Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 625 (5.3.1937)
- Date
- 1937-03-05
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3053752-3054338-3054381--6525-3062386- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
••ft« 7 Nr. 625. - Wien, Freitag, 5. März 1937. Oll tllMMI SAMSTAG. 13. MÄRZ SOFIENSÄLE „MASKEN, KÜNSTLER UND DU“ Es erwarten Dich: ein Non-Slop Cabaret (Leitung Fritz Grilnbnum und Karl Farkas), ein Lunaparlc (Max Brod), ein FotOZel! (Paul O’Montlt), ein Heirat «zeit (Josef Baar), ein Astrologlezelt (Alice Trau), ein Cirapbologen*elt (Schutz-Arcano), eine Brldgestube (Hugo Knepier), ein Pallistlna-Pavillon (Jung Wizo Mirjam), eine Orntlslotterle mit vielen wertvollen, aber auch werllosen Preisen, eine Prdmllerung der schönsten ElnxeimasRen und MaARengruppen. Zum Tanz spielen die Viel-Harmoniker »tEllftt-KIddlei1* und t,Fuks wltty vexers1' (ununterbrochen — aber nicht zugleich) Kartonvorvtrkauf t Kullurstelte, I., Kal. 3 (TR 28-2-38), Jung Wizo Mirjam, I., Jordangasse 7, J. K. J., I., Ooldsohmiedgasse 9, Komiteelokal, I., Bauernmarkt 8, oder bei Gronner, Hohenberg und Lanyl. ßtudentenkarten I., Bauernmarkt 8. fttofec Balaton Zu seinem 60. Geburtstag. Seit soiner Jugend kämpfte er um eine bürgerliche Existenz, die er aber immer als „nebenamtliche“ Angelegenheit betrachtete, denn sein wirkliches Ziel wai, in eine Universitätsstadt zu kommen, um dort archivarische Quellenstudien zur Geschichte der Juden betreiben zu können. Das war sein Lebensziel, alles andere schätzte er gering. In einer Kleinstadt bei Lemberg erlangte er auf Grund längerer Praxis die Qualifikation zur Erteilung von Religionsunterricht. Auf Grund dieser Qualifikation erlangte er dann in Lemberg eine Stellung. Hier war er an die Quelle unerschöpflichen Materials für seine Studien gelangt. Es gab staatliche und halboffizielle wertvolle polnische Archive, eine reiche Universitätsbibliothek und auch in der jüdischen Gemeinde zahllose Akten, freilich noch ungeordnet. Balaban entdeckte in Lemberg immer neue, unbekannte Schätze zu dem großen Thema, dem er sein Leben widmen wollte. Auf Grund seiner Universitätsstudien wurde er, als eine liberale Ära im galizischen Schulwesen eintrat, .zum staatlichen Gymnasiallehrer für jüdische Religion und allgemeine Geschichte ernannt. Seine wissenschaftlichen Arbeiten trugen ihm die Anerkennung der höchsten wissenschaftlichen Kreise im wiedererriobteten unabhängigen Polen ein, und Majer Balaban durfte schließlich als Professor h. c. an der Pilsudski-Universität in Warschau Vorträge über sein Lieblingsthema halten, wobei er auch die Genugtuung hatte, in seinem Seminar junge Gelehrte auszubilden. Es wäre-unmöglich, im Rahmen dieser Ausführungen alle Arbeiten Balabans zu würdigen oder auch nur aufzuzählen. Es sei hier zunächst auf seine dreibändige „Jüdische Geschichte und Literatur“ hingewiesen, die in den polnischen Schulen die größte Verbreitung hat und deren erster Band auch schon ins Hebräische übertragen wurde. Mit seiner „Geschichte der Juden in, Lemberg“ errang Balaban einen Preis, der von einem privaten Förderer jüdischer wissenschaftlicher Arbeit gestiftet wurde, über dessen Zuerkennung aber die; Lemberger Universität zu entscheiden hatte. Dieses Buch war entscheidend für die wissenschaftliche Laufbahn Balabans. Die Geschichte der Juden in Krakau, die als zweiter Band nach der Geschichte der Juden in Lemberg gedacht war, konnte Balaban mit Rücksicht auf seine vielfältige Beschäftigung erst jetzt beenden. Umfassend war auch seine Arbeit auf dem Gebiete der Darstellung der Geschichte einzelner bedeutender Judenfamilien Polens und der Geschichte