Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 668 (13.8.1937)
- Date
- 1937-08-13
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Ulf a Oll STIMMI Nr. 668. — Wien, Freitag, 13. August 1987. Die Juden in l/ruguay Erst seit etwa 40 Jahren wohnen in Uruguay überhaupt Juden. Doch belief sich die Zahl der hier ansässigen jüdischen Familien bis zum Kriege nur auf etwa 30 bis 40, die aber nicht direkt von Europa eingewandert waren, sondern fast alle aus Argentinien kamen. Erst nach dem Kriege wunderten einige wenige Familien von Europa direkt ein. Eine Einwanderung in größerem Maßstabc begann 1922/23. Man kann sie als eine verhinderte argentinische Einwanderung bezeichnen. In diesen Jahren wurde nämlich die Einwanderung nach Argentinien wesentlich erschwert. Es war für viele jüdische Emigranten unmöglich, sich die von den argentinischen Konsulaten in Europa geforderten Papiere zu beschaffen. Der Herkunft nach setzen sich die jüdischen Einwanderer aus Russen, Polen, Litauern, Ungarn, Türken und — seit 1933 — auch aus Deutschen zusammen. Genaue Angaben über die Zahl der in Uruguay lebenden Juden, von denen der größte Teil in der Hauptstadt Montevideo wohnt, sind nicht zu haben. Die Schätzungen gehen weit auseinander. Tatsächlich dürften etwa 30.000 bi s 35.000 Juden in Uruguay wohnen, darunter etwa 800 deutsche Juden, die, abgesehen von etwa 3 bis 4 Familien sämtlich erst nach 1933 hier eingewaudert sind. Antisemitische Strömungen Der Antisemitismus, der noch vor wenigen Jahren in Urugay vollkommen unbekannt war, macht sich in a 11 e r j ü n g- 8ter Zeit immer stärker bemerkbar. Er wird ideell und materiell offenbar von nationalsozialistischer Seite genährt. Dafür spricht die Tatsache, daß auch in Uruguay die in spanischer Sprache erscheinende und vom „Aufklärungsamt für Bevölkerungspolitik und Rassenfragen“ in Berlin W 8, Wilhelmstraße 63, herausgegebene „CoTrespondencia Estranjera sobre Politica racial“ (Rassenpolitische Auslands-Korrespondenz) sowie spanische Flugblätter de« „Deutschen Fichtebundes E. V.“, Hamburg, verteilt werden. Das Heft der Rassenpolitischen Korrespondenz ist nur einseitig bedruckt, also offenbar zum Nachdruck in der hiesigen Presse bestimmt. Von privater Seite wurde, wie glaubwürdig berichtet wird, vor kurzem der Versuch gemacht, mit der Zeitung „La Tribuna Populär“ wegen der fortgesetzten antisemitischen Veröffentlichungen zu verhandeln. Von der Geschäftsleitung sei aber erwidert worden: „Mit der deutschen Regierung können Sie doch nicht konkurrieren.“ Der Antisemitismus findet ein günstiges Feld in den Kreisen 1 e r k 1 e in en Kau f 1 e u t e u nd Handwerker. Ähnlich liegen die Dinge im Kleinhandel. Vor einigen Monaten ist eine jüdische Abordnung bei dem Staatspräsidenten Terra vorstellig geworden, um gegen die antisemitische Agitation zu protestieren. Der Staatspräsident hat darauf erwidert: „Es bestehen keine Probleme religiösen Charaktere, die eine unfreundliche Handlung gegen irgend eine Gemeinschaft rechtfertigen könnten. Ich habe immer mit Sympathie die Juden betrachtet, weil sie durch ihr besonderes Schicksal einen höheren Grad von Vorbereitung und Vervollkommnung für den Lebenskampf erreicht haben.