Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1906
- Issue
- Heft 45 (23.11.1906)
- Date
- 1906-11-23
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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%„ 45. Die Wahrheit Sette 11. Moriz Perles’sche Woltätigkeits-Widmung. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien gibt hiemit bekannt, dass die Jahreserträgnisse dieser Widmung per K 470 in Beträgen von mindestens K 50 zur Verleihung gelangen. Anspruchs- ' berechtigt sind verarmte jüdische Familien, welche durch das plötzliche Ableben des bisherigen Ernährers, gleichgültig ob durch 8chlaganfall, Gewalttat, Krieg oder Unglücksfall (Selbstmord ausgeschlossen) aus geordneten Verhältnissen in drückende Not gestürzt wurden. Es bildet hiebei keinen Unterschied, ob der plötzlich verstorbene Ernährer das Haupt oder nur ein Mitglied der Familie war. Unter den Bewerbern um diese Widmung gemessen, das Zutreffen der oben angeführten Bestimmungen vorausgesetzt, Porsouen, welche in direkter Linie von dem Widmungeerrichter, Herrn Moriz Perles oder dessen Gattin, Frau Agnes Perles, geborene Schiller, abstammen oder bis zum 5. Grade der Seitenverwandtschaft des Widmungserrichters oder dessen Gattin angehören, den Vorzug. Bewerber um diese Widmung haben ihre mit den Nachweisen der Armut, des Todes des Ernährers und ihrem Geburtsscheine, sowie eventell mit dem Nachweise der Verwandtschaft mit dem Widmuugserrichter oder dessen Gattin versehenen Gesuche bis 30. November 1906 im Eiureichuugsprotokolle der israel. Kultusgemeiude Wieu, I. Öeiteustetteugasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuehsblankette unentgeltlich erfolgt werden, in den Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, vielmehr genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche | werden nicht berücksichtigt. i Wien, 1. November 1906. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Konkurs. In dem Spitale der israelitischen Kultusgemeinde Wien, XVIII., Währingergürtel 97, gelaugt an der chirurgischen Krankenabteilung die Stelle eines II. Sükundararztes mit l. Jänner 1907 zur Besetzung. Der Jahresgehalt beträgt K 1400. Ausserdem erhält der Sekundararzt freie Wohnung und Verpflegung in der Anstalt. Bewerber müssen an einer östeir. Universität piomovierte und zur Praxis berechtigte Doktoren der gesamten Heilkunde sein, haben praktische Verwendung auf einer chirurgischen Klinik oder Krankenabteilung nachzuweisen und dürfen das 35. Lehensjahr nicht überschritten haben. Die näheren Bestimmungen können im Sekretariate der israel. Kultusgemeinde eiugeseben werden. Mit den Personaldokumenten, Studien- und Verweudungszeuguisseu belegten Gesuche sind bis spätestens 15 Dezember 1906 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, zu übergeben. Wieu, 16. November 1906. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. israelitische Kultusaemainde Wien Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien verlautbart hiemit, dass am 4. Februar 1907 aus der Leopold Wolf'sehen Armeustiftung a) K 2400 in Beträgen von je K 400 au sechs verschämte in .Wien wohnhafte Arme jüdischer Konfession, und zwar Familienväter oder Witwen, b) K 2400 in Beträgen von je K 400 an sechs in Wien wohnhafte arme Kleingewerbetreibende jüdischer Konfession zur Verleihung gelangen. Insoferne arme Personen israel. Konfession den Nachweis erbringen, mit dem am 4. Februar 1906 in Wien verstorbenen Stifter, Herrn Leopold Wolf sei. oder seiner Gattin, Frau Sophie Wolf geh. Bunzel, verwandt zu sein, haben dieselben, auch wenn sie nicht in Wien wohnhaft sein sollten, bei der Bewerbung um einen Stiftplatz den Vorzug vor allen andern Bewerbern. Als Verwandte des Stifters Herrn Leopold Wolf und seiner Gattin Frau Sophie Wolf geb. Bunzel sind in Hinsicht auf diese Stiftung diejenigen Personen auzusehen, welche in ehelicher Deszendenz von den Grosseltern des Stifters oder seiner Gattin abstammen, und mit dem Stifter, beziehungsweise seiner Gattin nicht entfernter als im sechsten Grade der Seitenlinie verwandt sind. Dem Ermessen des Vorstandes bleibt es überlassen, einsebreitenden Verwandten, welche sich im gemeinsamen Haushalte befinden, zusammen einen oder mehrere Stiftplätze zu verleiben Die mit dem Geburt— und Armutsscheine bei Gesuchen von Witwen bezw. Gewerbetreibenden, mit dem Totenscheine des Gatten, bezw. dem Gewerbescheine versehenen Gesuche sind bis längstens 18. Dezember 1906 im Einreicbungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien 1. Seitenstettengasse 4, I Stock, woselbst auch Gesuehsblankette unentgeltlich abgegeben werden, zu überreichen. Die ihre Verwandtschaft mit dem Stifter oder dessen Gattin behauptenden Einschreiter haben sich mit dem Armutszeugnisse und mit dokumentarischem Nachweise, dass und in welchem Grade sie mit dem Stifter, Herrn Leopold Wolf sei. oder dessen Gattin, Frau Sophie Wolf, geh. Bunzel verwandt sind, auszuweisen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungsuud Sterbematrikeu der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 18. November 1906. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Ignaz Blumenfeld-Widmung für Künstler. (1906/7 für Musiker.) Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wieu verlautbart hiemit, dass aus den Zinsen der genannten Widmung für die Jahre 1907/8 ein Stipendium im Gesamtbeträge von K 1900 abzüglich der auflanfenden Spesen au einen der Musik sich widmenden israel. Jüngling zur Verleihung gelangen wird. Die mit Gebnrts- und Znständigkeitsdokumente und eventuell mit einem Mittellosigkeitszeugnisse, sowie mit Fachzeugnissen belegten Gesuche sind bis längstens 31. Dezember 1906 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4,1. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich verabfolgt werden, während der Aratsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Die Bewerber werden ihre Kuustbeilagen, insoterne solche erforderlich sind, erst über Verlangen des Vorstandes zu erbringen haben. Unter den Bewerbern gemessen österreichische oder ungarische Staatsangehörige den Vorzug. Auszüge aus den Gebnrts-, Trauungsuud Sterbematriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesnchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Der Vorstand Wien, 1. Oktober 1906. der israel. Kultusgemeinde Wien. Fanny Jeiteles Maler-Stiftung. Aus den Zinsen der Fanni Jeiteles-Stiftuug für einen Maler gelangt ein Stipendium im Jahresbeitrag« vonca. K700 an einen Jünglingjüdischen Bekenntnisses zur Verleihung, der sieh der Malerei widmet und darin bereits ausgezeichnete Erfolge aufznweisen hat. Die Verleihuug hat den Zweck, dem Stipendisten einen Aufenthalt in Italien behufs weiterer künstlerischer Ausbildung zu ermöglichen. Bewerber haben ihre Gesuche mit Geburts-, Moralitäts-, Mittellosigkeits sowie mit Stu lienzeugnissen zu belegen, eventuell auch eigene, approbierte Leistungen zur Vorlage zu bringen und im Sekretariate der israel Kultusgemeinde bis längstens 30- November 1906 zu überreiche», woselbst nähere Auskünfte erteilt werden. Dlo Kuratoren Wien, im Oktober 1906. der Fanni Jeiteles-Stiftnngeu. Her man Hescheles-Ausstattungs-Stiftung. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien verlautbart hiemit. dass aus dieser Stiftung die sich ergebenden zweijährigen Zinsen per K 3100 in erster Linie mit dem Stifter, Herrn Hermau Hescheles, in zweiter Linie an ein mit dessen Gattin verwandtes Mädchen israel. Konfession zur Verleihung gelangen. In dem Falle, als sich solche Bewerberinnen nicht melden sollten, werden die einjährigen Erträgnisse per K 1550 an ein mit dem Stifter oder dessen Gattin nicht verwandtes, insbesondre elternloses Mädchen verliehen. Als Gesuchsbelege sind erforderlich: 1. Der Nachweis der allfälligen Verwandtschaft mit dem Stifter oder dessen Gattin, 2. das Armutszeugnis; dieser Nachweis hat bei Verwandten des Stifters oder dessen Gattin zu entfallen, 31 der Nachweis über das zurückgelegte 16. Lebensjahr, 4. der Nachweis über den unbescholtenen Lebenswandel der Einschreiterm, o. der Nachweis der allfällLeu doppelten Verwaisung. Die mit den verzeichnet n Beilagen versehenen Gesuche sind bis 15- Dezember 1906 im EinreichungsprotokoBe der israel. Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4. I. Stock, woselbst auch Gesuehsblankette unentgeltlich verabfolgt werden, in den Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Das mit dem Stiftungsgenusse beteilte Mädchen muss sich innerhalb 10 Jahren, vom Verleihnngstage ab gerechnet, unter Beobachtung der staatsgesetzlichen und jüdisch-rituellen Trauungsvorschriften verehelicht haben. Auszüge aus den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 15. November 1906. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. Gruft- und Grahmonumente En gros und En detail EIL STEIGER Bildhauer und Steinmetz WIEN II.,]Uut. 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