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Die Stimme · 1937-03-09 · Heft 626 (9.3.1937) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 626 (9.3.1937)
Date
1937-03-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 626.Wien, Diene tag, 9. März 1987. 0» fTIMMI feff« 5 Die zionistische Bezirkssektion Prater hat an Dr. Oskar Grünbauin, den Präsidenten des Zionistischen Landesverbandes für Österreich folgendes Sohreiiben gerichtet: Wien, am 7. März 1937. Sehr geehrter Herr Präsident! Der Vorstand unserer Sektion hat in seine Sitzung am 18. Februar 1937, nach Anhörung des Berichtes des Obmannes Herrn Schmidt über die am 24. Jänner 1937 stattgefundene Landeskonferenz nachstehende Entschließung einstimmig angenommen: „Der Vorstand der Sektion Prater nimmt den Bericht über die stattgefundene Landeskonferenz zur Kenntnis, dankt dem Präsidenten Herrn Doktor Oskar GrÜnJbaum für seine zielbewußte und aufopfernde Arbeit zum Wiederaufbau unserer Organisation und spricht ihm ihr vollstes Vertrauen aus“ Es freut uns, verehrter Herr Präsident, Ihnen diese Entschließung mitteilen zu können und wirversichern, daß unsere Sektion, wie bis jetzt, alle ihre Kräfte einsetzen wird, um Ihnen beim Wiederaufbau unserer Landesorganisation mitzuhelfen. Kundmachung Die Wiener -Molkerei bringt auch heuer Pessach - Koschermilch in allen ihren Filialen zum Verkauf. Die Pessach - Koschermilch wird in ihren Meiereien in Niederösterreich unter streng ritueller. Aufsicht der von Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. M. Rosenmann bestellten religiös verläßlichen Organe QTPJKPö erzeugt Jede Kanne und jede Flasche ist mit einer Plombe, respektive einer Schleife versehen mit dem Aufdruck nos Sw iws abn Vom 26. März bis 8. April in allen Verkaufstellen erhältlich Wiener Molkerei Die Teppiche der Firma Vartian In der „Grazer Tagespost“ vom 28. Februar findet sich auf Seite 31 das folgende Inserat:!! Perserteppiche!! feinste und beste Qualitäten aus Persien eingelangt. Aus mehreren Ballen nach europäischem Gescbmaok, einzelne, ausgesuchte Stücke. Mitglieder der Alpen vereine, Deutscher Schulverein u. Antisemiten-Bund haben besondere Ermäßigung. Jirair Vartian, Graz, Schlögelg. 10, Telephon 68-97, Gebr. Vartian, Wien I., Rotenturmstraße 15. 08784 Eine -Bemerkung zu dieser Anzeige ist wohl überflüssig. * Arische Trenchcoats. Die Firma F. M. Wantky & Co. versendet einon Prospekt, in dem sie sich folgendermaßen vorstellt: Lieferant deutsch-christlicher und deutscharischer Vereine, Verbindungen, Anstalten und Beamtenschaften aller Berufe, Wien, VII., Burggasse 89, Huf B 88-2-74. Ständige Sprechstunden des Präsidiums und der Fachreferenten des Zionistischen Landeskomitees Präsident: Dr. Oskar Grünbaum, Montag und Donnerstag von 12 bis 1 Uhr. Fondsreferent: Vizcpräs. Dr. Paul Berger, nach telephonischer Anfrage. Vizepräsidentin: Sabine Paß weg, nach telephonischer Anfrage. Organisationsreferent: Vizepräe. Dr. Richard P o k o r n y, Dienstag Hl bis H2 Uhr. Finaiizreferent: Dir. Hermann A p t e r, Montag, 12 bis 1 Uhr. Schekeireferent: Dr. Abraham Groß, Montag, 19 bis 20 Uhr. Jugendreferat: Dr. Isidor Kl ab er, Donnerstag, 12 bis 1 