Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 630 (23.3.1937)
- Date
- 1937-03-23
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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DIE STIMME Seite 5 Wien, Diene tag, 23. Mitra 1037. — Nr. 630. ■SB Vor die nicht, gerade weltbewegende Untat von Pavog als das Ergebnis einer jüdischen Verßchwörungsliga auszuschroten, Angesichts dieser pathologischen Harthörigkeit dos deutschen Naziregimes gegen alles, was die Schweiz zur Rettung der deutschen Kultur laut werden Heß, ist es kein Wunder, daß die Schweizer ihrerseits nicht neugierig darauf sind, was man ihnen von der Überlegenheit der „nordischen“ Brüder auftischen will, wie zum Beispiel folgende Weisheit, die ein rciohsdeutscher Gauch — der Mann heißt wirklich so und ist Professor ■—, in seinem Buche „Neue Grundlagen der Rasseforsohung“ vor kurzem veröffentlichte: „Der nordische Mund hat überlegene Eigenschaften. Weil die rote Farbo eine anregende Wirkung ausübt, reizt und verführt der große, rote Mund der Nordischen zum Küssen und zur Liebe.“ Auch ohne diesen Gauch hat man schon bisher allgemein gewußt, daß der „nordische“ (lies „preußische“) Mund durch seine Größe allen überlegen ist. Es scheint aber, daß er die Schweizer gerade dadurch zu allem andern eher reizt als zum — Küssen... I RUNDSCHAU g seid Juden und darum seid und bleibt ihr Fremde! Fremde, nur weil ihr Juden seid, Fremde, wa« immer sonst eure Qualitäten sein mögen, Juden und darum Fremde. Das Burgtheater, Österreichs Staatstheater, eagt uns da« — cs sagt uns, daß wir auch am 3. November 1018, als die Gräber der jüdischen Kricgsgefallenen noch ganz frisch waren, Fremde gewesen sind. Belm Juden gilt nicht«, beim Juden gilt auch da« vergossene Blut nicht. Jude und Fremder sind auf der Bühne des österreichischen Staatstheaters Synonyma geworden. „DER ROTE JUDE“ ist, daran sind wir gewöhnt, das Lieblingsthoma der nationalsozialistischen Zeitungen. Wir haben uns mit der Lügenhaftigkeit dieses Schlagwortes wiederholt ans ein an d erges e t »t. Jetzt wird uns zu unserer peinlichen Überraschung mitgcteilt, daß in Perchtoldsdorf bei Mauer auf der offiziellen Ankündigungsta.fel der Vaterländischen Front dio Lüge aufgegriffen wird. Es hängt in dem Kasten ein Plakat mit der Überschrift „Der rote Jude, die Weibgefahr“, darunter in plastischer Form auf einzelnen Karten die Namen jüdischer Minister in Frankreich und höherer sowjetrussischer Funktionäre. Von diesen Karten führen rote Fäden zu einem zentralen Punkt. Es wäre schade um jedes Wort, das man dieser Tatsache hinauftlgen würde. Man muß hoffen, daß es sich nur um einen Übergriff oines lokalen Funktionärs der Vaterländischen Front handelt, uml daß die Leitung der Organisation schleunigst Abhilfe schafft. EIN LESER stellt uns eine Broschüre zur Verfügung, die ihm jüngst in den Briefkasten geworfen wurde. Sie führt den Titel: Der Bolschewismus in Theorie und Praxis und enthält die wörtliche Wiedergabe einer auf dem Nürnberger Parteitag des letzten Jahre« gehaltenen Rede des Dr. Goebbels. Das Heft ißt in Berlin hergestellt und wird von dort in Hunderttausenden von Exemplaren nach Österreich geschmuggelt. Wahllos wird cs den Leuten vor die Tür gelegt oder in den Briefkasten geworfen, wobei natürlich auch viele Juden irrtümlich bedacht werden. Man bemüht sich von