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Die Stimme · 1937-04-23 · Heft 638 (23.4.1937) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 638 (23.4.1937)
Date
1937-04-23
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Dfl STIMME Stift 7 Nr. 688. — Wie®, Freitag, 28. April 1987. Met den Keren Kalemeth - er erlöst letzt Kule und Obersalilea Metaphysik um Beilis Eine wahre Geschichte. Von Rodew Wir hatten einen Telepathen entlarvt. Eine kleine Gesellschaft neugieriger Menschen hielt die eigenen Gedanken für wertvoll genug, daß sie ein Fremder erraten sollte. Der Hellseher gab uns gezinkte Kuverts, in die wir die Namen Lebender oder Toter legten; dann sagte er uns einige Dinge von Blut, Mord und fürchterlichen Ereignissen. Doch die Saohe stimmte nicht ganz, da wir die markierten Kuverts vertauscht hatten. Nachher trösteten wir uns mit ein paar Gläschen Wein, dem man mit weniger Unrecht als den Telepathen nachsagt, daß in ihm die Wahrheit liegt. Mein Tischnaohbar war ein Russe. Er war groß gewachsen, wie die Bäume in der Gegend von Perm, woher er stammte, und legte seine Hand auf meine Schulter. „Lieber Freund!“ sagte er zu mir. „An mir hat schon einmal einer die Metaphysik erproben wollen, zu Hause in Rußland...“ „Wenn es Ihnen nicht lästig ist, erzählen Sie!“ bat ich Ihn, da ich sah, daß es ihn danach drängte, mir die Geschichte zu versetzen. „Chören Ssie mirr zul“ er holte einen Sack voll Luft Atem und berichtete: „Als junger Mann kam ich in die Gegend von Odessa, zu einer Tante. Dort trat ich ln ein altes Getreidegeschäft ein. Ich erlernte bald die Sitten und Gebräuche der Branche und fand es unterhaltsam, mit den Bauern Schnaps zu trinken, wenn ich Getreidö bei Ihnen kaufte. Man konnte mich gut leiden und verzieh mir, daß ich ein Jude war. Sie wissen, daß der Bauer gern einen Unterschied macht zwischen dem Juden, der sein Freund ist, und dem Juden, den er nicht kennt. Mit dem einen trinkt er gern ein Gläschen, den andern möchte er ertränken. Sogar der Pope schätzte mich, und ich nicht weniger seine Tochtey. Sie war ein hübsches Mädchen, und. hielt gern ihre Hand, an meiner Brust, wenn ich Lieder von den Reitern des Zaren sang. Es bebt, wie der Boden in der Krim,' pflegte sie Zu sagen. Ach, der Pope liebte miohl Du bist ein braver Mensch, lobte er mich oft, du wirst dich taufen lassen und ich gebe dir meine Tochter zur Frau! Wie es nicht anders möglich ist, ich mußte ihn enttäuschen. Dennoch kam ich oft ®in sein Haus und er nahm mich immer freundlich auf. Eines Tages, es war heiß und das Korn ganz Iblaß und schwer von der Sonne — Sie müssen wissen, wie heiß dort die Sohne brennt — war seine Frau und die verehrte Tochter in die Stadt zu Verwandten gefahren. Mein guter Pope war ganz allein. Einsam saß er vor seinem Mittagstisch, auf dem das Mahl für die ganze Familie stand, und machte sich daran, es au verzehren. Kein Wunder, wenn er einen großen Bauch hatte! loh trat in die Stube und er begrüßte mich freudig mit erhobenen Händen. Oh, guter Iwan, du hast gewußt, daß ich allein bin, und bist gekommen, um mir Gesellschaft zu leisten! Das ist schön von dir, du bist ein guter Mensch! Er. umarmte mich und zog mich an seinen Wanst, über dein der lange Rock' und die oberen Hosenknöpfe offen standen. Iß doch mit, bat er mioh und küßte mir beide Wangen. Dann ließ er noch eine Sohüssel auftragen, damit er selbst nicht zu kurz käme, und schenkte mir Wein ein, besseren, als man hier bekommt. Ich hielt gleich ihm eine Gänsekeulo in der Hand und konnte kaum mit ihr au Ende kommen, weil Bie reiohlich fett war, als mein Popo plötzlich aufsprang, zu deu Fenstern eilte und die