Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 664 (30.7.1937)
- Date
- 1937-07-30
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 10 Dil ST1MMI Nr. 664. — Wien, Freitag1, 30. Juli 1937. firntuloinD shiüh UlllUJftullib Wien. i. SiiMiltnm» Kt 2 XI., Zentralfriedhof, neben dem i. Ttr. Samstag fisthtissen Verhetzung der indischen Mohammedaner Das in Bombay erscheinende Organ der Juden Indiens, „Jewis-h Tribüne“, schreibt in »einer Juliausgabe unter dem Titel: ,3 ine gefährliche Form der Propaganda“: Wir haben kurz berichtet, daß die Allindische Palästina-Delegation, aus ein oder zwei Mitgliedern bestehend, nach England abreiste, um die englischen Oberbehörden mit den Ansichten der indischen Moslems in Bezug auf die Palästinafrage bekannt zu machen. Die indischen Moslems wissen zu wenig über Erez Israel, als daß sie fähig wären, irgend welche „Ansiebten“ auszudrücken. Sie sind nicht informiert über diie wahre Sachlage in diesem Lande und sie sind zu sehr mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt, als daß sie in arabische Politik verwickelt werden sollten. Eine sehr kleine Gruppe von indischen Moslems hat jedoch eine heftigie Agitation gegen den Zionismus entfacht, und diese Propaganda ist derart, daß sie die religiösen Empfindungen der Moslems aufstacheln kaun. Die Juden werden fälschlich beschuldigt, den Besitz der Heiligen Stätten des Islams in Erez Israel anzustne.ben. Kein Geringerer als Abdur Rahman 8 i dd i q i, Mitglied dieser Allindischen Palästina-Delegation, bemerkte vor seiner Abreise im „Bombay Ghronicle“: „Der Mohammedaner kann nicht zulassen, daß ihm seine religiösen und kulturellen Institutionen zerstört werden, und er selbst ln die Wüste gejagt wird, indem er zustimmt, daß seine Länder und Heiligen Stätten in bedeutungslose Objekte verwandelt werden. Ob dieser Frage sind die Moslems der Welt ebenso interessiert wie die Moslems Palästinas.“ Eine solche Feststellung ist nicht allein gefährlich, sondern sie kann unsagbares Leid Hervorrufen. Wir bestreiten die Richtigkeit der Feststellung. Wir würden gerne wissen, ob irgend eine „religiöse und kulturelle Institution“ den Arabern zerstört worden ist in den zwanzig Jahren intensiver jüdischer Kolonisationsarbeit in Erez Israel. Kann im Ernst gesagt werden, daß die Juden jemals Absichten in Bezug auf die Heiligen Stätte der Moslems gehegt haben? Nichts was jemals gesagt oder getan wurde, kann dies bestätigen. Warum wendet man aber dann diese falsche Propaganda au? Die Jaden haben im Gegenteil stets den größten Respekt für Heilige Stätte<n gehabt und oft und oft haben jüdische Führer den Arabern versichert, daß ihre Heiligen Station in ihren Fänden eich niemals in Gefahr befinden würden. Die Juden wollen in Erez Israel in größter Freundschaft mit den Arabern leben, ohne Absicht, sie zu beherrschen, aber anderseits auch nicht von ihnen beherrscht zu werden. Denn sie haben es immer gefühlt, daß das Wohlergehen des Landes gänzlich abhängt von dem guten Willen und der Zusammenarbeit zwischen Juden und Arabern. Siie würden alles daransetzen, um dieses Ziel zu erreichen, falls Parteileute, deren Geschäft das Unruhestiften ist, zur Seite geschoben würden und falls solche Beschuldigungen wie jene des Herrn Abdur Rahman Siddiqi, nicht erhoben würden. Die indischen Moslems sollten zuerst herausfinden, welche Heiligen Stätten in Erez Israel sich jemals in Gefahr befunden haben! Französisches Plaidoyer für David Frankfurter