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Die Stimme · 1937-03-12 · Heft 627 (12.3.1937) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 627 (12.3.1937)
Date
1937-03-12
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Sott« 7 Wien, Freitag, 12/MÜrz 1037. — Nr. 627. Olt tttMMfi Joel Engel Zum zehnten Jahrestag seines Todes Von Salomon Rosowskl Er war als Kritiker borflhmt gowordon, als Kritiker russischer Musik — und gleichzeitig ihr Propagandist. Nicht ohne innere Krise hat er don Weg zum eigenen Musikschaffen gefunden — zum jüdischen Musikschaffen, Im Jahre 1000 trat er mit einer Bearbeitung von jüdischen Volksliedern im Rahmen eines Vortrags des jüdischen Folkloristen Marek vor die Öffentlichkeit. Nach unseren heutigen Begriffen war das noch eine primitive Harmonisierung. Damals wirkte sie wie eine Tat, man sprach von einer „neuen Richtung“ in . der Musik. Musiker, die die Anregung aufnahmen, wio Rubinstein, Halevy, Goldmark, benützten nur jüdische Motive für ihre Dichtungen, wie es auch russische Komponisten getan haben (Glinka, Mussorgskv, Rimsky-Korsakow), während die selbständige Behandlung des jüdischen Liedes doch Engel Vorbehalten blieb. Für ihn wurde die Melodik dos jüdischen Volksliedes Grundlage seiner kompositorischen Arbeit. Engels Anregung war die Schaffung der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Volksmusik zu verdanken (Petersburg 1908). Jetzt, kommt Engel in engen Kontakt mit der jungen Mu&ikergeneratiön. Er hat Schüler gefunden und einige von ihnen haben den Meister übertroffen. Engel bleibt doch der Pionier des neuen jüdischen Musikschaffens und’er ist der volkstümlichste der zeitgenössischen jüdischen Komponisten geworden. Seine Lieder sind in ■BHBHBHHBBnHBBBBBI Kundmachung Die Wiener Molkerei bringt auch heuer Pessach - Koschermilch in allen ihren Filialen zum Verkauf. Die Pessach - Koschermilch wird in ihren Meiereien in Niederösterreich unter streng ritueller Aufsicht-..der., von Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. M. Rosenmann bestellten religiös verläßlichen Organe fiTPJtpp erzeugt. Jede Kahne und jede Flasche ist 'mit einer Plombe, respektive einer . Schleife versehen mit dem Aufdruck . nos -wa abn Vom 26. März bis 3. April in allen Verkaufstellen erhältlich Wiener Molkerei Simpl4-Augustin+A. B. C.+ 2 Jazz- Kapellen+60(11) andere Künstler darunter Lilly Darvas, Ernst Deutsch, Kammersänger Klpnls, ferner „Masken,Künstler und DuM kommen SAMSTAG, 13. MXRZ In die SOFIENSXLE Abteilungsleiter: Non-stop-Cabaret: Fritz Grünbaum / Hciratszeit: Max Brod / Tozereth Haarez: Jenny Lovic » Die amerikanische Sensation: Die Kußglocke auf dem Tanzparkett Haupttreffer der Lotterie Eine Gratisfahrt Triest—Haifa— Triest. Die Karte wurde von der Adriatica, Venedig, p. p. Lloyd Triestino, Wien, I., Kämtnerring 6, gespendet Karten Inkl« GratlliOS (64 wertvolle Preise) bei: Kulturstelle, I., Kal 8 (R 28-2-36), Juntr Wizo Mirjam, I., Jordangasse 7, J. K. J., I., Ooldschmiedgasse 9, Komiteelokal, I., Bauernmarkt 8, oder bei Gronner, Hohenberg uDd Lanyi. Studentenkarten I., Bauernmarkt 8 die Masse gedrungen, weil er bei seinen Arbeiten die Hauptaufmerksamkeit der menschlichen Stimme zuwendete. Engels Lieder sind der Hauptbestandteil des Repertoire aller jüdischen