Läden schloß. Jetzt kommt das Metaphysische! Er verriegelte auch die Tür und im Zimmer war es halbdunkel, gerade daß man nooh die Reste der Gans . auf dom Tisch erkennen konnte. He, du! stürzte er auf mich los. Da wird jetzt dieser Beilisprozeß verhandelt, ich will endlioh wissen, was die Wahrheit ist! Willst du mir schwören, daß du keine Lüge sagen wirst? Willst du es geloben bei dem Namen deines Vaters und deiner Mutter?! Ausgereohnet bei der Gänsekoulo war ihm der Ritualmordprozeß eingefallen, und rasch von Entschlüssen, gar nicht seinem Fett entsprechend, hatte er die Gelegenheit benützt, einen verläßliohen Zeugen zu befragen. 1 Ich fürohtete mich nicht, obgleich dasj Ich war gerührt, doch fragte ich: „Ein schöner Schließen der Fensterladen viel versprach, und * Ausklang der gefährlichen Stunde. Doch wo fragte ihn, welche Wahrheit er erfahren wolle, bleibt die Metaphysik?“ Du, wenn du lügen wirst, gehst du mir nicht Mein russischer Freund lachte. mehr gesund von dieser Stelle! Sage mir jetzt offen und ehrlich, brauchen dio Juden für das Osterbrot unser Blut, ja oder nein?! Nein, sagto ich zuerst ruhig, ich selbst bin Jude und kenne alle Gebräuche, aber mir ist davon gar nichts bekannt. Im Gegenteil, Väterchen, wissen Sie es nicht selbst, daß wir das Fleisch nicht essen dürfen, wenn das Blut nioht vorher ausgelaufen ist, und daß wir das Geäder entfernen? Welche dumme Lüge, uns so zu verdächtigen! — Plötzlich war loh schon sehr aufgeregt, denn er hielt mich nicht mehr an den Händen, wie vorher, sondern hatte mich am Hals gepackt und lauerte in mein Gesicht! Ich schrie, daß nicht Beills vor ein Gericht gehöre, sondern die Richter vor die Gerechtigkeit. Solche Menschen, die über mein unglückliches Volk so viel Elend bringen, gehören selbst gerichtet! Die Gebildeten alle, die so etwas glauben, sind nicht wert, daß sie den Namen aufgeklärter Menschen führen! Damals war die ganze Bevölkerung durch den Prozeß erregt und Sie werden meine Worte begreifen! Nicht so der Pope. Er drückte fester I und fester an meinem Hals und nahm auch die zweite Hand zu Hilfe. Ich hatto kaum noch Luft, hörte aber noch, wie er schrie: Du lügst, Jude! Du bist mit den anderen im Bündel Dir wollte ich meine Tochter geben? Diesem geheimverbtindeten Schurken! Lügner! Dein Atem ist Pesthauch, du lügst, du lügst! Nun erkannte ich, daß ich mich wehren mußte, wenn mir mein Leben lieb war, das der angetrunkene Pope in seiner Raserei scheinbar nicht schonen wollte. Ich langte nach der Weinflasche, die auf dem Tisch stand, es war wie ein Akt aus einem Kinodrama, und schlug sie mit aller Kraft gegen seinen Kopf. Im nächsten Augenblick war ich frei, ich rang nach Luft ... Lügner! schrie er und sprang neuerlich auf mich los. Wir rangen miteinander auf dem. Boden und auf den Sesseln. Endlich bekam ich den Wasserkrug in meine Hände und gewann mit seiner Hilfe die Schlacht. Ich schob den Riegel zurück und ließ die Magd eintretön, die ihren Herrn laben konnte, ich selbst aber lief mit zerrissenen Kleidern und blutig gekratztem Geeicht nach Hause. Ala mich meine Tante eintreten sah, stand ihr das Herz vor Schreck beinahe stille. Um Gottes willen, rief sie, hast du am Ende jemand erm . . .! Sie wagte es nicht, das Wort aiiszüSprechen. Ich gab keine Antwort, sondern warf mich auf das Bett und verbarg mein Gesicht schluchzend in den Kissen. So lag ich über eine Stunde und im Innern wußte ich nicht ganz genau,. ob iah nicht den Popen mit dem Krug vielleicht tot geschlagen hatte. Es war ein fester Hieb gewesen. Da hörte ich schon das Murmeln und Schreien auf der Straße und hörte, wie die schweren Bauernstiefeln zusammenliefen, wie