Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1906
- Issue
- Heft 47 (7.12.1906)
- Date
- 1906-12-07
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 47. Die Wahrheit Seite 11. Israelitische Kultusqemeinde Wien.- Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien, bringt hiemit zur Kenntnis, dass am 20. Februar 1907 aus den Jahreszinsen der Ignaz Baum’schen Armen-Stiftung zehn Plätze im Betrage von je K40 an arme Personen jüdischer Religion zur Verleihung gelangen. Bei der Verleihung der Stiftung wird vor allem auf Verwandte des Herrn Ignaz Baum von väterlicher oder mütterlicher Seite, sodann auf diejenigen, welche zwar in Wien wohnhaft, aber aus der Vaterstadt des Stifters, Bielitz, gebürtig sind, endlich auf verheiratete und mit zahlreichen Kindern gesegnete Bewerber Rücksicht genommen. Die mit einem Armutszeugnisse und Geburtschdine belegten Gesuche sind bis längstens 31. Dezember 1906 im Einreichnngsprotokolle der Israel. Kultusgemeinde Wien, woselbst, auch Gesuc-hsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu, überreichen. Auszüge aus den Matriken der Israel. Kultusgemeiude Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 1 Dezember 1906. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. Dr. Adolf und Emanuel Stern’sche Stiftung für Rigorosanten der Medizin und Chirurgie. Aus den Zinsen der med. Dr. Adolf und Emanuel Stern’schen Stiftung für Israel. Rigorosanten der Medizin oder Chirurgie der Wiener Universität gelangen für das Jahr 1907 sechs Plätze zu je K 206 als Beitrag zur Bestreitung der Rigoroseutaxeu zur Verleihung. Bewerber haben ihre mit den Zeugnissen über ihre Studien an der medizinischen Fakultät der k k. Wiener Universität, sowie mit einem Geburts- und Mittellosigkeitszeugnisse versehenes Gesuch bis zum 31 Dezember 1906 im Einreichungsprotokolle der Israel. Knltnsgemeinde Wien, I., Seitenstetteugasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesüclisblankette unentgeltich behoben werden können, während der Amt8Stunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Iu dem Gesuche ist anzugehen, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, bezw. wie hoch der Betrag dieses Stipendiums ist. Auszüge aus den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. Dezember 1906. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Isaak Leeb Weinberg und Lea Weinberg’sche Stiftung. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde in Wien verlautbart hiemit, dass aus den Zinsen der obgenannten Stiftung ein Platz im Betrage von K 600 zur Verleihung gelangt. Kompeteuzberechtigt sind mittellose Israeliten des jüdisch-deutschen Ritus, welche in Wien an der Universität, an der Technik, oder an der Akademie der bildenden Künste ihre Studien mit günstigem Fortgange betreiben uud ihre Vorstudien an einem öffentlichen Gymnasium oder an einer öffentlichen Realschule mit gutem Erfolge absolviert haben. Unter den mit den angezeigten Erfordernissen versehenen Studierenden gemessen in Rumänien, iu erster Linie in Bukarest geborene, den Vorzug. Die Bewerber haben die 1. mit dem Geburtszeugnisse, 2. mit dem von der zuständigen Behörde ausgestellten, detaillirten Ausweis über die Armut der Eltern, 3. mit sämtlichen Mittelschul- und Hochschulzengnissen versehenen Gesuche bis 31. Dezember 1906 im Eiureichungsprotokolle der israel. Kultusgemeiude Wien, I. Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags Gesuchsblankette unentgeltlich verabfolgt werden, zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Bezüge eines Stipendiums steht bezw. wie hoch der Betrag dieses Stipendiums ist. Nicht mit den erforderlichen Beilagen versehene, oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. Dezember 1906. Der Vorstand , der israel. Kultusgemeiude Wien. David Neumann’sche Stiftung. Am 7. Adar, d. i. am 21. Februar 1907 als am Sterbetage des sei. Herrn David Neumanu gelangen die Zinsen aus der David Neumann’schen Stiftung im Betrage von K 400 an Verwandte des Stifters oder seiner Gattin Helene zur Verleihung. Die mit den legalen Verwaudtschafts- und Armutszeugnissen belegten Gesuche sind bis 31. Dezember 1906 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstetteugasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstnnden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge uns den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf später eingelangte oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicliti^miommen. Der Vorstand Wien. 1. Dezember"!906. der Israel. Kultusgemeinde