Sänger, aber er ist, nachdem er nach Erez Israel gekommen war (1924), auch der Komponist der chaluzischen Jugend geworden. Dae Land, die Siedlungen widerhallen von Engols. Melodien. . An. Instrumentalwerken schuf Engel vor allem die Musik zu „Hadibuh“ für das Habimah-Theater. Es ist beste, mustergültige Theaterinusik. Sein zweitos bedeutendes Werk auf diesem Gebiet ist die Musijc zu Perez’ Miniaturen, komponiert für das Ohel- Theater, * Das war der Weg eines Menschen, der als Kipd und junger. Mensch — keine . Ahnung hatte vom Jüdischen. Er entstammte einer assimilierten russischen Judonfamilie, besuchte das russische Gymnasium, ßtudierto Jus an der Universität Charkow und ging dann zur musikalischen Ausbildung an das Moskauer Konservatorium. Dem jüdischen Leben stand er fern, vom Jiddisohen oder gar Hebräischen wußte er nichts — auch zu der Zeit nicht, da er sich mit Leidenschaft der jüdischen Musik zuwendete, pio jüdische Melodio fiihrto den „jüdischen Russen“ zum Judentum zurüok. Mit Fleiß lernto er zuerst Jiddisch, dann Hebräisch. Und eines Tages zog of die letzte Konsequenz aus soiner Rückkehr zum seinem Volk, er Heß sich in Erez Israel nieder. Diese Zeit wird die fruchtbarste Periode aeinos Schaffens, hier entstehen die großen Thoaterkompositionon, hier schafft er sein© wundervollen Romanzen. * Engols Weg war steter Fortschritt big zum letzten Tag soines Lebens. Er produzierte, lehrte und lernto ohne Rast. Er hat sich zu viel zugeinutot, Dieses Lobonstempo mußte ihn vorschnell verzehren. Erst 59 Jahre alt, starb er am 18. Februar 1927. Der Tag seines Begräbnisses wurde in Erez Israel wie ein Volkstrauertag begangen. Das Land ehrt ihn als den ersten und größten musikalischen Chaluz. Die Arbeit des Keren Kaiemeth Die März-Büchsenleerung des Keren Kajemeth findet in der Zeit vom 14. bis 21 März 1937 statt. Die Sammler müssen im Besitze einer blauen, nur für die März-Leerung gültigen Legitimation sein Sie ist auf dei Leerungsliste aufgeklebt Unbefugte sind'absolut abzu weisen. Jugendrat (Moazath Hanoar). Über Vorschlag von Nathan Bistrifczky hat das Jugendsominar, an dem sich alle Jugendzahl von Männern, Frauen und Kindern, um der feierlichen Einweihung eines neuen Sefer Thora beizuwohnen. Der Obmann. Kommerzialrat Albert Bauer, dankte den Herren des Fest- und Sefer-Thora-Komitees, Maurice S e g a 1, Hirsch Stein, Baruch S t a r e r und Jakob Jagolhit-zer, durch deren besondere Bemühungen die Anschaffung der Thorarolle möglich gemacht wurde. Dann wurde von einer kleinen Kapelle die Tikwah intoniert und von den Anwesenden mitgesuhgen. In ihren Ansprachen erläuterten die Rabbiner Taube und Dr. Kanner den Sinn des Feistes. Dr. Kanner würdigte auch die Verdienste des Obmannes Kommerzialrat Bauer um die Ausgestaltung des Jugendgottesdienstes. Wie sehr den Teilnehmern die Bedeutung der Feier zum Bewußtsein kam, erwies sich klar, ale sich jeder einzelne um die Ehre drängte, die noch froLgelass-enen Bucligruppon beteiligten, beschlossen, den Tätigstaben des Sefer auszufüllen. Oberkantor Teig keitsrahmen der Machlekeu Hanoar zu erweigab bei dem Fest hebräische Gesänge zum tern; neben der KKL.-Arbeit soll die besten, Oberkantor Schidlo sang hebräische hebräische Kulturarbeit gemeinsamj und jüdische Lieder. Am Samstag, den gepflegt werden. 