Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1901
- Issue
- Heft 13 (29.3.1901)
- Date
- 1901-03-29
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2. Die Wahrheit. Nr. 13. Trauungstaxen Israel Bethaus-Yerein „Brigittenau“. I. Classe.Kr. 200.— n. „ . , 130.- m. v .. „ 80. — IV. « .. . „ 40.- Anmeldimgen bei dem Vereins-Obmanne, Herrn Hermann Eltbogen, XX., Rafaelgasse 12. Concurs. Bei der israelitischen Cultusgemeinde in Linz ist die Stelle eines Cantors (der zugleich Kore ist und die Befähigung hat, den Religions-Unterricht in den Yolksschul-Classen zu ertheilen, mit dem Jahresgehalt von 2500 Kranen und den üblichen Emolumenten, zu besetzen, — Bewerber um diesen Posten, welche des 40. Lebensjahr nicht .überschritten haben, wollen ihre eigenhändig geschriebenen Ofierte (unter Beischluss ihrer Photographie) mit Nachweis des Alters, des Familienstandes, der östrreichischen Staatsangehörigkeit, sowie ihrer bisherigen Thätigkeit überhaupt, ferner Zeugnisse über ihre musikalische Bildung, ihre Fähigkeit, einen Chor mit Orgel auszubilden und zu leiten, und über die Eignung, den Schocket für den Fall von dessen Yerhinderung zu substituiren, bis zum 20. April d. J. an den gefertigten Vorstand einbringen. Reisespesen für die zur Probe Berufenen werden blos dem Acceptirten vergütet. Linz, im März 1901. Der Cultusgemeinde-Vorsteher: Ignaz Hahn. CONCURS. Bei der israel. Cultusgemeinde Altstadt bei üeuliaus (Böhmen) ist die Stelle eines Cantors, der zogleich Religionslehrer und Schochet sein muss, zu besetzen. Gehalt 700 Kronen und freie Wohnung. Alleinstehende Bewerber wollen ihre Zeugnisabschriften erntenden. Für die Altstädter israel. Cultusgemeinde: Adolf Stukhart. Weine p|DS VtP "lEO Restaurateur M. Guth Prachtvolle geräumige Säle fiir Diners, Hochzeiten und festliche Veranstaltungen. Sehr elegante Speise-Localitäten im Parterre und im I. Stock. Bestrenommirte Küche und vorzügliche Getränke. Reservirte Locale für Vereine und geschlossene Gesellschaften.***" Trotz höchster Elegance decente Preise. Wien, II., Stefaniestrasse 6 und 8. Civil- und Umlorni - Schneider WIEN II., Taborstrasse Nr. 54. Specialgeschäft für Ornate und Talare. Bestellungen nach Maas werden prompt und billigst ausgeführt. Auf Verlangen wird koscher gearbeitet. Nouveautfe in Herrenkleidern aus denjfelnsten In- und Ausländer-Stoffen. Mazzot-Preise pro 1901. Der Verstand der israel. Cultusgemeinde gibt hiemit den. geehrten Gemeindemitgliedern bekannt, dass mit der Bereitung und dem Verkaufe des Osterbrodes (Mazzot) Herr Adolf Schmidl betraut worden ist und stellt an jene P. T. Parteien, welche ihren Mazzotbedarf noch nicht angemeldet haben, das Ansuchen, dieselben wollen ihre Bestellungen baldmöglichst, entweder I., Genzagasse 2 (Hotel Metropole) oder II., Marchfeldstrasse 21 im Backhause machen, da spätere Anmeldungen kaum nach Wunsch berücksichtigt werden könnten. Die vom Vorstande genehmigten Preise sind: für Mazzot I. Sorte pr. Kilo . . K 1.54 für Mazzot 2. Sorte pr. Kilo . . K 0.81 für Mazzot 3. So-te pr. Klio . . K 0.62 für Mehl, Gries I. Sorte pr. Kilo K 1.74 für Mehl, Gries 2. Sorte pr. Kl'o K I.— Zur Verhütung von Missbrauchen ist jedes Paquet mit dem Siegel der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde versehen. Wien, im März 1901. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Wien. Kundmacbiing. Von Seite der israel. Cultusgemeinde wird hiermit verlautbart, dass die nächsten Prüfungen für die Candidaten des israel. Religions« Lehramtes an Volks- und Bürgerschulen in Wien im April d. J. und zwar am 14. die schriftlichen und am 21. die mündlichen, jedesmal von 9 Uhr Vormittags, im Sitzungssaals der Cultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, stattfinden werden. Die Prüfungsgegustäude sind in den Approbationsbestimmungen, ddo. 22. März 1900, Z. 4879 bezeichnet, welche Bestimmungen im Eiureicliungsprotocolle der Cultusgemeinde unentgeltlich erhältlich sind. Entsprechend belegte Gesuche unter Anschluss eines curriculum vitae sind im Einreicliungsprotocolle der israel. Cultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, bis 2 April 1901 zu überreichen. Wien, am 17. März 1901. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde Wien. Concurs. Bei der hiesigen Cultusgemeinde gelangt die Stelle eines geprüften Religionslehrers eventuell Rabbiners, der zugleich Chasen, Kore und Schochet sein muss, nicht über 40 Jahre alt, der deutschen und böhmischen Sprache mächtig ist, pr. 1. Mai eventuell später zur Besetzung. Jahresgehalt 1200 Kronen, freie Wohnung und übliche Emolumente. Gesuche mit Befähigungszeugnissen belegt sind bis 20. April 1. J. an den Cultus-Vorstand zu richten. Reisespesen werden nur dem Acceptirten vergütet. Frauonberg bei Budweis 18. März 1901. Filip Stein, Cultus-Vorsteher. Soeben erschien in meinem Verlage in 2. Auflage: '1 rvo Schire Beth Adonai Jempelcjesängß für den Gottesdienst der Israeliten. Von H. Weintraub, weil. Cantor der Synagogengemeinde zu Königsberg i. Pr. 3 Theile in einem Band. — Preis Mk. 40.—. Soweit die Förderung wahrhaft jüdischen Geistes beim Gottesdienst in Frage kommt, dürfte seit Jahrzehnten keinem Verleger eine angenehmere Aufgabe zugefallen sein, als dem Unterzeichneten. Der „alte Weintraub“, der von allen Zeitgenossen bewunderte Chasan von Königsberg, dessen Domicil der Wallfahrtsort der bedeutendsten Chasanim des Inlandes und Auslandes gewesen ist, hat vor vier Jahrzehnten sein epochemachendes Werk des „echten unverfälschten Chasanus“ der OÖffentlichkeit übergeben, das trotz starker Auflage schon nach wenigen Jahren vergriffen war. — Wenn nicht eher an eine neue Auflage gedacht worden ist, so lag dies einzig und allein darin, dass eine Ueberfüllung des Marktes mit anderen Synagogen- Musikwerken zu verzeichnen war. Doch so viel Gutes auch erschien, so sehr jene Werke namentlich durch manche ihrer Chorpartien den Zuhörer erbaut haben, so waren sie doch nicht darnach angethan, den jungen aus ihnen heraus sich bildenden „Canto “ zum „Chasan* zu machen. Ich glaube deshalb den berufenen Kreisen durch die neue Auflage keinen geringen Dienst zu erweisen und dem jüdischen Gottesdienst wiederum ein jüdisches Gepräge zu verleihen. Leipzig. M. W. Kaufmann, Verlag. ^6343^91