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Die Stimme · 1937-07-20 · Heft 661 (20.7.1937) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 661 (20.7.1937)
Date
1937-07-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
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toft« 4 Oft ITIMMI Nr. 661. — Wien, Dienstag, 20. Juli 1987. mund Ittner, Modenhaus Leschnik, Funke und Loos, Spediteur L. Z. Dworak jun.. Elektro und Radio Friedrich Bollinger, Herrenhüte Oskar Schmidt. Beleuchtungskörper Carl Seyfrieds Wwe.. Beuger-Wäsche. Betti Galimberti Damenhüte, Hemberger und Melitzer (älteste arische Damenhutfabrik Österreichs!), Huthaus St. Ladstätter, Zabranski und Fuchs Damenbekleidung, Franz Zuleger Brautausstattungen, Huber Herrenkleider. Wien III.. die Hotels „Jägerhorn“ und ..Bellevue“, Eibner-Pelze, Architekt Rudolf Schier Wien VII.. Franz Kriehuber, Möbel, Wien XVIII., Optiker Karl Kronfuß. Samengroßhandlung Erwin Haubensak, Josef Kruta Elfenbein und Schildkrot. Skiwerkstätte Karl Schuh, Sporthacke. Trenchcoat Wantky, F. Mulo, Juwelier Friedr, Sito, Ufa-Tonkino, II., Taborstraße 8, Uhrmacher Josef Weishäupl usw. Arische Hotels. Besonders interessiert uns, daß in dem Fremdenverkehrsland Österreich viele Hotelier Weit darauf legen, ihr Ariertum durch Herrn Neugebom der Öffentlichkeit bekanntzugeben, zum Beispiel in der von tausenden Juden frequentierten Stadt Salzburg die Häuser: „österreichischer Hof“, „Goldenes Horn“, „Habsburg“, „Münchner Hof“, „Zur Traube“, in Graz: „Deutscher Bund“, „Erzherzog Johann“, „Schwan“ und Weitzer, in Innsbruck „Grauer Bär“ ubw. * Wir möchten schon heute die zuständigen Behörden fragen, ob sie diese offensichtliche Aufforderung zum Boykott jüdischer Geschäfte mit der Verfassung für vereinbarMch halten und ob sie nicht der Meinung sind, daß hier ebenso wie beim „Christlichen Geschäftsweiser Arag 1936“ eine Nachahmung politischer Methoden aus Deutschland vorliegt, die auch im Interesse des guten Rufes Österreichs abzustellen ist. Post im Tel-Aviver Hafen Jerusalem, 16. Juli. (Palcor.) Zum erstenmal seit Gründung dee Tel-Aviver Hafens wurde dort heute die Poet aus Europa ausgeladen. Bisher pflegte die Poet immer im Jaffa ausgeladen zu werden. Sommerprogramm des Keren Kajemeth. Bisher stehen die nachstehend angegebenen Termine der Sommerveranstaltungen des Keren Kajemeth fest: Sauerbrunn (Bu^genland): 25. Juli im Garten- Oafe Hönigsberg um 5 Uhr nachmittags. Baden bei Wien: 1. August. Bekanntgabe des Programms folgt. Die genauen Daten der in verschiedenen änderen Kurorten und Sommerfrischen Österreichs in Aussicht genommenen Veranstaltungen werden zeitgerecht veröffentlicht werden. Wir wiederholen unseren Appell an die auf Sommerurlaub verreisten Gg„ uns ihre Adressen freundlichst mitzuteilen, damit wir sie — ihr Einverständnis hiezu, als Ablösung ihrer Sommerarbeit, mit Selbstverständlichkeit voraussetzend — in unsere lokale Venanstaltungskomdtees zusammenfassen können. Dr. £11 Strauß: Bibliographie der Schriften Prof. Samuel Krauß’. Neben der Festschrift, die aus Anlaß des siebzigsten Geburtstages des Rektors der Wiener Israelitisch-Theologischen Lehranstalt, Prof. Samuel Krauß, erschien und in der Forscher aus der jüdischen Gelehrtenwelt mit ihren wissenschaftlichen Beiträgen vertreten sind, bildet die vorliegende Bibliographie eine wertvolle literarische Arbeit, die für den Wissenschaftler von großem Nutzen sein wird. Die 1315 Nummern umfassende Bibliographie legt ein beredtes Zeugnis davon ab, wie fruchtbar das Schaffen des Jubilars ist, der alle Gebiete der jüdischen Wissenschaft behandelt hat. Neben den Hauptwerken, unter denen die Talmudische Archäologie als eines der bekanntesten hervorragt, umfaßt die Bibliographie