Uhr; Erwini ROtter, Montag, 19 bia 20 Uhr; Dr. Michael Steiniberg, Donnerstag, 12 bis 1 Uhr. Pressereferentin: Dr. Henny L i e c h t e ußtein-Rappaport, Freitag, 11 biß 12 Uhr. Veranstaltungsreferent: Ignatz Müller, Montag, 12 bis 1 Uhr. Alijahreferent: Dr. Leon P r e i s, 1. und 8. Mittwoch im Monat, H19 bis H20 Uhr. Chaluzreferent: Dr. Fiechel P i c k h o 1 z, täglich von 9 bis 10 Uhr. ' Palä8tinaamtreferent: Dr. Alois Rothenberg, nach telephonischer Anfrage. Kulturreferent: Dr. Wilhelm Stein, Donnerstag, K12 bis Hl Uhr. In allen laufenden Angelegenheiten dos Zionistischen Landesverbandes ist Herr Dr. F. P i c k b o 1 z täglich von 9 bis H14 Uhr zu sprechen. Mitteilungen des Badieh Mffezoah Neuanmeldungen für den Hebräischkurs werden täglich vormittags in unseren Sekretariat bei Herrn Großmann entgegengenommen, Da nunmehr wenige Plätze frei sind, wird die Anmeldung Ende dieser Woche abgeschlossen. Die Schekelaktion hat bereits begonnen. Die Mitglieder werden aufgefordert, sich zwecks Entgegennahme von Schekelheften in unserem Sekretariat einzufinden. Die Mitglieder werden auf gef ordert, sich unserem Sekretariat für die Pessachaktion des Jüdischen Nationalfonds zu melden. Sprechstunden des Vorstandes jeden Freitag von 12 bis 1 Uhr, Marc-Aurel- Straße 5, beim Heferenten Ing. Kende. Jüdische Künstlerspiele 1L Praterstraße 34. Freitag findet die Wiener Uraufführung der Lustspieloperette „Rebbezen 1937“ mit Jenny Lovic in der Titelrolle .statt. Das Stück spielt im chassidischen Milieu. Bis einschließlich Donnerstag wird täglich „Das Ohaanpagner-Mädel“ gespielt. //SO’ft’lctfo t44t>d> dcc Uaü^üeeffed ,// Bei Konzert Modellvorfübrangai wibreod des ganzen Tages. Tausende Miofel. Complets, Kleider nsv. ins den sfKünsten Materialien, in neuesten Fassons, zu den bekennt billigen Krupnik- Preisen erwarten Ihren Besodi Vorn. Slippermäntel aua orig. engl. Modekaro, oder . harristweedart Stoff., gana Mongol gefuttert. Mäntel oder Slipper aas orig. engl. Sobafwollstoffen, in feiner Auslttbr., ganz gef. Mäntel für die eleg. 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Das literarisch nicht allzu schwerwiegende Stück gibt einer Reihe von ausgezeichneten Schauspielern die Möglichkeit, ihr, ganzes Können zu entfalten Dem Nervenspieler Rudolf Weiß sitzt die Rolle des ewig gehetzten, ewig unsteten kleinen Angestellten, der dann mit dem großen Glück, das über ihn buchstäblich „hereinbricht“, nicht fertig wird, wie angegossen Neu im Ensemble ist die scharmante Trude Gärtner; sie stellt mit vollendeter Anmut und Grazie Manitschka dar, die Gattin Sonkins, die alB riohtige Frau Eva voll naiver weiblicher Wünsche steckt und diese — im Gegensatz zu ihrem, dem plötzlichen Glück nicht gewachsenen Herrn Gemahl — BOgleich zu realisieren weiß. Bewährte Kräfte des Theaters sind Alice Koch, die all den prächtigen Mütterrollen, die sie bisher verkörperte, die komische, zuerst verzweifelte, dann parvonühaft stolze Sonkin-Mutter hinzufügt, Fritz Link 8, ein vorzüglicher Charakterdarsteller, als Untermieter Pusis, und der im ernsten wie im heiteren Fach gleich geniale Rudolf Müller als insolventer, aber dennoch höchst selbstbewußter Onkel. Auch die