Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1909
- Issue
- Heft 37 (15.9.1909)
- Date
- 1909-09-15
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12. Die Wahrheit. Nr. 37. Hanwazeach 13 HHEefte g^eteilt, pro Heit £L. 1_— Zu beziehen bei Frau M. Schön (verwitwete Wodak) Wien. 1., Seiteiistettenjrasse Nr. 4. Q.pL von berufenen Autoritäten vorzügliciiatbe- TlcIVIinciZUclLrllj gutsichtet und als vortreffliche Arbeit und mich ,eder Richtung bedeutsame Erscheinung wärmsten« empfohlen, enthüll Alles, was eii^Israel. Gautor innerhalb und ausserhalb des Tempels *n Cbasonus, Rezitativen und Kasualien benötigt, in reichster Fülle G-egrz"ü.xi.d-<=t ZLSSIL MOSES Pl Kürschnermeister 1AT I KT TV1 -j««- II./2, Stefaniestrasse 7. Empfiehlt sich zur Anfertigung aller Gattungen Ornat- Kappen für Rabbiner, Kantoren und Chorpersonale zu den billigsten Preisen. T2-6eflügel. Verlässlich “itpr-Geflügel. plombiert, nur geschlachtet von anerkannten, in orth. Gemeinden bestellten cnomtp und von hiesigen pns pn rrs beaufsichtigt, bekommt man bei M. Schreiber Wien, II., Hammer Purgstallgasse Nr. 1 Ecke der Stefaniestrasse, nächst der Stefaniebrücke. „israelitische Allianz zu Wien“. Del* Verein bezweckt: 1. Die Volkserziehung bei den Israeliten durch Errichtung oder Unterstützung von Schulen und durch andere geeignete Mittel zu fördern; 2. Israeliten, wo sie ihres Glaubens wegen zu leiden haben, ein2 wirksame Stütze zu bieten. Durch Leistung eines Jahresbeitrages von mindestens 6 Kronen wird man ordentliches, durch einmalige Zahlung von 200 Kronen lebenslängliches Mitglied des Vereines. Anmeldungen zum Beitritt werden erbeten unter der Adresse: - „Israelitische Allianz zu Wien“, - I., Weihburggasse 10, I. Stock. Sigmund und Regine Kauders’sche Heiratsausstattungs-Stiftung für mittellose jüdische Bräute. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je K 215.— Bewerbungsberechtigt sind: arme, jüdische Bräute und zwar: In erster Reihe: Verwandte des stifterischen Ehepaares, Herrn Sigmund Kauders und dessen Gattin, Frau Regiue geh. Schlesinger in erster, zweiter und dritter Linie In zweiter Reihe: Verwandte der Familien Dr. Anton Kauders aus Formend, Ungarn, und Johanna Wolf, verehelichte Kauders aus Eiseustadt, Ungarn, Josef Schlesinger aus Tyrnau, Ungarn, und Johanna Neubruun verehelichte Schlesinger ans Trencziu. Ungarn, (in erster und zweiter Linie); in Ermangelung von Bewerberinnen der vorgenannten Kat-gorien. In dritter Reihe: Bräute österreichischer oder ungarischer Staatsangehörigkeit, unter welchen bei gleichen Verhältnissen nach Wien zuständige oder daselbst geborene und bis zur Zeit der Bewerbung in Wien wohnhaft gewesene Einschreiterinnen bevorzugt werden Ge8UChsbeilagen: Geburtsschein, Heimatsschein, Armutszeugnis, Sittenzeuguis, Verlobungsuachweis, eventuell Verwandt schaftsuacliweis und Meldezettel. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. September 1909. Einreichungsstelie: 1. Seitenstetteugasse 4, II. Stock (Eiureicliungsprotokoll). Verieibungstag: 26- Novemb-r 1909. Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung der Stiftung verehelichen, verlieren den Anspruch an dieselbe. Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuch sblanketten. Wien, 1. September 1909 Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Dr. Adolf Sacks’sche-Stiftung für Herz- und Aorta-Kranke. Der Unterzeichnete Vorstand verlautbart hiemit, dass aus den Stiftungserträgni8sen der obigen Stiftung per K 8300.—: a) Jahresunterstützunuen für das Jahr 1910 im Betrage von je K 600.— für Herz- und Aorta-Kranke zur Verleihung gelangen und dass b ) der nach a) uuverteilte Rest der Stiftungsinteresseu von Fall zu Fall an ebensolche Kranke verteilt wird. Anspruch auf diese Stiftung naben bedürftige Personen, ohne Unterschied des Geschlechtes, des Standes und der Religion, welche mit hochgradigen Herz- und Aorta-Krankheiten behaftet sind, an Kongestionen gegen den Kopf leiden und infolge dessen ihren Beruf aufgeben müssen. Ledice Männer haben den Vorzug. Die ungestempelten Gesuche sind bis 30 September 1909 im Einreichungsprotokolle der israel Kultüsgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4, II. Stock, woselbst auch Gesiiclisblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen und müssen mit nachfolgenden Beilagen versehen sein. 1.) einem amtsärztlichen Zeugnisse über das mit Kongestionen gegen den Kopf verbundene Herz- und Aorta- Leiden des Gesuchsstellers und über den Einfluss, welches dieses Leiden auf die Berufsfähigkeit des Kraukeu ausiibt. 