auch sämtliche Aufsätze, Abhandlungen und Rezensionen Prof Krauß’ die in den Zeitschriften niedergelegt sind. Dr. Eli Strauß hat in systematischer Arbeit jeden wissenschaftlichen Beitrag registriert und die Forschungen Prof. Krauß’ vom Jahre 1887 bis 1937 in chronologischer Reihenfolge aneinandergereiht. Mit Unterstützung des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde und anderer Gönner ist es dem Festkomitee ermöglicht worden, diese wertvolle Bibliographie herauszugeben. Möge sie die jüdische Wissenschaft bereichern. Dr. Josua Horowitz. Hechaluz Haklal Ziottl Anmeldung für landwirtschaftliche Hachscharah im Sekretariat des H. H. Z., I., Marc- Aurel-Straße 5, im Zentralheim, II., Novaragasse 29, im Stadtkibbuz, II., Rueppgasse 8, und in allen Snifim des H. H. Z. Mitgliederzusammenkunft während der Sommermonate jeden Mittwoch um 8 Uhr abends im Zentralheim, II., Novaragasse 29. Snif VIII/IX, Währingerstraße fr—8. Zusammenkunft während der Sommermonate jeden Montag um 8 Uhr abends. Gartenfest. Wie schon kurz angekündigt, findet am Sonntag, den 25. d, M., in Sauerbrunn (Burgenland), um 5 Uhr nachmittags, im Garten-Cafe Hönigsberg ein Gartenfest statt; an der Spitze des vorbereitenden Komitees stehen die Herren Dr. K. Blum und A. Davvid. Das Programm umfaßt heitere und ernste Lieder sowie Rezitationen. Da der Reinertrag dem KKL. zutließt, ist ein starker Besuch der Veranstaltung zu gewärtigen. Die hebräische Universität Zur gleichen Zeit, da uns die ebenso sinnwidrige wie gefährliche Absicht der Mandatarmacht bekannt wird, Jerusalem, das Herz des Landes, herauszuschneiden aus dem projektiertem, an und für sich arg verstümmelten jüdischen Staat, erreicht uns eine kleine Schrift, die fernab von Diplomatie und Politik, von lauter Phrase und schleichender Hinterlist Zeugnis ablegt von dem stillen, unablässigen Wirken jüdischer Wissenec.haftsfreunde: der Rechenschaftsbericht 1937 der Jerusalemer Universität. Es ist wohl die jüngste Universität der Welt' — ihre Eröffnung hat erst 1925 stattgefunden — dennoch erhebt sich auf dem Skopusberg bereits eine ganze Stadt der Wissens c h a f t, wie aus dem Nichts aufgerichtet. Da ist das Chemiegebäude mit seinen Laboratorien für Forschung und Unterricht, mit den Abteilungen für Parasitologie, Hygiene und Bakteriologie, mit seinen zoologischen und physiologischen Laboratorien, das Einstein- Institut für Mathematik, das David- Wolfsohn-Haus mit National- und Universitätsbibliothek, orientalischem Institut und archäologischer Sammlung, das. Klubhaus der Universität, das Amphitheater, das 2200 Personen faßt (unter der Bühne befinden sieb das M u s e u m für die Botanik der althebräischen Literatur und eine prähistorische Sammlung), da sind schließlich das Verwaltungsgebäude, ein Maschinenbaus, eine Werkstätte für Mechanik und Glasbläserei und ein Tierhaus. Hat die Universität zu Anfang 33 Mitarbeiter gezählt, so besitzt sie heute 110 Lehrpersonen. Bislang nimmt die Abteilung für die Geisteswiss.enschaften den Vorrang vor den realistischen Fächern ein. Es ist von tiefer Bedeutung für die Renaissance unseres Volkes,, daß das „Institut für die Wissenschaft des Judentums“ das größte der Universität ist. Hier lehren weltbekannte Persönlichkeiten, wie Torczyner (Hebräische Philologie), Yellin (Hebräische Dichtung der spanischen Epoche), Guttmann (Jüdische Philosophie), Klausner (Moderne hebräische Literatur) und Ruppin (Soziologie der Juden). Das orientalische Institut (dessen Lehrkörper auch jener Dozent Billig angehörte, der 1936 von Arabern ermordet wurde) hat umfangreiche Forschungsarbeiten auf dem Gebiete der arabischen Philologie und Geschichte durchgeführt, es besitzt eine wertvolle arabistische Bibliothek und eine Sammlung von