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Die Stimme · 1937-06-04 · Heft 648 (4.6.1937) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 648 (4.6.1937)
Date
1937-06-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Nr. 648 Wien, Freitag, 4* Juni 1937 * 33. Siwan 5697 18. Jahrgang 5Stimme jüdische zeitung RIVIERA Wochen-Arrang. 8 Tage S 135*- DALMATIEN* und zarttcL) . 42.. POLEN " Abfahrt J^’den Sonntag I^ÄRIS"Sonderzug (hin und zurück) S 86'* Anmeldungen! REISEBÜRO fIDRIC11 Kärntnerstr. 4t f g V K SB1 «9 Telephon: R 21-5-78 Gemeinsames Arbeitsamt Jerusalem, 1. Juni. (Palcor.) In Verfolg der Vereinbarung zwischen H i Start r u t h und der Organisation revisionistischer Arbeiter wurde heute in T e 1 - A v i v ein gemeinsames Arbeitsamt eröffnet, das die Besetzung von Arbeitsstellen im Baugewerbe und bei öffentlichen Arbeiten zur Aufgabe haben wird. Die wirksame Zahnpasta Japan verbietet zionistische Geldsammlungen Tqkio,. 31.. .Mal. (JTA,) Die japanischen Behörden haben sämtliche Sammel- Aktionen für Palästina verboten. Die Leiter der SammetLkampagne, die von den jüdischen Gemeinden in Yokohama und Tokio d/urchgef iihrt werden sollte, wurden in die Polizeidirektion vo.rgeladeu,. wo inan von ihnen die Erbringung des Beweises' verlangte, daß die zu . sammelnden Gelder nicht nach Moskau für die Komintern geschickt werden. Obwohl die Leiter der Kampagne die verlangten Beweise einwandfrei erbringen konnten, wurden diese dennoch füT unzulänglich erklärt und das Verbot aller Geldsammlungen für Palästina daraufhin ausgesprochen. Es ist dies das erstemal in Japan, daß die Behörden den bekannten Repräsentanten der jüdischen Kolonie, die zum großen Teil Mitglieder auswärtiger Konsulate und Leiter bedeutender Handelsunternehmungen sind, Mißtrauen entgegenbringen. Man nimmt au, daß das Verbot auf die antijüdische Propaganda d e r deutsch e n Nationalsozialisten zurtickaufUhren ist. And*jüdisches Komitee in Paris Paris, 31. Mai. (JTA.) Unter dein Vorsitz des Abgeordneten und Pariser Stadtrates M. Darquier de Pollopoix, des Gründers des reaktionären und antisemitischen „Nationalchubs“, dessen heftige AnJ griffe gegen Leon Blum im vergangenen Jahr im französischen Parlament großes Aufsehen orregt hatten, wurde in Paris ein „anti-jüdisches Komitee für Frankreich“ geschaffen. Dem Präsidium gehören noch an: Henri-Robert Petit, Herausgeber einer Reihe antisemitischer Broschüren, Poirso von der Anti-Froiniaurcir-Liga und Jean Boissol, Herausgeber der radikal antisemitischen Monatsschrift „Reveil du Peuplo“. Das Komitee hat es sich ziur Aufgabe gemacht, den „jüdischen Einfluß in Frankreich“ zurüokztudrängeu und der „Zuwanderung von Fremden und Juden entgegemzuwirken“. Bandenkleinkrieg in Palästina Jerusalem, 1. Juni. (JTA.) Die arabischen Banden haben zum Wochenende wiederum eine lebhaftere Tätigkeit entfaltet. An mehreren Stellen des Landes ist es zu Gefechten gekommen. Bei A k k o ist es der Polizei gelungen, den berüchtigten libanesischen Bandenführer Ismain Ubd el Chak ausfindig zu machen, der seit dem Ausbruch der Unruhen an der syrisch-palästinensischen Grenze sein Unwesen trieb. Es kam zu einem bewaffneten Zusammenstoß, bei dem der Bainideniführer gefallen ist. Eine 18 Mann starke Bande hielt eine Reisegesellschaft von 25 Arabern bei Haifa an und raubte sie aus. Die Polizei griff die Bande später im Jordantal auf. Nach einem kurzen Gefecht entflohen die Araber - und ließen sechs Gewehre, einen Revolver und eine erhebliche Menge Munition auf dem Kampfplatz zurück. Mehrere Mitglieder einer arabischen Bande aus einem Dorf bei Jerusalem wurden ebenfalls von der Polizei verfolgt. Es gelang ihnen, nach einem kurzen Kugelwechsel zu entkommen. Auf ein jüdisches Viertel in