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Die Stimme · 1937-05-14 · Heft 643 (14.5.1937) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 643 (14.5.1937)
Date
1937-05-14
Page
– (sequence 9)
Language
German
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MTr. «48. — Wien, Freitag, 14. Mal 1097. Ml 8TIMMI Seit« 7 ZIONISTISCHES VOKABULAR Auf Wunsch unserer zahlreichen neuen Abonnenten bringen wir in Fortsetzungen eine Erklärung der Ausdrücke, die im Zusammenhang mit dem Aufbau Palästinas gebraucht werden: ÄC Abkürzung für Aktiions^ComittA gewählte Körperschaft der zionistischen Organisation 'Agudaih ss Vereinigung Agvdse JisroJ«Organisation der nioht der zionistisoben Organisation a.ngehörenden Orthodoxie Alijah«„Aufstieg“, jüdisch« Einwanderung nach Palästina. Anglo Palestine Bank Bank in Palästina Aschkenasim „Deutsche“, in Mittel- und Osteuropa wohnende Juden Assefah Versammlung Assefat Haniwcharim „Versammlung der Gewählten, Jüdische Nationalversammlung Palästinas Awodah Arbeit Awodah azmit «= „Selbstarbeit“, Parole der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas für Wirtschaft ohne Lohnarbeit Awodah iwrit „Jüdische Arbeit“; Parole zur Beschäftigung jüdischer Arbeiter in Palästina Baaleh Mikzoah Organisation der allgemeinzionistischen Handwerker in der Galuth Bajit (Bejt) s Haus Bet Alfa Kolonie im östlichen Emek Jesreel Betar Festung der Bar Kochba an der Meeresküste südlich von Cäsarea; Abkürzung für die revisionistische Jugendorganisation Brit Trumpeldor Bezalel jüdische Kunstgewcrbeschule in Jerusalem Bilu Bezeichnung der ersten zionistischen Einwanderer nach Palästina nach den Jahren 1882; Abkürzung des Bibelspruches „Bet Jakow Lecibu Wenelcha“ („Haus Jakob, laßt uns auf brechen“) Bne Benjamin „Söhne Benjamins“ — Organisation palästinensischer Kolonisten Boded — Einzeleinwanderer (Mehrzahl: Bodedim) Brit Habirjoniim oder Brit Hazohar Union der Zionisten-Revisionisebe Wehrorganisation Brit Hazohar Union der Zionfeten-Rcvisionisten Brit iwrit olanait Weltvereinigung zur Verbreitung der hebräischen Sprache Brit Schalom Organisation für jüdisch-arabische Verständigung Brit Trumpeldor revisionistische, , Jugendorganisation, benannt nach Josef Trumpeldor * Allgemein * Zionistischer Jugendverband Brith Zion Regelmäßige Heimbesohäftigungen finden in folgenden Heimen statt: Galil Hazofeh (Pfadfinder-Kreis), X., Pernerstorfergasse 25 (Zion. Bez.-Sekt. X), Dienstag von V\1 bis 3^510 Uhr, Samstag von 5 bis 8 Übr; XI., Braamhubergasse 7 (Tempelsekretariat), Mittwoch von 4 bis 347 Uhr, Samstag von 5 bis 8 Uhr, Onegg-Sabbath; XVI., Frauen* gasse 9 (Zion. Bez.-Sekt XVI/XVII), Mittwoch und Donnerstag von 347 bis 3$9 Uhr, Samstag von 5 bis 7 Uhr, Onegg-Sabbath; XX.. Denjsgasse 88, II. Stock. Dienstag und Mittwoch von 348 bis 3410 Uhr, Samstag ab 5 Uhr, Nesc/hef, Dienstag von .8 bis 9 Uhr, Iwrith. Galil Hanoar (Jugendkreis), II., Praterstraße Nr. 18, Dienstag und Donnerstag 8 Uhr, V., Hauslabgasse 2, Dienstag 8 Uhr; . VII., Hermanngaese 9, Mittwoch 8 Uhr; XVI., Fraueagasse 9, Dienstag 8 Uhr; XVHI., Weimarerstraße 7, Donnerstag 8 Uhr. Galil Hapoel (Chaluz-Kreis), II., Novaragasse Nr. 29 (siebe Mitteilungen des Hechaluz Haklal Zioni), Mitgliedßchaftsanmeldungen für Jugend- Hohe, vom zehnten Lebensjahr angefangen, bei den jeweils diensthabenden Gruppenführern. Sommerlager ab 12. Juli 1937 in Österreich '(Ort wird noch bekanntgegeben). Anmeldungen an den oben genannten Stellen. Der Aufbau Palästinas im Lied und Wort Im Rahmen einer Kulturveranstaltung