Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 654 (25.6.1937)
- Date
- 1937-06-25
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Fr. 654. — Wien, Freitag, 25. Juni 1937. DIS STIMM Mi9 7 Das SOMMERFEST der jüdischen lugend! Samstag, 3. Juli, Kasino Zögernitz, XIX. Döbi. Hauptstraße 76. Beginn 9 Uhr. Devise: „Zeugnisverteilung bei J.K. J.,f Tanzt Original „Elite Klddle«“. Kurz-Revtte. Ktlnstlerlsche Darbietungen. Heuriger. Prater. Juxbasar ete. etc. Karten: A S 2.-. Oronner, T. Graben 28 (Tel. U 22-4-46); JUd. KulturBtelle, I. Kal 8 (R 28-2-86); Zionistischer Landesverband, I. Marc Aurel-Straße 6 (U 22-2-11); JUd Klub der Jungen, Sommcrheim, II. Praterstraße 8 (Cafö) A. D. Gordon: Auswahl aus seinen Schriften Der Jüdische Verlag, Berlin, der bereits 1929 eine Sammlung von Aufsätzen A. D. Gordons unter dem Titel „Erlösung durch Arbeit“ (jetzt in Bappband zum Preise von EM 3.85) herausgegeben hat, kündigt das Erscheinen eines neuen Auswahl b a n d e s aus Gordons Schriften au. Dieser Band im Lexikonformat mit einem Umfang von fast 400 Seiten wird da« Wesentliche aus den (hebräisch in fünf Bänden) veröffentlichten und aus den bisher unveröffentlichten Schriften A. D. Gordons, wieder in der Übersetzung von Prof. Dr. Viktor Kellner, Wien, zwsammenfassen. Damit soll dem Andenken ah eine der geistig und menschlich größten Gestalten des neuen jüdischen Palästina zum 15. Todestag ein Denkmal errichtet werden. „Gott, Mensch und Teufel" in den Künstlerspielen jßeizie fasisfUeU JU& Tlcufi' In den Jüdischen Kirnet er spielen beendet Leo Reuß' in den nächsten Tagen sein erfolgreiches Gastspiel. Er tritt von Montag an einige Male in „Gott, Mensch und Teufe 1“ auf. Reuß spielt in diesem Stück die Figur des Mephistos. Er wird zu Beginn der Aufführung den Prolog aus dem „Faust“ sprechen. Die erste Aufführung von „Gott, Mensch und Teufel“ findet Samstag statt. Das Stück wird Sonntag nachmittags und abends, dann Dienstag nachmittags und Mittwoch abends wiederholt. Montag wird im Rahmen eines Ehrenabends; für Emil S.c h o rr „Der, Moralprediger“ gegeben, .Dienstag abends „Zurück zum Volke“. Mittwoch ist Ehrenabend Hermann Tunis*. Markus Herschkowicz-Abend Samstag, 26. Juni, Uhr abends, findet im Theatej-Saal „Bayrisoher-Hof“, H., Taborstraße Nr. 39, eine Sondervorstellung zu Ehren des bekannten Schauspielers M. Herschkowicz statt. Es wirken unter anderen folgende Künstler mit: Weintroub-Graf, M. Preiß, Albert Feiler, der kleine Mundi Hausknecht und viele andere mit. Conference: Erwin Engel; Restliche Karten an der Abendkassa. Festschrift zu Ehren Rabbiner Dr. A. Kaminkas Die im vorigen Jahre anläßlich der Feier des siebzigsten Geburtstages des Rabbiners Doktor Armand Kaminka vom Festkomitee unter Mitwirkung von zahlreichen Verehrern und gelehrten Freunden des Jubilars in Angriff genommene Festschrift ist soeben im Drucke erschienen und stellt sich als stattlicher Band dar, der durch zahlreiche Beiträge von Gelehrten in