Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1900
- Issue
- Heft 6 (13.2.1900)
- Date
- 1900-02-13
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6. Die Wahrheil. Nr. 6. Ar»g. Israelitische Gemeinde. — Mehr als 9000 Bde.; ca. 60 Handschriften und 20 Jncunabeln. — Jahresdotation je nach Bedarf. — Präses : Präsident der isr. Cultusgemeiude-Repräsentanz: Dr. Arnold Rosenbacher; Bibliothekar: Dr. Nathan Grün. — Zwei handschriftliche Cataloge u. zw., je ein alphabetischer und Schlagwort-Catalog; für einzelne Sammlungen auch ein Zettelcatalog. — Benützbar für Jedermann Sonntag von 11—1 Uhr, Montag von 4—7 Uhr Abends, Mittwoch von Z—5 Uhr Nachmittags. — Entlehnungen mit besonderer Genehmigung des Präses oder gegen Caution. — Versendungen nur mit Bewilligung der Gemeinderepräsentanz. Eröffnet im März 1874 mit 5626 Bänden. Besteht aus den der Prager israel. Cultusgemeinde gespendeten Büchersammlnngen des Vereins- und Gemeindemitgliedes Baruch Jeiteles, des Universitäts- Profefsor Dr. Wolfgang Wessely, Ernst Wehli, S. Jerusalem, B. Foges und David Zappert, besonders aber aus der reichhaltigen und sehr werthvollen Bibliothek des Prager Oberrabbiners S. L. Rappaport. Eine wertvolle Bereicherung erfuhr die Bibliothek durch Erwerbung der aus mehr als 2000 Bänden bestehenden Kappelmann-Lieben'fchen Bücherei. — Vorzugsweise Hebraica und Judica. Grün, Nathan. Die israelitische Gemeindebibliothek. In: „Neuzeit", Jahrgang 1874. — Grün, Nathan. S. L. Rappaport und seine Bibliothek in der Festschrift: Centennarium des Oberrabbiners S. L. Rappaport. 189 . . . Wie«. Israelitische Cultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, 3. Stock. — 9758 Bde. Da aber nach einem früheren, jetzt aufgegebeneu Modus nahezu 400 Bde. eine grosse Anzahl von Adligsten aufweisen ca. 12.000 Werke. 22 Handschriften, 71 Jncunabeln; dazu kommen noch 951 Bde. Bibel- und Talmudausgoben, sowie liturgische Werke. — Jahresdotarion 750Gulden; die Buchbinderverrechnuugen werden aus derGemeindecassa bestritten. — Bibliothekar: Samuel Hammerschlag, einer. Religionslehrer der israelitischen Cultusgemeinde; Scriptor: Dr. Bernhard Münz; 1 Bibliotheksdiener. — Ein alphabetischer Catalog, ein Realcatalog, je in 2 Foliobänden, ein Zettelcatalog. — Zugänglich jedem erwachsenen Besucher. Leseftunden: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von halb 5 bis 7 Uhr, Freilag von 11—1 Uhr, Sonntag von 10—12 Uhr. — Entlehnungen und Versendungen nur mit Erlaubnis des Vorstandes. — Entstanden April 1814 durch eine Schenkung des k. k. priv. und landschaftlichen Buchdruckers Anton Edler v. Schmidt, der je ein Exemplar seiner 133 Verlagswerke der Cultusgemeinde spontan übersendete. Grössere Legate fielen der Bibliothek zu von Hermann Dukes, Joses Ritter v. Wertheimer, Gerson Wolf, Leopold Kompert, Salo Cohn, sowie die Bibliothek S. I. Halberstamm. — Vorzugsweise Hebraica, Biöelexegese, Religionsphilosophie, jüdische Literaturgeschichte, Geschichte der Juden und des Juden - thums, sowie Ein;elforschunge,l. Bericht der II. Section (Unterrichtswesen) über die Entstehung und Entwickelung der Bibliothek der israel. Cultusgemeinde in Wien, zufolge des Beschlusses des Vorstandes vom 12. Jänner 1896. Wien 1896. I s r a e l i t i s ch - t h e o l o g i s ch e L e h r a u st a l t, II., Tempelgasse 3. — ca. 8000 Bde., 180 Handschriften, 15 Jncunabeln. — Dotation 1000 Gulden. — Vorstand: Professor Dr. Adolph Büchler; Amanuensis: Ein reiferer Hörer der Lehranstalt; 1 Diener. — Zettelcatalog; alphabet. Catalog in Ausarbeitung. — Geöffnet vom 15. October bis 15. Juli für Jedermann täglich, mit Ausschluss der jüdischen Festtage, von 8—1 Uhr. — Entlehnungen an Hörer, an Andere nur nach Erlag einer Caution, von der jedoch bei bekannten Persönlichkeiten abgesehen wird. — Ebenso Versendungen. — Gegründet zugleich mit der Lehranstalt im Jahre 1893. Der größte Theil wurde von Dr. Adolph Jellinek, Prediger in Wien, erworben; die Bibliothek hat in jüngster Zeit durch die Sammlung I. H. Schorfs in Brody eine werihvolle Ergänzung erfahren. — Jüdische Fächer, Bibel und ihre Commentare, Geschichte der Juden, Talmud und seine Nebenfächer. Homiletik, doch anch allgemeine Philosophie und Geschichte, sowie deutsche Literatur. Akademischer Verein „K a d i m a h", IX., Rögergasse 3. — 935 Bde. — Jahresdotation, Ord. 200 Gulden, Extraord. 