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Die Wahrheit · 1903-04-03 · Heft 14 (3.4.1903) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1903
Issue
Heft 14 (3.4.1903)
Date
1903-04-03
Page
– (sequence 8)
Language
German
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-ungar Beilage zur Zeitschrift „Aie Wahrkeit." Die geehrteu Kerren ßossegen werden höflichst «m ßinsendung der Köonnements-Hlückstände und des MänumeraLionöe träges für das am 1. April gegmuende II. Huartat ersucht. Are Administration. ÄUS dem osten.-uugar. Cantoren-Vereiue. In der Mtttwoch den 1. April stattgehabten Vorstandssitzung erstattete Vereinscaffier M. Blatt den Rechnungsansweis über das abgelaufene Vereinsjahr, welcher an anderer Stelle abgedruckt ist. Durch besondere Spenden war es möglich, trotz der großen materiellen Opfer, welche die Organisation erforderte, daA Gleichgewicht im Vereinshaus- Halte zu erhalten und wurde den Spendern neuerdings der Dank des Vorstandes votirt. Nach Kenntnisnahme des Rechnungsausweises wurde auch dem Vereinscaffier, I. Cantor M. Blatt, einstimmig Dank und Anerkennung des Vorstandes für seine Mühewaltung ausgesprochen. * * In der am 2. April, 7 Uhr Abends, stattgehabten Generalversammlung des „Oeste:r.-ungar. Cantoren-Vereines" fand die Neuwahl des Vorstandes statt. Das Wahlresultat ist folgendes: Präses: Josef Singer. 1. Präses-Stellvertreter:JacobBauer. 2. Präses-Stellvertreter: Moriz Blatt. Cassier: JsakSchiller. Vorsteher: Bela Guttmann. „ M a y e r. S ch o r r. „ Salomon Iurberger. „ Philipp Baßl. Alois Kulka. * Don Fuchs. Isidor Löwit. Controlore: Josef Schlesinger. „ Eduard Regner. (Ausführlicher Bericht in nächster Nummer.) Cautoreu-Organilation in Deutschland. Die That ist vollbracht! Die Vereinigung der Kantorenvereine Schlesiens und Posen ist vollzogen und die Mitglieder der Vereine rusen laut: „Es lebe der Zweibund"! Nun hat alle Not ein Ende. liicht soll seiner Sorge und Trübsal die Gemüter der Kollegen bedrücken; nicht soll in Zukunft die Strenge eines despotischen Vorgesetzten ihre Ruhe stören. Der Schutz des Kantorenverbandes wird sie von allem Unheil be- . wahren. O, könnten wir doch in den Jubelruf der Mitglieder der neugegründeten Vereine einstimmen, wahrlich, es wäre unsere größte Freude. Wenn wir aber dennoch uns zurückhaltend und zweifelnd den Neugründungen gegenüber verhalten, so geschieht es nicht aus Neid und Mißgunst, sondern aus praktischer, langjähriger Erfahrung. Wer bei der Gründung des ersten Kantorenvereines (Witwenkaffe für israelitische Cultusbeamte) zugegen gewesen ist, wird sich wohl noch erinnern Wnnen, welche Freude im Lager der Kantoren z. Z. geherrscht hat. Auch damals gierig die Initiative zur Gründung des Vereines von Posen aus. In Berlin wurde nute'' dem Vorsitz des sel. Professor Lewandowski und in Gegenwart einer großen Anzahl Kantoren ein Statut aüsgearbeitet und genehmigt. Auch damals war der Enthusiasmus groß, und allgemein würde das Versprechen gegeben, die ganze Kraft für die Förderung von Vereinsintereffen einzusetzen. Wie haben diese aberihr V ersprechen gehalten? Dem Neide und der Mißgunst, persönlichen Eifersüchteleien und Hetzereien war der Verein ausgesetzt. Die Beiträge gehen nur spärlich ein und selbst die besten und besser gestellten Mitglieder sind oft säumige Zahler. Wenn aber trotzdem.der Verein noch besteht und an cirkä 25 Witwen und Invalide bedeutende Unterstützungen gewährt, so ist es der Energie einiger tüchtiger und in ihrer treuen Gesinnung unwandelbarer Vereinsmitglieder zu danken. Diese weichen und wanken nicht, bis sie durch ihre unermüdliche Thätigkeit den Verein groß gemacht oder die Ueberzeugung gewonnen haben, daß für das Wohl der Kollegen von anderer Seite gesorgt ist. Wir können den neugegründeten Vereinen nur das beste Gedeihen wünschen und haben gegen diese Organisationen durchaus nichts einzuwenden. Sind wir überzeugt, dag die Herren, die sich an die Spitze dieser Vereine gestellt haben, ebenso vom guten Willen geleitet sind, ihren Kollegen ein besseres Los zu verschaffen. Nur darf nicht übersehen werden,- daß die Gründung einer Pensionskasse nach dem Muster der Rabbiner-Reliktenkasse nur dann möglich sein wird, wenn alle Kultusbeamtenvereine sich zu einem einzigen Verbände vereinigen werden. Weder, der eine noch der andere Provinicalverein ist imstande, eine allgemeine Reliktenkasse zu gründen und im Namen aller Kollegen in Deutschland die Wohlthätigkeit in Anspruch zu nehmen. Wir raten daher, nach dem Muster des Lehrerverbandes alle Kantoren- und Cultusbeamtenvereine zu einem Kantoren- Verband in Deutschland zu vereinigen. Jeder Verein übt seine Thätigkeit nach seinen eigenen Bedürfnissen und in feinem Statute vorgesehenen Maßnahmen aus. Der allgemeine Kantorenverbaud sorgt für die Hebung der Standesinteressen und die Aufbesserung der sozialen Stellung. Nicht durch Tr.enung und Zersplitterung, sondern durch Einigung kann Großes gelingen. Der Lehrer-Verband wird^ uns mit seinen reichen Erfahrungen gewiß zur Seite stehen. Es ist daher notwendig, daß eine Commission von je 2 Mitgliedern eines in Deutschland bestehenden Kultusbeamtenvereines gewählt wird und behufs Unterhandlung-in dieser Hinsicht zusammen tritt. Die weiteren Beschlüsse werden sich in den Commissionsverhandlungen ergeben. Wir hoffen, daß dieser Rat bei allen Kollegen und Vereinen Billigung finden wird und daß alle mit ganzer Kraft darnach streben werden, um ihn möglichst bald zu verwirklichen. Z. Schönberger, Potsdam. Nöthen. Erster Mäd che n-Ansstattungs-We rein a. K. in Budapest. Die XL. ordentliche Generalversammlung dieser Anstalt hat am 25- März unter lebhafter Betheiligung der Mitglieder stattgefunden. Dem Generalberichte, welcher betont, daß die Anstalt mit Ende des Verwaltungsjahres 1902 das vierzigste Jahr ihres Bestandes vollendete, ist zu entnehmen, daß das Verwaltungsjahr 1902 trotz der allgemein schwierigen Erwerbsverhältnisse ein günstiges und befriedigendes war, was durch nachfolgende ziffermäßige Daten erhärtet wird. Neueingeschrieben wurden 11.837 Antheile mit einem Versicherungskapital von K. 12,001.400.— und beträgt der Versichernngsstock am Schluffe des Jahres

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