Wien, Berlin, Warschau, Budapest, Rom, Triest, London, Jerusalem und New York die Wissenschaft des Judentums auf vielen Gebieten bereichert. Voran geht eine Bibliographie der vom Jubilar während voller fünfzig Jahre seiner literarischen Tätigkeit, 1886 bis 1936, in Druck erschienenen ‘ wissenschaftlichen Werke, Dichtungen und Aufsätze in deutschen, französischen, englischen, italienischen und hebräischen Zeitschriften, zusammen 351 Nummern umfassend. Bei der Aufsuchung' von Beiträgen Kaininkas in alten, in unseren Bibliotheken nicht vorhandenen hebräischen. Zeitschriften hat die Leitung der Straschun-Bibliothek in Wilna mitgewirkt. Dem Ehrenkömitee gehörten die Herren' OberraJbbiner Dr. Feuchtwang .s. A., Oberrabbiner Dr. Taglicht, Rektor Prof. Dr. S. Krauß und Rabbiner Dr. M. Bauer an. Die bei¬ JÜDISCHE» KALENDER 25. Juni bis 1. Juli 1937. «. bl> 15. Turas 5MT Freitag (25.) Sabbath«Elngang 730 Samstag (26.) Sabbath-Ausgang 855 Wochenabsdinltt: Balak Sonntag (27.) 17. Tamus Fasten Dienstag (29.) 20. Tamus Todestag Hanl* den letztgenannten sowie die beiden jungen Gelehrten Dr. Salomo Rappaport und Rabbiner M. Zikier, die für die Redaktion, dor Festschrift zeichnen, sind auch mit eigenen wissenschaftlichen Aufsätzen beteiligt, außerdem aus Wien Dr. Samuel Rappaport, Dozent Dr. Isidor Fischer, Dr. M. G. Mehrer und M. Ungerfeld, aus Budapest Professor Dr. Mich. Gutmann, aus Deutschland Professor Dr. Ismar Elbogen, Professor Martin Buber und Dr. S. A. Horodetzky, aus Triest Oberrabbiner Professor I. Zolli und Professor Salvatore Sabbadini, aus Rom Professor Umberto Cassuto, aus Jerusalem Professor Dr. .Tos. Klausner, aus New York Professor Isr. Davidsohn, aus London Dozent Dr. S. Rawidowicz. Das schön gedruckte, mit einem Bilde des Jubilars versehene Buch kann von der Leitung des Maimonides-Instituts, Wien, IL, Praterstraße 11, bezogen werden. Neue Stücke im Jüdischen Kulturtheater Direktor Jubal hat die Komödie „Zweimalhund e r t ta u s e n d“ von Seholem Alejchem und das Drama „Abfälle“ (Bchmates) von L e i w i g, beide Stücke in der deutschen Übersetzung und Bearbeitung von Dr. Jakob R o s e n t h a, 1, dem Übersetzer von „Schwer zu sein ein Jud“ für den Herbst zur Aufführung am jüdischen Kulturtheater angenommen. Jüdische Kuitursteüe L, Kai 3, R 28-2-36. Photosektion: Samstag, den 26. Juni, 16. Uhr: Führung durch die Palästina-Bilderausstellung in der Kunsthandlung Würtble. Treffpunkt vor der Kunsthandlung Würthle, I., Weihburggasse 9. Sonntag, den 27. Juni:. PhotoauBflug zur Mädchen-Hachscharah in Lainz. Treffpunkt: Endstation des „62“- Wagens, präzise 10.15 Uhr vormittags. Bei Schlechtwetter entfällt der Photoausflug. Bei jeder Witterung findet das Gartenfest des Klubs Erez Israel am Samstag, den 26. Juni 1937 im Cafe Konstantinhügel statt. Vortrag Prof. Eislers in der Urania* .Pro-, fessor Max Eisler hält nach seiner Riick- . kehr aus Paris am 28. d. M., um %8 Uhr abends, in der Urania einen Vortrag über die