30. Jänner, wurde zum erstenmal aus dem Die neugebildete Moazath-Hsnoar wird an neuen Sefer vorgelesen. An diesem Tag feierte jedem ersten Dienstag des Monates! der Sohn Georg Prof. Dr. Albert Bat schaß, um halb 7 Uhr zusamraentreten. Es werden sich an ihn» die Führer der Jugend und die KKL-Kommissäre beteiligen. Zur Behandlung gelangen die laufende KKL.- Arbeit und die Kulturarbeit. An die Moazath schließt sich das Seminar, an dem sich alle Führer (auch der einzelnen Kwuzoth der Bünde) beteiligen, .* Diese ist ausschließlich der K ulfcurarbeit gewidmet. Unter Leitung des Erez Israel-Komponisten Walbe werden hebräische Lieder unisono einstudiert werden. Dr. Tärtakower wird über die hebräische Bewegung und das hebräische Buch berichten. Die neuesten Lichtbilder aus Erez Israel werden vorgeführt werden, Gelegentlich der jüdischen Feiertage wird das vom KKL. herausgebrachte literarische Material benützt werden. . Außerdem wird aus der Laroar-BibliotheR und aus der sonstigen hebräischen Literatur vorgelesen werden. Das Seminar wird noch ein zweitenmal im Monat wegen der Einübung der hebräischen Lieder Zusammenkommen, und zwar .jeden dritten Mittwoch des Monates von 7 bis 8 Uhr abends. Sefer Ha]eled des Keren Kajemeth. Georg B a t s c h a anläßlich seiner Bar Mizwah duroh die Zion.- Bezirkssektion III. Silbernes Buch des Keren Kajemeth. Paul Wald durch den Klub „Adolf Stand“ (Nr. 589); Nathan HistTitzky durch die Beamtenschaft des Keren Kajemeth (Nr 590); Benno Weiser durch den Klub „Erez Israel“ (Nr 591); Dr. Ing. Fischl P l c k h o 1 z durch den Stadtkibuz (Nr. 692); Dr. Hermann Ebner durch den Stadtkibuz (Nr 593); Heinrich Gold hi rach durch Abisch Melsels (Nr. 594); Samuel Weintrau b durch di© Sektion Zwischenbrücken (Nr. 595); Bernhard Jäger durch die Zion.-Sektion XX (Nr. 596); Elimelech Kanarek durch die Sektion XX (Nr. 597); Juor Mann duroh die Sektion XX (Nr. 598); Frau Rosa Engel durch di© Sektion und WIZO XIV/XV (Nr. 599); Bernhard Kohn durch Alexander Kohn (Nr. 600); Arnold K a w a 1 e t durch Familie Lande (Nr. 601); Simon und Sali Friedländer durch dio Ortsgruppe Klagenfurt (Nr. 602). Obmannes der zionistischen Bezirkssektion III, »eine Bax-Mizwa. feuriDB vergeßfc nicht bei Eurem Kaufmann zu bestellen Stiemen Olivenöl nbe1? ie?3 “ii nn uar Stiemen Salat-, Kodi- und Speisen-Of Stiemen Toilette- und Haushaltseifen Stiemen Zahnpasta : General - Vertr. für Oesterreich S. Rabinowitsch Wien, Ii., Zirkusgasse Nr. 10 Telephon R 48-7 38 Rosa Sdiur PENSION ECKSTEIN non renovier! jüdische Kulturstelle i„ Kai 3, R 28-2-36. Sektion für bildende Kunst Sonntag, 14. März: „Persönlichkeiten der Wiener Judengemeinde.“ Fühlung durch die Porträtsammlung der Wiener Kultusgemeinde. Leitung: Dr. Else Höfmann und Arc-h. Ing. Leopold Ponzen. — Anschließend Besichtigung des Kornhäuselturmes. Beginn: M>U Uhr vormittags. Treffpunkt: I., Seitenstettengasse 4. Kunststelle: Neuaumeldungen ganztägig. Ermäßigte Karten für sämtliche Privat-, Bundestheater und Konzerte. Leihbücherei (Jüd. Volkshochschulbücherei). Neuerscheinungen. Allgemeine Belletristik und Judaioa. Neue jüdische Kinderbücher. Jeder Jude zahlt als Stammitglied der Jüdischen Kulturstelle nur S 1.50 jährlich. Das Hclden-Gedenktafel-Komltee der B. O, G. II des Bundes Jüd. Frontsoldaten Österreichs veranstaltet am 20. März 1937, 21 Uhr, im Theatereaal des Hotel „Post“, I., Fleischrnarkt, ©ine Fe8t-Akaderaie mit Tanz, deren Reinerträgnis zur Errichtung der Helden-Gedenktafel im Leopoldstädter-Terapel, .Tempelgasse, verwendet wird. Es wirken mit: Rosi Barsony, Hanne Norbert. Cilli Wang, Josef Baar, Branahofer-Reuß, Fritz Grünbaum, Eugen Hoffmann, Bela Lenard, Leo Valberg. Entree S 2.