kleine^ ren Rollen sind mit Marcell Barth (Ge- BchäftskolJege Sonkins), Erika Fischer- Weith (eine robuste Tante Sonkins) und Joachim Laatz (ein verschämt-armer Onkel) vortrefflich besetzt. Der Regisseur Laatz verstand es, die leicht jüdisch getönte Kleinbürgeratmosphäre und den plötzlichen Stimmungsumschwung durch das Einlangen des Haupttreffers grotesk-ironisch wiederzugeben. Nette Chansons von Viktor Schlesinger (Musik von Haus Holevy) modernisieren die formal ein wenig antiquierte Komödie und bringen eine Spur philosophischer Betrachtung hinein. Dr. A. W. kaHzect des jüdischen S&n^esknahen Jeder Wiener Jude kennt den hervorragenden Knabenchor des Wiener Stadttempels. Wir alle haben diese gutgeschulten Stimmen gehört, wir alle haben die Kunst dieser Buben bewundert. Unter der Leitung des Kapellmeisters Fuohsgelb gaben die jüdischen Sängerknaben dieser Tage im Ring der Alt- Herrenverbändo der zionistischen Verbindungen ein Konzert, da« neben synagegalen Liedern volkstümliche Gesänge umfaßte und dem ein voller Erfolg beschiederi war. - In unübertrefflicher Art trugen die Jungen sowohl die schweren rituellen Weisen als auch die flohen neuhebräiscdieu Lieder vor. Es war beste jüdische Kunst, die da zum Vortrag gebracht wurde, meisterhaft interpretiert von den jüngsten jüdischen Künstlern Wiens. Das Programm umfaßte neben den Vorträgen des Gesamtchores auch Soli einzelner Mitglieder, von denen insbesondere Ladislaus Török ein ganz großes Talent ist. Der dreizehnjährige Junge brachte die Oanzonetta von Achron, Al hazipor von Millier und Dal panim von Krenn. Es war ein Erlebnis, diese wunderbare, glockenreine, gutgesohulte Stimme zu hören. Ernst Schlomm sang zwei Lieder von Engel, „Morgengebet“, und „Gebet im Gewitter“, gleichfalls in hebräischer Sprache, und konnte ebenfalls reichen Beifall ernten. Als Einlage brachte das heitere Quartett des Knabenchores einige lustige Lieder in jiddischer Sprache, bei denen sich die Vortragenden nicht nur als ausgezeichnete Sänger, sondern auch als vollendete Komiker bewährten und ihren ganzen jungenhaften Frohsinn ausleben ließen. Kapellmeister Fuchsgelb, deT alle Darbietungen am Klavier meisterhaft begleitete, konnte immer wieder für den starken Beifall danken. Er kann auf seine Schüler stolz sein und es ist zu hoffen, daß der Chor sein Konzert in größerem Rahmen und vor breiterem Publikum wiederholt. Auch dort wird er seines Erfolges gewiß sein können! h. h. Hechaluz Haklal Zfoni Der Hechaluz Haklah Zioni veranstaltet allwöchentlich in feierlicher Weise Onegg- Sabbath, die sich eines regen Zuspruches erfreuen. Bei dem letztstattgefundenen Onegg- Sabbath wurde dem Obmann des Hechaluz Haklal Zioni, Dr. F. Pick holz, das Diplom des Siiberbuches der K. K. L. überreicht. Die Sprecher des Abends hoben bei dieser Gelegenheit die Verdienste des Dr. Pickholz um den Aufbau der Allgemein-zionistischen Chaluzbewegung hervor. In seiner Antwort dankte der Geehrte für das ihm erwiesene Vertrauen und versprach, sich auch weiterhin tatkräftig für die Allgemein-zionistische Jugendbewegung einzu8etzen. Der Kulturreferent des Hechaluz Haklal Zioni Herr J. W i 111 e r. entwickelte das Programm der