Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1905
- Issue
- Heft 12 (24.3.1905)
- Date
- 1905-03-24
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 12. Die Wahrheit. Seite 9. AMsivirlsiHafL. K. k. pr.v. Lemberg-Czernowitz-Jassy Eisenbahn-Gesell- 's schüft. Der gefertigte Berwaltungsrat gibt sich die Ehre, die Aktionäre der k. k. priv. Lemberg-Czernowitz-Jassy Eisenbahn-Gesellschaft zu der am Samstag, d e n 15. A p r i l 1905, um 10 Uhr vormittags, im Saale des Ingenieur- und Architekten-Vereines in Wien (I., Eschenbachgasse 9) stattfindenden 49. (ordentlichen) General-Versammlung einzuladen. Gegenstände der Verhandlung sind: 1. Bericht des Bcrwaltungsrates über die Geschäftsführung im Jahre 1904. 2. Bericht des Revisions- Ausschusses über den Rechnungsabschluß pro 1904. 3. Antrag des Verwaltungsrates über die Verwendung des Reinerträgnisses. 4. Wahl des Revisions-Ausschusses. 5. Erneuerung des Verwaltungsrates. Jene Herren Aktionäre, welche der General-Versammlung beiwohnen oder ihr Stimmrecht nach Maßgabe der Statuten ausüben wollen, haben ihre Aktien bis inklusive 7. April 1905 in Wien bei der k. k. privilegierten österreichischen Länderbank, in Prag bei der Filiale dieser Bank, in Graz bei der Wechselstube der Steiermärkischen Eskomptebank und der Firma E. C. Mayer & Co., in Lemberg bei der k. k. priv. galizischen Aktien- Hypothekenbank, in Krakau, Czernowitz oder Tarnopol bei den Filialen dieser Bank, in Berlin bei der Berliner Handelsgesellschaft, der Deutschen Bank, der Nationalbank für Deutschland oder der Firma Robert Warschauer <& Co., in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Bereinsbank, in Stuttgart bei der Württembergischen Vereinsbank, in Paris bei der Banque Imp. Boy. Privilegiee des Pays Autrichiens Succursale des Paris, m London bei der Anglo-Anstrian-Bank und der Filiale der k. k. priv. österreichischen Länderbank mittels doppelt auszufertigender Konsignationen (wozu Blankette bei den genannten Kassen unentgeltlich verabfolgt werden) .zu erlegen und erhalten mit der Empfangs-Bestätigung hierüber die Legitimationskarte zur General-Versammlung. Im Bertretungsfalle müssen die auf der Rückseite der Legitimationskarten vorgedruckten Vollmachten eigenhändig unterfertigt werden. Der Berwaltungsrat. Oesterreichische Zentral-Bodenkreditbank. In der Sitzung vom 20. d. des Verwaltungsrates dieser Bank wurde die Bilanz für das Jahr 1904 festgestellt. Dieselbe schließt zuzüglich des Gewinnvortrages vom Vorjahre per Iv 90.13173 mit einem Gewinnsaldo per X 874.626-66 gegen K 810.540 05 des Vorjahres, in welchem Saldo ein Gewinnvortrag von K 68.906-76 enthalten war. — Der Berwaltungsrat hat beschlossen, der Generalversammlung den Antrag zu stellen, nach statutenmäßiger Dotierung des Reservefonds und Ausscheidung der statutenmäßigen Abzüge, wie im deni Hypothekar-Reservefonds K 50.000, dem Effektenkurs-Reservefonds K 25.000, dem Pensionsfonds der Beamten und Diener K 40.000 zu widmen, eine Dividende von K 28 per Aktie, d. i. 7 Perzent (gegen K 26, d. i. 6l/a Perzent im Vorjahre) zur Verteilung zu bringen und den .Restbetrag per K 103.502 93 auf neue Rechnung vorzutragen. Verzeichnis der ^erstorbenen vom 5. bis 18. März 1905. Julius Hauser, Provisiousagent, 70 I.; Salomon Kraus, Schneidergehilfenssohn, 10 Monate; Katharina Reiß