—. Zeire w'Hechaluz Hamisrachi. Am Freitag, den 12. d.? spricht Chamer Dr. S c h a p i r a, Leitungsmitglied des Hapael-Hamisrachi, Jerusalem, im Rahmen des Onegg-Sabbath über „Aktuelle Probleme“. Gäste willkommen. Zion. Bezirkssektion VIII/IX. In der hebräisohen Sprachschule wird anfangs nächster Woche ein neuer Anfängerkurs eröffnet. Näheres unter Nummer R 62-0-12 oder im Heim, IX., Wllhringeratraß© 6—8 (Eingang Hörigasse 2), jeden Abond außer Freitag. Neuaufnahmen in die. bestehenden Kurse für Anfänger (Dionstag und Donnerstag von 8 bis 9 Uhr), und für Vorgeschrittene (Montag ^8 bis K10 Uhr und Mittwoch 7 bis 9 Uhr) können jederzeit erfolgen. Der Verband der Alten-Herrcn zionistischer Die edle Wohltäterin Rosa Schur ist nicht mehr — ein reines gütiges Herz hat aufgehört zu schlagen. Sie ist im Alter von 54 Jahren am 8. März gestorben. Wer sie gekannt, wird ihrer nie vergessen und ihr Bild immer in Erinnerung behalten als das Vorbild einer gütigen, verstehenden jüdischen Frau! Im jüdischen Volke und' seinem Geist fest verwurzelt übte sie jene Tugenden, die don Frauen unserer alten ruhmreichen Geschichte zu eigen waren: Bescheidenheit, Güte und Freigebigkeit im reichsten Maße bis zum Selbstvergessen. Kein größeres - Glück gab es für sie al3 Tränen zu trocknen, Leid und Not zu lindern. Tausende und aber tausende haben ihre Wohltaten genossen, ihrer Güte einen Hauch venspürt. Junge und Alte, groß und klein, alle fanden bei ihr das Verständnis ihrer Nöte, Rat und Hilfe, gütige Worte, Trost in allen I/ebenslagen. Aber nicht nur das, eie —- das schwache, von Krankheit geplagte Wesen, rührend-bescheiden bis zum Übermaß — war von einer Freigebigkeit ohnegleichen, suchte und fand die Mittel, um materielle Not lindem zu können. Hunderten jungen Menschen gab sie die Möglichkeit, ihre Studien zu vollenden und dankten ihr ihre Existenz. Manche von ihnen, die jetzt im Lande ihrer Sehnsucht leben, denken in Danbarkeit und Liebe an Rosa Schur, die in dieser harten, von Haß und Eigennutz getränkten Zeit das vollendete Bild edelster Selbstverleugnung war. Ihr Interesse am Aufbau Palästinas war nicht nur theoretisch — schon jahelang hing sie unserer Bewegung an —, in ihrem väterlichen Heim veranstaltete sie Vorträge, brachte Menschen zueinander, ‘die unserer Idee förderlich sein konnten, sammelte für die Aufbaufonds und nahm teil an allen fortschrittlichen Bestrebungen des jüdischen Volkes. Rosa Schur studierte erst Medizin, dann Philosophie, sprach fünf Sprachen, und war besonders in der Religionswissenschaft beschlagen. Sie erteilte auch Unterricht und bereitete Studenten zur Prüfung vor. Eine ganze Anzahl junger Mädchen ließ Bie auf ihre Kosten studieren. Nach dem Tod ihrer Eltern war. ihr Lebensmut gebrochen, und sie siechte, körperlich, beinahe unbeweglich geworden, dahin. Bis in die letzten Tage galt