f, Präsident Lico A d u t t und die Vorstandsmitglieder Mosco de M a j 0 und Lazar S u s s i lt begrüßten die Würdenträger. Die Feier begann mit Aufführung der Festhymne von Elias, welche mit Chor, Orgel und Harfenbegleitung unter Leitung des Dirigenten Kantor L ö w i t vorgetragen wurde. Die Rede hielt Rabbiner P a p 0. Oberkantor B a n e r rezitierte das Gebet für den Sultan, worauf die vom Tewfik Bey B a v 0 u d komponierte und dem Sultan gewidmete türk. Hymne, welche musikalisch fein und schwungvoll, in echt orientalischer Klangform aufgeführt wurde. Nach Beendigung des Gottesdienstes sprach der Botschafter und andere Würdenträger dem Präsidenten und den Fnnktionären ihre vollste .Anerkennung aus. Nachmittags wurden im Botschaftspalais der Präsident A d u t t, Rabbiner P a p 0, Oberkantor B a n e r, Kantor Löwit und Rabbiner-Stellvertreter Elias vom Botschafter Exzellenz Mustafa R e s ch i dP a s ch a empfangen. Wien. Sonntag, den 7. Mai, 3 Uhr nachmiitags, findet im Sitzungssaale der Synagoge, H., Leopoldsgasse 29, die ordentliche Generalversammlung des israel. Wohltätigkeits- und Krankenunterstützuugs- Bereiues „Mazmiach Jeschna" mit folgender Tagesordnung statt: 1. Rechenschaftsbericht des Ausschnffes. 2. Bericht der Rechnungsrevisoren. 3. Wahl von acht Ausschußmitgliedern und drei Rechnungs-Revisoren. 4. Antrag wegen Ernemmilg von Ehrenmitgliedern. 5. Eoentnalien. Wien. (Bethansverein „Adaß-Jeschurum", EX., Pfluggasse 5.) Samstag, den 6. Mai. nachmittags 6 Uhr, findet im Bereinsbethänje ein Bortrag des Herrn Rabbinatskandidaten Bela Fischer statt. Thema: „Lebensphilosophie im Talmud" (Vortrag IE) Wien (Hausiererversammlnng.) Der „Erste österr. Rechtsschutz- Verein für Hausierer" beruft für Samstag, den 6. Mai l. I. um 3 Uhr nachm, in Neuspiels Saal, II., Unt. Augartenstraße 6, eine allgemeine Hausiererversammlnng ein und ladet alle Hausierer zur maffeuhasten Beteiligung höfl. ein. Tagesordnung: 1. Die Auflösung des Reichsrates und die Situation der Hausierer. 2. Stellungnahme gegen die durch die Manl- und Klauenseuche entstandenen Ungerechtigkeiten. Reserent: Herr S. A. Freund. Wie». Populärwissenschaftliche Sabbatnachmittag-Borträge (auch Frauen zugänglich), am Bet-Hamidrasch „Talmud Thora" H., Malzgasse 16, um halb 4 Uhr nachmittags. Am 6. Mai: Herr Rabbiner H. Schenk: „Die Sprüche der Väter." Außerdem finden täglich nach Mincha und für jnnge Leute Sonntags von halb 12 bis halb 1 und an Samstagen von 11 bis 12 Uhr religiöse Borträge statt. Wien. (B e t h a u s Hamme r-P n r g st a. l l g a s s e 5.) Sonntag am 23. April begannen die während der Sephirah allabendlichen Borträge des Herrn Rabbiner M. L. Goldstein. Thema: „Sprüche der Väter" Beginn 7 Uhr Abends. Gäste herzlichst willkommen. Wien. Freitag, den 21. d. M. wurde Herr Ignaz Fuchs im Alter von 66 Jahren zu Grabe getragen. In Mattersdorf geboren, war er noch einer, denen gleich unseren Vorfahren das Studium unserer heiligen Lehre ein tägliches Bedürfnis war. Durch sein schlichtes Wesen erwarb er sich zahlreiche Freunde und rief fein Ableben bei denselben die schmerzlichste Teilnahme hervor, welche auch in den zahlreichen Beileidskundgebungen, die der Familie zukamen, zum Ausdrucke kam. Nngykanizsa. Der Regimentschesarzt Dr. Sandor Kauizsay, Sohn des Profeffors Leo Kartschmaroff, Oberkantor in Nagykanizsa, der im November v. I. durch Dekorierung des 8igmim laudis Allerhöchst ausgezeichnet touzbe, ist anläßlich des Mai-Avancements znm S t a b s a rz t befördert worden. Neutra. In der am 25. April abgehalcenen Repräsentantensitzung wurde Herr Simon Deutsch zum Oberkantor der hiesigen Kultusgemeinde gewählt. Berlin. (Rabbiner D r. U n g e r I e i d e r.) Die Trailerfeier für Rabbiner Dr. Rudolf Ungerleider fand Freitag, den 28. April .11 Uhr vormittags an der Stätte seiner langjährigen Wirksamkeit in der Neuen Synagoge Oranienburgerstraße statt. Fast sämtliche Mitglieder der jüdischen Gemeinde und des Repräsentanten-Kollegiums, die Rabbiner der Synagoge und eine zahlreiche Tranerversammlung wohnten ihr bei. Der schmucklose Sarg stand vor dem Altar umgeben von einem Lorbeer-Arrangement. Orgelspiel und der Gesang des Synagogenchores leiteten die Feier ein. Danach hielt Rabbiner Dr. W e i s s e die Gedächtnisrede. Im Anschluffe an die Feier erfolgte aus dem Friedhose in Weiffensee die Beisetzung im Ehrengrabe.