des Hechaluz Haklal Zioni brachte Konzertsänger J. Segal-Rosenb a o h am 4. Mai d. J. im großen Festsaal des Hotel „National“ seinen palästinensischen Liederzyklus zum Vortrage. Man hörte Jehudia Halevy, Bialik, Tschernikowski, Sohlomaki, Altermann und andere in der Musik von Bloch, Engel, Milner, SHaira, Gorochow, Somborski, Rosowski. Ein verbindender Text in deutscher Sprache (verfaßt von J. Segal-Rosenbach) ermöglichte, daß auch diejenigen, die die hebräische Sprache noch nioht vollständig beherrschen, dem Inhalt dieser interessanten Lieder folgen konnten. Den verbindenden Text trug Riohaid Müller mit guter Phonetik vor. Pianißtiu Lili Riegler spielte, unterstützt von Segal-Rosenbach, virtuos. Das dankbare Publikum spendoto allen Mitwirkendou reichen Applaus. Diese Veranstaltung war künstlerisch sehr wertvoll und kanu den jüdischen Organisationen zur Wiederholung empfohlen werdem S-—w. jüdischer Liederabend. Montag', deu 17. d., um >49 Uhr abends, findet im Marmorsaal des. Hotel National, II., Taborstraßo 18, der jüdische Liederabend des Tenors Max Mtihlstook statt. I Dr. S. Frankl ordiniert in Bad Luhaöo-1 vice (CSR) von Mal bis Oktober, DIE KINDER-STIMME REDIGIERT VON LILIAN GRÜNWALD fflPOtpTJB Liebe Bänder! Sieben Wochen sind nun seit dem Tage der Darbringung des Omer vergangen, da feiern wir das Wochenfest. Das Wochenfest wird bei uns zwei Tage lang gefeiert (16. und 17. Mai — 6. und 7. Siwan —), in Erez Israel einen Tag. Gleichzeitig tat das Woobenfest, ein Fest der Erinnerung, daß Moses die Torah am Beige Sinai gegeben wurde fFiö und drittens ist es das Fest der Erstlingsfrüchte onwsn irr. Im biblischen Zeitalter wallfahrte der Hebräer mit seinen Erstlingsfrtichten zum Heiligtum nach Jerusalem. In unserem Zeitalter hat sich der Brauch so erneuert, daß die Erstlingsfrüohte öffentlich dem Keren Kajemeth dargebracht werden. Die Kinder beteiligen sich besondere bei diesem Fest. Sie schleppen Früchte und Gemüse, Geflügel in Käfigen, kleine Lämmchen herbei. Mit Flöten, Trommeln und Trompeten machen sie Musik und kommen so zum geschmückten Festplatz. Dort steht eine Tribüne, zu der Stufen hinaufführen. Auf ihr sind sieben Tore errichtet, für die sieben Arten von Früchten, die das Land darbringt: Weizen, Gerste, Oliven, Trauben, Feigen, Granatäpfel und Honig. Mit einem Fanfarensignal und einem allgemeinen Umzug der Gabenbringer wird das Fest eröffnet, Während des Umzuges wird W'Vd* SaJenu al K’tefenu gesungen. Dann wird jede Gabe zu ihrem Tor gebracht. Ganz oben auf der Tribüne stehen die „Gabenempfänger“ (Beauftragte des Keren Kajemet). Ein Orchester auf dem Dach der Zuschauertribüne spielt: „Hinneh mah tow umah »Cp-flöl 3)tS-riö H3.T naim“ (Wie; schön und wie lieblich) Alle Gruppen schreiten ’ in Begleitung der Paukenschläge zur Tribüne. Auf ein Zeichen werden alle Körbe geleert. In diesem Augenblick herrscht lautlose Stille auf dem weiten Platz. Es ertönt das Lied: „w’chag schawuoth ta'asshäh lach, bikkure K’zir chittim“ ■oan T'srs n'tpyn ntym' .vn\ Die verschiedenen Gruppen antworten ihrerseits mit Liedern, bis sie sich alle in dem Lied: „Erez natnah j’wulah“ njflj vereinigen. Die Gabenbringer lesen noch zusammen den Abschnitt „Hinneh hewejti“ #♦ ♦ ♦ TUCH* nan. Das Orchester spielt noch „B’echuw Adonai äf schiwath Zijon“ und zuletzt „Täohftsaiknah“ „nmmrr. t'.