Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1903
- Issue
- Heft 38 (9.10.1903)
- Date
- 1903-10-09
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nedactioii und Administratio.l: Wien, II/,. Novaragasse 21 K. k. österr. Po,t>varc:lffa Check-Como Nr. 816.25!' Jufüratv 20 Heller per Nonpareille-Zeile. Abonnements- und JnseralionSbeiräge sind in Wien zahlbar, und klagbar. gängige Aeitfchnfi für Mische en. Erscheint jeden F r e i t n g. Uoiio: „Vas Sieget Gottes ist Wahrheit!" Bezugspreis:! Ganzjährig . - . . L 12.— Halbjährig . . . . K. 6.— Für Cultusbeamte:; (Nanzjährig.... K- 10.— Für Ausland:! Ganzjährig . . .8 Mark. 6 Rubel oder 16 Fcs tlr. 38. Wien, 9. Oktober 1993. Inhalt: Au unsere Leser! — Das Laubhüttenfest. — Das Hüttensest. — Arthur (§dler von Mises. 2ie hau»liehe Erziehung unserer Jugend zur Religion. — Ein Erlaß gegen die jüdischen Künstler. — Verschiedene Nachrichten. — Der Chorgesang in unseren Synagogen. An unsere Leier! Bei dem Ernste der^ gegenwärtigen Zeiten bedarf das Judentum mehr denn je einer starken und unabhängigen Presse, die nicht nnr Mllkvoll und unerschrocken den Kampf nach Küßen führt, sondern auch im eigenen Lager strenge Wache hält. Van dieser Ueberzengnng durchdrungen, hat „Are Wahrheit" jederzeit an ihrem Programme, das Interesse für die erhabenen Ziele des Judentums in allen Aevölkerungsschichren zu wecken, festgehalten, und ihr Bestreben wird auch fernerhin darauf gerichtet sein, jüdisches Leben in allen seinen Erscheinungen zu pflegen, die innere Organisation mit allen Kräften zu fördern, die Morsälle im Kemeinde- und Wereinsleben mit maßvoller und objektiver Kritik zu beurteilen und dabei gleichzeitig den Kampf nach Küßen mit Würde und Entschiedenheit zu führen. Solches Streben verdient gewiß die vollste Unterstützung aller Glaubensgenossen, und indem wir dieselben dringendst ersuchen, diese publizistische Tätigkeit durch Kbonnierung unseres Mattes und durch möglichste Verbreitung desselben zu fördern, bitten wir, den Uränumerationsbetrag für das am 1. Moder begonnene vierte Quartal umgehend einzusenden. Ädonnement: Vierteljährig Kr. 3.— Probenummern stehen zur Verfügung. Die Redaktion. Das Laubhiittenfest. ... .„Damit es euere Geschlechter erfahren, daß ich in Hütten habe wohnen lassen die Kinder Israels, da ich sie herausgeführt habe aus dem Lande Egypten." (HI. B. Mos. 33. 43.) „Aindercheu! Wißt ihr denn nicht, Daß „Sukkoth* kommt schon bald? Gilt rasch hinaus", der Vater spricht, „Aufs Feld und in den. Wald!" „Das duft'ge Laub man nennt's „Sechaclr4 Das schneidet ab im Hain. (£s bilde uns'rer „Sukkah“ Dach, Sehr frisch und grün soll's sein!" „Die Hagebutten holt voni Dorn, Der wächst am Feldes-Rain. Dort, wo im Sommer wuchs das Rorn — Recht viele sammelt ein!" „Gleich jDerlenschnüren, glänzend, rot. Zieht sie von Wand zu Wand — Laßt wert, euch sein des Herrn Gebot — Legt fromm ans Werk die Hand!" „Im Garten pflücket Früchte, viel. Zieht drüber Blättchen Gold! — Der „Hütte" Zier fei jetzt das Ziel- Ist doch das Fest uns hold." „Dann bringt die schönsten Bilder auch, Schmückt jede kahle Wand, Bringt Schilder, bunt, nach.altem Brauch, Rkit goldnem Spruch und Rand!" „Denn schon muß unsre Hütte sein, Der Rinder Augen tust! Wir ziehen dann mit Wonne ein', Festjubel in der Brust." „Doch auch der Armen nicht vergeß't, Wenn einzieht Festesruh': „Rommt doch herein und mit uns eß*t!" Ruft ihnen freundlich zu!"