das ganze Volk des Ortes sich versammelte, um mich zur Verantwortung zu ziehen! Doch es war bloß die Einbildung, das schlechte Gewissen. Dennoch wagte ich zwei Tago lang nicht, die Straße zu betreten. Am dritten Tag, es war gegen Abend und nicht mehr so heiß, ging ich auf die Felder, wo unsere Speicher lagen. Plötzlich, mitten auf dem einsamen Aokerweg, wer begegnet mir schwarz und drohend? Der Popel Ausweichen konnte ich nicht mehr, also schritt ich mutig auf ihn zu, doch als ich näher kam, sah ich, daß er lachte. Und ich glaubte zu träumen, wieder kam er mir mit ausgebreiteten Armen entgegen und zog mioh an seine Brust. Wo warst du so,lange? rief er. Ich habe dich sehr vermißt, mein braver Junge. Aob, wie schön wir das letztemal getrunken haben, wenn es auch nachher Streit gab. Aber, guter Iwan, es war ein edler Streit! Väteroben, verzeihen Sie mir, bat ioh demütig. Verzeihen? Recht hast du gehabt! rief er ganz versöhnt. Jeder Mensch hat recht, wenn er seine Nation verteidigt! Und wir blieben gute Freunde!“ „Nachdem er das Zimmer verdunkelt hatte, wollte er meine Gedanken lesen und ioh mußte sie ihm auf den Kopf klopfen. Ist es nicht übersinnlich genug, daß er mir später verziehen bat? Er konnte zwischen Recht und Unrecht unterscheiden!“ Die arabischen Nachbarstaaten Palästinas In-kurzem erscheint unter diesem Titel ein Werk von Rabbiner Dr. Israel Z w i K a n n e r. Durch dieses Buch wird eine Lücke in der zionistischen Literatur ausgefüllt. Die Kenntnis der Vorgänge in den an Palästina grenzenden arabischen Ländern ist für die richtige Beurteilung der zionistischen Bewegung von Interesse und Bedeutung. Es war ein glücklicher Gedanke Dr. Kanners, das Werk in einem Augenblick erscheinen zu lassen, da die Angst vor einer großarabischeu Föderation in der jüdischen Gasse Platz gegriffen hat. Der Verfasser führt diese Angst ad absurdum. Nachdem Dr. Kanner alle arabischen .Staaten einzeln, in ihrem gegenseitigen Verhältnis und ln ihrem Verhältnis zu den Juden und den übrigen Völkern untersucht, hat, gelangt er zu dem unwiderleglichen Schluß, daß ein europäisch ausgerüsteter Judenstaat jedem arabischen Angriff entschiedenen Widerstand leisten wird können. Ein bekannter Historiker des Zionismus hat über das Buch folgendes Urteil abgegeben: Gut, nützlich und aufochlußieich. Das Buch erscheint im LÖwit-Verlag und ist dem „Ring der Alt-Herren-Verbände“ der zionistischen Verbindungen gewidmet. Rechtzeitige Subskriptionen zum Preise *ou 2 Schilling sind anzumelden: „Ring*, Wien, I., Koblmarkt 8, Telephon U 28-4-87.- miiiiiiMiiimimiiiimiiiiimiiiiimimiiiiiiimmiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiimiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Beurteile jeden Menschen loohlwollend. (Sprüche der Väter) * Ein kluges Weib baut ihr Haus, aber die Torheit reißt es mit eigenen Bänden nieder, (Spr. Sal. 14, 1) iiiiuuiiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiimmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiimimiiimmmiiiiiiiiiiiiiiiiiimiii Gastspiel Jenny Lovic In den Jüdischen Künstler spielen (II., Prato rstgaße 84, Telephon R 45-4-94) wird das -wegen des sensationellen Publikumserfolges auf dem Repertoire belassene musikalische Lustspiel „Dier Sc.hlem/ihl“ Freitag, den 28., Samstag, den 24., und Sonntag, den 25. April, nachmittags (diese Vorstellung bei kleinen Preisen), auf dem Spielplan belassen. Es ist ein launiges Stück, mit sehr viel und schöner Musik, das allen Mitwirkenden reiche Gelegenheit gibt, ihre Kunst unter Beweis zu stellen. Jenny Lovic und ihr Partner Heimi Lewin, Dolly Nachbar in der Titelrolle und Lora Glücksmann stehen im