einzelner Gemeinden. Interessant ist, daß ihm persönlich eine kleine Abhandlung über ein Haus am Rande der Judengasse in Lemberg besondere Genugtuung bereitete. Pie vierhundertjährige Geschichtedieses Hauses ist allerdings ein Unikum in der jüdischen Geschichtsliteratur. Aus verstaubten Akten, aus langweiligen Prozeßfolianten, Kaufverträgen, Erbschaftsauseinandersetzungen, Darlehensschuldscheinen, Sitzungsprotokollen von Kebiloth wußte Balaban lebendige Geschichte .zu formen. Er war ein glänzender Publizist und die bunte Darstellungsart in seinen Arbeiten machte ihn zu einem der meistgelesenen jüdischen Historiker der Gegenwart. Es gibt kaum ein Gebiet des jüdischen Lebens, das Balaban nicht interessiert hätte. Auch kunsthistorisch’ betätigte er sich in seinen Abhandlungen Über Synagogenbauten in Polen und in einem Führer durch die Kunstschätze der Judengasse in Krakau. Die Frankistenbewegung in Polen und die Nachklänge., der meesianischen Bewegung behandelte er in einem zweibändigen hebräischen Work. An Monographien jüdischer Gemeinden sind besonders zu nennen die Broschüre über „Die Judenstadt von Lublin“, Werke über die Gemeinden von Posen und Llssa und einige Schriften über die Finanzgebarung verschiedener Kehiloth. Balaban wurde von allen jüdischen Enzyklopädien zur Mitarbeit herangezogen, die offizielle polnische Gelehrtenwelt zollte ihm neue Anerkennung durch die Berufung in die Polnische Akademie der Wissenschaften, im Unterrichtsministerium war er Mitglied des Begutaohtungskomitees flu- Schulbücher. Balaban ist auch ein fesselnder Redner. Er ist ein Mann, der sich größte Verdienste um die Verbreitung der Kenntnis der jüdischen Geschichte in den weitesten Kreisen erworben: hat. Dr. Henryk Löwenherc Nicht nur den Geist ...auch den Körper müssen wir Juden des 20. Jahrhunderts stählen! Das war der Sinn eines Vortrages, den cand. ing. Erich Frisch im JKJ. hielt. Es war der AuBklang seines Referates über körperliche Erziehung, in dem er, von den Übungen des täglichen Lebens in früherer Zeit ausgehend, die Entwicklung des Sports schilderte und auf die Notwendigkeit hlnwles, die gerade für uns Juden besteht, Sport zu betreiben. Wir Juden müssen aus zweierlei Gründen Sport betreiben. Erstens als Ausgleich für unsere durch Beruf bedingte Lebensweise, und zweitens als Vorbereitung für ein neues, gesundes Geschlecht, das befähigt ist, den Aufbau Palästinas durchzuführen. Der Vortragende wies auf den Unterschied zwischen Sport und Kampfsport hin und führte aus, daß die Gesundheit, die durch den Sport gefördert wird, nicht durch Kampfsport erreicht werden muß, sondern daß es genügt, Sport ohne die Attribute des Kampfes durchzuführen und durch ständiges Training die Kondition, Härte und Ausdauer zu stärken. Der Sport ist heute anerkannt als das beste Mittel, lebenswichtige Organe des Körpers zu kräftigen, und gerade die Juden sollten dies nicht verabsäumen. Die große Verbreitung der Gymnastik, die ja auch als Sport im weiteren Sinne anzusehen ist, zeugt dafür, daß dieser Gedanke bereits in alle Kreise eingedrungen ist. Erich Frisch gab dann Anleitungen zum Gesundheitssport aus seiner reichen Praxis als Sportsmann und Lehrer und bewies an Beispielen, daß es nur die körperlichen Übungen sind, die aus verweichlichten Individuen kräftige, für den Kampf des Lebens fähige Menschen machen. Es genügt nicht, daß wir Juden geistig hochstehend sind und dabei vergessen, etwas für unseren Körper zu tun, wie es häufig in der Galuth der Fall ist, es ist ebenso notwendig, unseren Körper durch ständige Übung zu stärken. inniiiiiiiiiiiiiiininnnniitninnniiiiiiiinimininiiiiiiiiniimimmiiniiinmmiiininiiiniiiiiiiniuiim