Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1908
- Issue
- Heft 45 (20.11.1908)
- Date
- 1908-11-20
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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lUr. 45. Die Wakrkeu Leite 5 Dr. L. Königstein k. k. Univ.-Proi. Philipp Kohn Fabrikant Moriz Edler v. Kuffner Brauerei-Besitzer Josef J. Leinkauf Spediteur Dr. Wilh. Löwy Mag.-Sekr. i. P. Heinrich Neurath Kaufmann Friedrich Pollak Modewaren-Fabrikant Jakob Kipper Kautmann kais. Rat N. SchefFtel Asphalt-Fabrikant Moriz Schwarz Kaufmann Gust. Sobotka Börserat Dr. Maxim. Steiner Gen.-Repr. v. Vers.-Ges. Max Stern F abrikant Dr. Edmund Kohn Arzt Rudolf Kohn Kl avie rfab ri kant Dr. Gustav Kohn Land.-Schul-Rat, Hofu. Ger.-Adv. Anton Koretz Privatier Josef Kohn Dr. Leopold Kohn em. Sekretär u. Hausbes. Hofu. Gerichts-Advokat Dr. Alb. Kuh Dr. Arthur Kuranda Hofu. Gerichts-Advokat Hofu. Gerichts-Advokat kais. Rat P. Lemberger Fabriksbesitzer Moriz Medak k. u. k. Hoflieferant Josef Nossig - Anstreicher kais. Rat Friedr. Pollak Papier waren-Fabrikant Moriz Rosenblatt Bankbeamter Dr. Moriz Schnabl Holu. Gerichts-Advokat Dr.Rud.Schwarz-Hiller Hofu. Gerichts-Advokat Herrn. Spiegler Leder-Fabrikan t Dr. Alfred Stern Leopold v. Lieben Vize-G.-Stv. d. ö.-u. Bank Arch. Edm. Melcher Stadtbaumeister Leopold Otto Privatier Dr. Josef Pollak k. k. Univ. Prot. Dr. Ernst Rosenthal Arzt Adolf Schramek k. u. k. Hoflieferant Ign. Simon Weberei-Besitzer jur. u. phil. Dr. M. Spitzer Bezirksschulrat Hofu. Gerichts-Advokat Dr. Josef Stern Dr. 8 Krenberger Schuldirektor kais. Rat Leop. Langer Bankier Herrn. Liebermann Bucbdruckerei-Bes. 8. Mohr Privatier Wilhelm Pappenheim Privatier Josef Quittner Fabrikant kais. Rat Dr. 8. Krüger Arzt kais. Rat G Lederer W eberei-Besitzer Dr. Jakob Löwinger Hofu. Gerichts-Advokat Heinrich Neufeld Geflügelhändler B. Pollack, Ed!. v.Parnau kais. Rat M. A. Raubitschek Bauspängler kais. Rat Ad. Ruzicka kais. Rat A. Saborsky Prokurist Adolf Schreiber Privatier Kom.-Rat Leop. Simon Fabrikant Privatier Dr. Heinrich Schreiber Sekr. u. Prokurist 8. Simon Privatier Reg.-Rat Dr. H. Sieger Dr. Adolf Stein Hofu. Gerichts-Advokat Hofu. Gerichts-Advokat em. Hofu. Ger.-Advokat Hofu. Gerichts-Advokat Arch. Wilh. Stiassny k. k. Baurat, Gem.-Rat Jak. 8. Strassberg Realitäten besitzer Dr. Jeröme Stern k. k. Finanz-Rat Dr. Ludwig Strasser Arzt Leopold Trebitsch Fabrikant kais. Rat Friedr. Vogel 8. A. Wasservogel Dampfmühlen-Bes. Spediteur kais. Rat lg. Wilhelm Dr. Ignaz Winter Julius Wolf Herausg.d.jKorr.WilhelnP Arzt Fabrikant kais. Rat Jonas Weil Vize-Präs. d. Börse für landw. Produkte kais. Rat Julius Stern Fabrikant Dr. Bela Taussig Realitätenbesitzer Kom.-Rat Ed. Wiener Kommissionswaren-Hdlr. Arch. Donat Zifferer S tadtbaumeister Bei der Nominierung der Kandidaten hat sich das Zentralkomitee von folgenden Grundsätzen leiten lassen: Das geltende Statut der Kultusgemeinde soll hinsichtlich einiger seiner Bestimmungen einer gründlichen [Aenderung unterzogen werden. So erweist sich unter Anderem die Vermehrung der Vorstandsmandate als unumgänglich notwendig. Die Wahlordnung ist nach der Richtung zu ändern, dass die Bestimmungen für die Erlangung des aktiven Wahlrechtes eine wesentliche Erweiterung erfahren. Für die Bemessung der Kultussteuer ist eine feste, womöglich gesetzliche Grundlage zu schaffen. Die Ausgestaltung der religiösen und rituellen Einrichtungen der Gemeinde hat nach wie vor eine der wichtigsten Aufgaben des Vorstandes zu bilden. Unter pflichtgemässer Berücksichtigung der verschiedenen religiösen Anschauungen innerhalb der Gemeinde hat der Vorstand seine Fürsorge ohne Rücksicht auf die persönlichen Ansichten der einzelnen Vorstandsmitglieder allen religiösen Richtungen gleichmässig zuzuwenden. Die Bethausvereine haben auf Grund ihrer Bedeutung für das religiöse Leben der Gemeinde Anspruch auf die weitestgehende Förderung durch die Kultusgemeinde, sowie auf eine statutarisch gesicherte Vertretung m Kultusvorstande. Angesichts der geringen Stundenanzahl, welche dem Religionsunterrichte an Öffentlichen Schulen zugewiesen st, kann dieser nur dann einen Erfolg erzielen, wenn er mehr als bisher die religiös-ethische Erziehung unserer lugend zum Ziele hat; im Interesse der Zukunft des Judentums soll dieser Grundsatz besonders bei dem Jnterrichte der Mädchen berücksichtigt werden. Die Kultusgemeinde hat weiters die Pflicht, für jene Schüler, welche ein grösseres Mass von Kenntnissen n der hebräischen Sprache oder in religiösen Disziplinen sich erwerben wollen, durch Errichtung und Förderung >7on Bibel-, Sprach- und Leseschulen vorzusorgen. Die Austritte aus dem Judentume haben — allerdings zum Teile infolge des erhöhten Zuzuges aus der Provinz und dem Auslande — eine erschreckend hohe Zahl erreicht. Es ist heilige Pflicht des Vorstandes, durch eeignete Massnahmen auf dem Gebiete des Kultus und Unterrichts das jüdische Bewusstsein unserer Jugend ZU stärken und die unheilvolle Abfallsbewegung einzudämmen. Endlich fordern wir — ohne dass hier auf die einzelnen Zweige der Gemeindeverwaltung eingegangen verden soll — dass für die Ueberwachung der gesamten Administration der Kultusgemeinde, insbesondere aber hinsichtlich der Vergebung von Arbeiten und Lieferungen der Gemeinde, eine eigene, ständige Verwaltungs-Kommission les Vorstandes, unter Zuziehung von Vertrauensmännern aus der Mitte der Gemeindemitglieder gebildet werde. feg?