Mittelpunkt des Abends. Sonntag abends wird-auf allgemeines Verlangen „Der Gba.sen auf Weekend“, der große Lachsphlager der Jubiläumsvorstellung, wiederholt. Das weitere Programm lautet: Montag: „Chasen auf Weekend“, Dienstag: „Liebling für alle“ und M. Herschkowitz in Fragment aus „König Lear“, Mittwoch: „Chasen auf Weekend“ und Donnerstag: „Der Sohlemihl“. Ahawat Thora. Dounerstag, den 29. April, um 14 7 Uhr abends, findet in der Ahawat Thora, IV., Panlglgasse 6, die feierliche Einweihung der von Dr. Leo Lindenbaum gewidmeten Thorarolle statt. Ansprachen werden halten: Oberrabbiner Oh. J. Jeruchem, Oberrabbiner Dr. Israel Taglicht, Rabbiner Josef Babad, Rabbiner Aron Jeruchem. Sind wir wirklich das auserwählte Volk? „Daß die Juden nicht untergingen, wie so zahllose alte Völker, sondern die Jahrtausende überdauern — ohne Staat, was ein nur natürliches Volk keine hundert Jahre aushielte — liegt unter keinen Umständen in einer nur naturhaften Bestimmung .;Mit diesen Worten drückt der moderne katholische Gottsucher Theodor Haecker sein Erstaunen über ein welthistorisches Phänomen aus, für welches sich eben nur eine einzige Erklärung findet: daß wir Juden ein besonderes Volk sein müssen; Worin-liegt aber diese Andersartigkeit? Ist sie ein Privileg oder eine harte Verpflichtung? Wird sie von den Völkern der Erde gebührend erkannt oder wird sie mißverstanden? Sind wir eine Nation wie .die anderen — oder darf unser Nationalismus mit der zeitgenössischen Welthysterie niohts gemein haben? Stellt sich der Zionismus in. seinem Wesen als Bestätigung oder als Ablehnung des Gedankens der Auserwähltheit und der Sendung Israels als Liohtbringer heraus? Über alle diese Fragen, die sich jedem Juden aufdrängen, deren Beantwortung oft über ein Menschenschicksal entscheidet, wird Dr. Alfred Werner unter dem Titel „Sind wir wirklich das auserwählte Volk?“ im Vortragssaal des „Ringes der zionistischen Altherrenverbändo“, I., Kohlmarkt 8, JlidlSChß UntGPItBlMIß?« denket an die jüdischen Arbeitslosen und fordert anläßlich der PrUHJahrssalson den Bedarf an Angestellten und Arbeitern aller Kategorien beim jüdischen Verein ffllr unentgeltlichen Arbeitsnachweis! 1., Kohlmesser gasse 4. Telephon U 27-0-65^ an. ... .1. i 'w»»ii , ui... am Montag, den 20. d. M., sprechen. Beginn des Vortrages 149 Uhr abends. Jüdischer Hochschulausschuß. Dienstag, den 27. d. M., um 20 Uhr, wird im Zentralheim, IX., Alserstraße 26, ein Palästinafllm vorgertthrt. (Mit Vortrag.) Gäste willkommenl Verein Jüdische Volksbibllothek „Zion-, Wien, II., Kleine Mohren^asse 3. In den letzten Tagen sind Neuerscheinugen in deutscher Sprache eingelangt. Wir verleihen die schönsten judaistischen Werke in deutscher, jiddi* scher und hebräischer Sprache. Bedingungen: 80 Groschen monatlich, keine Band* oder sonstigen Gebühren. Jugendliche, Studenten. und Vereine nur 50 Groschen monatlich. Bibllotheksstunden: Sonntag HU bis t Uhr mittags, Montag bis Donnerstag von H7 bis 9 Uhr abends. Lesehalle frei zugänglich und geöffnet täglich von 5 bis AlO Uhr abends, Freitag von 2 bis 6 Uhr abends. Histadnitli Iwrith. Samstag, den 24. April, 149 Uhr abends, spricht Schlome Auerbach im Vörträgssaal des Caf4 „Central“, II., Taborstraße 8, über: „Dawid Szymonowicz ben chamischim.“ Vorher, H7 Uhr abends: Bibelseminar (Dt. Schächter). H8 Uhr abends: Literaturseminar (Auerbach). — Samstag, deu 1. Mai, 149 Uhr abends, spricht der hebräische Schriftsteller Menac.hem N. Glenn ans Jerusalem-New York, über das Thema: „Haschpaath patanach a.l sifruth paolomi.