Zum Tode von Jacques Brings Vor wenigen Wochen starb in Wien Jacque3 Br ing 8, einer aus der „alten Garde“ der Zionisten Galiziens und der Bukowina. Er wurde als Sohn eines Petroleum-Industriellen in Drohobyez geboren, übersiedelte später nach Suczawa und Campolung, wo er zu den ersten Mitarbeitern dies Keren Kajemeth und zu den Gründern der dortigen zionistischen Ortsgruppen gehörte. Damals faßte er den Plao, den Gedanken eines freien jüdischen Bauerntums auf palästinensischem Boden auch für seine Person in die Wirklichkeit umzusetzen, und so beschloß er, gemeinsam mit einem Freunde, nach Palästina zu ziehen. Zu Fuß durchquerten die beiden jungen Männer Rumänien Ibis Galatz und arbeiteten unterwegs bei rumänischen Landwirten, um sich auf diese Weise für ihr künftiges Leben in Erez Israel vorzubereiten. Von Galatz fuhren sie mit dem Schiff nach Konstantinopel. Hier jedoch zeigte es sich, daß es für sie auf keine Weise möglich war, die türkische , Einreiseerlaubnis nach Palästina zu erlangen. Brings hielt sich nun zwei Jahre in Konstantiuopel auf und betätigte sich hier im ziomstieciieu Sinne, wobei er sich besonders der Propagierung des zionistischen Gedankens unter den > sephardischen Juden widmete. Nachdem ein Versuch, Über Anatolien und Syrien nach Palästina zu gelangen, fehlgeschlagen war und keinerlei Aussicht auf egale .Einwanderung bestand, kehrte er nach Österreich zurück und setzte seine zionistische Tätigkeit in Czernowitz und später in Graz fort. Während des Weltkrieges verfaßte Brings einen großzügigen Plan zur Organisierung der Palästina-Wanderung. Nach Kriegsende' müde auf seiiio Initiative unter Mitwirkung des Wiener Palästina-Amtes im Jahre 1919 die erste jüdisch-palästinensische Reise- und Transportgesellschaft „M a a w i r i m“ gegründet, deren Direktor Brings war. Zu den Mitbegründern gehörten viele zionistische Persönlichkeiten, so unter anderen Adolf Böhm, Dr. E.M. Zweig, Dr. Tartakower, Prof. Freud, Ing. Stricker; und der' seither verstorbene Dr. Soffer. Die Vertreter des Palästina-Amtes hatten im Aufsiohtsrat der Gesellschaft einen maßebenden Einfluß, statutengemäß wurden alle haluzim zum Selbstkostenpreis befördert, 20 Prozent des Reingewinnes der Gesellschaft wurden dem Ohaluzfonds des Palästina-Amtes zugeführt. Die „Maawirim“ leistete Großes zur Erschließung der Route Wien—Palästina. Trotz dieser im jüdischen Sinne bedeutsamen Leistungen fand die „Maawirim“ seitens der offiziellen zionistischen Stellen in London nicht das nötige Verständnis und mußte infolge der durch die Inflation auf tretenden Geldentwertung und der damit verbundenen Schwierigkeiten nicht jüdischen Händen überlassen und später völlig liquidiert werden. Jacques Brings hatte in den letzten Jahren seines Lebens schwer um die Existenz für sich und seine Familie zu kämpfen. Er ist aber trotz aller Enttäuschungen der bescheidene und stets arbeitsfreudige Zionist geblieben, der er immer war. Ein tragisches Geschick hat ihn, kaum 51 Jahre alt, den Seinigen und der zionistischen Gemeinschaft entrissen. Seine Gattin ist ihm wenige Wochen später in den Tod gefolgt. Dr. Henny LichtenBtein. Purimball des Klubs „Erez Israel" Am 20. Februar fand in den Prachtsälen des Hotels Metropole der diesjährige Purimball des Klubs „Erez Israel“ statt Zählten auch bisher die Veranstaltungen dieses Klubs zu den repräsentativsten Ereignissen im jüdischen Unterhaltungsleben Wiens, so kann man diese Veranstaltung als das gelungenste jüdische Fest dieses Jahres bezeichnen. Die prachtvollen Säle waren von einem erlesenen, eleganten; Publikum erfüllt, das in äußerst animierter Stimmung .den Abend verbrachte. Das