Jerusalem sind aus dem arabischen Dorf Lifta fünfzehn Schüsse abgegeben worden. Es wurde niemand verletzt. Unbekannte drangen in Haifa in ein arabisches Haus ein. Der Eigentümer wurde erschossen, seine Frau erlitt so schwere Verletzungen, daß sie im Krankenhaus starb. Die Täter legten den Toten und die Schwerverletzte bei einer Haltestelle der jüdischen Autobuskooperative „Egged“ nieder, um den Eindruck zu erwecken, daß der Mord von Juden verübt worden sei. Im Zusammenhang mit der Tat wurden auch m e h- MALZ-u, FEIGENKAFFEE fä*** Xtfcdrtlen uad UfrnMftrutictt an» II. tMmbilliib 11 Intfr Irr liirtjci: Tu »inaal RflraUt»< Vmurtlf Hl ttr. I. 1 (grrrfjcinf {eben Jrcifag. atirn. 4. Junl.lHOT. i;!iiktinhrn iin» irnti an rnurtn» Vtrivntn. Iixibnn Un bi, Srtwmo» «>«<r libirtimkratton tfun. II . 'HrnibMnbtlirafit II. lu.ncbre*. Ilnltanhtif tyriff» mrbrn mAl anftnomatn iiiiD 2Bano|fripif n«ln inrOrfiKidibn. O .ii i * It.JJ1 i.rts | Styjsiprrifc. | JOt 0«fl*rr«(4> 8 CwlMinn :t I. e I Ät. I Maoiibbcii K (I. ■> li Jftr bau Xaafanb: (MlMbtia 1 fl. H Br. «UanjIbbnE»«. t* tot (hupiEt Xianwra 1% ft O II» "T i " ‘ ~ * s TPrograntm. tt«|m BNNalBirift ifi dn .^«NaNah*. Säit ntbmtn Wirt Bj>n. Kat »,« fria loCL onb Bdfca Nraal da Start btt Ober «Md»«. .Xi* 83tU* Ifl di» Vielt brt Jiibtn, Ü*I4«t 3uNa? (fttoa Nt etatfra, Niuo feaa otruftiaIjilff* SW«, nri«, bfe) brauen» trinr UnttrftüfURB . .Xi* ffidt* iit bal (Blatt Nt Wtmm. Nt C&oa&n. Nt?un(jrti, abtt"au4 «Btt Ntifitigni. bi* R4, »6nc ftlfcß I« NNinjIrr Cagr ja Irin, ,iu ibrrm Slnmmr brimnrhinNn bebt». 'Sage tb 'Wtmtrab, *n jaqrn. bofi reu Nn ttlafltnNfc I* ba« (toNnltttin (udnltagra, remn mit un< Nt 5d)®a<&m uatrt unftttn 'Stübern enntbmen.’ (In' unirrrn Stribcn (trben SHinnrr grnUfl, bi* trrbrt .^lolrlarirt*. n«Ji Umilüritrr. mxfc XoDIBpf* finb, lir Nt mit birnrn. lil gii'ii unb Itfjän, n* SBttf, NI RdtNirf, bU Btr(BIjnenN Vitjung btt .'«uNnftagr. Qia Qktaatr, ttotgi greignd, cblttt SRtnjd)«n — fit Irira ttQriftn, SHbpätnmrbanrt vNT Ofrarlitra ju Ngnilrni. SU abdjtni, um rt mit Na un|rrr« JrrunNn (<bon «rdnuten Sottrn \a (09(0: (ün* HU(tm4tli4) grP^ntc (yimflöttc fipafft« fit biejrnlgta 3uNn. bic P4 «<* ibrt« ift'gf* So^aett« «M|l oflimiUttn (ganrn oNc reellm. ' < . Ualtt Nt SienlUbRi finNif toi» uni jufammta. (Blidn reit abet and) na<fi rinrm frrntn |o bitfrq «ab BttN« toit bo<4 b« (cutigen audtuNa Nt JluNn aafrtr fluhnrtflamfril nl4t nrtjirl)<n. ,X>t StU* leB Nm iübiltbtn Statt (Ine 2Br$r nab tBaff* fein, aab jitkii dar tttat Sone. Hrgm rern? Vrgni Idnt QrinN uhnr Urtlnldjitb Nt SanfrfliDa. SSan enaort* ba6n m4u. bop Mit |ut Spraibr NI V#NI4 tynabfitigtit ober baä reu Slgrl txrbrrriü^ta tortbra, tttl; (lubnt l^oa aab tatfra. 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Vu| fffMUbaai Nt Sitnaiait Nt Stlllagt, unb Srtdaigaag «Sn in|t* granWt tut aa|n 9*tt .Cu SBrll* tonb' bol Or|*i Nr Hiiirt |rU, Nr bü OaMt** *>* IMn £itt |iaul Ia Nffnt fldUa, n|f|, — JW», w.i.j.^1«. fN «cbiuttaa Nr Erinnerung an „Die Welt" Am 4. Juni 1897, also vor genau vierzig Jahren, ist in Wien die erste Nummer von Theodor Her z 1 s Organ „Die We 11“ erschienen. Wir reproduzieren aus diesem Anlaß die erste Seite dieser Zeitschrift. (Das Faksimile, das wir hier veröffentlichen, wurde uns von dem Herzl-Forscher Dr. Tulo Nussenbla 11 zur Verfügung gestellt.) Herzl hatte für sein Blatt selbst den Titel gewählt, um so den erdumfassenden Inhalt der zionistischen Idee auszudrüoken. „Die Welt“ war damals eine journalistische Sensation. Zum erstenmal trat die jüdische politische Forderung in oiuer Weltsprache vor die Öffentlichkeit, zum erstenmal wurde in einer vornehmen, selbstbewußten Diktion das Programm der jüdischen Bewegung vorgotragen. An der ersten Nummer