“ Vor dem Gesetz genießen die Juden — uruguayische und eingewanderte — vollkommene Gleichberechtigung und absolute Freiheit der wirtschaftlichen und kulturellen Betätigung. Antisemitische Presse vor kurzem gab es ein antisemitisches Wochenblatt „El Orden“, das in Stil und Aufmachung dem „Stürmer“ zum Verwechseln ähnlich sah. Seit einigen Wochen ist diese Zeitschrift jedoch nicht mehr erschienen. Antisemitische Tendenz hat auch das Organ der Deutschen Kolonie ..Deutsche Wacht“. Jüdische Presse In jiddischer Sprache erscheinen sechsmal wöchentlich das „Folksblatt“ und „Unser Freind“. Es handelt sich um Tageszeitungen, die Berichte auf allen Gebieten des täglichen Lebens bringen. Die Halbmonatsschrift „Decimos“ dient, wie der Untertitel ausdrücklich sagt, der Bekämpfung des Antisemitismus. Die Zeitschrift kam Anfang dieses Jahres heraus, erscheint aber nur sehr unregelmäßig. Von der Zeitschrift „Tribuna Cultural“ ist bis jetzt Heft 1 bis 6 erschienen. Sie ist ziemlich unaktuell. Daneben gibt es noch eine Reihe jüdischer Vereinszeitschriften. Jüdische Seibsthiife Die Primera Cooperativa MutualsraelitaS. A. wurde im Jahre 1925 von sieben Mitgliedern und mit einem „Kapital“ von 110 Pesos gegründet. Die Aufgaben des neuen Unternehmens waren: die jüdischen Einwanderer, die ins Land kamen, mit einem Kredit zu unterstützen, der ihnen gestattete, sich in unserem Lande niederzulassen, eine Werkstatt, ein Geschäft oder eine Farm zu erwerben, damit sie nicht der Gemeinschaft zur Last fielen, die sie so gastfreundschaftlich aufgenommen hatte. Da war es das neue Unternehmen, das sich die Aufgabe stellte, die erforderliche Hilfe zu leisten. Als „Kooperative“ war es kein Wohltätigkeitsinstitut, sondern eingeschäftlichesUnternehmen, das sich auf einem System von Darlehen aufbaute, die der Einwanderer, nachdem er sich selbständig gemacht hatte, in kleinen monatlichen Raten zurückzahlte und auf diese Weise dazu beitrug, daß die Hilfe auch seinen anderen Glaubensgenossen, die in der gleichen Lage waren, zuteil wurde. Der genossenschaftliche Gedanke, die gegenseitige Hilfe', waren die Grundlage des Unternehmens. Das Kapital der Gesellschaft wuchs überraschend und aus den 110 Pesos von 12 Jahren sind heute ungefähr 400.000 geworden. Die Gesellschaft hat trotz der geringen Leistungsfähigkeit der Kreditsuchenden, fast keine faulen Schuldner, obwohl sie im vergangenen Jahr für 1,400.000 Pesos Darlehen ihren Mitgliedern gewährte. Augenblicklich hat die Primera Cooperativa Mutua Israelita. S. A. ein Verfahren eingeleitet, um die Genossenschaft in eine Bank mit einem Aktienkapital von einer, Million umzuwandeln. Um zu verhindern, daß die Erkrankten oder die Hinterbliebenen der verstorbenen Mitglieder Wohltätigkeit in Anspruch nehmen müssen und so dem Lande zur Last fallen, wurde im Jahre 1930 der Krankenkassenfonds gegründet. Dieser Fonds entwickelte sich erheblich und gegenwärtig gewährt er den Mitgliedern die gesamte ärztliche Behandlung unentgeltlich, besitzt einen Stab von 25 Ärzten, eine eigene Apotheke, die dem Mitglied Arzneien kostenlos liefert und außerdem bekommt das Mitglied im Krankheitsfalle ein Peso pro Tag, was ein Mitglied der im Lande bestehenden Krankenkassen sich nicht einmal träumen lassen kann; ferner eine Invaliditätsabfindung bis zu 200 Pesos und außerdem noch das Sterbegeld von 300 bis 600 Pesos. Alle diese Leistungen erhält das Mitglied gegen den äußerst geringen Beitrag von nur 0‘80 Pesos monatlich. Die Kalenderreform Der Schriftsteller Marcus S i 1 b e r s c h a t z lenkt die Aufmerksamkeit der jüdischen Öffentlichkeit