Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1907
- Issue
- Heft 43 (8.11.1907)
- Date
- 1907-11-08
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 43. Leite 12., _____ Die Wahrheil Der VeMn. für unentgeltlichen Ärbeitß- J ncrchweis, Wien, TÄborstrclße Ly: ' (Telephon Nr. 13920) An» 2 November 1907 standen in Vormerkung: I. Klasse: Manuelle Arb eil er. 3 Anstreicher S Auspapper 3 Bäcker 2 Dran'weinverschleiß« 2 Buchbinder 1 Buckdrucker l Bürstenbinder 1 Fleischhauer 2 Friseure 2 Goldardener 20 HauSknechle.Geschäftsu. Biireaudieiier 30 Hilfkarbeiicr S Kellner 3 Kutscher 1 Lederzurichter 4 Lansburschc» 2 Magazineure 2 Meiallarbeiter 1 Mechaniker 5 Schlosser 3 Schneider 2 Schuhmacher 2 Tapezierer 2 Tischler 3 Uhrmacher 2 Zinnitermaler 1 Zuckerbäcker Tüchtige und verläßliche Hausbesorger. II. Klasse: Kaufmännische Angestellte. 12 Buchhalter und Korrespoudeuleu 12 Kanzlisten und Schreiber 48 Kommis diverser Branchen 8 Manipulanten und Expedienten 18 Kouiploirisren uud Srrazzisten 6 Playagenren und »Vertreter 3 Znkassanten 4 Neisendc. Weibliche Abteilung. 17 Komptoirisiinnen u. Kanzlistinnen 30 Verkänserinnen diverser Branchen 48 Komptoiristinnen. Ans. 3 Verschleißerinen 12 Expedientinnen und Manipulantiunen 6 Wirihschafterinnen und Stützen der 2 Kassasräulein HauSsrau 3 Praktikantinnen III. Klasse: Geistige Arbeit. 48 Hauslehrer uud Hofmeister (meistens Hochschüler, welche Gymnafiaften und Realschüler unterrichten). Gruft- und Grabmonumente En g-ros and En detail EMIL STEIGER Biidhaner und Steinmetz WIEN U«, Unt. Augar tenstrawwe 33. Kostenvoranschläge mit Zeichnungen in loco und Provinz gratis uud franko. Solideste und billigste Bezugsquelle. Auswärtige Aufstellungen verursachen keine Preiserhöhung Unterricht in Religion u. allen Gegenständen der Volksu. Bürgerschule nach bewährter Methode erteilt bei mässigem Honorar David Wittmann II. Malzgasse 11. Kundmachung. ' Y 1 Au8 den .Zinsen..der Fauni jeiteles’schen^Heirats-Äusstattuugs- Stiftung gelangt der Betrag von, K 588.— an eine arme.stier. ansässige Braut, israelitischer Konfession, .für das Jahr 1907 zur Verleihung. Die Gesuche, belegt mit Geburts-, Sitten- und Mittellosigkeits- Zeugnissen, ferner mit dem Nachweise, dass die Bewerberin sichbereits im Brautstaude befindet, sind bis 20. November 1907 im Einreichuugsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4, III. Stock, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormi’tags, zu überreichen. Später einlangende Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, im Oktober 1907. Die Kuratoren der Fanni Jeiteles-Stiftungen. Oberrabbiner Fanny Güdemann-StiftUDg für Kranke weiblichen Geschlechtes. Der Vorstand der israelitische» Kultusgemeinde in Wien bringt hiemit zur Kenntnis, dass mit den Zinsen der obigen Stiftung per K 80 am Sterbetage der seligen Frau Fanny Güdemann, d. i. am 6. Sehehat (9. Jänner 1908) ein oder zwei israelitische Kranke, weiblichen Geschlechtes, beteilt werden. Die Bewerberinunen haben ihre diesfälligen Gesuche mit einem Armuts- und einem Krankheits- Zeugnisse versehen bis 30. November 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstuuden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der Israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 1. November 1907. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. Moriz Perles’sche Wohltätigkeits-Widmung. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt hiemit bekannt, dass die Jahreserträgnisse dieser Widmung per K 475 in Beträgen von mindestens K 50 zur Verleihung gelangen. Auspruchsberechtigt sind verarmte, jüdische Familien, welche durch das plötzliche Ableben des bisherigen Ernährers (gleichgültig ob Schlaganfall, Gewalttat, Krieg oder Unglücksfall, Selbstmord ausgeschlossen) aus geordneten Verhältnissen in drückende Not gestürzt wurden. Es bildet hiebei keinen Unterschied, ob der plötzlich verstorbene Ernährer das Haupt oder nur ein Mitglied der Familie war. Unter den Bewerbern um diese Widmung geniessen, das Zutreffen der oben angeführten Bestimmungen vorausgesetzt. Personen, welche in direkter Linie von dem Widmungserrichter, Herrn Moriz Perles oder dessen Gattin, Frau Agnes Perles, geborene Schiller, abstammen oder bis zum 5. Grade der Seitenverwandtschaft des Widmungserrichters oder dessen Gattin angehören, den Vorzug. Bewerber um diese Widmung haben ihre mit den Nachweisen der Armut, des Todes des Ernährers und ihrem Geburtsscheine, sowie eventuell mit dem Nachweise der Verwandtschaft mit dem Widmungserrichter oder dessen Gattin versehenen Gesuche bis 30. November 1907 im Einreichungsprotokolle der Israel. Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesnchsblankette unentgeltlich verabfolgt werden, in den Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien erscheinen als Gesuchshelege nicht erforderlich; vielmehr genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. November 1907. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Beste Referenzen stehen zur Verfügung. Moriz Goldberger-Stiftung für einen Rabbinatskandidaten. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Wien gelangt die obengenannte Stiftung im Jahresbetrage von K 600 auf ein eventuell zwei Jahre zur Verleihung. Zur Bewerbung erscheinen nur solche Personen berechtigt, welche die Qualifikation für das Amt eines Rabbiners besitzen, aber noch keine amtliche Stellung bekleiden. Die mit den Studien- und Befähigungszengnissen, sowie den Personaldokumenten belegten Gesuche sind bis 30 November 1907 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, L Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zn überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde sind als Gesnchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. November 1907. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Verzeichnis der Verstorbenen vom 27. Oktober bis inklusive 2. November 1907. Moische (Max) Polak, Arbeiterinskind, 3 Monate. Sali Sofie Weiß geb. Engel, Kausmannswitwe, 77 I. Nathan Reismann, Kaufmann, 37 I. Rosa Indigo, Private, 73 I. Karl Pach, Monteurskind, 2 Wochen. Salomon Lichtenstern, Kaufmann, 70 I. Laura Kalman, Buchbindergehilfenskind, 1 Tag. Ignaz Gottlieb, Kutscher, 57 I. Paula Schöngut, Kind, 2 Monate. Jakob Eisenschiml, Privat, 48 I. Johanna Jordan geb. Spiegel, Bedienerin, 63 I. Olga Planer, Kommistochter. 147, I. Frieda Goldstein, Produktenhändlerskind, 678 I. Flora Jerusalem, k. k. Gymnasiums-Professorsi. P. und Negierungsratstochter. 18 I. Norbert Pollak. Beamter i. P., 64 I. Ernestine Meister geb. Weiß. Agentensgattin, 33 I. Martin Rosner, ohne Beruf, 20 I. Marie Tritsch geb. Bachrach, Kaufmannsgattin, 4b I. Katharina Handl geb. Schweinburg, ohne Beruf, 82 I. ^Felix Fleißig. Kommis. 18 I. Rosa Tischler, Private, 75 I. Wilhelm Kunke, 77, Monate. Esther Nußbaum geb. Augenblick, Kaufmannswitwe, 70 I. Rosa Kestenblatt, Kind, 47, Monate. Rosa Spitzer geb. Goldner. Privat, 77 I. Josef Back, 1 Tag. Benjamin Rainer, gew. Kaufmann, Privat, 80 I. Dr. Moritz Lang, Arzt, 58 I. Mathias Goldmann, Fleischhändler, 60 I. Alexander Decsy, Klavierlehrer, 53 I. Irma Löwy^ Kondukteurskind, 47, Monate. Eigentümer und Herausgeber I. Bauer. — Chefredakteur Dr. M. Löwy. — Verantwort!. Redakteur Alois Kulka Druck von Moriz Waizoer & Sohn. Wien, IX., Kolingasse 11 (Telephon 15.302).