Seiten der österreichischen Behörden, durch Beaufsichtigung des Zeitungsimportes aus Deutsoliland der nationalsozialistischen Propaganda einen Riegel vorzuscliLoben. Es wird notwendig sein, Mich die anderen Wege des Nationalsozialismus zu kontrollieren und alles gedruckte Material, das über die Grenze kommt., genau zu prüfen. J e h u d a. IM DUROTHEATER wird ein Stück gespielt, da« den Titel „3. November 1918“ führt. Im Mittelpunkt steht ein Oberst der alten Österreichisch-ungarischen Armee, ein Wiener, der Selbstmord begeht, weil er sich von allen Kameraden, die nach dem Zerfall der Monarchie plötzlich ihr Polentum, ihr Tschechentum, ihr Jugoskwcntum entdeckt haben und in die Dienste ihrer neuen Staaten treten, verlassen sieht. Zum Begräbnis des Selbstmördern erscheinen die alten Kameraden aber doch noch einmal, über die neuen politischen Gegensätze hinweg ihre menschliche Verbundenheit mit dem toten Oberst bekundend. Sie werfen Erde ins frische Grab, wobei jeder von ihnen die Scholle, die er hineinwirft, durch einen Spruch gleichsam in die Erde seiner neuen Heimat verwandelt: „Erde von Polen...“, „Erde von Jugoslawien...“. Es ist unter den Offizieren auch ein jüdischer Regimentsarzt. Gespannt wartet das Publikum, bis er an die Reihe kommt. Was wird der Jude sagen? Welchen Landes Eide bringt er dem toten Kameraden? Er ist unter den Anwesenden der einzige, der Österreicher geblieben ist und ea ist klar, daß somit ihm die Aufgabe zufiele, am Grab des toten österreichischen Obersten das zu sagen, was dieser Oberst sozusagen hören möchte, nämlich: „Erde von Österreich.“ Man kann den Mann, den Österreichs Tragik in den Selbstmord getrieben hat, doch wirklich nicht nur mit polnischer, jugoslawischer, böhmischer Erde zudecken lassen... So hat die Sache auch der Autor, Franz Theodor Csokor, aufgefaßt. Im Manuskript des Stück« wild dem jüdischen Regimentsarzt, dem Dr. Grün, klar vorgeschrieben, beim Begräbnis Österreich in dieser Weise zu repräsentieren. Aber der Autor denkt... und auf der Bühne ist es dann anders. In der Premiere und in einigen darauffolgenden Vorstellungen sagte Dr. Grün zunächst: „Erde von Österreich-Ungarn.“ Seit Samstag aber —- ist er stumm. Er wirft dio Schaufel Eide ins Grab und eagt nichts. Es sei festgestellt: Das Stück wird taktvoll gespielt, der Schauspieler, der den Regimentsarzt verkörpert, enthält sich jeder Karrikiorung, er gibt den Juden geradezu sympathisch. Zweifellos hatten die für dio Aufführung verantwortlichen Personen, der Autor und der Direktor des Theaters, auch keine antisemitischen Absichten. Aber man hat offenbar von anderer Seite kommenden antisemitischen Tendenzen nnchgegebon. Es ist Tatsache, daß jetzt clor Judo Grün beim Begräbnis des Kameraden nichts zu sagon hat und an diese Tatsache müsson wir uns halten. Da müSBon wir aber fragen: Wie kann gerade Österreichs Staatstheater einen Juden ausgerechnet am 8. Novembor 1918 in Verlogenheit geraten lasson, wenn er sagen soll, welchen Landes Erde or auf den Sarg ßoince toten Obersten wirft — und wie kann es ihn schweigen lasson? Schweigen zu einer Zeit, da die Gräber der jüdischen Kricgsgefallenen noch ganz frisch waten? Für die österreichische Erde sind eio gestorben —■ und der überlobondo jüdische Soldat darf diese Erdo nicht erwähnen? Das anständige Spiol und der Umstand, daß jede