Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1904
- Issue
- Heft 40 (14.10.1904)
- Date
- 1904-10-14
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2. Die Wahrheit Nr. 40. Heöetstundett in den WethLusern der israelitischen Kuttusgemeinde Freitag, 14. Oktober Abends 5 Uhr 15 M. Samstag, 15. „ 5 „ 45 „ Vom 16. bis 20. Oktober „ 5 „ 15 „ Der Gottesdienst beginnt an Wochentagen um V27 Uhr früh, _an Samstagen um x/29 Uhr früh._ Israelitischer Bethaus-Verein Brigittenau. RUDOLF GOLDSTEIN Cifil- und Uniform-Schneider WIEN II., Taborstrasse Nr. 54. Spezialgeschäft für Synagogen - Ornate und Adju- K stierungen, einzig billigste Bezugs- M quelle. M, .Reichillustrierte Preisverzeichnisse 3| gratis und franko. Atelier für elegante Herren Garderoben nach Jtlass ans den feinsten Inn. Auslünderstoffen. Bei massigen Preisen. — Coulante Zahlungsbedingnisse Dr. Ignaz Lemberger’sehe Heirats- Ausstattungs-Stiftung für ein armes verwaistes Mädchen. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde ‘Wien bringt zur Kenntnis, dass die Zinsen der genannten Stiftung pr. K 260 an ein armes verwaistes Mädchen der Wiener israelitischen Kultusgemeinde, das sich zu verehelichen im Begriffe ist, als Ausstattuugsbeitrag zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre mit einem Oeburts-, einem Armutszeugnisse urd einem Sittenzeugnisse, sowie dem Nachweise ihres Brautstandes versehenen Gesuche bis 3t. Oktober 1904 im Einreichungsprotokolle der Israel. Kultusgemeinde Wien, I., JSeitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags Gesuchsblankette unentgeltlich zu beheben sind, einzureichen. Diejenigen Bewerberinnen welche eine Verwandtschaft oder ihre Zuständigkeit nach Wien nachzuweisen im Stande sind, gemessen den Vorzug. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israel Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt di-} genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. Oktober 1904. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Dr. Karl Bauer’sche Widmung für Stipendien. Vom Vorstände der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird hiemit bekanntgegeben, dass aus den Erträgnissen pr. K 1000 der von Herrn Moriz Bauer zur Erinnerung an seinen am 9. Juni 1897 verstorbenen Sohn J. U. Dr. Karl Bauer errichteten Widmung mehrere Stipendien an würdige unterstützungsbedürftige israel. Absolventen der k. k.Wiener juridischen Eakultät zur Verleihung gelangen werden. Die Bewerber haben ihre Gesuche, welche 1. mit dem Geburtsscheine, 2. dem Zeugnisse über die mit Erfolg abgelegte rechtshistorische Staatsprüfung, 8. dem Armutszeugnisse oder dem Nachweise, dass sie in dem letzten Studiensemester von dem Kollegiengelde befreit waren, endlich 4. dem Absolutorium der k. k. Wiener juridischen Fakultät belegt sein müssen, bis längstens 31. Oktober 1904 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werdei können, zu überreichen. Kompetente Bewerber, welche sich in den juridischen Seminarübungen hervorragend betätigt haben, werden vorzugsweise berücksichtigt. Gesuche, welche nicht mit den oben angeführten Dokumenten belegt sind, oder nach Ablauf des Konkurstermines überreicht werden, können nicht in Behandlung gezogen werden. Der Vorstand Wien, 1. Oktober 1904. der israel. Kultusgemeinde Wien. Stift ungen Es gelangen zur Verleihung: Die Widmung des Komltes der aufgelösten Abendbörse für Lehramtskandidaten; Verleihungsbetrag K 100.—. Die Karl Bäuerische Widmung für absolvierte Juristen; Verleihungsbetrag K 1000 —. Die Ignaz Blumenfeld Widmung für Maler; Verleihungsbetrag K 1900 abzüglich der auflaufenden Spesen. Die Dr. Max Friedländer—Stiftung für Brautausstattung; Verleihungsbetrag K 118.