Photographien orientalischer, insbesondere islamischer Kunst. Bewundernswert ist die Sammlung des arc h ä o 1 ogi sehen Ins t i t u t s, ' die gegen 2000 Objekte enthält, von denen die meisten von Ausgrabungen stammen, die von der Universität durchgeführt wurden. Außerdem enthält die Sammlung Altertümer aus Griechenland und aus Cypern und eine Sammlung von Keramiken, Gläsern u. dgl. von Ausgrabungen in Palästina, eine Spende des Baron Rothschild. Es besteht auch ein Archiv, das zirka 1200 Photographien jüdischer Altertümer (z. B. Synagogen) und einige tausend Bilder palästinensischer, griechischer und syrischer Altertümer enthält. Selbstverständlich haben auf dem Gebiete der allgemeinen Geisteswissenschaften auch Philologie, Geschichte, Sozialwissenschaften, Philosophie und Pädagogik, aber auch deren spezifisch jüdische, bezw. palästinensische Fächer ihre würdige Vertretung, so findet man in der Broschüre „Ethnologische Studien über die Juden des Orients“, ein „Archiv für orientalische Musik“, „Soziologische Forschungen über Probleme der palästinensischen Judenheit“ u. a. verzeichnet. Die Institutionen der realistischen Fakultät haben bereits schöne, allgemein gewürdigte Anfangserfolge zu verzeichnen, doch müssen die einzelnen Abteilungen erst zur Gänze ausgebaut werden. Immerhin beherbergt der Lesesaal des mathematischen Instituts (an welchem eine Reihe emigrierter Forscher arbeiten) bereits eine wertvolle Fachbücherei von über 3000 Bänden, die b o t a n ische Abteilung besitzt ein großes Herbarium, das auf etwa 200.000 Blättern fast alle Pflanzen Palästinas, aber auch solche, der Mittelmeerländer enthält. Der botanische Garten erstreckt sich über eine Fläche von 32 Dunam zwischen den Universitätsgebäuden und dem Bautenkomplex des medizinischen Zentrums und veranschaulicht — der Stolz Erez Israels! die charakteristischen Pflanzengruppen Palästinas und der Nachbarländer; eine kleine Fläche ist mit Libanonzedern bepflanzt. Die Abteilung besitzt auch Versuchsfelder und eine Baumschule. Es ist naheliegend, daß diese Abteilungen ebenso wie das physikalische Institut und die chemischen Laboratorien, die zoologische und die geologische Abteilung sowie das Laboratorium für Meteorologie und Klimatologie, abgesehen von der allgemeinwissenschaftlichen Bedeutung, auch' für die materielle Erschließung Palästinas von höchstem Nutzen sind. Das gilt auch für die medizinische Fakultät, die erst im Werden begriffen ist, deren physiologische und Krebsforschungslaboratorien gleichwie die von Zondek betriebenen Fonschungen über Sexualhormone wesentlichen Anteil am jüngsten Aufstieg der Wissenschaft genommen haben, während die Abteilungen für Parasitologie, für Hygiene und Bakteriologie vor allem die spezifischen Krankheiten Palästinas aus der Welt schaffen wollen. Man könnte noch an Hand der Broschüre interessante Einzelheiten über die jüdische National- und Universitätsbibliothek mitteilen, die, vor 40 Jahren durch Chasanowitsch begründet, heute zirka 300.000 Bände enthält und damit die größte Bücherei des nahen und mittleren Orients ist, über den Buchverlag, der in hebräischer Sprache sowohl wichtige Arbeiten der Dozenten als auch Übersetzungen epochaler klassisch-philosophischer Werke herausgibt, über die Ausbaupläne und diÄ Finanzen der Universität. Hervorgehoben sei aber noch die entscheidende Tatsache, daß von den mehr als 700 Studenten der größte Teil aus dem Ausland, und zwar aus etwa zwanzig Staaten (darunter Kanada, Mandschukuo und Vereinigte Staaten) zur Hebräischen Universität gepilgert sind; denn „die Universität steht jedem offen, der die Aufnahmsbedingungen erfüllt, ohne Rücksicht auf Rasse, Religion oder Nation a 1 i t ä t“. Wie anders klingt dieser Grundsatz als die