Das „Israelitische Wochenblatt“ (Zürich) macht auf eine kleine Schrift aufmerksam, die soeben in dem politisch neutralen, französischen Verlag Edition Denöel unter dem Titel „L’affaire Frankfurter“ erschienen ist Die Autoren, der bekannte Deputierte Pierre Bloch und Didier Meran stellen fest, daß die Welt infolge der vielen Ereignisse den Prozeß Frankfurter nicht gebührend beachtet hat. Die Verfasser begnügen sich aber nicht mit einer einfachen Tatsachenwiedergabe, sondern die Ausführungen sind ein sehr wirkungsvolles Plaidoyer für Frankfurter gegen die Behauptungen des Staatsanwaltes und das Urteil, das „nicht eine Synthese zwischen Anklage und Verteidigung“ gesucht hat, sondern die Ausführungen der Verteidigung unberücksichtigt läßt. Die Autoren können nicht verstehen, daß es ein — unpolitischer Prozeß gewesen sein soll, obwohl alle Beteiligten, vor allem auch die Zivilpartei, doch das politische Moment immer wieder hervorheben, sie begreifen ebensowenig, daß das Gericht, nicht als Grund der Tat die. grauenvolle Verfolgung der Juden in Deutschland anerkennen will, weil nicht persönliche Verwandte betroffen sind. „Die Gesetze würden also einen Frankfurter, der einen Vater rächt, freisprechen, aber einen Frankfurter, der sein Volk rächt, verurteilen!“ Es heißt weiter auf Seite 81: „Die Richter von Chur erkennen zweifellos Teil als Nationalhelden an, aber wenn sie ihn zu richten hätten, würden sie ihn ohne Zweifel zu 18 Jahren Zuchthaus verurteilen, wenn nicht sogar noch härter, denn Teil war von robuster Gesundheit.“ Jüdische Buchaussteltung Auch für den 20. Zionisten-Kongreß wurde dem Verlag R. Löwit (Dr. Mayer Präger) die Aufgabe übertragen, eine repräsentative Schau des jüdischen und vor allem neuhebräischen Buches zu veranstalten. Dr. Präger wird im Stadttheater, Zürich, in der Zeit vom 3. bis zum 17. August eine Verkaufsausstellung der gesamten modernen jüdischen Literatur in hebräischer, deutscher und englischer Sprache veranstalten, zu der alle Freunde des jüdischen Buches eingeladen sind. Diese Ausstellung wird auch eine Reihe von sehr wichtigen Novitäten der zionistischen Literatur, vor allem den soeben fertiggestellten zweiten Band von Böhms „Geschichte des Zionismus“ zeigen, die bis in die neueste Zeit reicht und auch den Peel-Vorschlag' eingehend behandelt. Dollfuß-Gedenkfeter des Bundes jüdischer Frontsoldaten Am 24. Juli fand in dem vom Präsidium der türkisch-israelitischen Gemeinde zur Verfügung gestellten Tempel die vom Bund jüdischer Frontsoldaten Österreichs veranstaltete Gedenkfeier für Bundeskanzler Dr. Dollfuß statt. Unter Orgelklängen wurden vom Bundesführer, Hauptmantu a. D. Siegmund Edler von Friedmann die Ehrengäste zu ihren Plätzen geleitet, worauf die Fahne des Bundes feierlich eingeholt wurde, und vor dem Altar Aufstellung nahm, wo bereits mit der Goldehen Tapferkeitsmedailile ausgezeichnete Bundesmitglieder Ehrenposten standen. Rabbiner Doktor B. Murmelstein hielt die Gedächtnisrede, in welcher er in trefflicher Weise eine Parallele zwischen dem Propheten Zacharias, der als Erneuerer de3 Heiligen Landes gilt, und dem verewigten Dr. Dollfuß zog. Er sagte unter anderem: „Drei Jahre sind es her, seitdem der große Führer Österreichs unter Mörderhänden verblutet ist, aber das Werk, das er geschaffen hat, konnte nicht mehr zerstört werden. Von dem Ideal des unsterblichen Kanzlers beseelt, hat sein Freund und Nachfolger es übernommen, den Weg fortzusetzen und wenn zu dieser Stunde Millionen Kerzen ihr Licht erstrahlen lassen, unzählige Österreicher des Verewigten gedenken, so gedenken auch der Bund jüdischer Frontsoldaten Österreichs und alle Juden des Führers in treuer Verbundenheit mit diesem Lande, das er zu neuem Leben erweckt hat.