Kamkierung des Juden vermieden wird, macht die Sache eigentlich noch peinlicher. Donn man Bagt uns im Burgtheater: Ihr seid anständige, ordentlicho Menschen, Menschen wie Allo anderen — aber ihr Der tägliche Pogrom in Polen Warschau, 21. März. (JTA.) Die antijüidisciho Bewegung in Polen dauert ununterbrochen an, es vergeht kein Tag, ohne daß an der einen oder der anderen Hochschule jüdische Studenten blutiggeschlagen würden, oder daß in den Städten oder auf dem flachen Lande Juden einzeln und in Gruppen überfallen werden und jüdische Habe zerstört oder geraubt wird. Diese Unruhen häufen sich so sehr, daß die jüdische Presse kaum noch Plat-z hat, sie alle zu verzeichnen. Zwei Juden ermordet In Radom wurden zwei Juden aus dem benachbarten Przytik, wo vor vielen Monaten ein Judenpogrom stattgefunden hat, ohne daß er bisher seine Sühne gefunden hat, überfallen und niedergestochen. Beide, der 30jühni,ge Sinai Den und der 65jährige Jakob Ei s e n borg, erlagen im Hospital ihren Verletzungen. Ein Pole namens Stefan Szymczyk wurde verhaftet, simuliert aber Irrsinn. In Lodz wurden zwei Juden, der 22jährige Cyalczinskd und der 84jährige Gliaioi R o c h f e l d, überfallen und in den Rücken gestochen. Beide wurden schwer verletzt ins Hospital gebracht. Die Polnische Telegraphenagentur meldet, daß p-olndscbe Studenten in Warschau anläßlich des Vortrages eines ausländischen Professors Tränengasbomben ins Lokal warfen, die herausströmenden jüdischen Studenten hinterrücks überfielen und brutal mißhandelten. Einem der Juden droht der Verlust eines Auges. Bombenattentat In die Wohnung des Präsidenten der Wilnaer jüdischen Gemeinde, Maurice Parnes, wurde eiine Bombe geschleudert, die explodierte und die ganze Wohnung zerstörte. Zum Glück waren Menschenopfer nicht zu beklagen. In vielen Städten Polens wurde den Juden der . Besuch der Wochen- und Jahrmärkte verboten. Das Hauptorgan der nationaidemokratischen Partei, „Warszawski Dziiennik Narodowy“, fordert die Vertreibung aller Juden aus Warschau. Die deutschen Flüchtlinge Wie das Genfer Abkommen Paris, 18. März. (JTA.) Auf der vom Joint gemeinsam mit dem Council for German Jewry und Hicem einberufenen Konferenz der Flüchtlingshiiilfskomitees wurde ein Bericht über Flüehtlingeschutz und Flüchtlingsfürsorgo in den einzelnen Ländern erstattet. In Frankreich mir den gemäß den Bestimmungen des Genfer Abkommens 2000 Identitätsausweise ausgefolgt. Es wurden bloß 5 bis 6 Prozent der Bewerbungen um solche Ausweise abgelehnt. Der Rechtest«, tns der auf französischem Boden lebenden Flüchtlinge ist gewährleistet durch die Ratifizierung des Genfer Abkommens, welches vorsieht, daß deutsche Staatsangehörige, die sich am 4. Juli 1936 außerhalb Deutschlands aufhielten und nicht mehr unter dem Schutz der deutschen Reichsregüoning standen, zunächst einen für ein Jahr gültigen Ident!tiitsausweis zu erhalten haben. Die Sicherung des Arbeiterochtes neben dem Aufeuthaltsreclit wird jedoch durch das Abkommen nicht .gewährleistet. Doch stehen die Regierungen Frankreichs und Belgiens auf dem Standpunkt, daß Flüchtlingen, die Ausweispapiere erhalten, auch das Recht gegeben werden nnuß, sich in dem Lande, das den Ausweis ausgestellt hat, erhalten zu können. In Frankreich wurden bisher 800, aus Deutschland Ausgewanderten Personen Arbeitsbewilligungen erteilt. Da« Genfer