Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1908
- Issue
- Heft 28 (17.7.1908)
- Date
- 1908-07-17
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 10. Die Wahrheit Nr. 28. > j- ’ ■- Kundmachung betreffend die Errichtung von Iipim 1 die liotieu Feierlage. Vom Vorstande der israei. Kultusgemeinde wird hiemit zur Kenntnis gebracht, dass zur Errichtung temporärer Beilokalitäten für die hohen Feiertage durch Vereine und Privatpersonen im Sinne des § 79 des Statutes der* Wie1 er israelitischen Kultusgemeinde die Bewilligung des Kultus Vorstandes einzuholen ist und dass hiefür folgende Normen festgesetzt wurden: 1. Die mit einem Krouen-Stempel versehenen Gesuche um Bewilligung sind bis längstens 10. August d. J. im Einreichungs- Protokolle der israelitischen Kultusg^meinde, I., Seitenstettengasse Nr. 4, III. fcjtock, zu überreichen. Später einlangmde Gesuche werden zurückgewiesen. Auf nicht entsprechend belegte Gesuche wird keine .Rücksicht genommen. 2. Die Gesuchsteller haben für sich und die zu verwendenden Vorbeter (d e Namen derselben sind in dem Gesuche anzugeben) genaue Ausweise über Charakter, Moralität und Befähigung zu erbringen. 3. Au weibliche Personen wird weder direkt, noch indirekt eine Bewilligung erteilt. 4. Die als Betlokale eiuzurichtenden Räume müssen sich lür diesen Zweck vollkommen eignen und ist die Zustimmung des Vermieters, sowie des Hauseigentümers zur diesfälligen Verwendung schriftlich beizubringeu, 5. Wohnungen und andere Lokale dürfen nur dann zur Abhaltung des Gottesdienstes verwendet werden, wenn sie vollkommen ausgeräumt sind und au den Festtagen ausschliesslich für den erwähnten Zweck benützt werden. 6. Die Errichtung eines temporären Betlokales in der Nähe von ständigen Bethäusern wird nicht bewilligt. 7. Der Vorstand beabsichtigt für den gegenwärtigen Bedarf an temporären Bethäusern durch eigene Massnahmen vorzusorgen und wird demgemäss nur im Falle tatsächlichen Bedürfnisses die Genehmigung für ein temporäres Bethaus an Private erteilen. Ein Ankauf von Betsitzen seitens der Kultusgemeinde ist nicht zu gewärtigen. 8. An Unternehmer, welche nicht in den letzten drei Jahren die Bewilligung zur Errichtung eines Minjan hatten und an solche, denen schon im Vorjahre mitgeteilt wurde, dass die ihnen gegebene Bewilligung eine ausnahmsweise war und nicht mehr erneuert werden wird, kann eine Genehmigung nicht erteilt werden. Ebenso wird eine Bewilligung für neue Lokale nicht erteilt. 9. Die Bewilligung wird den Betlokal-Inhabern nur unter der Bedingung erteilt, dass dieselben der Kultusgemeiude für unbemittelte Personen (Männer und Frauen) zusammen den zehnten Teil der von der Behörde genehmigten numerierten Sitzplätze unentgeltlich zur Verfügung stellen. 10. Der Text einer etwa beabsichtigten Annonzierung oder Plakatierung ist dem Gesuche zur Genehmigung anzuschliessen. Es ist Pflicht einer jeden Partei, für eine entsprechende Polizei- Aufsicht auf eigene Kosten zu sorgen. Als *Hausandachten“ werden nur jene gottesdienstlichen Uebungen betrachtet, welche ohne jegliches Entgelt, lediglich Familienangehörigen zugänglich sind. Wien, im Juli 1908. Der Vorstand der israei. Kultusgemeinde. Ca-eg-:r-ü_XLd.et 1SS1. Kürschnermeister W T Hl NI II./2, Stefaniestrasse 7, Empfiehlt sich zur Anfertigung aller Gattungen Ornat- Kappen für Rabbiner, Kantoren und Chorpersonale zu den billigsten Preisen. K BOY-REEFER K 22.— Mädchen-Kostüm K 18.—, Matrosen-Anzug K 13.—, Kuaben-Ulster K 18. Alles reine Schafwolle. I a e o d M o 11) b e r i) e r, t. u. (. Hosliefer a u t, Wien, 1S t e f a n >5 p l a tz 0. Ignaz Klopetasch Heirats-Ausstattungs-Stiftung. Aus obiger Stiftung werden die Zinsen im Betrage von K 200 an ein armes, verwaistes Mädchen jüdischer Konfession, das sich zu verehelichen im Begriffe steht, als Ausstattungsbeitrag verliehen. Die mit einem Geblü ts . Almuts- und Sittenzeuguisse. wie auch mit einem Verwaisung« und Brautstands-Nachweise versehenen Gesuche sind bis 31. Juli 1908 im Eiuieichungsprotokolle der israei. Kultusgemeiude Wien, I. Seitenstetteugasse 4 III. Stock, woselbst auch Gesuchsblaukette während der Amtsstunden (9 bis 12 Uhr vormittags) unentgeltlich behoben werden können, einzureichen. Auszüge aus den Matrikeu der israei. Kultusgemeiude Wien sind als Gesuchsblaukette nicht erforderlich: es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt Nähere Auskünfte werden im Stiftungsamte der israelitischen Kultusgemeiude (I., Seitenstetteugasse 2 II. Stock) erteilt. Der Vorstand Wien, 1. Juli 1908. der israei. Kultusgemeiude Wien. 54. Jahrgang. 