Hauptthese der deutschen Universitäten! Man erinnert sich aber auch noch an die Vorträge, die vor einigen Monaten Dozent Dr. Grau (Jerusalem) über die Hebräische Universität gehalten hat, wobei er den Fleiß und das mustergültige Verhalten der Studenten in leuchtenden Farben schilderte. Bescheiden hält die kleine Propagandaschrift sich jedoch von Selbstlob fern. Aber die Fakten, die sie sachlich und knapp aneinanderreiht, genügen, um unserer Jerusalemer Universität neue, begeisterte Freunde zu werben! Dr. A. W. Sommerlager des Brith Zion. Der Allgemein Zionistische Jugendverband Brith Zion veranstaltet in diesem Sommer -ein Sommerlager (Mosohawath-Kajiz) in Obertriesting (Niederösterreich). Das Lager befandet sich im Herrenhause eines Gutes in prachtvoller, waldreicher Gegend in zirka 700 Meter Seehöhe und steht unter Aufsicht pädagogisch geschulter Kräfte sowie eines Arztes. Aufgenommen werden nur Jugendliche vom 10. Lebensjahr angefangen. Preis für vier Wochen Aufenthalt beträgt inklusive Fahrt und reichlicher (koscherer) Verpflegung S 70.—. Nächster Transport 1. August 1937. Anmeldungsschhiß 25. Juli 1937. Anmeldungen täglich im Sekretariat des Zionistischen Landesverbandes, Wien, I., Marc-Aurel-Straße 5 (Telephon U 22-2-11). Dollfuß-Trauergedenkfeier. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien veranstaltet anläßlich der dritten Wiederkehr des Todestages des Bundeskanzlers Dr. Engelbert Dollfuß am 23. d. M., 7 Uhr abends, im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4, einen Trauergottesdienst. Zum Zeichen der Trauer werden alle Gebäude der Kultusgemeinde mit Trauerfahnen beflaggt. In sämtlichen Synagogen wird beim Abendgottesdienste am 23. d. M. das vorgeschriebene Gebet für das Seelenheil des Verstorbenen verrichtet werden. Jüdischer Hochschulausschuß. Die „Judäa“ veranstaltet eine Ferienreise nach San Remo. 15 Tage S 145.—, 22. Tage S 191.—. Inbegriffen KINOPROGR AM HE Vom 30. bis 23. Juli IMPERIAL-KINO l„ Rotenturmstraße 19 Telephon : U 22-1*12 Uraufführung I Jullon-Duvlvlor-Fllm „La belle Equipe" Beginn: 3iV. 5». 710. 9‘° Uhr KRYSTALL-KINO II* Pratar, StraBa de« 1. Mal Nr. 40. Telephon R 48-2-75 Jeanette Maodonald, Maurioe Chevalier in: „Die lustige Witwe" Woehantage: 5, 7, 8 Uhr. Sonnu. Feiertage: 3, 5, 7, 8 Uhr SPÜLEN A 49-0-60 7*7 u. 9 Uhr Vorverkauf ab 7*10 Uhr vorm Paul Muni« Lulsa Ralnar«Tllly Losch In: „DIE GUTE ERDE“ Täglich 10 bis 18 Uhr : Labende Zeitung. Kurzfilme und interessante Wochenschauen. Alleinauffahrung f Ur ganz Wien* M. G. M. Tatsachenberichte NESTR0Y-T0H-KIN0 II., Praterstraße 34 Telephon R 41-707 SACHA QUITRY in seinem großen Film: „Die Perlen der Krone" Beginn > Wo. % B, 7» 8, V* 10 Uhr. Bo. ab 7,4 Uhr Fahrt tour-retour, Unterkunft, volle Verpflegung. Ferner findet am 15. August eine Reise nach Paris statt. Anmeldungen im Sekretariat, IX., Alserstraße 26, täglich von 12 bis 13 Uhr und 15 bis 16 Uhr. Telephon. A 25-2-28. Zum XX. Zionistenkongreß veranstaltet die I Lese- und Redehalle Jüdischer Hochschüler im I Luxusautocar eine Reise nach Zürich. Preis 1 Wien—Zürich—Wien S 70.—. Abfahrten: 25. Juli und 1. August. Anmeldungen täglich ira Reisebüro „Mondial“, I., Kärntnerring 12, Telephon U 40-301, und im Ring der A. H.-Verj bände, Ca.fö Gartenbau, I„ Parkring 10, Telephon R 20-0-95, täglich von 20 bis 22 Uhr. Mitteilungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Ausbildung von Krankenpflegerinnen. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien hat beschlossen, zwei jüdische, die österr. Staatsbürgerschaft besitzende Mädchen zu di- I plomierten Krankenpflegerinnen ausbilden zu | lassen. Die Ausbildung wird an der staatlichen j Krankenpflegeßchule des Allgemeinen Krankenhauses erfolgen. Der Lehrgang beträgt drei Jahre und bezweckt die planmäßige, praktische und theoretische Schulung in allen Zweigen der Krankenpflege auf wissenschaftlicher Grundlage sowie die berufliche Erziehung. Über die! endgültige Aufnahme entscheidet ausschließlich eine kurz vor Schulbeginn tagende staatliche Aufnahmekommission. Die Schülerinnen aller drei Jahrgänge erhalten im Schülerinnen-Internat der Krankenpflegeschule die unentgeltliche Verköstigung, die Beistellung der Berufskleidung und kostenlose Reinigung derselben. Die Bewerberinnen haben eich schriftlich zu verpflichten, nach Vollendung ihrer Ausbildung über Verlangen des Vorstandes der Israel. Kultusgemeinde Wien für die Dauer von drei Jahren in den Dienst des Spitals oder des Alterhedmes der Israel. Kultusgemeinde zu treten. Ein Anspruch auf eine solche Anstellung wird jedoch durch Absolvierung der Knankenpflegeschule nicht erworben. Die eigenhändig geschriebenen Aufnahmegesuche sind bis spätestens 1. August 1937 in der Amtsdirekfcion der Israel. Kultus gemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, abzugeben. Die Gesuche sind zu belegen mit: a) Geburtsschein, b) Heimatschein, c) behördlichem Zeugnis über unbescholtenen Lebenswandel, d) bei außerhalb Wiens wohnenden Bewerberinnen vom Amtsärzte der zuständigen Bezirkshauptmannschaft ausgestelltem Zeugnis über die volle physische Eignung für den Krankenpflegeberuf, e) Bestätigung über die Impfung innerhalb der letzten zwei Jahre, f) letztem Schulzeugnis, g) Zeugnissen über allfällige bisherige Tätigkeit, h) selbstverfaßter und eigenhändig geschriebener Schilderung des Lebenslaufes. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. FILME _ Filme ohne Arier-Paragraph Sonnenmädel — Geborene Verbrecher. — Süßer, kleiner Fratz. — Mord ohne Waffe. — Zum Tanzen geboren. — Samson. — Brutal. — Guillotine. — Die Teufelsgruppe. — Wir marschieren um Mitternacht. — Liebe mit 100 PS. — Tarzans Flucht. — Frisco. —- Stadt ohne Gesetz. — Matura. — Der Bomber von Kansas City. — Tanzende Piraten. — Die Glückspuppe. —■ Melo. — Der bittere Tee. — Alle gegen einen. — Mord in Sing-Sing. — Juwelendieb Nr. 1. — Unterweltstragödie. — Gier nach Gold. — Ein wunderschöner Sonntag. — Zwischen Haß und Liebe. — Broadway-BUl. — Der geborene Verkäufer. — l ustige Sünder. — Menschen im Hotel. — Die Polizei greift ein. — Liebe eines Fremden. — Der kleine Kavalier. — Die Perlen der Krone. — Die Insel ohne Sünde. — Der geliebte Vagabund. — Kopf ln der Schlinge. — Drei kleine Gangster. — Hochverrat. — Drei-Groschen-Oper. — Wien, Wien, nur du allein. — Land ohne Miisik. — König des Lachens. — Motiv unbekannt. — Es geschah zu Silvester. ■— Safari. — Verfluchtes Geld. — Hokus-Pokus. — Liebe — nichtgenügend. — Susy. — Braddock gegen Louis. — La belle Equipe. — Tanz unter dem Galgen, — Die gute Erde. — Drei süße Mädel. — Menschen unter Menschen. Bezugsbedingungen: Monatlich S 1J0* vierteljährlich S 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—« Tschechoslowakei vierteljährlich Kö 24.—* Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.—, Polen vierteljährlich Zlot.v 6.50. Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20, Rumänien vierteljährlich Lei 120.—, übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50. Redaktion und Administration: Wien, I., Marc- Aurel-Straße 5. Tel.: U 22-3-91. Redakt Ionsschtuß Montag und Mittwoch vormittags, Postscheck Konti: Österreich Nummer D 113.546, Polen Nr. 191.190, Tschechoslowakei Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich, Wien, I., Marc-Aurel-Straße 5. — Verantwortlicher Redakteur: Robert Polovver, Wien, I., Maro* Aurel-Straße 5. — Druck: Vernay A. G., Wi«, IX., Oanisiusgasse 8—10, . )

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