Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1900
- Issue
- Heft 37 (12.10.1900)
- Date
- 1900-10-12
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2. Svc IDabrb^t. dir. 37. CONCURS. Bei der isr. Cultusgemeinde in L u c k ist die Stelle eines Rabbiners, der zugleich Vorboter, Koreh u. Scbochet sein muss, nach Möglichkeit schon vom 15. December 1. J. beginnend, zu bezetzen. Mit dieser Stelle ist ein Jahresgehalt pr. 1200 K und freie Wohnung verbunden. Die Remuneration fiir Ertheilung des Religions-Unterrichtes an der Volks- und Bürgerschule in Buchau, der Ertrag der Schechita und der Bezirksmatrikenführung sowie die üblichen Emolumente bilden das nicht unbedeutende Nebeneinkommen. Die Herrn Bewerber wollen ihre gehörig belegten Gesuche bis längstens 15. Octobor 1. J. beim gefertigten Vorstande einbringen. Die Reise- und Uebersiedlungs-Kosten werden nur dem Acceptierten vergütet. Isr. Cultusgemeinde Luck, am 23.^September 1900. Der Cultusgemeindevorstand: Hermann TJllmann. Concurs- An der behördlich concessionirten commerciellen Lehranstalt des 8. Weinberg, Sambor (Galizien) ist die provisorische Stelle eines Hilfslehrers für deutsche Sprache, Stenoraphie und französische oder englische Sprache zu besetzen. Nähere Auskünfte ertheilt die Direktion der Anstalt. Sambor, im August 1900. Di/reetion der co ncess. privat. Handelsschule s. Weinberg, Ssmbor. Israelitische Cultusgemeinde Wien. Stiftnngder aufgelösten Abendbörse für Lehramtscandidaten. Vom Vorstande der Israel. Cultusgemeinde Wien wird bekanntgegeben, dass aus den Zinsen der obgenannten Stiftung ein Betrag von Kr. 92.— an einen Israel. Lehramtscandidaten zur Verleihung gelangt. Die mit einem Geburts-, Armuts- und Moralitätszeugnisse, sowie mit Schulzeugnissen belegten Gesuche, in welchen auch ein eventueller Stipendienbezug anzuführen ist, können bis 31. October 1900 im Einreichungs-Protocolle der israel. Cultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, L Stock, woselbst auch Gesuclisblankette unentgeltlich zu beheben sind, überreicht werden. Nicht gehörig instruirte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. October 1900. Der Vorstand der israel. Cnltnsgemeinde Wien. Dr. Karl Baner’sche Widmung für Stipendien. Bei der israel. Cultusgemeinde in Wien gelangen die Erträgnisse der von Herrn Moriz Bauer zur Erinnerung an seinen am S. Juni 1897 dahingeschiedenen Sohn JUDr. Karl Bauer errichteten Widmung mit zusammen Kr. 490.— an würdige und unterstützungsbedürftige israel. Hörer der Wiener juridischen Facultät zur Verkeilung. Die Bewerber haben ihre 1. mit dem Geburtsscheine, 2. dem Zeugnisse über die mit Erfolg abgelegte rechtshistorische Staatsprüfung, 3. dem Armutszeugnisse oder dem Nachweise, dass sie in dem letzten Studiensemester von dem Collegiengelde befreit waren, endlich 4. dem Absolutorium der Wiener juridischen Facultät belegten Gesuche bis 31, October 1900 im Einreichungs-Protocolle der israel. Cultusgemeinde in Wien, I., Soitonstettengasse 4, I. Stock, zu überreichen, woselbst Gesuchsblanquette unentgeltlich ausgefolgt werden. Competente Bewerber, welche sich in den juristischen Seminarübungen hervorragend bethätigt haben, werden vorzugsweise berücksichtigt. Gesuche, welche nicht mit den oben angeführten Doeumenten belegt sind, oder welche nach Ablauf des Concurstermines überreicht werden, werden nicht in Behandlung gezogen. Wien, 1. October 1900. Der Vorstand der israel. Cnltnsgemeinde Wien. Kalender. I . 1900 Octob. ntPfi Wochenabschnitt Haftara Freitag 12 19 a'mn 'Jt Samstag 13 20 »"MN N2V Sonntag 14 21 ran nsjjtnn Montag 15 22 Dienstag 16 23 mm NNQV IN *ttTl Mittwoch 17 24 Donnerstag 18 25 Beim israel. Betverein in 'Rican ist die Stelle eines Lehrers, der Kantor, Koreh und Schochet und beider Landessprachen in Wort und Schrift mächtig ist, zu besetzen. Fixer Gehalt 600 Kronen, freie Wohnung, Ertrag der Schechita und des deutschen Unterrichtes, ebenfalls circa 600 Kronen und staaliche Remuneration für den böhmischen Religionsunterricht an der Volksschule. S, Popper, Vorsteher, Charlotte Koffner’sche Familien-Stiftung. Am 23. Thebeth (14. Jänner 1901) gelangen bei der israel. Cultusgemeinde Wien die Erträgnisse der obengenannten Stiftung per Kr. 710.— an arme Verwandte der am 28. December 1896 in Wien verstorbenen Frau Charlotte Kuffner zur Verleihung, wobei insbesondere mit der genannten Stifterin verwandte arme Witwen zu berücksichtigten sind. Die mit dem legalen Nachweise dieser Verwandtschaft und der Armut belegten Gesuche sind bis 31. October 1900 im Einreichungs-Protocolle der israel. Cultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, zu überreichen. Gesuchsblanquette werden daselbst unentgeltlich ausgefolgt. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs¬ und Todtenmatriken der Wiener israel. Cultusgemeinde sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf mit den geforderten Belegen nicht versehene oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 1. October 1900. Das fiuratorium der Charlotte Kuffner’schen Familien-Stiftung. Dr. Max FriÖdländer’sehe Heirats-Ausstattungs-Stiftung für ein armes Waisenmädchen. Der Vorstand der hiesigen israel. Cultusgemeinde bringt zur Kenntnis, dass die Zinsen der genannten Stiftung ä Kr. 126.— an ein armes, verwaistes Mädchen jüdischer Confession, das sich zu verehelichen im Begriffe ist, als Ausstattungsbeitrag zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre mit einem Geburts- und Armuts-, einem Sittenzeugnisse, ferner dem Nachweise, dass sie verwaist sind, und sich im Brautstande befinden versehenrn Gesuche bis 31. October 1900 im Einreichungs-Protocolle der israel. Cultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Vormittags, woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Wien, 1. October 1900. Der Vorstand der israel. Cuttusgemeinde Wien. Jonas Freiherr von Königswarter’sche Stipendien fiir Theologen. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde in Wien bringt hiemit zur Kenntnis, dass zwei Jonas Freiherr von Königswarter’sche Stipendien ä Kr. 945 — für Hörer jüdischer Theolegie, welche gleichzeitig philosophischen Studien an der Wiener Universität obliegen, für das Schuljahr 1900 zur Verleihung kommen. Die diesfälligen Gesuche, sammt nachstehenden Beilagen: 1. Geburtsschein, 9. Heimatsschein über die österr.-ung. Staatsangehörigkeit, 3. Maturitäts- Zeugnis, 4. Immatrieulationsschein der Wiener Universität, 5. Colloquienzeugnisse und 6. Zeugnisse über den dermaligen Betrieb theologischer Studien, sind im Einreichungs-Protocolle der israal. Cultusgemeinde. I, Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Vormittags Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, bis 31. October 1900 zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrüge. Wien, 1. October 1900. Der Vorstand der Israel. Cnltnsgemeinde Wien.