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Die Wahrheit · 1901-02-01 · Heft 5 (1.2.1901) · page 9

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1901
Issue
Heft 5 (1.2.1901)
Date
1901-02-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 5. Die Vahrheil. Seite 9. ' Verschiedene Nachrichten Wie». Die aus Anlass des 80. Geburtsfestes'an Rabbiner Dr. Schmied! überreichten Adressen und.Ehrengeschenke..^elaNgen in dem der „Gesellschaft für^ Sammlung und Convetsirung vom Ästnst- Und historischen Denkmälern des Iudenthums" unterstehenden-„Indischen Museum", I., Rathhausstraße iS, Hochparterre links, zur Ausstellung, aus welchem Grunde, das Museum nebst der gewöhnlichen Besuchszeit, jeden Samstag von 11 —1 Uhr Mittags, ausnahmsweise auch- Sonntag, den 3. Februar, von 3—6 Uhr Abends, bei freiem Entpöe geöffnet ist. Wie«. Der fVorstand des Bethausvereines Brigittenau erlaubt sich hiemit bekannt zu geben, dass von Freitag Abend L den i. Februar a. c. begonnen, bis aus weiteres jeden Freitag Ahends und Samstag Früh Probevortiäge von. Cantoren stattfinden. ...... ..Wim. (Verein zur Hebung der Gewerbe in W i e n.)' Ter Verein hat dieser Tage das Ergebnis der am :2ö. December v. I. abgehalteneu Expertise in Form eines von dem Gesummtvorstande gefertigten Promemorias durch seinen Präsidenten Herrn B r o d dem neu constituirten Vorstand der Wiener israel. Cultnsgemeiude zur Kenntnis gebracht. Wie«. Die ursprünglich für den 19. December v. I. bestimmt gewesene Vorlesung zu Gunsten des Vereines „Kinderheim", zur Gründung und Erhaltung von Heimstätten für verkrüppelte, schwache und recouvalescenie Kinder jüdischer Confessio», findet erst am 8. Mai d. I. statt. ßzernorortz. Dienstag, den 5. Februar, findet im Tempel der hiesigen Cultnsgemeiude die Trauung des Rabbiners Dr. H. E. Kauf- -mann aus Virovitica in Slavonien mit Fräulein Ernestine W e i d en - seld stattt. ZSaidhoten an der Hhaya. Die Trauung des Fräulein Jda P o l l a k, Tochter unseres allseits - verehrten Cultusvorstehers Josef Pollak, mit Herrn Max Tandler aus Linz findet am 3. Februar um $1/2 Uhr Nachmittags im Elternhause der Braut statt. Stampfe». Dem eben zur Versendung gelangten 2. .Jahresbericht des hiesiger» Talmud Thora-Schulvereines entnehmen wir folgendes: Die Vereinsleitung erlaubt sich mit freudiger Genugthnung darauf hinzuweisen, dass der Verein auch in dem verflossenen Jahre eine gesegnete Thätigkeit entfaltet und allen Anforderungen Rechnung getragen hat. Wir haben nämlich auch in diesem Jahre unser Hauptaugenmerk darauf gerichtet, dass die unserer Dalmnd-Thora-Schule anvertrauten Kinder in jüdisch-religiösen Wissenscbasten und hebräischen Fächern durch bewährte Lehrkräfte einen solchen mit Aneiferung zum practisch-religiosen Leben gepaarten Unterricht erhalten, der — hoffentlich — auf ihre ganze Lebensweise nicht ohne wohlthuenden Erfolg bleiben dürfte. Weiters waren wir auch in diesem Jahre für die humane Aufgabe unseres Vereines bedacht, indem wir auch Heuer unsere armen, verschämten Schulkinder — wie aus der Bilanz ersichtlich — mit den nülhigen jüdischell Lehrbüchern uitb guter Winlerbekleidung versehen haben. Indem wir noch bemerken, dass wir auch das Honorar unserer Lehrkräfte nach Verhältnissen anfzubessern in der Lage waren, danken wir zum Schluffe allen unfern geehrten Mitgliedern, Spendern, Freunden und unseren in Wien lebenden Stampfener Gönnern insbesondere, für ihre wirksame Unterstützung und bitten, uns diese Theilnahme auch in Zukunft zu bewahren, damit dieses Werk jüdischer Lehre, jüdischer Wohlthätigkeit und Liebe — dessen Förderung unser eifrigstes Bestreben ist — immer mehr erstarke, sich weiter segensreich entwickle und mit den Worten unseres laufenden Wochenabschnittes — ^2 U'lpm — unsere Jugend und mit ihr unsere Alten zu jüdischem Leben bestimmen möge! Budapest. Der vor Kurzem hier constituirte „Verein christl. Kleiderverkäufer", deffen Zweck war, den jüdischen Kleiderhändlern mächtige