“ Nach dem Vortrag findet zu Ehren de« Schriftstellers eine Mesibah statt. II. Werbe-Tee bei „Hakoah West“. Sonntag, den 25. April 1937, veranstaltet S C. Hakoah, Sektion West, VI., Gumpendorferstraße 139, ihren H. Werbe-Tee, bei dem folgende Künstler auftreten: Christi Giampietro, Viktor F 1 e m m i n g, Cilly W a n g, Otto Wolf und Hane Norbert. Begin 148 Uhr Rerieheitrag 5 1.—. Karten bei S C. Hakoah, I., Wiesingerstraße 11 und S. C. Hakoah, Sektion West, VI., Gumpendorferstraße 189, an den Klubabenden: Mittwoch ab 8 Uhr, Sonntag ab 6 Uhr. Interessenten für Fußball, Radfahren, Photo mögen sich an den Klubabenden einfinden. Konzert. Samstag, den 1. Mai 1937, 8 Uhr abends findet im Festsaale, XV., Herklotzgasse 21, ein Lieder-Arien-Aberd Willy Millets statt Mitwirkend: Frau Gina Lederer, Opernsängerin; die Kapellmeister Kult Fuchsgelb nud Dr. Robert Weiß Verband jüdischer Wirtschaftsakademiker. Am 19. April fand in Wien die Gründungs- Versammlung dieses Verbandes statt, der alle jüdischen Diplomkaufleute und Absolventen der ehemaligen Exportakademie umfassen soll und neben der Verfolgung kultureller und wirtschaftlicher Ziele (Anknüpfung von Gcsohäftebeziehungen mit ausländischen Kollegen, Schaffung eines Stellennachweises usw.) auch die aktive Förderung des Palästina-Aufbaues bezweckt. Die nächste Versammlung findet am Montag, den 26. April, um 8 Uhr abends, im Heim der Haboneh, Wien* I., Hegelgasse 3, statt. Auskünfte beim Präsidenten des Proponentenkomitees Dr. Julius Fliegei, II., Lassingleitlmerplatz 3 (Tel. A 46-0-72). Zionistische Bezirkssektion Prater, IL, Stuwerstraße . 1, Sonntag, den 25. April, 7 Uhr abends, der bekannte Chäsa® Schalom Katz aus Kischenew: Minoha-Maariw mit Sephirat. hdomer. Die Leitung der zionistischen Sektion Prater und der „Petach Tikwah“ danken Herrn Oberkantor Schalom Katz für seine ausgezeichneten kantoralen Leistungen als Vorbeter in den Pessach-Feiertageai. Barmizwah. Samstag, den 24. April, um 9 Uhr vormittags, findet im Tempel, II, Pazmanitengasse 6, die Barmizwah-Feier Joachim Müllers. Sohn des Oberkantors J. L Müller, statt. Die Anspraoho an dem Barmizwah wird Rabbiner Dr. M iirrn eis t e i n halten. Der Verein Machsike Hadath, Nachlat Jakob, Wien, II., Haidgasse 1, lädt alle Freunde und Gönner zu der am Sonntag, den 25. April, um 6 Uhr.abends im Vereihelokale stattfindenden Trauerandacht für ihren Ehrenpräsidenten Oberrabbiner Mayer Mayersonh s. A. höflich ein. Der Fachverein jüdischer Hörer an der Hochschule für Welthandel veranstaltet am Dienstag, den 27. April, im Heime, IX., Alserstraße Nr. 20, um 20 Uhr einen Vortrag über „Arthur Schnitzler und seine Zeit“. Es spricht Ernst Burstyn. Gäste herzlichst willkommen! Jüdisch-Kultureller Elternbund. Dienstag, deu 27. April, A9 Uhr abends, im Klubsaal dos Oafö „City“, IX., Porzellangasse 1 (Ecke Berggasse), Elternversammlung. Redner: Richard S t ö s s e 1 über „Der Jüdisch-Kulturelle Elternbund“, Prof. Dr. Emil Lehmann über: „Jüdisches Kind in dieser Zeit“. Goldene Hochzeit Herr Josef Klein uhd 6eine Gattin Berta feiern Samstag, den 24. April, das Fest der goldenen Hochzeit. Die Feier findet während des Gottesdienstes im Müllner-Tempel, Wien, IX., Griinetorgasse 13, um 149 Uhr vormittags statt. Jüdischer Sportverein „Hasmonea - Makkabi“. Donnerstag, den 29. April, HO Uhr abends: Vortrag Dr. Ch. Tartak o w e r: Lichtbilder aus Palästina. Gäste willkommen! Touristik- und Skiklub Hakoah. Tourenprogramm: Sonntag, den 25. April: Wienerwaldtour (Haschberg). Treffpunkt 9 Uhr Neuwaldegg; Führer: Fixei. Skitour: Schneeberg; Führer: Sohwarz. Voranmeldung am Klubabend. 1. und 2. Mai: Hakoah-Hütte (Voranmeldung R 25-0-10); Skitouren: Dachstein, Schneen beug.

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