Pariser Weltausstellung. Tempelkonzert. Nach dem Konzert der viel bewunderten jüdischen Volkslieder-Sängerin Sarah Goldstein, gab es am 17. Juni im Tempel in der Pazmamitengasse ein Tempelkonzert. Die zwei Namen am Programm: Postolov und Müller waren attraktiv genug, um den. Tempel zu füllen. Es haben indes nicht nur diese so beliebten zwei Oberkantoren, sondern’ auch alle übrigen Mitwirkende, den verständnisinnigen Pianisten mit inbegriffen, zum Gelingen des Abends ihr bestes beigetragen: Kantor Stift, der musikalisch sehr geschulte Chordirigent Hirschmann, dessen interessante Komposition „Melech Raehamon“ Oberkantor P o s t o 1 o w mit seiner herrliehen Stimme unter Chorbegleitung wirkungsvoll vortrug. Und last, not. least, der verstärkste Ohor, mit zumeist prächtigen ’ Stimmen: es war schade, daß der winzig kleine Altsolisten- Junge nicht auch diesmal wieder, wie gewöhnlich an den Frei tag-Abenden, zu Worte kam. Diese Chorknaben, etwa dreißig an der Zahl, sangen alles auswendig, ohne Noten, trotzdem mit größter Akkuratesse, unter Hirschmanns strammer Leitung. Den Höhepunkt des Abends bildete der Vortrag des Oberkantors Müller, nach eigenen Kompositionen „Ri- . bono sohol Olom“ (Sfira) und „Wolirischuly ittn“. Am letzteren konnte man ein ins Melodiöse übertragene Schoferblasen und dann leise Anldänge an die Hattikwah vernehmen: dort die Hoffnungen des Altjudentums (Elias, mit dem Sohofar, das Nahen des Messias kündigend), hier, in der Hattikwah, die auf Palästina gesetzten Hoffnungen der Neuzeit darstellend. Beides harmonisch zu einer Einheit, verbunden. Eine herrliche musikalische Idee, aus wahrem jüdischen Geist geboren und mit echt jüdischem Empfinden komponiert! Das verdiente, sogleich in Noten gesetzt und überall, auch in Palästina, verbreitet zu werden! Wie immer, hat Oberkantor Müller mit seinem ergreifenden obasanalen Gesang die' Anwesenden auch diesmal wieder aufs tiefste erschüttert. Th. E. Histadruth Ivrlth. Die Vorträge und Seminare der Histadruth werden in den Sommermonaten nicht abgehalten und beginnen wieder erst im September. Bialik-Andachtsfeier. Mittwoch, den 30. Juni, 8.15. Uhr abends, am dritten Todestag unseres nationalen Dichters, Ch. N. Biaiik, veranstaltet der Bialik-Klub im Festssal des Hotel Continental, II., Taborstraße 8, eine Bialik-Andaohtsfeier. Die Gedenkreden halten Oberrabbiner Dr. J. Taglicht (deutsch) und Präsident des Bialik-Klub Dr. D. Rothblum (hebr.). Oberkantor Margulies verrichtet das Andachtsgebet. Hilde Duliteka.ja und SegaJ-Rosenbach tragen Biaiik-Lieder vor. (Am Klavier: Fräulein Riegler und Gideon May). Rezitation. Kleiner Regiebeitrag. Großes Schwltnmfest des Schwimmklubs Hakoah. Der Schwimmklub Hakoah führt, morgen (Samstag) um 5 Uhr nachmittags im Hietzinger Strandbad den zweiten Teil des ersten Wiener Freiwassermeetinigs durch. Da zu diesem. Meeting alle Wiener Vereine ihre besten Schwimmer genannt haben, sind bei allen Bewerben spannende Kämpfe zu erwarten. Den