Wien. israelitische’ Kultusqemeinde Wien. Das Unterzeichnete Kuratorium verlautbart hiemit, dass die Jahreserträgnisse der Jakob GischPscheu Stiftung im Betrage von K 400 an bedürftige und würdige Personen israelitischer Konfession, welche mit dem am 18. Mai 1893 verstorbenen Herrn Jakob Fisch! oder mit einem Bruder oder mit einer Schwester desselben in absteigender Linie blutsverwandt sind, zur Verleihung gelangen. Die Bewerber haben ihre mit Dokumenten über diese-Verwandtschaft und mit einem legalen Armutszeugnisse belegten Gesuche bis 31. Dezember 1906 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, 1. Seitenstettengasse 4, I Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Bewerber, welche ihre Verwandtschaft nnd ihre Bedürftigkeit nicht entsprechend nachweisen können oder verspätet einschreiten, werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. Dezember 1906. Das Kuratorium der Jakob Fischl’schen Stiftung. Josef Spitzer’sche Stiftung. Der Vorstand der israel. Kultusgemeiude in Wien verlautbart hiemit, dass aus den Zinsen der obigen Stiftuusr ein Betrag von zusammen K 252 an 3 oder 4 iu Wien wohnhafte arme, des Ernährers beraubte jüdische Familien zur Verleihung: gelangt. Di« Bewerber, bezw. Bewerberinnen haben ihre mit dem Nachweise, dass der Ernährer, sei es durch Tod oder Krankheit oder durch sonstige Umstände der Familie entzogen ist, sowie mit einem Armutszeugnisse bis 31. Dezember 1906 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstetteugasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Malrikeu der israel. Kultusgemeiude Wien sind als Gesuchshelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 1. Dezember 1904. Der Vorstand der israel. Kultusgemeiude Wien. Theobald TJffenbeimer’scbe Studentenstiftuiig. Im Studienjahre 1906/07 gelangen vier Theobald Uffenheimer’sche Stiftplätze, und zwar je einer au einen Hörer der medizinischen, der juridischen und der philosophischen Fakultät an der k. k. Universität in Wien und an einen Hörer der k. k. technischen Hochschule in Wien mit dem Jahresbeiträge von je K 275 für die Dauer eines Jahres zur Verleihung. Auf Gruud der stifterischen Anordnung hat die Verleihung dieser Stiftplätze in diesem Studienjahre derart zu erfolgen, dass die Stipendien nur Studierenden der israel Religion verliehen werden. Bewerber, welche mit dem Stifter verwandt sind, in Wien zuständig, oder im Bezirke Leopoldstadt in Wien, oder in Wien überhaupt geboren sind, haben ein Vorrecht. Die Verleihung erfolgt durch den Vorstandder israel Kultusgemeinde Wien. Die Gesuche um diese Stipendien sind längstens bis 31. Dezember 1906 im Einreichnngsprotokolle der Magistratsabteilung XIII zu überreichen und sind denselben seitens der Bewerber der Geburtschein, das Impfzengnis, das Maturitätszeugnis, ferner die Ausweise über die Studienerfolge, die Zuständigkeit nnd die Immatrikulieruug als ordentlicher Hörer der k. k. Universität, beziehungsweise der k. k. technischen Hochschule in Wien, daun über wahre Dürftigkeit und eventuell über die Verwandtschaft mit dem Stifter beiznschliessen. Auf nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 3. Dezember 1906. Verzeichnis der JerÜorvenen vom 25. November bis inklusive 1. Dezember 1906. Rosa Elias, ohne Beruf, 72 I. Barbara Goldjcheid geb. Reitzes, Kaufmaunswilwe, 74 I. Josef Grünwald, k. k. Postexpedient, 61 I. Herniine Heim, Private, 45 I. Wilhelm Jeiteles, Kaufmann, 47 I. Isidor Schwarz, Juwelier, 31 I. Schlaue Keszmann, Kaufmann, 44 I. Rosalie Kohn ged. Weichherz, Fleischhauerswitwe, 82 I. Sali Eisner geb. Oppenheimer, Private, 83 I. Rudolf Rossiger, Agentenssohn, 3 I. Markus Grünblatt, gew. Religionslehrer, 81 I. Elsa Engel-Engl, Nordbahn- Sekretärstocher. 7 I. Erwin Tabak. Kellnerskind, 4 Monate. Josef Popper, Handelsangestelltenskind, 7 Monate. Edith Hayek. Kaufmannskind, 8 Monate.^ Rosa Haller geb. Schulhof, ohne Beruf, 53 I. Adolf Kraus, ohne Beruf, 70 I. Ignaz Weiß, Privat, gew. Kaufmann, 85 I. Wilhelmine Thorsch geb. Kadisch, Kaufmannswitwe, 87 I. Jakob Lanzet, Gärtnergehilfenskind, 14 Tage. Jakob Elli, Agent, 29 I. Siegfried Kanarek. Kellnerskind, 173 I. Josef Feinsilber. lu/12 I. Markus Adler, Kaufmann, 73 I. Dora Engel, Kaufmannstochter. 8 Tage. Joel Liebermann, Hausierer, 39 I. Giuseppe Brod, Kaufmann, 58 I. Elisabeth Glöckner, Hilfsarbeiterskind, 6 Monate. Alexander Singer, Zeitungsheransgeber. 65 I. Leopold Groß, Buchhalter. 59 I. Anna Hofmann, Private, 45 I. Emil Rußmann, Agent, 62 I. Zäzilie Kollisch geb. Glaser, Privat, 61 I. Moriz Götzl, Agent, 49 I.