ihre ganze Sorgfalt ihrer Familie. Das Leichenbegängnis ■ hat am Mittwoch, mittags, auf dem Zentralfriedhof stattgefunden.. Histadruth Ivrith — Hebräischer Liederabend. Samstag, den 13. März, 8.30 Uhr abends, veranstaltet dio Histadruth im Festsaal der WIZO, I., Schottenring 25, einen hebräischen Liederabend. Der Tenor J. Segal-Rosenbach singt Bialiklieder, Lieder von LaSker-Schüler, hebräische sowie palästinensische und jemenitische Lieder und Horras. Prof. J. Zimbler spielt jüdische Volksmelodien. Am Klavier: Lilli Riegler. Karton von S 1.— bis S 2.— in der Jüdischen Kulturstelle und an der Abendkassa, Histadruth Ivrith. Samstag, den 13. März, 8.30 Uhr abends, spricht Schlome Auerbach im Vortragssaale des Cafö „Central“ über das Thema: „Jowel hachamisohim l’Dawiod Szymonowicz.“ Vorher, 6.30 Uhr abends, Bibelseminar, 7.30 Uhr abends Literaturseminar. SHEMEN.OUVBNÖL nasmnsEiFEN sehr mild und fQr empfindlichste Haut geeignet Sefer-Thora-Einweihung im Bethaus „Obere Landstraße“, III., Steingasse 18. Ungeachtet dee verhältnismäßig kurzen Bestandes hat der Verbindungen Österreichs teilt mit, daß am Bothausverein „Obere Landstraße“ dank der Sonntag,, den, i4. MHjtz 1937, iu den Gesell- Tatkraft und dem Opfersinn selber Leitung es schaftsräumen des N,-ö. Gewerbevereines, I., verstanden, seinem Bethaua, ln weiteren Krei- Eschonbachgasso 11, eine Tanz-Reunion mit sen Ansehen zu verschaffen. — Am 24. Jäh- Mittornachtskabarett ßtattfindet. . Beginn ner d. J. versammelte sich eine stattliche An- 20 Uhr. Dr. Martin Auerbach gestorben. Aus Tel-Aviv wird gemeldet: Im Alter von 61 Jahren verstarb in Tel-Aviv der aus Hamburg stammende Chemiker Dr. Martin Auerbach. Er gehörte zur alten zionistischen Garde in Deutschland und hat insbesondere zur Verbreitung des zionistischen Gedankens unter den Bne Brith viel beigetragen. Gemeinsam mit seinem Sohn und Dr. Spanier- Breadford arbeitete er an der Verbreitung astronomischer Kenntnisse in Palästina und veröffentlichte eine Reihe von Aufsätzen aue diesem Gebiet in der hebräischen Presse. In seiner Wohnung hatte er ein Observatorium eingerichtet, das er jedem Freund der Astronomie zur Verfügung stellte. Sein Lieblingsgedanke war die Errichtung. eines großen wissenschaftlichen Observatoriums in Palästina. Dr. Simon Tennenbaum gestorben. Aus New York wird gemeldet: Nach längerer Krankheit verstarb in New York der frühere Leiter des Gesundheitsdienstes der Hadassa in Palästina Dr. Simon Tennenbaum. Jüdischer Hochschulausschuß. Samstag, den 13. März d. J., findet im ChajesTSaal, IX., Alserstraßo 26, um 19 Uhr 30, die f oder Hohe Eröffnung des XIX. ordentliche^ Delegiertentages der „Judäa“ statt. Bedeutende jüdische Persönlichkeiten werden Ansprachen an dio jüdische Studentenschaft richten. Mit Rücksicht auf die wichtige Tagung ist es die Pflicht jedes Hochschülers, zu erscheinen! Gäste willkommen! Der Touristik- und Skiklub „Hakoalü* * veranstaltet Freitag, den 12. März, in seinen Klubräumen, I., Wiosingerstraße 11, einen Lichtbildervortrag; „Ski-Abc (Schmalfilm) und Skifahren im Engadin“. Beginn 9 Uhr abends, Rogiebeitrag 20 Groschen, Gäste willkommen. — Samstag Autobusfahrt auf den Semmering. Fahrpreis S 7.50, Abfahrt H8 Uhr vom Klubheim.

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