Concurrenz zu bieten, hat schonj Concurs angesagt, wodurch viele Beamten ihre Cautionen und viele Mitglieder ihre Antheilseinlagen verlieren. Das Waarenlager ist behördlich gesperrt und mehrere Beamte sind in Anklage versetzt worden. Der Verein war also eine Fehlgeburt. Sest. (Israel. F r a u e n v e r e i n.) Jtl der unter Vorsitz der Präsidentin Frau Marie Herzl jüngst stattgehabte» Sitzung des Pester israel. Frauenvereins gelangte der Bericht Wer die in denw^rflofiesten dtriMotmteH:"Eoper, November ynd December vorigen Jahres entfaltete Thätigkeit zur Verlesung. Als.Unterstützungen für von Fall zu Fall ansuchende Arme wurden lö.WIK., als regelmäßige monatliche Stipendien 7161 K., als vierteljährliche Zinsbeiträge 2326 K.^ als Wöchnerinnen-Ünterstützungen 448 K., als Heirats-Ausstattungsbeiträge 760 K., zusammen 26.236 K. in Baarem vertheilt. Für die im Waisenhause befindlichen 56 gänzlich verwaisten Mädchen wurden 5804 36 K., sowie für die im Baron Hirich-Waisenasyl des Vereines aufgenommenen 50 Halbwaisen 5779 66 K. und für die theils bei ihren Angehörigen, theils bei Fremden untergebrachten 71 externen Waisen 3410 82 K., zusammen für 177 Waisenkinder 14.993.84 K. verausgabt. In der Volksküche des Vereines haben in diesen drei Monaten 44.047 Personen zu Mittag gespeist, und zwar 10.459 Personen gänzlich gratis, sowie 740 arme hungernde Schulkinder. Als ungewöhnlich große Wohlthat hat sich die allabendlich stattfiudende unentgeltliche Verabfolgung von Brod und warmer Suppe a» die Arbeitslosen und deren Angehörige erwiesen, nachdem in den letzten drei Wochen 14.681 Personen ohne Unterschied der Consesfion diese Volksküche zwischen 5—7 Uhr Abends ausgesucht und ihr Abendessen eingenommen haben. Die Ausgaben für die Volksküche betrugen 10.323 K. 60 H. und insgesammt für alle Verwalkungszweige während der oddezeichnelen drei Monate 51.554 K. 44 H. Hierauf gelangten die zu Gunsten der einzelnen Bereinszweige und der Suppenvercheilung eingeflossenen Spende»» zur Verlesung. Schließlich wurde bestirnint, den alljährlich stattfindenden Wohlthätigkeits-Maskenball diesinal wieder am Faichiilgsoinitag, den 17. Feber zu veranstalten und die Eintrittskarten wie bisher nur wieder per Post an die Gönner der zahlreiche»» Hllmanilärsarrstalten des Vereines zu versende», da jener Vorgang, wonach Bereinssuncliottäre persönlich die Wohnungen an?suchen und Karten zum Verkaufe aubieteu. »nit Recht als eine »instatthasle Belästigung des P»lbllknins betrachtet »verven muss. Oon.au.rs- Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Wien verlautbart hiemii, dass das Moritz Freiherr vou Königswarter’sche Stipendium im Spitaleder israel. Cultusgemeinde mit dem Betrag von K. 840.— ab 1. März 1901 auf die Dauer eines Jahres zur Verleihung gelangt. Competenzberechtigt sind an einer östrreiehschen Universität promovirte und zur Praxis berechtigte Doctoren der Medicin israelitischer Confession. Der Stipendist hat während des Genusses des Stipendiums im Spitale der israelitischen Cultusgemeinde Wien unentgeltlich ärztliche Dienste zu leisten. Im falle der Eignung kann der Stipendist als Hilfsarzt im Spitale der israelitischen Cultusgemeinde bestellt werden und erhält dann Wohnung und Verpflegung im Hause. Bei zufriedenstellender Verwendung kann der Bezug des Stipendiums verlängert werden. Die näheren Bestimmungen können in der Kanzlei der Cnltusgemeiude eingesehen werden. Die mit den entsprechenden Documenten belegten Gesuche sind bis längstens 10. Februar 1901 im Einreichungsprotocolle der israelitischen Cultusgemeinde Wien I, Seitenstettengasse Nr. 4, I. Stock, zu übergeben. Wien, 21. Jänner 1901. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde Wien. Hothwein [fOB i7& Heuriger aus den edelsten Traubensorten versendet in vorzüglicher Qualität von 15 Liter aufwärts per Liter 30 kr. gegen Nachnahme Moaes Feldsberg’s Witwa in Sclvrattenberg bei Feldsberg, N.-O. /

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