Abschluß des Sohiwinimfestes wird ein Wasserbau spiel Hakoah gegen Schwarz-Rot besorgen. Dr. Arnold Karplus — ein Sechziger Am 24. Juni ifnrde Kultusvomteker Dr. Arnold Karplus 60 Jahre alt- Er wurde in Bautsch in Mähren geboren, wo seine Eltern noch heute leben. Nach Absolvierung der Realschule in Troppau besuchte er die Wiener Technik. Schon in der Mittelschule Zionist, trat er in Wien der Jüdisch Akademischen Verbindung „Ivria“ bei, deren „Alter Herr“ er jetzt, ist. Nach Absolvierung der Technik wirkte er alß Assistent an der- Prager Technischen Hochschule und erwarb als einer der ersten Ingenieure das technische Doktorat. Seither ist Dr. Karplus in Wien auf dem Gebiet der Architektur und des Bauwesens tätig und erfreut sich in Fachkreisen allgemeiner Wertschätzung. Er ist Baurat, Zivilarchitekt Z. V., beeideter Schätzmeister und Mitglied der Prüfungskommission für Zivilarohitekten. Der Karplus erfreut sich wegen seiner unbeugsamen Rechtlichkeit des größten Ansehens. Seiner zionistischen Gesinnung äst er stets treugeblieben. Er gehörte in einer früheren Periode dem Kultusvorstande an, dessen Mitglied er auch jetzt wieder ist. Der Zionistische Landesverband gratuliert Dr.' Karplus zu seinem 60. Geburtstage herzlichst und wünscht ihm und seiner Familie Glück und Wohlergehen. JÜDISCHER SPORT Das Freiwassermeeting der Hakoah .Trotz niederer Temperatur wurde Samstag der., erste Teil des Hak o a h-M e e ti ngs im S Lad i o n b a d ■ abgehalten. Die Leistungen waren durchwegs gut, obwohl sie etwas unter dem Niveau der. Hallenkonfcurrenzen lagen.; In den wichtigsten Konkurrenzen wurden folgende Ergebnisse erzielt: K u 1 k a siegte über 100-Meter-Jungmarmenkraul in 1:06 vor Depaoli (Ewa-sk) und Haber (Hakoah). Über die gleiche Distanz war Strauß in der Klasse der Jungmädchen in 1:24 siegreich. Im Mädchen-Rückenschwimmen gab es einen dreifachen Erfolg der blau-weißen . Farben. Kr ei nd lor wurde in 1:33 Erste vor Beck , und H. Deutsch. Elbogen war im 200- Meter-Brustscbwimmen nicht in seiner gewohntem Form, er wurde in 3:09 Zweiter. Denselben Platz erreichte Fischer über 100-Meter-Kraul (Klasse 2). Im Herren-Rückenschwimmen steht derzeit der Hakoah kein wirklich' guter Mann zur Verfügung. Samstag erreichte Golds chm i e d nur die Zeit von 1:24.2 und wurde damit Dritter. Einen dritten Platz für die Hakoah gab es auch noch, im 100-Meter-Kraul für Damenjugend, wo L i c h t n e r 1:25 erreichte. In den Staffeln mußte sich die Hakoah beide Male knapp geschlagen geben, da die ersten Leitte zuviel Terrain verloren hatten. K u 1 k a im Kraulen und S e 1 i n k o dm Brustschwimmen boten zwar wieder ausgezeichnete Leistlingen, ee reichte aber nur für den zweiten Platz. Jugendkamps der Leichtathleten Im Kampfe gegen die W. A. C.-Jugend wurde die Hakoah mit 88:82 Punkten knapp geschlagen und endete auf dem dritten Platz der Tabelle. Die wichtigsten Ergebnisse waren: Klasse A: 80-Meter-Hürden: Hirschbein (13:4, Klubrekord), Stabhochsprung: And acht II (2.4 Meter) 1.; Steiner (2.2 Meter) 2. 