2 ) einem glaubhaften Nachweise ober die Armut des Bewerbers, worin auch das Alter und das Einkommen der Eltern, Geschwister, eventuell der Kinder wahrheitsgetreu anzugeben ist. 3.) mit Dokumenten über Geburt und Zuständigkeit. Die Unterstützung von K 600.— wird auf das Jahr 1910 verliehen und in vierteljährigen gleichen Dekursiv« raten, deren erste am 1. April 1910 fällig wird, ausbezahlt, gegen Beibringung entsprechender Beleae, dass die Bedürftigkeit t>nd Berufsunfähigkeit des Stiftlings fortdauert. Bei unverändert bleibenden Verhältnissen haben Bewerber, welche bereits im Genüsse dieser Stiftung «tehen. in der Regel den Vorzug. Auszüge aus den Matrilcen der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich. es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. September 1909. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Das Kuratorium der Freiheri lieh von Rothschild’schen Künstler- Stiftung verlautbart, dass aus den Erträgnissen derselben mehrere Stipendien im Miudestbetrage von je K 800.— für das Jahr 1909 zur Verleihung gelangen. Kompetenzberechti«t für diese Stiftung erscheinen mittellose, jüdische, in Oesterreich wohnhafte Künstler oder Künstlerinnen, österr. oder ungar. Staatsbürgerschaft, die ihren Beruf auf dem Gebiete der Architektur, der Bildhauerei, der graphischen Künste, der Malerei oder der musikalischen Komposition selbständig auszuüben befähigt sind. Unter den, den obigen Erfordernissen entsprechenden Kompetenten %en'essen jene den Vorzug, welche bereits Beweise ihres Talentes und ihres schöpferischen Wirkens gegeben haben. Von der Verleihung erscheinen diejenigen Bewerber ausgeschlossen, die sich auf anderen Kunstzweigen als den angeführten betätigen, ferner Kunsteleven, sowie überhaupt im Stadium der Vorbereitung für einen künstlerischen Beruf befindliche Personen. Die au das Stiftung* Kuratorium gerichteten, mit Fachzeugnissen, sowie mit dem Geburts¬ und Heimatsscheine versehenen Gesuche sind bis längstens 12. Oktober 1909 im Eiureichung8protokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seiteiistettengasse 4, II. Stock zu überreichen. Die Bewerber werden ihre Kunstbeilagen, iusoferne solche gefordert werden — erst über Verlangen des Kuratoriums zu erbringen haben. Nicht entsprechend oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Nähere Auskünfte werden im Sekretariate der israel. Kultusgemeinde (Stiftungsamt) erteilt. Wien, l. September 1909. Das Kiratorium der Freiherrlich von Rothschild'--eben Künstler-Stiftung. Verzeichnis der Verstorbenen vom 5. bis inflniuie 11. September 1909. Jakob Berger, Kaufmanns kind, 10 I. Edmund Haupt, -Kaufmann, 42 I. Moriz Eckstein, Kaufmann, 49 I. Philipp Silz, Kellermeister, 53 I. Betty Köpper geb. Beweis, Trafikantensgattin, 67 I. Katharina Günsberger geb. Floch, Private, 88 I. Sofie Jellinek geb. Friedenau. Private, 88 I. Moriz Kotzn. Privat. 71 I. Katharina Kohn, Polizeiagentenswitwe 69 I. Julie Hamburger. Private, 81 I. Anton Hollitscher, Börsesensal 79 I. Elisabeth Kraus, ohne Beruf, 67 I. Isidor Deutsch, Beamter, 57 I. Moriz Löbl, Kaufmann. 46 I. Julie Bauer, Kanfmannswitwe, 89 I. Josset Großmann, Landwirt, 48 I. Ferdinand Silker, Kommis, 26 I. Anna Bellak geb, Wilhelm, Pfründnerin, 77 I. Julie Weiß, Private, 67 I. Moriz Morawitz, k. k. Regierungsrat, 77 I. Olga Basch, Kaufmannskind, Vj2 I. Moriz" Weg. Gemischtwarenverschleißerskind, 3 Tage. Sigmund Pick, Privat, 59 I. Josef Pilger, Privatier, 58 I. Friedrich Hirsch, Kaufmannskind 10^2 I. Cölestine Schiffres, Private, 45 I. Eugenie Löwenrosen, Private, 61 I. Eigentümer und Herausgeber I. Bauer. — Chefredakteur Dr. M. 2dwh. — Beranrwvrrl. Redakteur Alois Sulla Druck von Moriz Waizuer <fc Soda. Wien. IX.. Solingast'e 11 (Telephon 15.302j.