geb. Paul, Kassiersgattin, 58 I.; Dr. Alfred Löw, Bahnbeamter, 28 I.; Ernst Lindenbaum, Kommissohn, 5 Wochen; Jakob Modley, Privatbeamter, 64 I.; Eleonore Berliner geb. Gold, 48 I.; Otto Klein, Hausiererssohn, 14^ Monate; Johann Bächer, Privat, 88 I.; Netti Schön geb Mandl, Rabbinerswitwe, 81 I.; Henriette Seligmann geb. Wormser, Arztensgattin, 51 I.: Valerie Braun, 3 I.; Cäcilie Pick geb. Adler, Lehrerswitwe, 65 I.; Gustav Schneider, Lokomotivführer, 51 I.; Elisabeth Spira geb. Schneck, Schätzmeistersgattin, 46 I.; Ignaz Glauber, Spediteur, 63 I.; Josefine Kohn, Modistin. 42 I.; Etelka Weinberger geb. Weinberger, Private, 48 I.; Friedrich Back, Fiakerkntscher, 34 I.; Abraham Rudoll, gew. Schriftsteller, Insasse der isr. Versorgungsanstalt, 74 I.; Luise (Aloisia) Benedict geb. Grimm, Universitätsprofessorsgattin, 54 I.; Salomon Wolf Freund, Rabbiner, 84 I.; Gisela Kohn, Kaufmannsgattin, 44 I.; Nanette Kuffner geb. Hamburger, Private, 84 I.; Julius Goldstein, Speditionsexpedient, 48 I.; Norbert Baumann, Kaufmann, 56 I.; Bernhard Just, Handelsagent, 55 I.; Don Raphael Kandelmann. Agent, Privat, 56 I.; Lili Stern, Platzagentenskind, 18 Monate; Ziga Abeles, Agent, 56 I.; Josef Stolzberg. Privat, 72 I.; Fanny Porjeß. Agentensgattin, 20 I.; Jakob Kohn, Schneidergehilfe, 52 I.; Erna Breuer, Kaufmannstochter, 1 Monat; Regine Kanitz geb. Thalberg, Banquiersgattin, 38 I. Kamilla Värndorfer, Gastwirtstochter, 8 I.; Josef Grünfeld, gew. Agent, Insasse des isr. Versorgungshauses, 84 I.; Franziska Tandler, Private, 72 I.; Elisabeth Koblitz geb. Meisel, Private, 62 I.; Siegfried Schönaug, Geschäftsdienerssohn, 33/4 I.; Emanuel Pobitschek, Kaufmann, 49 I.; Moriz Adel, Revident der k. k. Staatsbahnen, 57 I.; Chane Kaufmann geb. Lebe, Pflegling, 49 I.; Rudolf Karl Meider, Kommis. 17 I-; Ignaz Berger. Privat, 74 I.; Dr. Philipp Neumann, Hof- und Gerichtsadvokat, 64 I.; Sofie Pribram geb. Wehle, Private, "76 I.; Arthur Kunke, Reisendenssohn, 23/4 I.; Viktor Pick, Schüler an der Versuchsanstalt für Lederindustrie, 20 I.; Sofie Ehrenreich geb. Schaffel, Arztenswitwe, 82 I.; Heinrich Goldberger, gew. Garnfabriksvertreter, 57 I.; Betti Bauer geb. Stein, Hausiererswitwe, 85 I.; Elfriede Dreier, Arztenstochter, 9 Monate; Wilhelm Horn, Privat, 70 I.; Chaje Gorotnitzky, Kaufmannsgattin, 46 I.; Alfred Hahn, Schriftsetzerssohn, 9 Monate; Emilie Eisler, Weißnäherin, 39 I.; Henriette Gerstel geb. Stiaszny, Brotverschleißersgattin, 51 I.; Benno Benedikt, Markthelfersfohn, 3 I,; Hans Wächter, Advokatenssohn, 5 Monate; Hugo Jacobi, Delikatessenhändler, 37 I.; Netti Schindler geb. Broch, Kaufmannswitwe, 68 I.; Johanna Pollak geb. Scheitner, Privatlehrersgattin, 77 I.; Josef Lion, Privat, 96 I.; Rosa Abeles geb. Neumann, Kleiderhändlersgattin, 48 I.; Risa Grünwald, Schneidergehilfenskind, 8 Monate; Wolf Klein, Tabaktrafikant, 70 I.; Leonore Glück geb. Kramer, Kaufmannsgattin 79 I.; Leo Koref, Agent, 31 I.; Hermann Ast vulgo Kosfowa, Schlossergehilfe, 18 I.; Bela von Laczko, Privatier. 