100 Meter: Groß und II ei 1 per n (11:7) Zweiter und Dritter im toten Rennen. Hocksprung: Meer (1.55 Meter) 1.; Kirschbein (1.50) 3. Diskus: Andacht I (34:78) 1. Staffel: Hakoah (3:28) 2. K'laese B: 100 Meter: Fischbach (12:1) 1. Kugel: Schaffer (10.5 Meter) 1. Hocksprung: Hirschbein (1.5 Meter) 1. Staffel: Hakoah (1.44:8) 1. Klasse C: 60 Meter: Sträk osch (8:2) 1. Kugel: Strakosch (11.1 Meter) 1. Karpeles schwimmt tschechoslowakischen Rekord Irene Karpeles (Bar Kochba, Bininn) unternahm unter amtlicher- Kontrolle einen Rekordversuch über 400-Meter-Brust, bei welchem sie den erst kürzlich von Schramek um '30 Sekunden verbesserten tschechoslowakischen Rekord auf 7:10.4 Minuten stellte und damit . 5.4 Sekunden unter dem bisherigen Rekord 'blieb. Auch ihre Teilzeiten sind ganz ausgezeichnet: 100 Meter: 1:34 Minuten; 200 Meter: 8:22 Minuten. Die Leistung von Irene Karpeles bedeutet auch einen neuen Makkabi-Weltrckorcl, den biehe)* Frau Bienenfcld-Wertheimer mit, 7:1.2 Minuten hielt. Amerikanischer Brief In der heurigen Saison wurden in den Vereinigten Staaten von jüdischen Athleten bereits ■ausgezeichnete Leistungen erzielt, die weit über denen dir jüdischen Sportler Europas liegen. Glickinan lief 100 Meter in 10.6 Sekunden und 60 Meter in. 6.8 Sekunden, Abe Roscnkrantz siegte über 1000 Meter in 2:31.7 Minuten, der neue Mann der Ibma Ben Levy lieferte über 880 Yards in 1:57.8 ein ausgezeichnetes Rennen und Fritz Rosengarten besetzte beim gleichen Meeting über 2 Meilen in 9:41 Minuten den zweiten Platz. Sehr gute Zeiten wurden von den Hürdenläufern erzielt. Über 120 Yards liefen Len Einsiedler 15.8 und Samu Baer 15.7 Sekunden, 220-Hiirden-Yards durchlief Baer in 26.3 Sekunden. Auch Sam Stoller ist, in der neuen Saison gut in Form. Seine Leistungen im Weitsprung mit 7.45 Meter und über 100 und 200 Yards (9.8 und 21.2 Sekunden) sind international ganz ausgezeichnet. Der Stabhochspringer Dave Weicher! kam auch heuer wieder mit 4.11 als einziger Jude über die Vicr- Meter-Grenze. In den Wurfdisziplinen ist mit Leo Lainhof ein neuer Mann in die Konkurrenz getreten, der im Kugelstoßen mit 14.9 und im Diskuswerfen mit 48.97 Metern allererste Klasse ■ist. Im Speerwerfen ist er mit 56 Metern etwas schwächer und wird von Fulton Kahncr iibertroffen, der schon 61.22 Meter geworfen hat. Im Hoehspringen erreichte Leo Silberblatt 1.85 Meter. In New York wurde kürzlich ein neues Sprintertalent entdeckt. Die erst 15jährige Claire Isicson gewann ein 50-Yard-Rennen in 6.5 Sekunden, wobei sie die besten New-Yorker Sprinterinnen schlug. Dem Fechtmeister Kanadas, Ernest Gittermann, ein Mitglied der „Young Men*s Hebrew Association“ Montreal, gelang es, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Er gewann auch in diesem Jahre wieder die Meisterschaft im Degenfechten. Ein sensationelles Ergebnis brachten die diesjährigen amerikanischen Hallenscihwimm- Meisterscihaften. Zur allgemeinen Überraschung setzte sich hier ein bisher vollkommen unbekannter Springer, Al Patnik, ein aus Polen stammender Jude, durch. Seine Körperbeherrschung und Grazie waren so vollkommen, daß er vom gesamten Kampfgericht mehrfach die Wertungen 9 und 10 erhielt. Patnik erreichte 158,34 Punkte und sicherte sich dadurch den Titel eines USA.