“ Bundesführer Hauptmann a. D. von Friedmann sprach Gedenkwort für den Kanzler: „Wenn heute der Todestag in ganz Österreich in Trauer begangen wird, so können wir Juden dies mit um so reinerem Herzen tun, da nicht einmal der schärfste Judengegner uns eine Verbindung mit jenen Kreisen nachsagen kann, die den Kanzlermord vorbereitet und ausgeführt haben. Wir verehren in dem Verewigten den Erneuerer Österreichs, den Begründer einer neuen Epoche unseres Vaterlandes.“ Nach diesen Worten entzündete der Bundesführer das Seelenlicht für den toten Bundeskanzler. Nach der ReziHenmg des Gebetes für das Seelenheil des Kanzlers sprach Rabbiner Dr. Murmelstein das Totengebet. Mit der österreichischen Bundeshymne und dem Lied deT Jugend schloß die Feier. * Dollfuß-Gedenkfeier in Bad Gleichenberg. Die jüdischen Kurgäste in Bad Gleiehenberg feierten im Rahmen des Freitag-Abend-Gebetes am 23. d. M. im Retsaale des Hotel Thererienhof die Wiederkehr des Todestages Dr. Dollfuß. Als Repräsentant der Vaterländischen Front war der Bezirksleiter Magister Roda anwesend. Rabbiner Prof. Dr. K. Kupfer (Wien) sprach über das bedeutungsvolle Wirken und so tragische Ableben des Bundeskanzlers. Die weihevolle Stimmung wurde durch den Vortrag des Gebetes für das Seelenheil des Verstorbenen, gelungen von Oberkaetor A. Braun aus Wien, und von den Anwesenden stehend angehört, gehoben. Zum deutsch-arischen Adreßbuch Herr Dr. Gustav Neurath in Graz schreibt uns: In der Nummer 661 vom 20. Juli der „Stimme“ ist auf Seite 4 unter Rubrik „Arische Hotels“ auch „Erzherzog Johann“ angeführt. Daß das Hotel und Caiferestaurant Erzherzog Johann in Graz in die Liste „Arische Hotels“ aufgenommen wurde, beruht sicherlich auf einem Irrtum. Zum Beweise dafür, daß das Hotel und Cafö Erzherzog Johann nicht zu jenen Betrieben gehört, welche aiuf jüdische Gäste nicht reflektieren, gestatte ich mir folgendes anzuführen: 1. Meine Frau hat seit zwei Jahren die alleinige Leitung der Bridge-Stube im Erzherzog Johann, welche hauptsächlich von jüdischen Gästen besucht wird. 2. Die Kameradschaftsabende des Bundes jüdischer Frontkämpfer, dem auch ich die Ehre habe, anzugehören, werden im Hotel Erzherzog Johann abgehalten. 8. Die Sitzungen und Veranstaltungen der jüdischen Frauenorgan isation „WIZO“ finden im Erzherzog Johann statt. Diese Beispiele wenden wohl genügen, um zu .beweisen, daß das Hotel und Caf6 Erzherzog Johann und deren Besitzer nicht antisemitisch eingestellt sind. Kultur- und Fürsorgevereinigung der älteren Privatangestellten. Ein unter diesem Namen in Gründung befindlicher, behördlich bewilligter Verein bezweckt den vereinsmäßigen Zusammenschluß aller über 35 Jahre alten Privatangestellten zum Zwecke einer neben der staatlichen und gewerkschaftlichen Unterstützung einhergehenden Befürsorgung seiner bedürftigen Mitglieder. Die konstituierende Versammlung soll demnächst stattfinden, weshalb an alle über 35 Jahre alten, insbesondere an die derzeit postenlasen Angestellten, die Einladung ergeht, ihre Mitgliedschaft bei dem Proponenten des Vereins: Dr. rer. pol. Adolf Süßmann, Wien, XXI., Wagramerstraße 103, ungesäumt anzumelden (nur schriftlich!). Markus-Herschkowicz-Abend. Infolge