darauf, daß die seit 1931 gebannte Gefahr eines Reformkalenders mit Blankotag durch einen Vorstoß der chilenischen Regierung wieder akut geworden ist: es droht die Einführung schon zum 1. Jänner 1939. Die Gefahr des aus Rationalisierungsgründen geplanten Reformkalenders mit Biankotag (das heißt der Verwandlung des 365. Jahrestages in einen zu keiner Woche gezählten Feiertag, um das Jahr auf genau 52 Wochen abzurunden, liegt darin, daß sich der kalendarische S a bbath jährlich um einen oder zwei Tage vom astronomischen entfernen müßte, so daß die sahbathfeiermlen Juden die Wahl hätten, entweder auf den Sabbath zu verzichten oder jedes Jahr an einem anderen kalendarischen Wochentag, der mit dem betreffende astronomischen S ab b a th identisch wäre, ihre Betriebe geschlossen zu halten, was eine „Verwirrung bei den Kunden und daher eine Geschäftsschädigung hervorriefe. Der Völkerbund hat den (ursprünglich in Deutschland angeregten) Vorschlag Chiles den Regierungen übermittelt, die ihn a.n die wirtschaftlichen Korporationen weiterzuleiten haben. Gegenwärtig ist diese Aktion im Gange. Bei Erzielung einer Dreiviertelmehrheit zugunsten des Projekts soll die Einführung des neuen Kalenders, wie gesagt, am 1. Jänner 1939 erfolgen; dabei ist es unklar, ob die Sache noch vorher vor einem Plenum zur Debatte gestellt werden soll. Eine Reihe wirtschaftlicher Korporationen hat sich bereite für den neuen Kalender ausgesprochen. Silberschatz hat in Publikationen, die 1930/31 in der „Stimme“ erschienen sind und in Eingaben an den Völkerbund die Eliminierung der religiösen Fragen aus dem Komplex projektiert. Im Bericht des offiziellen Genfer Kalenderrefonmkomitees an die zuständige Sektion des Völkerbundes, der Mitte Juni 1931 erstattet wurde, wird ausgesprochen, daß Fragen von wesentlich religiösem Charakter zur Gänze der Entscheidung derinteressierten religiösen Instanzen überlassen bleiben sollen. Zionistisches Gartenfest in Sauerbrunn. Über Initiative der Herren Dr. Kopel Blum und Arnold Dawid hatte sich in Sauerbrunn ein Komitee aus 30 Damen und Herren zur Durchführung eines zionistischen Gartenfestes in Sauerbmmn zugunsten des Keren Kajemeth gebildet. Das Fest fand am 8. d. statt und nahm einen animierten Verlauf. Dr. Blum begrüßte die zahlreichen Gäste, u. aauch den Bürgermeister Ing. Buchiger, worauf Frl. Guggy S i nger einige Lieder in vorzüglicher Weise vortrug. Der Wiener Gesangshumorist Herr Eugen Hoffmann erzielte durch seine Darbietungen große Heiterkeit. Auch die Gesangsvorträge des Herrn Oberkantors Wahrmann, der nebst Opernarien auch jüdische Lieder brachte, fanden begeisterte Aufnahme. Die Klavierbegleitung besorgte Frau Hilde Dawid. Frl. Sonja Bieler, eine junge Tänzerin, rief durch ihre Solotänze stürmischen Applaus hervor. Im Anschluß daran fand eine Schönlieitskonkurrenz statt, aus welcher Frl. Mutzy Schall als Siegerin hervorging. Vor Abschluß des Festes sang noch Herr Benjamin Zauderer hebräische und jüdische Lieder, die mit großem Beifall quittiert wurden. Das Gartenfest erbrachte dem Keren Kajemeth einen Reinertrag von zirka 470 SöhiEimg. Mitteilungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt bekannt, daß B e t sitzkarten für die Gemeindesynagogen und temporären Betveranstaltungen anläßlich der diesjährigen hohen israelitischen Feiertage bereits wie folgt erhältlich sind: Für den Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4, Leopoldstädter