100 Gulden, im Ganzen 300 Gulden. — Ein gewählter Bibliothekar, dz. 8tuä. teobn. Joseph Bing. — Ein Zettelcatalog und ein alphabet. Catalog. — Ausschließlich für Mitglieder der Verbindung Samstag Abends benützbar. — Journale und Nachschlagewerke liegen im Vereinslocale auf. — Entlehnungen nur an Mitglieder in der Regel auf einen vierwöchentlichen Termin. — Keine Versendung. — Gegründet int Jahre 1885, erfuhr die Bibliothek eine bedeutende Vermehrung durch die von der Witwe des Vereinsgründers, Schriftstellers Perez Smolensky, ans dessen Nachlasse gemachteit Schenkungeü. Das Grurdprincip ist die Schaffung einer Bibel, welche die jüdische Literatur mit besonderer Berücksichtigung der modernen jüdischen Schriftsteller, insbesondere aber eine Sammlung der jüdisch-nationalen und zionistischen Werke umfasst. W ii b a v c ft. L a n d e s r a b b i n e r s ch u l e (Az orszagos rabbikep-. zöintezet könyvtara), Rökk-Szilard utcza 26, im eigenen Gebäude. — 15.556 Bde., 34 Handschriften, 49 Jncunabeln. — Jahresdotation für die eigentliche Fachbibliothek 1000 Gulden, für ungarische Werke (bereits 1252 vorhanden) 100 Gulden. — Bibliothekar: Prof. Dr. David Kanfmamt *); Scriptor : Adolph Gestetner; Amanuensis: Moritz Weiß. — Ein Zettelcatalog, besondere Fach- und Standortscataloge. — Geöffnet an Wochentagen von 8—12 Uhr Vormittags. Zweimal wöchentlich von 12—1 Uhr für Hörer der Anstalt, aber auch für fremde benützbar. — Entlehnung gegen Bestätigung, an Fremde gegen Gutstehung oder Empfehlung. — 1877 mit der Anstalt durch den Ankauf der Sammlungen Lelio della Torre in Padua und Rabbiner David Oppenheim in Groß - Becskerek gegründet. Schenkung der Bibliotheken der Rabbiner Ehrlich Eduard in Großwardein, Abraham Hochmnth in Veßprim und Samuel Brill in Budapest. Alle in das Gebiet der jüdischen Wissenschaft gehörigen Fächer (25). Ein Catalog im X. Jahresbericht (1886/8?). * * ❖ Das Verzeichnis der jüdischen Bibliotheken nimmt in dem Adreßbuche einen sehr bescheidenen Raum ein und bei der großen Pflege, welche die jüdische Wissenschaft in zahlreichen Gemeinden Oesterreich-Ungarns seit Jahrhunderten gefunden hat, müssen wir annehmen, dass dasselbe noch mancher Ergänzung bedarf. Vielleicht genügt diese Anregung, um die Besitzer und Verwalter von jüdischen Gemeinde- und Privatbibliotheken zu veranlassen, dem Amanuensis au der Wiener Universitätsbibliothek, Herrn Dr. M. Holzmann, die nöthigen Daten zur Verfügung zu stellen, welche bei einer eventuellen Neuauflage des Adreßbuches im Juteresse der Wissenschaft Verwerthung finden könnten. Gememde- und VereiuLbote. Wien. (A u s d e r P l e n a r s i tz u n g des Cultusv o r st a n d e s vom 4. F e b r u a r 1900 unter dem Vors i tz e d e s P r ä s i d e n t e n k a i f. R a t h H e i n r i ch K l i n g e r. Beginn 10 U h r V o r m i t t a g.) Im Einlaufe befinden sich eine Annahme-Erklärung des Herrn Adolf Singer, betreffend seine neuerliche Ernennung zum ständigen Obmanne für die Schiedsgerichte der israelitischen Cultusgemeinde, und eine Annahme-Erklärung der Frau Jella Caro, betreffend ihre Berufung in das Ueberwachungs-Comitä für das israel. Altersversorgungshaus; ferner eine Zuschrift des Curatoriums der israelitisch-theologischen Lehranstalt in Wien, betreffend die Neuconstituirung des Curatoriums; ein Dankschreiben der Frau Annica B e nv e n i st i für die ihr seitens des Vorstandes zugekommene Gratulation anlässlich der ihr verliehenen Aller- *) Im Jahre 1899 gestorben. Anm. d. Red.