nächsten Kulturarbeit im Hechaluz Haklal Zioni und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Allgemein-zionistische Chäluzbewegung den ihr gebührenden Platz in der Zionistischen Organisation einnehmen werde. Zwi Flaescher. Purimfeier des Jüdisch-Kutyurellen Elternbundes, Sektion II., Tempolgasse. Die Purimfeier der Sektion n des Jüdisch-Kulturellen Elternbundes hat wieder einon vollen Erfolg gebracht. Das bis aufs letzte Plätzchenausverkaufto Theater der Jüdischen Künstlerspiele widerhäilte durch einige Stunden-vor Begeisterung und dem Jauchzen der fröhlichen Kinder. Es gab viel Schönes zu sehen und zu hören: Purimspiele in hebräischer und deutscher Sprache und viele, viele andere Glanznummern. Zum Schluß wurden von dem rührigen Komitee aiv jedes Kind Haman-Tascben verteilt. Die mitspielenden Kinder boten ausgezeichnetes, m vielen schulfreien Stunden unter großen Mühen mit Eifer diurchgeprobt. Jedes Kind hielt sich für das Gelingen des Festes verantwortlich und gab sein Bestes. Kinderpurimfeier der WIZO Prater* Am 21. Februar veranstaltete die WIZO Prater eine Purimfeier für Kinder, die al« äußerst gelungen zu betrachten ist. Die Präsidentin der WIZO Prater, Frau Dr. Malvine Frey, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und referierte in eindrucksvollen Worten über den Sinn und die Bedeutung des Purimfestes. Das Programm wurde ausschließlich von den Kindern der Hebräischen Schule unter Leitung von Prof. D. Weinstein und des Hebräischen Kindergartens unter Leitung von Frau Rachel Aschkenasy bestritten. Die kleinen Darsteller hatten Gelegenheit, ein Zeugnis ihres Könnens abzulegen. Zu erwähnen wären besonder« die kleine Stepp- und Ballettänzerin sowie der junge Pianist. Den Höhepunkt der Darbietungen bildete ein von Frau Dr. Frey verfaßtes „Farbenspiel“. Um das Gelingen des schönen Festes machten sich Frau Dr. Frey und Frau Dr. Aschkenasy verdient. Kein Haus ohne Dubnow. Auch Sie können sich für S 5.- - monatlich das Standardwerk der jüdischen Geschichtsschreibung: Weltgeschichte des jüdischen Volkes von Simon Dubnow anschaffen. Die kursgefaßte Volksausgabe dieses berühmten Werkes erscheint soeben. Band 1 liegt vor, Band H erscheint Ende April, Band ÜI im Mai. Sichern Sie sich den ermäßigten Subskriptionspreis von nur S 68.— für das komplette dreibändige Werk. Verlangen Sie Prospekt, verlangen Sie Band I unverbindlich für 8 Tage zur Ansicht. Alleinauslieferung bei R. Löwit, Verlag, Wien, I., Fleischmarkt 1, Tel. R 21-4-25 oder R. Löwit, Buchhandlung, Wien, I., Wollzeile 6, Telephon R 25-4-58. Außer Non-Stop-Kabarett, Heirats- und Scheidungszelt, Astrologen, Graphologen, Karikaturisten und Jazzkapellen kommen auch „Masken, Künstler und du am 18. März in den Sofiensaal. Nicht nur, um. sich zu unterhalten, sondern vielleicht auch einen der vielen wertvollen Preise der Gratislotterie zu gewinnen. Karten: Jüdische Kulturetelle, I., Franz-Josefs- Kai 8. Veranstaltungssekretariat, I., Bauernmarkt 8; Gronner, Graben 28; Hohenberg, L, Kopzerfliaus; Lanyi, Kärntuerstraße 42; Mirjam, I., Jordamrasse 7; J. K. J., I., Goldsehiniedgaw® Nr. 9 (ab 6 Uhr abends).

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