Tempel, II., Tempelgasse 5, Großer Musikvereinssaal, I. Bezirk, Dumbagasse 3 und SophiensaaJ III. Bezirk, Marxergasse 17, an der Hauptkassa der Kul- In jedes jüdische Haus ,Die Stimme" tusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, von 8 llhi früh bis 1 Uhr mittags, für den Fiinfhauser Tempel, XV., Turnergasse 22, Ottakringer Tempel, XVI., Ilubergasse 8, Wä-hringer Tempel, XVIII., Schopenhauerstraße 39 und Floridsdorfer Tempel, XXI., Ilolzmoistergasse Nr. 12, in dem betreffenden Kullusbezirksamt am Standort der angeführten Gemeindesynagogen, und zwar von 8 Uhr früh bis 12 Uhr mittags und von 2 bis 6 Uhr nachmittags. Da die hohen Feiertage bereits am 5. September 1. J. beginnen una ein großer Andrang bei den Kartenausgabesteilen zu erwarten ist, wird das jüdische Publikum ersucht, ehestens diese Karten zu besorgen, da sonst der Fall cintreten könnte, daß die gewünschten Betsitzkarten nicht, mehr erhältlich wären. Die Parteien, welche anläßlich der diesjährigen hohen Feiertage auf die im Vorjahr benützten Sitzplätze für den Großen Musikvereinssaal oder Sofiensaal Anspruch erheben, können die neuen Karten gegen Vorweisung der vorjährigen an der Hauptkassa der Israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse Nr. 4, I. Stock, bis spätestens Donnerstag, den 26. d. beheben. Die bis dahin unbehobenen Sitzkarten gelangen ab Freitag, den 27. d. zum allgemeinen Verkauf. Todesfälle. Schaßer Jakob (80); Flügelmann Eduard recte Bernhard (80); Ullmann Flora (80); Stagl Leopold (75); Melzer Aron Mayer (83); Stiefelband Isak (77); Fischer Eduard (70); Kudrna Julius (54); Landau Alexander (65); Pongratz Stefan, Techniker (32): Herzog Leopold (83); Blau Berta (57); Kleinberg Freude (53); Lewingcr Deborah (83); Kaan Rebekka (83); Schwarz Mini und Kind (24); Meitzer Moriz (59); Weiszmann Joachim (68), Larnpl Salomon (84); Wolisch Wolf (78); Tycho Fritz (40), Neuer Albert (37); Barasch Marie (71); Weidmann Schlomo (77); Herschkowitz Ludwig (64); Beck Emil (58); Seid ne r Ludwig (88); Freschel Alois (65); Friedmann Richard (61); Ungar Jenny (75); Frankl Jakob (75g Reich Sigmund (67); Rosenstein Paula (73); Wiedermann Aron (34); Sieber Adele (82): Schönbach Blume (66): Jellinek Emma (58); Weiss Ernestine (67); Nachwaltet Juda Hersch (81): Rothbart Jakob (80); Friedl Rosa (69); Goldhammer Nathan (74); Prager Hermann (74). FILME__ MBXm? UfJVmjJWIll WUnflMPSWMSH—KM—HB—CTSBBP—S Filme ohne Arier-Paragraph Die Glückspuppe. — Alle gegen einen. — Der geborene Verkäufer. — Lustige Sünder. — Menschen im Hotel. — Die Polizei greif! ein. — Liebe eines Fremden. — Der kleine Kavalier. — Die Perlen der Krone. — Die Insel ohne Sünde. — Der geliebte Vagabund. —■ Kopf in der Schlinge. — Drei kleine Gangster. —_ Hochverrat. — Drei-Groschen-Oper. — Wien, Wien, nur du allein. — Land ohne Musik. — König des Lachens. — Motiv unbekannt. — Es geschah zu Silvester. — Safari. — Verfluchtes Geld. — Hokus-Pokus. —- Liebe — nichtgenügend. — Susy. — BraddOck gegen Louis. — La belle Equipe. — Tanz unter dem Galgen. -• Die gute Erde. — Drei süße Mädel. — Menschen unter Menschen. — Paris. — Jazz- Kadetten. — Samson. — Liebe macht blind. — Mord im Opernhaus. — Station Nordpol ruft. — Das öffentliche Ärgernis. — Die rote Robe. — Jagd auf Gangster. — Lachkatastrophe. — Adam und Venus. Heute: „Jagd auf Gangster.