der „Weit“ hatten außer Herzl noch Heinrich York-Steiner, Dr. Siegmund Werner, Julius U p r i m n y, Dr. Erwin Rosenberg und Berthold Feiw o 1 mitgearbeitet. Das Blatt enthielt auch den Beginn eines Romans „Die Goldsohilds“ von Baron Gundackar Suttner. Später wurde — nach Herzls Tod — eine hebräische Ausgabe, der „Haolam“, und ein jiddisches Organ unter demselben Titel geschaffen. SHIRLEY TEMPLE „ „Sonnenmädel" mit Frank Morgan, Helen Westley, Robert Kent Ab heul«: Ellte-KIno I./ Schottenring-Kino I., Stafa-KinoVII. rer e Ha «ran er in Haifa verhaftet. Auf den Feldern von M isch mar Haemek bemerkten jüdische Hilfspolizisten zwei bewaffnete Araber, die das Getreide abschnitten. Als die Araber sich entdeckt sahen, eröffneten sie das Feuer, ergriffen aber die Flucht, als die Hilfspolizisten das Feuer erwiderten. In den G-aTtenanlagen der Heilbäder von Tiberias halben Beduinen mehrere Bäume ausgerissen. Die jüdischen Wächter vertrieben die Beduinen durch einige Warnungi&sehiisse. Mehrere Juden wurden in Tiberias von Arabern mit Steinen beworfen. Ein Jude wurde leicht verletzt. Moderne Bruchbandagen absolut beschwerdefrei! Fachfirma Bandagen-Mikolasch, Taborstr. 22 Der Mufti braucht ein Attentat Jerusalem, 1. Juni. (JTA.) Die Polizei hat folgendes Communiqne herausgegeben: Eine jüdische Gesellschaft meldete, daß sie gestern spät abends auf der Straße beim St. Stephanstor von beiden Seiten beschossen worden sei. Es sind insgesamt 15 Schüsse abgegeben worden. Einige Minuten später kam der Mufti in Begleitung seines Leibwächters vorbei und bemerkte zwei bewaffnete Männer, die neben einem Auto standen. Da er einen Anschlag auf sein Leben befürchtete, nahm er seinen Turban ab, während sein Leihwächter das! Auto durchsuchte. Er fand jedoch keine Waffen darin. Inzwischen hatte sieh eine große arabische Menge angesammelt und nahm gegen die Juden eine drohende Haltung ein; diese wurden jedoch vom Mufti beschützt. Zu diesem Cammiunique wird ergänzend mitgeteilt, daß die jüdischen Insassen eines Autos bei der Polizei die Anzeige erstattet hatten, sie hätten beim Passieren des Bankt Stephanstons einen Mann gesehen, der einen Schuß in die Luft abgab, worauf sofort 15 Schüsse gegen sie fielen. Sie hätten ihren Wagen angehalten und eine Gruppe bewaffneter Araber, unter Anführung eines ■Scheichs, habe den Wagen, offenbar _ nach Waffen, durhsucht. In der Aussage, die der Mufti beii de«r Polizei gemacht hat, werden die Schüsse nicht erwähnt. Er behauptete, er habe zwei Juden gesehen, die neben einem Wagen standen, der beim Tor geparkt hatte; einer habe einen Revolver gehabt. Er habe dann Anweisung gegeben, daß man den Wagen ohne weitere Belästigung weifceTfahreu lasse. Die aus Ägypten eingetroffenen Zeitungen melden bereits den Vorfall, den sie als einen von Juden versuchten Anschlag auf das Leben des Mufti darstellen. Diese Meldungen haben auch bereits in die Presse der europäischen Länder Eingang gefunden. Schlanke Linie, meine Dame, erreichen Sie nicht durch Hungern. Kuranstalt „Helia“, L, Fleischmarkt 7, erreicht es verläßlich durch physikalisch-kosmetische Methode. Senator Copeland gegen den Teilunvsplan New York, 31. Mai. (JTA.) Senator Royal S. Copeland sprach sich auf einem Bankett des Joint Distribution Committee und des United Palestine Appeal gegen eine Teilung Palästinas aus. Er erklärte, daß ein solcher Vorschlag außerordentlich unzweckmäßig sei. Senator Copeland gehörte der amerikanischen Kommission von Senatsmitgliedem an, die vor kurzem Palästina besucht hat und sich in einem viel beachteten Bericht über die Lage des Landes und seine Entwickiungsmögdichkeiten geäußert hat. VH., KA1SERSTBASSE 123 * IX., ALSEBSTRASSE 6

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