54.Jahrgang. Viel Unterhaltung u. Belehrung, viele interessante Neuigkeiten bietet ihren Lesern die hochinteressante, reichhaltige und gediegene Wiener Qesterreichische VOLKS ZEITUNG ~m. Dieses altbewährte Wieuer Blatt mit hochinteressanter, illustrierter Familien- Unterhaitungs-Beilage erscheint in über 105.000 Exempl. und bringt täglich wichtige Neuigkeiten, gediegene Feuilletons von hervorragenden Schriftstellern, heitere Wiener Skizzen von Chiavacci, Plaudereien von A.Engel, Hawel. Hinterhuber, Susi Walluer, Humoresken aus dem Militärleben von Krassuigg etc., weiters die Spezial-Rubriken und Pacbzeitungen: Qesundheitspflege, Frauen-Zeitung, land-, u. forstwirtschaftl. u. pädagog. Rundschau. Ferner Artikel über Natur-, Länder- und Völkerkunde, Erziehung, Erfindungen, Preisrätsel mit wertvollen Gratis-Prämien, täglich zwei spannende und hochinteressante Romane, die neuen Abonnenten gratis nachgeliefert werden Warenu. Börsenberichte, die Ziehungslisten aller Lose etc. Die Abonnement])reise betragen: Für Wien, mit täglicher Zustellung ins Haus, monatlich K 2.20 (die Gebühr wird einkassiert), für tägliche Post-Zusendung (mit Beilagen) in Oesterreich-Ungarn und Bosnien monatlich K 2.70, vierteljährig K 7.90, für zweimal wöchentliche Zusendung der Samstagu. Donnerstag-Ausgaben (mit Roman- und Familien-Beilagen [in Buchform], ausführlicher Wochenschau etc.) vierteljährig K 2.64, halbjährig K 5.20, für wöchentliche Zusendung der reichhaltigen Samstag-Ausgabe (mit Roman- und Familien- Beilagen [in Buchform], ausführlicher Wochenschau etc.), vierteljährig K 1.70, halbjährig K 3.30. Abonnements auf die tägliche Ausgabe können jederzeit beginnen, auf die Wochen-Ausgaben nur vom Anfang eines (beliebigen) Monats an. Probennmmern gratis. — Die Verwaltung der „Oesterreiohischen Volks-Zeitung,“ WIEN, Schulerstrasse Nr. 16. Verzeichnis der Merstoröenen vom 5. bis inklusive 11. Juli 1908. Adolf Eduard Neumann, Kaufmann, 50 I. Max Nohatien, Wirtschafteriiissohn, S'/2 Monate. £)tto Honigsberg, Kommissohn, 15 Monate. Berthold Groß, gew. Beamter. 77 I. Anna Friedmann geb. Geiger, Private, 82 I. Leopold Heller, Kaufmann. 43 I. Fanny Weiß. Kaufmannswitwe. 73 I. Therese Frankl geb. Pinkas, Möbelhändlersgattin, 62 I. Josef Fischer, Hausierer. 65'/2 I. Regine Kollmann geb. Steiner, Malersfran, 21 I. Leopoldine Freund, Kausmannstochter, 11'/, I. Philipp Kuner, Zahntechniker, 56 I. Amalia Sidon, Kaufmannsgattin, 58 I. Leib Katz, Drogist, 45 I. Heinrich Moriz Goldschmidt, Kaufmann, 68 I. Karl Hahn, Fabriksbeamter, 40 I. Fanny Böhm, Handarbeiterin, 50 I. Pepi Perl, Handlungsgehilfensgatriii, 19'/, I. Israel Kowalski, Kommis, 42 I. Johanna Lazar geb. Löwy. Kanfmannsgatlin, 55 I. Saloinon Leib Degen, Hausierer. 65 I. Rosalia Szegö geb. Braun, Beamtensfrau, 38 I. Moses Kohn, Pflegling, 86 I. Sigmund Sekeles, Buchhalter, 44 I. Hermann Duldi].er, Branntweinschänker, 19 I. Betti Glattauer, Private, 69 I. Risa Friedrich, Privatierstochter, 55 I. Friederike Palinker, Ageutensgattin, 57 I. Helene Rindauer, Arztenswitwe, 77 I. Samson Korostaschewsky, Schuldirektor, 57 I. Siegmund Schreiber, Agent, 49 I. Anna Singer geb. Großmann, Hausierersgattin, 73 I. Abraham Hersch Menkes, Börsengallopin, 75^ I. Karl Gold, Ingenieur, 52 I. Moriz Jaroslavsky, Hilfsarbeiter, 16 I. Markus Forgatsch, Volkssängersfohn, 3 Monate. Rudolf Schnek, Fabrikant, 30 I. ' Eigentümer und Herausgeber I. Bauer. — Chefredakteur Dr.. M. Löwy. — Verantwort!. Redakteur Alois Kulka Druck von Morij Waizuer & Sohn, Wien, IX., Kolingasse 11 (Telephon 15.302).