“ Eine überaus interessante Rolle verkörpern die schöne Frances Drake in der neuen Kriminalsensation der 20th Century Fox „Jagd auf Gangster“. Brian Donlevy, ihr Partner, spielt in diesem Film einen G-Man. Die Uraufführung findet ab Freitag im Kreuz- und Luxpalast-Kino statt. Heute: „Adam und Venus.“ Das neue Gesellschafts-Lustspiel der Metro- Coldwvn-Mayor „Adam 'und Venus“, in welchem die unvergeßliche Jean Harlow die Roll© der Venus spielt, welcher als Adam einer der jüngsten männlichen Filmstars, nämlich der charmante Robert Taylor, gegen übers teilt, gelangt heute im Elite-, Opern- und Votivpark- Kino zur österreichischen Uraufführung. Heute: „Lachkatastrophe.“ Im Tuclilauben-, Schwarzenberg-, Münstedt-, Stafa- und Flieger-Gartenkino findet die Premiere des neuen musikalischen Lustspiels „Lachkatastroplie“ statt, in welchem neben einer Anzahl Komiker auch Stau Lau re! & Oliver Hardy mitwirken. Die beiden Komiker betätigen sich in diesem Film zum erstenmal in ihrer Laufbahn musikalisch. Bezugsbedingungen: Monatlich S 1.50, vierteljährlich S 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—, Tschechoslowakei vierteljährlich Kß 24.—, Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.—, Polen vierteljährlich Zloty 6.59. Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20, Rumänien vierteljährlich Lei 120.—, übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50. Redaktion und Administration: Wien, I., Marc- Aurel-Straße 5 Tel.: U 22-3-91. Redaktions- Schluß Montag und Mittwoch vormittags. Postscheck Konti: Österreich Nummer D 113.546, Polen Nr. 191.190, Tschechoslowakei Nr. 500230. Jugoslawien Nr. 40.879. Eigentümer, Vorleger imd Herausgeber: Zionistischer Landosvorband für Österreich, Wien, I., Marc-Aurol-Straßo 5. — Verantwortlicher Redakteur: Robert Polowcr, Wien, I., Marc- Aurcl-Straßo 5. — Druck: Vernay A. G., Wie«, IX* Ornkbugaim 8-»tA Von den Zeitungen, die in Uruguay erschien, hat einen ausgesprochen antiemitischen Charakter nur „La ribuna Populär“. Vor einigen Monaten erschienen täglich if der ersten Seite Hetzartikel gegen die uden. Hauptsächlich richteten sich die Arkel damals gegen die Zeitungs- und Zigaittenstände auf der 18 de Julio — der Kalerstraat Montevideos —, deren Inhaber ^schließlich Juden sind. Das Blatt forerte die Beseitigung dieser Stände. Erfolg it die Kampagne bislang nicht gehabt. Das latt veröffentlicht fast täglich auf der er- ,en Seite kurze, durch Fettdruck hervorahobene Artikel, die zum Boykott des [idischen Handels auffordert. Äußerem enthält die ständige Rubrik „Qujsicoseas“ (Kurze Notizen) regeliläßig antisemiti-;he Bemerkungen. Es ist mögiieb, daß diese antisemitischen rfcikeJ druckfertig von nationalsozialisti- Seite moA bezahl* werden, Bta Vom 13. bis 16. AugusS KREUZ-KINO Uraufführung I Frances Drake, Brian Donlevy in: JAGD AUF GANGSTER1 Beginn: 4. %6. V,8, ‘ ,10 Uhr IMPERIAL-KINO I. Rotenturm8traße 19 Teiephon : U 22-1-12 Neuaufführung I Greta Garbo, Robort Taylor in: „Knmellendame“ Beginnt fi*0, 6“, 1«, 9*° Uhr A 49-0-60 7,7 u. 9 Uhr Vorverkauf ab */«10 Uhr vorm. Paul Muni, Luise Rainer In: „DIE GUTE ERDE“ Jugendliche haben Zutritt Täglich 10 bis 18 Uhr : Lobende Zeitung. Kurzfilme und Interessante Wochenschauen. Allelnauf führung fllrganz Wien, M. Q. M. Tatsachenberichte NESTR0Y-T0N-KIN0 13. bis 14. August: Mao Robeson ln: „Lady für einen Tag“ tafllniirw* *',4 V»«, 7|10 Mr. It. ab y. 4 Vhf