-Meistens. Kaiser in guter Form Der Hakoahner Willy Kais er. lief Samstag bei der Vereinsjn eisterschaft 800 Meter außer Konkurrenz mit und belegte hinter dem Staafcsmeiister Eichberger den zweiten Platz. Auf Grund seiner Leistung von 1:57.8 Min. dürfte er für das Länderteam gegen Holland nominiert werden. Gottlieb springt Makkabirekord Beim internationalen Frauenmeeting in Belgrad erzielte. Gerda G o 111 i e b im Hocksprung mit 1.52 Meter hinter der Olympiasiiegerin Csak den zweiten Platz. Sie stellte mit dieser Leistung einen heuen Makkabirekord auf und:. erreichte; die österreichische Bestleistung. , III. Krelsturti- und Sportfest In Zilina des Makkabi CSR Der tschechoslowakische Makkabikreis veranstaltet in. der. Zeit vom 4, bis 6. Juli 1937 in Zilina in der Slowakei sein großes ganzstaatliches Kreisturn- und Sportfest. Das Protektorat haben übernommen: Lord Melchett, Lady Reading, Prof. Selig- Brodetsky, Leeds, Mestska rada Zilina, Landespräsident der Slowakei Orszägh, Armeegeneral Votruba. Programm: Samstag, den 3. Juli 1937: 16 Uhr, Festgottesdienst im Gemeindetempel; 20.45 Uhr, Konzert dm großen Saal der Makkabiturnhalle. Sonntag, den 4. Juli 1937: 10.30 bis 12.30 Uhr, Blumentag mit Militärkonzert im Städtischen Park; 11 Uhr, Lauf durch die Stadt; 14.30 Uhr, Umzug; 15,30 Uhr, Schauturnen am Sportplatz des S. K. Zilina; 20.30 Uhr, Repräsentationsmeeting >3m großen Saal der Makkabiturnhalle und des Nationaltheaters. Montag, den 5. Juli 1937: 8 bis 12.30 Uhr, turnerische und sportliche Wettkämpfe; 8 bis 16 Uhr, Schwimm- und Wasserballwettkämpfe; 8 bis 18 Uhr, Tenniswettkämpfe; 8 bis 18 Uhr, Ping-Pong-Meisterschaftskämpfe; 8 bis 12 Uhr, VoUeyball-Meieterscbaftskämpfe; 20.30 Uhr, Turnakademie in der neuen Makkabiturnhalle. Dienstag, den 6. Juli 1937: Tagungen verschiedener jüdischer und zionistischer Korporationen. Besuche der Makkabi- und anderer . Ausstellungen in der jüdischen Schule, Filme usw. Es werden 1500 Turner und Turnerinnen an den Freiübungen teilnehmen. Eine Sondervorführung wird auch das tschechoslowakische Militär bestreiten. Die Leibung des Ivreisturnfestes liegt in den Händen des Kreisturnwartes Dr. Paul Hirsch, Brünn. Von den ausländischen Teilnehmern haben bisher die Landeskreise Erez Israel, Schweiz, Bulgarien, Jugoslawien, Polen und Österreich ihre Teilnahme zugesagt. Im Anschluß an die sportlichen Veranstaltungen werden Ausflüge in die schöne Umgebung von Zilina, die Karpathen und die Hohe Tatra unternommen. TiffelfiCfDIl I Helfet dem Keren Kajemeth in den Sommerfrischen und Kurorlen - AlUlllilull durch Veranstaltung von GARTENFESTEN UND AKADEMIEN