Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1906
- Issue
- Heft 13 (30.3.1906)
- Date
- 1906-03-30
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Vir. 13 Die Wahrheit Seite 11. Selbst im Tongewebe des Franz - Schubertschen IW l’hodos sah sich der Herausgeber veranlaßt, an einzelnen Stellen Weglassungen, an anderen ebenfalls die bereits oben angedeuteten musikalisch-kosmetischen Hilfsmittelchen in Anwendung zu bringen. Wemr solche Veränderungen an den 4 mit der Autorschaft signierten Kompositionen vorgenommen' wurden, so läßt sich leicht erraten, wie oft bei den anderen, nicht mit Namen deklarierten Piecen die Neugestaltungskraft des Herausgebers zur Anwendung gelangt und in welche ausgedehntem Maße die anderen Komposition allesamt einer musikalischen Umgestaltung unterzogen wurden. - - (Fortsetzung folgt.) Overkantor Schönberger, Potsdam. Am 1. April feiert der Vorsitzende des Allgemeinen deutschen Kantorenverbandes das 25jährige Jubiläum seiner Amtstätigkeit als Oberkautor der Synagogengemeinde zu Potsdam. 1852 zu Friedrichstadt in Kurland geboren, , entschloß sichv Schönberger frühzeitig, Chasan zu werden. Seine angeborene Neigung zur Musik, unterstützt durch eine sympathische Stimme, führten ihn bald zu den größten Chasanim Rußlands, und so trieb er mehrere Jahre hindurch das Meschorerleben. Noch als Knabe verließ Schönberger seine Heimat und wandte sich nach Deutschland, um zunächst bei dem berühnuen Kantor Weintraub in Königsberg praktische Studien zu machen. Im Jahre 1872 erfolgte dann seine erste Anstellung in Kosten bei Posen und im Jahre 1874 [eine Berufung nach Czaruikau, allwo er sieben . Jahre lang mit großem Erfolge amtierte. Das Verlangen indessen und die Sehnsucht nach tieferem Eindringen in die Geheimnisse der musikalischen Kunst ließen ihn die Gelegenheit wahrnehmen, im Jahre 1881 nach Potsdam zu übersiedeln, um hier die Stelle eines Oberkantors zu bekleiden, indem er sich sagte, in der Nähe der Hauptstadt des Deutschen Reiches und so am Born aller Künste und Wissenschaften zu sein. Schönberger besuchte dann auch die königliche Hochschule für Musik und studierte bei den Professoren Otto und Felix Schmidt Gesang und Theorie. Die auf diesem Wege erworbenen Kenntnisse verwertete er allmählich für den Gottesdienst; er schuf einen Chor, führte die Orgel em und' wirkte in jeder Beziehung veredelnd auf das religiöse Leben. Aber nicht allein auf diesem Gebiete suchte Schönberger seine Kräfte zu entfalten, sondern er hatte, auch Herz und Sinn für die Not vieler seiner Amtsgenossen. In Gemeinschaft mit vielen Kantoren Deutschlands gründete er die „Hilfskasse für israelitische Kultusbeamte, deren Witwen und Waisen in Deutschland" und war für diesen Verein unermüdlich tätig. In Wort und Schrift trat.er bei seinen Standesgenossen für die Bestrebungen dieses Vereines ein, und seine Anregungen fielen auf fruchtbaren Boden. Auch der „Allgemeine deutschen Kantorenverband" ist unter seiner Aegide ins Leben getreten und die Tätigkeit, die er in demselben entfaltete, ist eine außerordentlich hervorragende uud segensreiche. Sn kann der Jubilar auf ein weites Arbeitsfeld zurückblicken, welches von Erfolg und Anerkennung qekröut ist. Die Kantoren Deutschlands aber werden gewiß die Gelegenheit wahrnehmen, dem verdienstvollen Kollegen ihre Huldigung darzubringen. Möge ihn der Allgütige noch recht viele Jahre im Kreise seiner Familie erhalten und möge es ihm vergönnt sein, noch lange zur Erbauung seiner Gemeinde und zum Wohle des gesamten Kantorenstandes zu wirken! 