43 I.; Ludwig Waldstein, Bahnbeamter, 63 I.; Josef Deutsch, Kaufmann, 61 I.; Wolf Isak Nassau’scüe Stiftung für Mediziner. Vom Vorstände der isr. Kultusgemeinde Wien wird hiemit bekanntgegeben, dass aus der obgenannten Stiftung ein Stipendium jährlicher K 84 an einen armen jüdischen Hörer der k. k. medizinischen Fakultät in Wien zur Verleihung gelangt. Bewerber um dieses Stipendium haben die mit 1. dem Geburtsscheine, 2. dem Immatrikulationsscheine, 3. den Studienzeugnissen, 4. dem Armutszeugnisse und 5 dem Moralitätszeugnisse belegten Gesuche im Einreichuugsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, bis 31. März 1905 zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, bezw. wie hoch der Betrag dieses Bezuges ist. Mitglieder der Familie des Stifters oder seiner Gattin Eleonore geb. Wertheim geniessen das Vorrecht. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. März 1905. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Otto Cohn’sche Stiftung für mittellose jüdische Realschüler. Aus den Zinsen obiger Stiftung gelangen drei Stipendien ä K 130.— am 30. Mai d. J. an drei würdige, fleissige, jüdische Realschüler zur Verleihung, Die Bewerber haben ihre mit dem Geburtsscheine, dem Nachweise der Mittellosigkeit und dem Studienzeugnissen versehenen Gesuche bis längstens 31. März 1905 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde (I. Bez., Seitenstetteugasse 4, I. Stock), woselbst Gesuchsblankette während der Amtsstuuden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. In dem Gesuche ist ferner anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums sich befindet, bejahenden Falles in welcher Höhe dasselbe ist. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs¬ und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, l. März 1905. Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde Wien. Eiara Cahane-Stiftung zur Heirats-Ausstattung. Es wird hiermit zur Kenntnis gebracht, dass am 14. Thamus (17. Juli 1905) die Zinsen der obengenannten Stiftung zur Heiratsausstattung zweier mittelloser Waisenmädchen israelitischer Konfession im Betrage von je K 410.— zur Verleihung kommen. Die Bewerberinnen haben nachzuweisen, dass sie 1. der israelitischen Konfession angehören, 2. streng sittlich, mittellos und verwaist sind, 3. sich im Brautstände befinden. Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung verehelichen, verlieren den Anspruch auf die Verleihung. Die Gesuche sind bis 31. März 1905 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, l. März 1905. Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde Wien. TJ niversi t ät shörer, Israelit (mit Gymnasialmatura), der sich in den drückendsten Lebensverhältnissen und in der grössten Notlage befindet; denn derselbe hat während seiner Studienzeit mit den grössten Nahrungssorgen zu kämpfen, da er weder ein Stipendium, noch eine andere dauernde Unterstützung geniesst, bittet flehentlichst edle Wohltäter um stunden, Lektionen, eventuell um eine Hofmeister- oder Hauslehrerstelle, oder um irgend eine andere entsprechende Beschäftigung, da er sonst ausser Stande ist, diese verzweifelte Situation länger auszuhalten. Derselbe beherrscht vollkommen die deutsche und böhmische Sprache, ist in allen Gymnasialfächern gut bewandert, tüchtig auch im Religionsunterrichte (Hebräisch Lesen. Uebersetzen). Gefl. Zuschriften erbeten an „K. W. 23“ an die Universität, I., Franzensring. Offert. Vom jüngst verstorbenen Prof. Ad. Grünzweig in Arad sind folgende Werke zu ermässigten Preisen zu verkaufen: „Semiros schelSchabos1. „Matteh Ahron', „Kol Kino". Zuschriften an Wtw. Adolf Griinzweig, Arad.