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Die Wahrheit · 1906-10-26 · Heft 41 (26.10.1906) · page 11

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1906
Issue
Heft 41 (26.10.1906)
Date
1906-10-26
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 41. Sette 11. Die ÜLahrlreik Ignaz und Eleonore Fluss’sches Techniker- Stipendium. Aus dem Zinsenerträgnisse der vorgenannten Widmung ist bei dem Vorstände der israel. Kultusgemeinde Wien ein Stipendium von K 80 pr. a. an einen mittellosen israel. Hörer der k. k. technischen Hochschule in Wien, für die Dauer der gesetzmässigen Studienzeit zu verleihen. Bewerber um dieses Stipendium, unter welchen verwaiste, insbesondere doppelt verwaiste und, unter gleichen Verhältnissen, in Galizien heimatsberechtigte Kompetenten den Vorzug erhalten, haben ihre mit 1. dem Geburtsscheine, 2. dem Heimatsscheine, d. dem Mittellosigkeitszeugnisse, 4. den Studienzeugnissen und eventuell 5. den Totenscheinen der Eltern belegten Gesuche bis 31. Oktober 1906 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4, I Stock, woselbst auch Qesuchsblankette unentgeltlich erhältlich sind während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber im Bezüge eines Stipendiums steht, bezw. wie hoch der Betrag des Stipendiums ist. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs¬ und Sterbematriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche finden keine Berücksichtigung. Wien, l. Oktober 1906. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Dr. Jakob Goldenthal’sche Stiftung. Vom Vorstande der israel. Kultusgemeinde Wien wird hiemit bekanntgegeben, dass aus den Zinsen obiger Stiftung K 100 an einen Rabbinats- und Lehramtskandidaten, welcher sich an der hiesigen k. k. Universität wissenschaftlich ausbildet, für das Schuljahr 1906/7 zur Verleihung gelangen werden. Bewerber um dieses Stipendium haben die Gesuche bis 31. Oktober 1906 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behöben werden können, währendder Amtsstundeuzwischen9und 12 Uhr zu überreichen. In den Gesuchen ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Bezüge eines Stipendiums steht, bezw. auf welchen Betrag dieses Stipendium sich beläuft. Als Gesuchsbelege müssen erbracht werden: 1. Der Nachweis der österreichischen oder ungarischen Staatsangehörigkeit; 2. ein Zeugnis von einem bei einer israel. Gemeinde Oesterreichs oder Ungarns wirklich fungierenden Rabbiner über den moralischen Lebenswandel 'des Bewerbers, wie über dessen tüchtiges Bewandertsein in der hebräischen und rabbiuischeu Literatur. 3. ein Armutszeugnis; 4. der Index oder der Matrikenschein über die Inskription als ordentlicher oder ausserordentlicher Hörer der philosophischen Fakultät an der k. k. Wiener Universität; 5. die Bestätigung dreier Professoren dieser Fakultät über den fleissigen Bessuch der Vorlesungen durch den Einschreiter. Auszüge aus den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, I. Oktober 1906. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Osias H. Schorr-Stiftung. Von dem Vorstande der israel. Kultusgemeinde in Wien als Kuratorium der obigen Stiftung sind die Jahreserträgnisse im Gesamtbeträge von gegenwärtig zirka K 11.000 a) an Seminaristen, die sich an der Wiener israel. theolog. Lehranstalt zu Rabbinern ausbilden, in Stipendien per je fl 300-K 600. b) an Seminaristen, die sich an der genannten Lehranstalt zu Lehrern ausbilden, in Stipendien per je fl 200= K 400 für das laufende Schuljahr (1906/7) zu verleihen. Diese Stipendien können nur solche Seminaristen mit Beginn des zweiten Jahrganges ihrer Studienepoche erhalten, welche guten Fortgang und sittliches Verhalten aus dem ersten Studienjahre erkundlich erweisen. Bei Verleihung des Stipendiums gebührt jenem n-ch einer galizischen Gemeinde zuständigen Seminaristen der Vorzug, welche sich mittelst schriftlicher Erklärung verpflichten, nach Beendigung ihrer Studien in galizischen Gemeinden wirksam zu sein. Die mit Studienz^ugnissen, der Bestätigung des Rektorates der israel. theolog. Lehranstalt in Wien über das sittliche Verhalten des einschreitenden Seminaristen und mit dem Nachweise der Dürftigkeit, sowie der Heimatsangehörigkeit versehenen Gesuche sind bis 3i. Oktober 1906 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde in Wien, I. Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblaukette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Bezüge eines Stipendiums steht, bezw. wie hoch der Betrag desselben ist. Auszüge aus den Matriken Her israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, vielmehr genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht beiücksichtigt. Wien, 1. Oktober 1906. Dpr Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Dr. Max Friedlände r’sche Heirats-Ausstattungs- Stiftung für ein armes Waisenmädchen. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien bringt zur Kenntnis, dass aus den Zinsen dei genannten Stiftung ein Stiftplatz a K 120 an arme verwaiste Mädchen jüdischer Konfession als Brautausstattungsbeitrag zu verleihen ist. Die Bewerberinnen haben ihre, mit einem Geburts- und Armutszeugnisse, einem Sittenzeugnisse, ferner dem Nacuweise, dass sie verwaist sind und sich im Brautstände befinden, versehenen Gesuche bis 3t. Oktober 1906 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien 1. Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesnchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstundeu zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Bewerberinnen, welche sich vor Verleihung des Ausstattungsbeitrages verehelichen, werden des Bezugsrechtes verlustig. Auszüge aus den Metriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, vielmehr genügt die genaue A' gäbe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte, oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. Oktober 1906. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Dr. Karl Bauer’sehe Widmung für Stipendien. Vom Vorstande d«r israel. Kultusgemeinde Wien wird bekanntgegeben, daäs ans den Erträgnissen per K 1000 der von Herrn Moriz Bauer zur Erinnerung an seinen am 9. Juni 1897 verstorbenen Sohn J. U. Dr. Karl Bauer errichteten Widmung mehrere Stipendien an würdige unterstützuugsbedürfiige israel. Absolventen der k. k. Wiener juridischen Fakultät zur Verleihung gelangen werden. Die Bewerber haben ihre Gesuche, welche 1. mit dem Geburtsscheine, 2. dem Zeugnisse über die mit Erfolg abgelegte rechtshistorische Staatsprüfung, 3. dem Armutszeugnisse oder dem Nachweise, dass sie in dem letzten Studien Semester von dem Kollcgieugelde befreit waren, 4. dem Absolutorium der k. k. Wiener juridischen Fakultät belegt sein müssen, bis längstens 31. Oktober 1906 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblaukette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr vormittags zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber sich in dem Bezüge eines Stipendiums befindet, bezw. wie hoch der Betrag desselben ist. Kompetente Bewerber welche sich in den juristischen Seminarübuugen hervorragend betätigt haben, werden vorzugsweise beiücksichtigt Auszüge aus den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesucbsbelege nicht erforderlich, vielmehr genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Gesuche, welche nicht mit den oben angeführten Dokumenten belegt sind oder nach Ablauf des Koukurstermiues überreicht werden, können nicht in Behandlung gezogen werden. Cor Vorstand Wien, 1. Oktober 1906. der israel. Kultusgemeinde Wien. Charlotte Kuffner’sche Familien-Stiftung. Am 23. Tebtt d. J. (9. Jänner) 1907 gelangen bei der israel. Kultusgemeinde Wien die Erträgnisse der obgenannten Stiftung per K 670 an arme Verwandte der am 28. Dezember 1896 in Wien verstorbenen Frau Charlotte Kuffner zur Verleihung, wobei insbesondere mit der genannten Stifter in verwandte arme Witwen zu bevorzugen sind. Die mit dem legalen Nachweise dieser Verwandtschaft und der Armut belegten Gesuche sind bis 31. Oktober 1906 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblaukette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstanden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge ans den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien, sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf verspätet überreichte oder mit den geforderten Belegen nicht versehene Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Der Vorstand Wien, 1. Oktober 1906. der israel. Kultusgemeinde Wien. Widmung der aufgelösten Abendbörse für Lehramtskandidaten. Vom Vorstande der israel. Kultusgemeinde Wien wird bekanntgegeben, dass die Zinsen der obgenannten Widmung im Betrage von K 100 an einen israel. Lehramtskandidaten zur Verleihung gelangen. Die mit einem Geburts-, Armuts- und Moralitätszeugnisse sowie mit den Studi uzeugnissen belegten Gesuche, in welchen auch ein eventueller Stipendienbezng anzuführen ist, sind bis 3!. Oktober 1906 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstundeu zwischen 9 und 12 Uhr vormittags, zn überreichen. Auszüge ans den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, vielmehr genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. Oktober 1906. - Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien.

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