Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1906
- Issue
- Heft 17 (4.5.1906)
- Date
- 1906-05-04
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 17. Seite 2. Die Wahrheit KeöeLstundrn in den Wetljäulern der israelitischen Kuttusgemeinde Freitag, 4. Mai, abends um 7 Uhr — M. Samstag, 5. „ r „ 7 „ 45 „ Vom 6. bis 10. „ „ „ 7 „ — „ Der Gottesdienst beginnt an Wochentagen um 727 Uhr früh, an Samstagen um 8 Uhr früh. Israelitischer Tempel-Verein Wien, VIII., Bezirk, Neudeggergasse 12. Kanzleistunden: An Wochentagen von 4—7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 10—12 Uhr. — Traaungen und Konfirmationen werden angemeldet im Sekretariat des Tempelgebäudes, Mezzanin. Israelitischer Bethaas-Verein im IX. Bez, Grüne Thorgasse 13 (Müllnergasse 21). Gebetstunden: Freitag abends 3/47 Uhr, Samstag früh 8 Uhr, an Wochentagen früh 8/47 Uhr, abends */27 Uhr, Israelitischer Bethaus Verein Brigittenau. werden angemeldet im Sekretariat des Tempelgebäudes, XX., Kluckygasse 11, an Wochentagen von 4—6 Uhr nachm., an Sonntagen and christlichen Feiertagen von 10—12 Uhr vorm. Nach Ungarn zuständigen Brautleuten werden Ehekonsense rasch gegen Ersatz der Kosten besorgt. -Telephon 21990. - Spezial-Gescliäft für Synagogen-Ornate und Adjustierunsen Vornehme und eleganteste Ausführung auch der schwierigsten Modelle. Unter einem empfehle den hochverehrten Herren Funktionären meine Massabteilung fiir elegante und feine Zivilgarderobe gegen massige Preise und angenehme Konditionen. Rudolf Goldstein Civil- und Uniform-Schneider Wien, II.. Taborstrasse 54. Bitte die Adresse genau zu beachten. Billigste und reellste Bezugsquelle. Reich illustrierte Preiskataloge gratis und, franko. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien, II., Taborstraße 5Y Am 28. April 1906 standen in Vormerkung: I. Klaffe: Manuelle Arbeiter. 18 Anstreicher 8 Bäcker 5 Braniweinverschleißer 5 Buchbinder 8 Buchdrucker l Bürstenbinder 1 Carlo nnagearbeiter 1 Drechsler 2 Elektromonteur- 8 Neischhauer 1 Friseur 1 Glaser 80 HauSknechle.Geschäftsu. Bureaudiener 50 Hilfsarbeiter 1 Hutmacher S Kellner 2 Kutschen 4 Saufburschen 5 Lederzurichter 4 Magazineure 3 Monteure 21 Schloner 2 Schriftsetzer 15 Spengler 8 Tapezierer 2 Taschner 12 Tischler 8 Zimmermaler Tüchtige und verläßliche Hausbesorger. II. Klaffe: Kaufmännische Angestellte. 12 Buchhalter und Korrespondenten 84 KommiS 84 K.omptoiristen und Strazzisten 5 Inkaffanren Weibliche — Bonne und Kindergärtnerin — Buchhalterin 8 Komptoiristinuen u. Kanzlistinnen 8 Komptoiristinuen Auf. 11 ExpedienUnaen und Mauipulantinnen 5 HilsSarbeiterinnen 8 Kaffafränlein — Kellneriuen 8 Kanzlisten und Schreiber 8 Llanipulanten und Expedienten 8 Platzagenren »nd -Vertreter 10 Reisende. Abteilung. — Laufmädchen — Prakiikantinnen — Schneiderinnen 86 Berkäuferimien diverser Branchen — Verschleißerinnen S Wirtschafterinnen und Stützen der Hausfrau — Wärterinnen Luratorium clsr Stiftung Waisenhaus für Israel. Mädchen Charlotte Merores-Itzeles “ in Wien. Im „Waisenhaüse für israelitische Mädchen -..Charlotte Merores Itzeles in Wien“ werden ab September 1906 aufgenommen: a) elfmitt e 1 lose, ganz oder halb verwaiste oder verlassene, gesunde, israelitische Mädchen im Alter von 6 bis 12 Jahren, b) drei mittellose, ga nz oder halb verwaiste oder verlassene, g es u u de israelitische Mädchen im Alter von 14 Jahren. Die Zöglinge besuchen, solange sie im schulpflichtigen Alter stehen, die öffentliche Volks- oder Bürgerschule, erhalten vom vollendeten 14. bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres den Unterricht in allen Zweigen der Hauswirtschaft, werden sodann zu allen häuslichen Verrichtungen