Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1909
- Issue
- Heft 5 (29.1.1909)
- Date
- 1909-01-29
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5. Die Wahrheit Seite 11. Königlich ungarische steuerfreie 4^ prozentige Staatskassenscheine vom Jabre 1809, fällig am 31. Dezember 1910. Gesamtbetrag 215,000.000 Kronen. Der königlich ungarische Finanzminister wurde durch § 7 des Geseyarcikels L vom Jahre 1908 ermächtigt, zur Bedeckung eines Bedarfes für Investitionen in der Gesamthöhe von K 345,951.429 23, welcher auf Grund früherer Gesetze durch Emission von Rentenobligationen zu bedecken ist, bis zur Durchführung dieser Emission eine transitorische Kreditoperation vorzunehmeil und die ans dieser Kreditoperation erwachsenden Ausgaben zu Lasten des präluninierten Zinsenbedarfes für die 4vrozenrige ungarische Kronenrente zu verrechnen. Auf Grund dieser gesetzlichen Ermächtigung emittiert das königlich ungarische Finäuzmiintterinnl 215,000.000 Krönen mit 41/,, Prozent p. a. verzinsliche steuerfreie Staatskasseuscheiue. Unter Bezugnahme auf die vorstehende Kundmachung Sr. Exzellenz des mit der Leitung des königlich ungarischen Fiuanzmittister>ums betrauten Herrn königlich ungarischen Ministerpräsidenten wird ein Teilbetrag von 150.000.000 Kronen königlich ungarische sten er freie 4*/2 prozentige S t a a t s k a i s e n s ch e i n e zur Subskription aufgelegt. Die Subskription sindet am Dienstag den 2 6. Jaicuar 190 9 während der bei jeder Stelle üblichen Geschäftsstnnden statt: in Budapest: bei der königlich ungarischen Staats-Zentralkasse, bei der Ungarischen Allgemeinen Creditbank; in den Ländern der ungarischen Krone: bei sämtlichen, mit der Eiiilösung der Coupons der 4prozenligen ung. Kronenrenten- Anleihe betrauten Staatskassen: in Wien bei S. M. von Rothschild, bei der K. k. priv. Oesterreichischen Credit - Anstalt für Handel und Gewerbe, bei der K. k. privilegierten allgemeinen österreichischen Boden-Credit-Anstalt. Für die Subskription gelten folgende Bedingungen: 1. Der Subskriptionspreis ist aus 99* 2 Prozent zuzüglich der Stückzinsen zu 41/, Prozent vom .31. Dezember 1908 bis zum Tage der Abnahme gerechnet festgesetzt. 2. Die Subskription erfolgt mittels des für dieselbe bestimmten Anmeldungsformulares, welches bei den vorgenannten Stellen kostenfrei erhältlich ist. 3. Bei der Subskription ist eine Kaution von 10 Prozent des gezeichneten Betrages zu hinterlegen, und zwar entweder in Barem oder in solchen nach dem Tageskurse zu veranschlagenden Effekten, welche die betreffende Subskriptionsstelle als zulässig erachtet. 4. Die Zuteilung wird sobald als möglich nach Schluß der Subskription unter Benachrichtigung der Zeichner erfolgen. Jeder Snbskriptionsstelle ist die Befugnis Vorbehalten, nach ihrem Ermessen die Höhe des Betrages jeder einzelnen Zuteilung zu bestimmen. Im Falle die Zureilung weniger als die Anmeldung beträgt, wird die überschießende Kaution unverzüglich zurückgegebeii. 5. Die zngereilteu Staatskassenscheine sind durch die Zeichner vom 30. Januar bis längstens 31. März d. I. abzuuehmeu. Es wird den Zeichnern freigestellt, die ihnen zugeteilten Staatskassenscheine innerhalb dieser Frist auch in Teilbeträgen von nicht unter 5000 Kronen zu beziehen. Rach vollständiger Abnabme wird die hinterlegte Kaution verrechnet, beziehungsweise zurückgegebeu. 6. Anmeldungen auf bestimmte Abschnitte können nur insoweit berücksichtigt werden, als dies nach Ermessen der Zeichnnngsstellen zulässig erscheint. 7. Die Abnahme hat bei derselben Stelle zu geschehen, bei welcher gezeichnet wurde. Budapest und Wien, im Januar 1909. Ungarische Allgemeine Kreditbank. K. k. Priv. Oesterreichische Kredit-Anstalt für Handel und Gewerbe. K. k. priv. allgemeine österreichische Boden-Kredit-Anstalt. S. M. v. Rothschild. Spendenausweis. Fär den Brigittenau er isr. Unterstützungs- Verein sind noch folgende Spenden eingelaufen: Elise Hein K 2, Dr. Samuel Neuda K2, Ph. K a b e r m a n n Iv 2, Mathilde Mayer K 5, Bernhard Spielmann K 5, Alfred Satzko K 3, Sigm. Werner K 2, Dr. H a n d 1 K 5, Julius Eisinger K 2, Jac. Karpel K 5, Dr. Adolf Kapralik K 5, Edmund Immergut K 3, Dr. Josef Gelber K 2, Leopold Weisz K 2, Jakob Morberger K3, Dr. Jerome Stern K4, Myra Gruenberg K 1, A. G. E. K 2, Sigmund Moser K 5, Julius Fraenkel K 2, Cari Lang K 5, Max Felix K 1, Sigmund Kaufmann K 4, A. Stern L Sohn K 10, Gutmann Gold K 2, 8. Biermann K 2, Leopold Fried K 2, Ing. Hugo Grün K 2, M. Friedhaber K 2, Dr. Max Jerusalem K 2, Max Zeiteies K5, M. Spiegel Kl, Julius Neustadt K 5, Heinrich Böhm K 10, Neurath & Klein K 5, Hermine Friedzung K 2, Sig. Abeies K 1, Wilhelm Popper K 1, Otto Eisler K 2, Dr. L. Lindner K 4, Franz Rücker K 3, UngenanntK2, Moriz Feiles K 5, Sigm. HeimdnerK2, Neurath ADorenbeinK 5, N. L. W e n g r a f K 4, A. Herrn. Frankl & Söhne K 10, Dr. Gustav Hass K 3, Adolf R e i c h 1 K 3, Josef Glaubauf K 4, P. Siegfried Spitzer K 2, F. G. K 4, Salarü. Strasse r K 5, Gebrüder Pach K 5, Neurath K 3, Artur■ 0raf K 5, Ludwig Reich 1 K 3, Wilhelm Markstein K 3, W. Löwy, k. k. Hauptmann K 2, Adolf Lustig K 2, Johanä Klein K 3, Fritz Blüh K 5, Jakob v. M a y K 15. (Fortsetzung folgt.) I Elise Herz’sche Ausstattungs-Stiftung. Aus der Elise Herz’schen Ausstattungs-Stiftung für Bräute rst ein Platz im Betrage vou K 770.