3 .— .CST eia eröffnet! .... ■ Streng orthodox 3H EBSTAURANT 222 mit Garten JACOB PINKAS WIEN, II., LILIENBRUNNGASSE 9 Ecke Hannupr-Purgstailgasse. Vorzügliche Küche. Gute Bedienung! Zivile Preise! Referenzen über nü: erteilt Sr. Ehrw. Herr S. Fürst, Rabb. der Schiffschul. Eine gute, dium-- -Mazzesmaschine ist billig zu haben bei Alois Reis, Ung.-Brod (Mähren). Verzeichnis der Ierstorvenen vom 18. bis 24. März 1906. Gabor Glantz, Agent, 51 I. Salomon Steiner, Schneidergehilfe, 70 I. Dr. Gabriel Horwitz, k. u. k. Regimentsarzt, 4! I. Samuel Schwartz, absolv. Jurist. 26 I. Walther Aufrichtig, Kaufmannssohn, 7 Monate. Moses Lob Sage!, Privat, 71 I. Jakob Frankel, Zeitungs-Redakteur, 72 I. Leon Kassner, Hausierer, 75 I. Johanna Rosenblüh, Schneidermeisterswitwe, 72 I. Ferdinand Spitzer, Fabrikant, 42 I. Karoline Bettelheim, genannt Tcllheim, ^Hofopernsängerin, 61 I. Markus Rubenseld, Privatbeamter, 46 J.>- Sidonie Stolzberg geh Schönheit, Kaufmannswitwe, 92 I. Johanna Spitzs Privätensgattin, 36 I. Gertrude Pollak, Buchhalterskmd, 4 I. Bertha Steiner, Beamtensgattin, 36 I. Pauline Adler geb. Beer, Private, 61 I. Hugo Löwy. Kaufmann, 32 I. Daniel Urbach, ohne Beruf, 75 I. Adolf Hirsch, Kaufmann, 54 I. Emanuel Buchsbaum, Schreiberskind, 3 I/ Scholem Hersch Zolles, Buchhalter, 64 I Rosa Schulmeister, Geschäftsfrau, 61 I. Alfred Weiß, Privateuskind, 5 Monate. Leopold Geiringer, Privat, 61 I. Samuel Spielmann, Börseagent, 72 I. Franziska Herzberg geb. Kohn, Private, 75 I. Fritz Bloch, Jngenieurskind, 4 Monate. Rösalie Schornstein, Private, 75 I. David Stern, Privatier, 73 I. Hermann Deutsch, Privat, 74 I. Johanna Wengraf, Private, 65 I. Marie Linz, geb. Frank, ohne Beruf. 72 I. Regine Frankl geb. Singer, Private, 71 I. Gerson Glasberg, Privat, 74 I. Josef Hornik, Kontorist, 20 I. Gertrud Schneck, Kaufmannskind, 2x/2 I. KONKURS. Eine streng religiöse Frau mir, kleiner Familie (kinderlose bevorzugt) die gut kochen kann, wird für die Küche des gefertigten Vereines, die unter Aufsicht Sr. Ehrw. des Herrn Rabbiner Fürst gestellt wird, gesucht. Bedingnisse nach Uebereinkommen. Schriftliche Gesuche sind bis zum 1. April 1. J. an den Obmann des Unterstützungs-Vereines „Tomech Ewjonim“, Oberkantor Mayer Schorr, Wien, II. Obere Donaustrasse 47, zu senden. Die in Budapest welche seit Erwerbung der Pannoniamiihle die Erzeugung von Ostermehlen fortsetzt, empfiehlt die für Ostern gebräuchlichen Mehlsorten entsprechend den Origiual-Mehlnummern der Budapester Dampfmühlen, welche unter „streng-ritueller“ Aufsicht des hiesigen Kabbinats uud ganz besonders jener des hochw. Rabbiners Herrn M. Feldmann erzeugt werden. Gefl. Bestellungen werden bei billigsten Tagespreisen ausgeführt. Adresse: „Eiisabeth-Dampfmühl-Geseüschaft Budapest.“ wreg-r-a.23Ld.et 18S1. Kürschnermeister —fZr f hl *^A*Or- 11. 2, Stefaniestrasse 7. Empfiehlt sich zur Anfertigung aller Gattungen Ornat- Kappen für Rabbiner, Kautoren und Chorpersonale zu den billigsten Preisen. wmrntim rEX-ÄsrssKjKr»?« L-T'S’» .-BPS.rfs-.;.