Abkommen ist bisher von Frankreich, Belgien, England, Schweden und Dänemark ratifiziert worden. Die Zahl der Personen, die unter das Abkommen fallen, boträgt in Frankreich rund 8000, von denen etwa 2000 auf Unterstützung durchgeführt wird. angewiesen sind. In England leben rund 3500 von dem Abkommen erfaßte Flüchtlinge. Diejenigen, deren Pässe nicht erneuert werden, erhalten Ausweise vom Home Office. Auch in Belgien ist der Rechtsetatus der Flüchtlinge auf der Grundlage des Genfer Abkommens b efriedigend geregelt. Jeder Rdfugie, der sich in Belgien vor dem 5. November 1936 aufhielt, erhält Arbeiterechfc. Die Zahl der unter dem Schutz des Abkommens stehenden Personen in Brüssel und Antwerpen wird auf 130 geschätzt. In Holland werden etwa 700 Flüchtlinge regelmäßig unterstützt. Von den 220 Flüchtlingen, die eich in Spanien niedergelassen hatten, sind jetzt 200 nach verschiedenen europäischen Ländern zurückgekchrt. Die Konferenz hat in einer Reihe von Resolutionen die Fortsetzung der Arbeit der Flüchtlmgishilifekamitees in den verschiedenen Ländern befürwortet und .sich gleichzeitig dafür ausgesprochen, daß die Komitees in den Nachbarländern Deutschlands, in denen das Flüchtlingsproblcm besonders akut ist, von den übrigen Komitees unterstützt werden. Verein HachnuSas Kalu (Obmann S. Buclusbaum) veranstaltet Dienstag, den 80. d. im Theater Reklame eine Wohltäligkeitsvorstellung. Eino neue Operette in bester Besetzung mit deu berühmten Warschauer Künstlern Jenny Lovie und Heini Lewin gelangt zur Aufführung. Der Reingewinn fließt zur Gänze dem wohltätigen Zwecke zu. Die Mitglieder, Förderer und Gönner des Vereines werden eingeladen, den edlen Zweck dieser Veranstaltung durch zahlreichen Besuch zu unterstützen. Karton sind zu haben im Oafö Buchsbnum, II., Kleine Pfarrg-asee 21, und an der Abondkassa. ionische Unternehmer, denket an dio jüdischen Arbeitslosen und fordert anläßlich der Frühjahrssalson don Bedarf an Angestellten und Arbeitern aller Kategorien beim jüdischen Verein für unentqeltllchen Arbeitsnachweis, L, Kohlmessergasse 4, Telephon U 27-0-65, an. Zionistischer Veranstaltungs* holender Dienstag, 23. Mürz. 1. Bcz.: Verein Zion. Hoehschüior „Theodor Iler/.l“, Bauernmarkt 8, ¥/.) Uhr abends, Adolf E n g o 1: „D a « Problem der j ü d i s c h c n N a t i o n a 1 i t Ü t-.“ 2. Bcz.: WIZO IT, im WJ/O-Ifeinc. I.. Sohofctenring 25, 8 Uhr abends, Veromsahcnd. 3. Bcz.: Sektion 111, Wiener lUng-Cafc, Stubenring 18, 8 Uhr abends, Ansschufi.dtzi.ing. 9. Bcz.: Sektion VIII/IX. Wäliringerstraßo Nr. G/8, 8 Uhr abends, Ghuk Ivri, unter Leitung von Prof Kestenbaum: „Sifruth Chadaschah: Brenner.“ 13 Bez.: Sektion Bicitensec, Akkonplatz 7, 8 Uhr abends, Vercin«abcnd. 16 Bcz: Hechaluz Haklal Zioni, Frauengasse Nr. 9, 8 Uhr abends, Zionistisches Seminar. Dr. Otto Löwy lind Dr. F. Pick holz: „Geistige u n d k ö r p e r 1 i e h o II a c hs c h a r a h.“ 18. Bcz.: Sektion und WIZO XVIII, Weimarerstraße 7, Uhr abends, Isaak Ahravanel-Ieicr, Festrede Dr. David R o t h b i u m. 19. Bez.: Sektion und WIZO XIX, Dolinor- Tempcl, Dolinergasse 3, 8 Uhr abends, Mit* gliedcrbesprcchung (Kongreß und Pessaehaktion des K. K. L.). Mittwoch, 24. März. 2. Bez.; I-Iechaluz Haklal Zioni, IT., Novaragasse 29, 8 Ulu abends. Zionistisches Seminar. Elias Rubin: „Im Labyrinth der U nentschlosscnhei t.