der Ferien wurde der für den 7. August bestimmte Theaterabend endgültig auf den 7. September (2. Tag Rosch-Haschana) verlegt. Die Vorstellung findet im Theatersaal des Hotels Bayrischer Hof statt. Die gelösten Karten behalten ihre Gültigkeit. Zionistische Bezirkssektion VIII/IX, Wäbringerstraße 6/8 (Eingang Hörigasse 2). Die Sektionsräume, in denen außer den jüdischen Blättern auch die „K ong r e ß - Z e i t un g“ aufliegen wird, bleiben während der Kongreßdauer in der Zeit von Montag bis Donnerstag von 7 bis 9 Uhr abends geöffnet. Die österreichische Soldatenfront veranstaltet Sonntag, den 15. August, ein großes A l fcsoldatenwiedersehensfest in Bad Ischl. Aus diesem Anlässe wird von Wien aus ein eigener Sonderzug geführt werden. Der Fahrpreis beträgt bei der Sonderzugsbenützung für Hin- und Rückfahrt zusammen S 13.20. Abfahrt ab Wien am 14. August um 23 Uhr. Die Benützung des Sonderzuges steht jedermann frei. Anmeldung drei Tage vorher bei der KINOPROGRAMME Vom 30. lull bis 2. August KREUZ-KINO Uraufführung „öffentliches Ärgernis" mit Jean Arthur Beginn: 4, V*6, 7,8, 7*10 Uhr KRYSTAIL-KINO „Drei sSfie Mädels" In deutscher Spraohe WoehfnUgt: 8, 7, 0 Uhr. Sonnu. Fel artig«: I, 5, 7, 8 Uhr IMPERIAL-KINO I., Rotenturmstraße 19 Telephon : U 22-1-12 3. Woohe: Uraufführung! Jullen-Duvlvier-Fllm „La belle Equipe" Beginn: 3*°, 5”, 7‘°, 9l# Uhr A 49-0-60 7,7 u. 9 Uhr Paul Muni, Lulsa Rainer, Tllly Losch In: „DIE GUTE ERDE“ tfonteikaof ab 7,10 Ohr »ora. Täglich 10 bis 18 Uhr: Lebend« Zeitung- Kursfilme und Interessante Wocheneehauen. AllelneuffQhruna fUr gans Wien, M. O. M. Tatsachenberichte NESTR0Y-T0N-K1N0 TdephraVdJTO? 30. Juli: „Mord m dor ManHathan“ 31. Juli: „SEHNSUCHT“ 1. August: ..Menschen In Weiß“ 2. August: „Schuld und Stthne“ Beginn: Wo. *>, 8, '/> 8, V. 10 Uhr. So. ab '/> * Uh» Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich, Wien, I., Marc-Aurol-Straße 5. — Verantwortlicher Redakteur: Robert Polower, Wien, I., Marc- Aurol-Straße 5. — Druck: Vernay A. G., Wien, > IX., Canisdusgawe 8—10, JÜDISCHE” KflIENDER 30. lull bi! 5. A1131M 1937. 2t. bis 28. A*. 5097 Freitag (30.) Sabbath-Elngang 730 Samstai (31.) Sabbath-Ausgang 820 Wochenabschnitt: Elkew österreichischen Soldatenfront in Wien, VI., Mariahilferstraße 1 c. Die Rückreise wird in Bad Ischl am 15. August 1. J. um 23.30 Uhr angetreten, die Ankunft in Wien erfolgt am Montag, den 16. August, um 5.36 Uhr. Der Jüdische Buchklub. Mit 1. August beginnt der Jüdische Buchklub sein zweites Arbeitsja.hr Die bisherige Produktion dieses vom Verlag R. Löwit geleiteten Unternehmens, die wir wiederholt in unserem Blatt besprochen haben, hat gezeigt, mit welchem verantwortungsvollen Ernst der Buchklub bestrebt ist, dem jüdischen Buch des jüdischen Autors jenen Weg zu bahnen, der ihm sonst versperrt bliebe. Der Jüdische Buchklub kann sich heute bereits auf eine Leserschaft stützen, die sich auch ihrerseits auf jüdische Kultur und Geistigkeit, auf jüdische Schöpferkraft besonnen hat- Das neue großangelegte Werk von Josef Kastein „Jeremias“ (Geist der jüdischen Prophetie) wird anfangs Oktober vorliegen und als Herbstprämie sämtlichen Mitgliedern des Jüdischen Buchklubs zugehen. Werden Sie selbst Mitglied des Buchklubs und werben Sie Mitglieder. Nur S 8.