— zu verleihen, welcher am 20. Dezember 1909 zur Auszahlung gelangt. Die Bewerberinnen haben durch Zeugnisse nachzuweisen, dass sie moralisch untadelhafte, dürftige und verwaiste Töchter jüdischer Eltern und in Böhmen oder in Wien geboren sind und sich im Brautstande befinden. Die ungestempelten. Gesuche sind bis längstens 18- Februar 1909 im Eiureichuugsprotokolle der Israel. Kultusgemeinde Wien, I , Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuehsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstuuden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags au überreichen. Auszüge aus den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien j sind als Gesuchsbelege nicht ei forderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffend-« Daten Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung der Stiftung verehelichen, werden des Bezugs-! rechtes verlustig. Auf nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte | Gesuche kann keine Rücksicht genommen werden, j Wien, 1. Jänner 19t)9. Der Vorstand i der israel. Kuitusgemeindc Wien. I Ettel Goldscliinidt’sche Stiftung für Mittel- | schüler. Vom Vorstände der israel. Kultnsgemeiude Wien wird hiemit zur Kenntnis gebracht, dass aus der obengenannten Stiftung für das! laufende Schuljahr drei Stipendien a K 100 — an Gyinuasialsclniler israel. Konfession zu verleiben sind Die mit dem Geburtsschein, Studienzeugnissen und einem Mittellosigkeitszeugnisse versehenen Gesuche sind bis 28. Februar 1909 im Eiureichuugsprotokolle der israel. Kultnsgemeiude, 1. Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblaukette während der Amtsstuuden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags unentgeltlich behoben werden können, zu überreichen. Vater- und mutterlose Knaben, ebenso Verwandte des Stifters Herrn Moritz Ritter von Go dscbmidt "der seiner Gattin Nanette, geborene Landauer, erhalten de» Vorzug. In dem Gesuche ist anzugebeu, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, bezw. wie hoch der Betrag desselben ist. Auszüge aus den Matriken der israel. Kultnsgemeiude Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 15. Jauner 1909. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Jacob Löwy’sclie Familien-Stiftung. Aus obiger Stiftung gelungen die Zinsen im Betrage von K 2520.— an die nächsten armen Verwandten des am 7. Mai 1864 verstorbenen Stifters, Herrn Jakob Löwy, zur Verleihung. Die Bewerber haben ihre, mit dem legalen Nachweise der Dürftigkeit und der Verwandtschaft mit dem Stifter, sowie mit einem Geburtszeuguisse verseneuen Gesuche bis längstens 28. Februar 1909im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr vormittags Gesuehsblankette unentgeltlich verabfolgt werden, zu überreichen. Auf verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche, oder endlich auf solche von Personen, welche mit dem Stifter nicht verwandt sind, wird keine Rücksicht genommen. Auszüge aus den Matriken der israel. Kultnsgemeiude Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Wien, 15. Jänner 1909. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Ettel Goldsclimidt’sclie Stiftung für Mittelschüler Vom Vorstande der israel. Kultusgemeiude Wien wird hiemit zur Kenntnis gebracht, dass ans der obengennanteu Stiftung für das laufende Scünljahr drei Stipendien ä. K 100.— au Realschüler Israel. Konfession zu verleihen sind. Die mit dem Geburtsschein, Studienzeugnissen und einem Mittellosigkeits-Zeugnisse versehenen Gesuche sind bis 28. Februar 1909 im Einreichnngsprotokolle der israel. Kultusgemeinde, I. Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst Gesuchsblaukette während der Amtsstnuden zwischen 9 und 12 Uhr vormittag» unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Vater- und mutterlose Knaben, ebenso Verwandte des Stifters, Herrn Moritz Ritter von Goldschinidt oder seiner Gattin Nanette, geborene Landauer erhalten den Vorzug. In dem Gesuche ist anzugehen, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, bezw. wie hoch der Betrag desselben ist. Auszüge ans den Matriken der israel. Kultnsgemeiude Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 15. Jänner 1909. Der Verstand der israel. Kultusgemeinde Wien.