-w Alle Kinder bekommen Leckereien zum Fest, die in schöne Papier! allen eingepackt sind. Und auf diesen ist das Datum des Tages und die Inschrift „Wenn du von deiner Hände Arbeit leben wirst“. Die Kinder spielen noch lange auf dem weiten Festplatz. * * * Die Bitte. Nachdem der Ewige Moses verkündet batte, daß er angesichts des Gelobten Landes sterben müsse, trauerte Moses und betete zu Gott. Doch er wurde nicht erhört. Da sprach er: „0 Ewiger, gewähre mir noch eine Bitte, eh« ich sterbet“ „Nim, so sprich!“ so der Ewige. Und Moses bat: „Herr, erhöre mich und lasse meinen Geist in das Herz meines Volkes einziehen.“ „Es sei dir gewährt“, sprach der Ewige und selig lächelte Moses, als ihn der Todesengel von dannen trug. Von Erich Deutsch, 13 Jahre. Mitteilung. Alle Leser und Leserinnen der „Kinder- Stimme“ mache ich darauf aufmerksam, daß in der heutigen Nummer auf einem der Bilder eine kleine Inschrift sich befindet. Wer von euch nimmt sie wahr, wer kann sie lesen und wer versteht sie? Auflösung des Kreuzworträtsels. Waagrecht: .1. Hosea. 4. Laa 7. Adam. 8. Noah. 9. Neu. 10. Zebra. 11. Lab. 12. Waren. 14. Gin. 10 Raben. 18. Der. 19. Star. 20. Tabu. 21. Ter 22 Moses. Senkrecht: 1. Hanswurst. 2. Oder. 3. Sau. 4. Lob. 5. Aare 6. Ahasverus. 8. Neben- 10. Zarin. 11. Lager. 13 Rate. 15. Rebe. 17. Bar. 18. Das. Briefkasten. Ernst W und Paul M. Eure Anfrage, warum die „Kinder-Stimme“ nicht immer eine ganze oder gar zwei Seiten hat wie andere Kindcrzeitungen, kann ich euch schon beantworten: Das kommt daher, weil die große „Stimme“ selbst ja weniger Seiten hat, al« die von euch genannten Tagesblätter. Daß ihr in eurer Klasse Propaganda machen wollt für die „Kinder-Stimme“ freut mich sehr, und wenn diie Klasse gemeinsam die „Stimme“ abonniert, entfallen ja auf den einzelnen ohnedies nur einige Groschen in der Woche. Eure Idee ist sehr gut, und wenn recht viele Kinder euer Beispiel machahmen und wir dann viele neue Abonnenten haben, kann die „Kinder-Stimme“ auch in größerem Umfang als jetzt erscheinen. Dann können wir uns mehr Bilder und auch einen hebräischen Sotzer leisten, und das würde mich bestimmt am meisten freuen. Eure Dodah Lilli. auch in größerem Umfang als jetzt erscheinen. Dann können wir uns mehr Bilder und auch einen hebräischen Sotzer leisten, und das würde mich bestimmt am meisten freuen. Eure Dodah Lilli. MiülerM Central vom 14. bis inkl. 18. Mai am Bnrtlier$ .Kiein-Semmerlni* Auskunft U 14-9*08 von 8-10 Uhr vorm. Heute lernt Ihr Uri-Muri aus der palästinensischen Kinderzeitung »D'lS'S 13T kennen. Uri-Muri’s Orangenernte bp Deutsche Nachdichtung von Patach >3 h — öWftJl *p33 ’flKtt h’l3!iÖfl!S»S| Haib* ich dich, Freund Lewiathau, gefangen! Nun laß uns geh'n zusammen vom Meer zum Liebt. Jetzt wird ziu meinem Randes am Ufer gegangen, Dort hilfst diu mir bei der Arbeit, du Wicht! 4 Soll leih da sitzen bis in alle Ewigkeit? Es ist so beiß in Lewiathans Bauch... Soll ich die ganze schöne Jugendzeit Dahier vergomlelu — das tot kein Brauch! Z Aber der Fisch — o schaut dieses Wunder! — Verschiüngfc unsern Uri mitsamt dem Hain: Die Bäume und Früchte, die Angel jetzunder Versinken im Lewiatban, pfui, wie gemein! 5 Hoppla! Ich hab* doch meine Angel noch, Die hilft mir flugs aus diesem finstern Ort. Ich angel. selber mich — und aus dem Loch Komm’ ich zum Strand, setz', meine Arbeit fort. Im Bau di des Fisches, wie in einem großen Bett, Ganz so wie einstmals Jona, der Prophet, Fährt Uri nun und lenkt in seiner Not Den Lewiatham durch das Meer und fleht: 6 Und Hokuspokus, sieh! der Leviathan, Er zaubert rasch hervor Orangensaft, Die vollen Flaschen baumeln von dem Kran Auf’s Schiff hinab; die Arbeit ist geschafft.

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