in der Anstalt verwendet und bis zur erlangten Erwerbsfähigkeit, spätestens aber bis zum vollendeten 17. Lebensjahre in der Anstalt erhalten. Aufuahmsgesuche sind namens der Bewerberinnen von deren gesetzlichen Vertretung unter Beilegung des Geburtscheines, des Heimatsclieines, des Nachweises der Verwaisung oder der Verlassenheit, des Mittellosigkeitszeugnisses und eventuell Schulausweises, des Impfzeugnisses, sowie im Falle der überstandenen natürlichen Blattern eines besonderen ärztlichen Zeugnisses hierüber, bis 31 Mai 1906 an das gefertigte Kuratorium zu Händen des Herrn Ur. Felix Katzau, Wien, I., Schottenbastei 3, zu richten. Unter den Bewerberinnen werden jene, welche nach Wien zuständig sind oder deren Eltern durch längere Zeit im Wiener Gemeindegebiete gewohnt haben, in erster Linie berücksichtigt. Der Eintritt in die Anstalt kann nur gegen Beibringung eines vom Gemeindearzte ausgestellten, gemeindeämtlicb bestätigten Zeugnisses erfolgen, laut dessen in den letzten vier Wochen vor dem Eintritts- Termine im Hausstande des Mädchens kein Fall einer infektiösen Erkrankung vorgekommen ist. Iu diesem Waisenhause gelangt ferner die Stelle einer Leiterin mit der Verpflichtung zum Dienstantritte am 15. August 1906 zur Besetzung. Bewerberinnen, welche mosaischer Religion alleinstehend, im Unterrichts- und Erziehungsfache, sowie in allen Zweigen der Wirtschaftsführung praktisch erfahren sein müssen, haben ihre Gesuche unter Beigabe spätestens bis 31. Mai 1906 an das Kuratorium zu Händen des Herrn Dr. Felix Katzau, Wieu, I., Schottenbastei 3, zu richten. Kuratorium der Stiftung „Waisenhaus für israelitische Mädchen _Charlotte Merores-ltzetes“ in Wien. BenediktKarplus’scheGewerbeschul-Stipendien. Am 20. Juli d. J. gelangen zwei Benedikt Karplus’scbe Stipendien per je K 50.— an zwei junge Leute mosaischer Konfession, welche mit Vorzugsnoten die Gewerbeschule besuchten oder besuchen, zur Verleihung. Bewerber um dieselben haben ihre Gesuche, welche mit dem Geburtsscheine, dem Armutszeugnisse und dem Nachweise, dass sie die Gewerbeschule mit vorzüglichem Erfolge besuchen oder besucht haben, bis längstens 3). Mai 1906 im Einreichungsprotokolle der Israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch innerhalb der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber im Bezüge eines Stipendiums steht, bezw. wie hoch dieser Stipendiumbezug sich beläuft. Auszüge aus den Geburta-, Trauungs¬ und Sterbematriken der Israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt Wien, l. Mai 1906. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeiude Wien. Albert Gausl’sclie Widmung für israelitische Arme. Am 28. Thamus, das ist am 21. Juli 1906, werden aus der Albert GansPschen Widmung die Jahreserträgnisse in der Höhe von K 390.— an mehrere israelitische Arme zur Verleihung gebracht. Die Bewerber um diese Stiftung haben ihre mit einem Geburtsscheine und einem Armutszeugnisse belegten Gesuche bis 31. Mai 1906 im Einreichungsprotokolle der Israel. Kultusgmeinde Wien, I., Seitensrettengasse 4, I. Stock, woselbst Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden, während der Amtsstanden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen, Gesuchsteller, welche mit der Albert Ganslschen Familie oder mit den Heinrich und Regine KLohnschen Nachkommen verwandt sind und dies durch legale Dokumente nachzuweiseu vermögen, erstatten den Vorzug. Nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Auszüge aus den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wiest sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Wien, 1. Mai 1906. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. 441045