—. Die Dr. Jakob Goldenthal’sche Stiftung für Rabbinats- und Lehramtskandidaten; Verleihuugsbetrag K 100.—. Die Jonas Freiherr von Königswarter’sche Stiftung für Hörer der Wiener isr. theolog. Lehranstalt, 2 Plätze ä K 890.—. Die Charlotte Kuffner’sche Stiftung für Verwandte, Verleihungsbetrag zusammen K 68".—. Die Ignaz Lemberg’sche Stiftung für Brautausstattung; Verleihungsbetrag K 20".—. Die Rosalia Mintz’sche Stiftung für Witwen, 4 Plätze ä Iv 180.—. Die Dr. Sem. Plonn’sche Stiftung für mit den Stifter verwandte Studierende und Realschüler, Verleihungsbetrag zusammen K 650.— Die Dr. Sack’sche Stiftung für Herz- und Aorta-Kranke.; Verleihungsbetrag zusammen K 8300.—. Die Dr. Adolf Sacksche Stiftung für Techniker; 14 Plätze ä K 600.—. Die Osias H. Schorr’sche Stiftung für Hörer der israel. theolog. Lehranstalt; Verleihungsbetrag zusammen K 11.000.—. Die Ignaz und Rosalia Wolf’sche Stiftung für Kranke; Verleihungsbetrag zusammen K 200.—. Die näheren Bestimmungen über diese Stiftungen sind aus den in der Nummer 39 und 40 unseres Blattes enthaltenen Ausschreibungen sowie an den Kundmachungstafeln der Gemeinde oethäuser zu ersehen. 0813.8 H. Sehorr-Stiftung. .Von dem Vorstands der israelitischen Kultusgemeinde in Wien als Kuratorium der obigen Stiftung sind die Jahreserträgnisse im Gesamtbeträge von gegenwärtig zirka K 11000.— a) an Seminaristen, die sich an der Wiener israel. theolog. Lehranstalt zu Rabbinern ausbilden, in Stipendien per je fl. 300.— =K 690. — b) an Seminaristen, die sich an der genannten Lehranstalt zu Lehrern ausbilden, in Stipendien per je fl. 200.— — K 400.—, für das lautende Schuljahr 1904/05 zu verleihen. Diese Stipendien können nur solche Seminaristen mit Beginn des zweiten Jahrganges ihrer Studienepoche erhalten, welche guten Fortgang und sittliches Verhalten aus dem ersten Studienjahre urkundlich erweisen Bei Verleihung des Stipendiums gebührt jenen nach einer galizischen Gemeinde zuständigen Seminaristen der Vorzug, weiche sich mittelst schriftlicher Erklärung verpflichten, nach Beendigung ihrer Studien in galizischen Gemeinden wirksam zu sein. Die mit Studienzeugnissen, der Bestätigung des Rektorates der israel. theolog. Lehranstalt in Wien über das sittliche Verhalten des eiuschreitenden Seminaristen und mit dem Nachweise dev Dürftigkeit, sowie der Heimatsaagekörigkeit versehenen Gesuche sind bis längstens 3i. Oktober 1904 im Einreieliungsprotokolle der Kultusgeoieinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock, woselbst auch während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, zu überreichen. Der Vorstand Wien, 1. Oktober 1904. der israel. Kultusgemeinde Wien. Bassist mit musikalischer Bildung und klangvoller Stimme, fähig einen grösseren, gemischten Chor einzustudieren und zu leiten, per 15. November 1. J. gesucht. Gehalt nach Uebereinkommen. — Offerte, Zeugnisse und Referenzen sind an das Sekretariat des Synagogen-Vereines „Beth Israel“ nach polnisch-jüdischem Ritus in Wien, II., Leopoldsgasse Nr. 29, einzusendsn. Kundmachung. Der Kultusvorstand bringt zur Kenntnis, dass die Wählerliste zu den Ersatz- und Neuwahlen in den Kultusvorstand zur Einsicht der Gemeinde-Angehörigen in der Kanzlei der Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse Nr. 4, II., Stock, aufliegt. Reklamationen wegen Auslassung wahlberechtigter, oder Aufnahme von nicht wahlberechtigten Personen, sind innerhalb 14 Tagen von heutigem Tage ab, schriftlich in der Kanzlei der Kultusgemeinde einzubringen. Die Wählerliste wird den Wahlberechtigten mit den Wahllegitimationen und Stimmzetteln zugesendet werden. Der Vorstand. Traniges und Kcufinuaiioueu werden angemeldefc bei dem Vereins-Obmann Herrn Hermann Eltbogen - Wien. XX. Bezirk, Rafaelgasse Nr. 12. -