— im Quartal. In jedem Quartal ein repräsentatives jüdisches Buch in Ganzleinen gebunden, keinerlei Nebengebühren. Anmeldungen sind zu richten an den Jüdischen Buchklub (Verlag R. Löwit), Wien, I., Fleisobmarkt 1, Telephon R 31-4-25. Todesfälle. Kohn Mathilde (86), Honig Erwin (34), Holliibscher Helene (28), Zilz Siegmund (78), Spitzer Josef (70), Rechnitzer Ernst (47), Feiler Jakob (47), Koppelmann Marie (82), Pohrille Joeefine (65), Pisk Maiiwine (50), Tusohak Margarete (14), Ränderte Sarah (38), Kafowi Isak (72), Sperling Samuel (70), Löbl (Kind). Borall Charlotte (72), Wiesen Fanny (30), Hernfeld Max (69), Brodmann Berta (75), Hernfeld Regine (66), Steiner Simon (60), Kohn Mathilde (71), Engelstein Frieda (89), Kupferschmied Regine (79), Jellimek, Dr. Theodor, Zahnarzt (69), Steiner Ludwig (72), Schieber Bernhard (65), Rosenzweig Rudolf (38), Dr. EeTzbaum Alexander, Chemiker (51), Österreicher Hanni (84), Kolnik Regine (69), Fink Paul (43), Steinschneider Isidor (66). Zeiner Oskar (64), Haller Ludwig (66), Wolf Rosa (67), Kohn Hermlne (61), Löwy Anna (79), Balsam Pinkas (63), Gröschl Amalie (41), Pollak Rosa (84), Wittels Peter (Kind), Penizek Aniton (69), Perlmutter Fanny (42). FILME Filme ohne Arier-Paragraph Die GlQckspuppe. — Alle gegen einen. —* Der geborene Verkäufer. — Lustige Sünder. — Menschen im Hotel. — Die Polizei greift ein. — Liebe eines Fremden. — Der kleine Kavalier. — Die Perlen der Krone. — Die Insel ohne Sünde. — Der geliebte Vagabund- —* Kopf ln der Schlinge. — Drei kleine Gangster. — Hochverrat — Drei-Groscben-Oper. — Wien, Wien, nur du allein. — Land ohne Musik. — König des Lachens. — Motiv unbekannt — Es geschah zu Silvester. — Safari — Verfluchtes Geld. — Hoku8-Pokus. — Liebe — nichtgenügend. — Susy. — Braddock gegen Louis. — La belle Equipe. — Tanz unter dem Galgen. — Die gute Erde. — Drei süße Mädel. — Menschen unter Menschen. — Paris. — Jazz- Kadetten. — Samson. — Liebe macht blind. Mord im Opernhaus. — Station Nordpol ruft. —: Das öffentliche Ärgernis. Heute: „Das öffentliche Ärgernis.“ Daß Kreuz- Kino, Spezialitääenkino für amerikanische Sen« satioiisfUme, hat zu seiner heute stattflndenden Saisoneröffnung die Columbia-Sensationskomödie „Puhlio Menace“, mit Jean Arthur in der Hauptrolle, gewählt. Hier erscheint der Film unter dem Titel „Das öffentliche Ärgernis“. Der Film schildert die Verfolgung des berüchtigten Gangsterführers Mario Tonelli diurch einen kühnen Zeitungsreportec und dessen Freundin. Film und Wirklichkeit. Der russische Spielfilm „Station Nordpol ruft“, den das Burg- und Imperial-Kino am 4. d. M. horamßbringen, ist vor der Nordpolexpedition Professor Schmidts entstanden, die ihm jetzt eine besondere Aktualität gibt. Hier geht es auch um das Schicksal mehrerer Menschen, die in einer Hütte in der Arktis eingeßchlossen sind, und deren einzige Verbindung mit der Außenwelt das Radio ist. Auch dieser Film zeigt die typische Eigenart der Russonfllme, deren letzter, den man in Wien sah, bekanntlich „Tscheljuskin“ war. Bezugsbedingungen: Monatlich S 1.50, vierteljährlich S 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—, Tschechoslowakei vierteljährlich Kü 24.-8 Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.—, Polen vierteljährlich Zlotv 6.50. Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20, Rumänien viertel- Jährlich Lei 120.—, übriges Ausland viertel« lährllch Schweizer Franken 4.50. Redaktion und Administration: Wien, I., Marc« Aurel-Shabe 5. Tel: U 22-3-91. Redaktions« Schluß Montag und Mittwoch vormittags. Postscheck Konti: Österreich Nummer D 113.546, Polen Nr. 191.190, Tschechoslowakei Nr, 500-230, Jugoslawien Nr. 40.878,