“ 2. Bez.: Sektion Schütte], Cafd Residenz, Löwengasse 39, yd Uhr abends. Ing. Oskar Bauei: „Das Geheimnis des Judentum s.“ 10. Bez.: Sektion X, Pernerstorfergassc 25, 8 Uhr abends, Achad-H aatn-G eclen kf eie r. Anläßlich des 10. Todestages. Gedenkrede Dr. Chmm Tartakower. 15. Bez.: Sektion und WIZO XIV/XV, Herklotzgasse 21, %9 Uhr abends, Vorführung des letzten Palästinafilmes. Anschließend spricht Rabbiner Dr. Z i m in e 1 s über: „D i e Bedeutung des Pes sachteste s“. 20. Beza Sektion Zwischenbrücken, Unive^ sumstraße 52, yd Uhr abends, Vereins- und Vortragsabend. Donnerstag, 25. Mäns. 1. Bez.: Jüdischer Klub der Jungen, Goldschmiedgasse 9, y8 Uhr abends, Zionistisches Seminar; yd Uhr abends, Ing. Erich. F1 i e g e 1: „Juden als Erfinde r.“ 1. Bez., Sektion I., Bauernmarkt 8, yd Uhr abends. Gesprochene Zeitung. Doktor Hugo Groß: „Die Lage in Palästina.“ Richard S t ö s s 1: „Jüdische Erziehungsproblem e.“ Dr. Kurt ‘ Stern! „Pros e 1 y t en im J u d e n t um.“ 2. Bez., Hechaluz Haklal Zioni, 8 Uhr abends, Novaragasse 29: Vereinsabend. 13. Bez., Sektion Breitensee, Akkonplatz 7, 8 Uhr abends: Gesellige Zusammenkunft. Sektion und WIZO XVIII Einladung zu dem am Samstag, den 27. d. M., im Heime, XVHL, Weimarerstraße 7, statte findenden Sed er abend. (Abendessen zu sehr mäßigem Preise.) Anmeldungen am Dienstag, den 23. d. M., ab 7 Uhr abend«, im Heime seihst oder bei den Leitungsmitgliedern der WIZO und Bezirkssektion XVHI bi« Mittwoch, den 24. ds. Hechaluz Haklal Zioni Donnerstag, den 18. März 1. J., wurde die erste Hachseharahplugah des Hechlauz Haklal Zioni nach Südburgenland abgefertigt. Nach den Pessacihfeiertagen gehen 5 weitere Plugoth teils nach Burgenland, teils nach Marclifeld und nach Niederösterreioh ab. Die Haclischarah-Tätigkeit des H. H. Z. verspricht heuer eine gute Entwicklung zu nehmen. Dienstag, den 23. März, 8 Uhr abends, Frauengasse 9, Zionistisches Semina» Mittwoch, den 24. März, 8 Uhr abends, Novaragasse 29, Zionistisches S emina r. Anmeldungen für die Haehscharah im Sekretariat des H. II. Z., L, Marc-AurebStraße 5, im Zentralheim, Novaragasso 29, und im Stadtkibuz, Rueppgaeso 8. Mittwoch, den 17. März, fand die Eröffnung des Zionistischen Seminar« im Zentralheim, Novaragasse 29, statt. Das rege Interesse für dieses Seminar, das von nun an jeden Mittwoch, 8 Uhr abends, fortgesetzt wird, zeigte sich im zahlreichen Erscheinen der Mitglieder. Zionistische Bezirkssektion Brigittenau; Der von der ordentlichen Generalversammlung am 7. d. M. neugewühlte Vorstand hat sich am 14. d. M. wie folgt konstituiert: Obmann: Hermann Seharfberg; O b nt a n n s t e 11 v o rt r e t o r: Dr. Samuel Schaf/.borg*. Michael Zipper; Schriftführer: Bernhard Jäger, Josef Schmerier; Kassier: Mcileeli Kannrnk, Moses Landesberg: Organisation u. Propaganda: Meile oh Kanavek, Hermann Sclmrfherg; Veranstaltung: Leon Klingor; Jugend: lsak Wittler; Kultur: lsak Wittlor; Keren Kajomoth: Benzion Gold, lsak Feuerstein; Keren Hajessod: Michael Zipper, Jakob Haber; Sehokelroforat: Pr. Schulim Schatzborg; Delegierte für Delegiertenversammlung: Benzion Gold, Meileeh Kanavek; Alijahreferent: Meileeh Kanavek; Ileimvonvallor: Josef Schmerier; Bethausverwalter: Salomon Sohapira. Mitglieder ohne Referat: Moritz Laks, Samuel Mantol, Emanuel Neucrüsohl. Moritz Richter, Pinkas Seiden, Moses Wein raub, Moses Imbor.