vornehme Bild erhielt durch die Anwesenheit des Kultuspräsklenten, des Präsidenten des Landesverbandes sowie zahlreicher Führer des zionistischen Wien besonderes Gepräge. In der Mitternachtsakademie fand neben Vorträgen von Kurt Bry, Jose Kania und I. Segail- Roseinbach die Premiere der Purimoperette von Bobby Weiser statt, die begeisterten Beifall des Publikums fand. Eine Gratisreise nach Palästina und'zurück, die zur Verlosung gelangte, von der Schiffahrtsgesellschaft „Adriatica“, per procura Lloyd- ‘Triestino, I., Kämtnearing 6, gewann Herr Leo Tropp. Der veranstaltende Klub bat durch dieses Fest, welches unter Leitung seines rührigen •Veiranstaltungsreferenben Herrn Max Bannetz stand, sich sicherlich viele neue Anhänger geschaffen. Waghalter—Werner: BücUnopec Ignatz Waghalter, Generalmusikdirektor-und -langjähriger Kapellmeister an der einstigen Komischen Oper in Berlin, ist der Komponist der Purimoper, deren Uraufführung kürzlich stattfahd. Es ist hier zum ersten Male geschehen; daß bei der Vertonung eines Textes .mit spezifisch jüdischem Inhalt bewußt auf die dem Osten entstammenden Melodien verzichtet wird. Es ist festzustellen, daß dieser Versuch vollauf gelungen ist. Der Komponist versteht es, die Dramatik der von Dr. Alfred Werner stammenden Dichtung (man muß von einer Dichtung’und nicht von. einem Libretto sprechen) in jeder Hinsicht auszuwerten. Die gehaltvolle Musik trifft den dämonischen Ton Hamans ebenso, wie sie die Lyrik in den Personen Esthers und Mordochais durch großangelegte Melodiebögen zu gestalten, weiß. Demvom Klavier aus die; ausgezeichnete Aufführungleitenden Komponisten' stand ein vorzügliches Ensemble zur Verfügung. Zu nennen sind vor allem Hanna Schwarz (Esther), der weiche Baß S. Engelberge. (Mordoohai), der lyrische Tenor Simon Bermanis (Ahasver) und der charakteristische Bariton Ernst Urbachs als Hamän.. Aber auch zwei kleinere Rollen waren mit den Herren Kathammer und Mühlstook sorgfältig besetzt. Prolog und Epilog wurden von Frau Weiner sinnvoll gesprochen. Die schwierige Aufgabe, im kleinen Rahmen des Jüdischen Kulturtheaters ein Bühnenbild zu bauen, bewältigte Oskar Fischer mit besonderer Begabung. Es wäro nunmehr zu wünschen, daß auch dem breiten Publikum Gelegenheit geboten wird, dieses für das i.eujüdisohe Musikschaffen sehr bedeutende Werk ingroßem Rahmen konnenzuleraen. sh. SeMOicOHMtöfy Jenny £owUf Während es gewöhnlich Tage und Wochen dauert, bis sich neue Gäste in Wien einführen, hat sich der große Erfolg von Jenny Lovic und Heimi Lew in in den Jüdischen Künstlerspielen bereits überall herumgesprochen, so daß alle bisherigen Vorstellungen von „Champagnerm ädel“ überfüllt waren. Das Stück bleibt weiter hin auf dem Spielplan bis einschließlich Donnerstag, den 11. März; eine weitere Prolongierung von „Champagnermädel“ ist jedoch nicht möglich, weil das Künstlerpaar Lovic—Lewin bei dem nur für kurze Zeit berechneten Gastspiel sich dem Wiener Publikum auch in anderen Stücken zeigen möchte. Die Abendvorstellungen beginnen um %!) Uhr, Sonntag nachmittags wird auch um Uhr bei kleinen Preisen „Das Champagnermädel“ wiederholt. Jüdische Kulturstelte I., Kai 3, R 28-2-36. Jüdisches Kulturtheater: Freitag, den 5. März, 20 Uhr, Premiere von S. Juschkewitscli’ Groteskkomödie „Sonkin und der Haupttreffer“. Chansontexte: Viktor Schlesinger. Musik: Hans Holevy. Regie: Joachim Laatz. Sonntag, halb 4 Uhr: „Die Grenze“ bei kleinen Preisen. Kunstsektion: Sonntag, 7. März: Vortrag Doz. Dr. Willy Meyer (Bozen): „Max Liebermann‘ (mit Lichtbildern), I., Kai 3, Vortragssaal der Kulturstelle. Beginn: halb 11 Uhr vormittags. Voranzeige: Sonntag, 14. März, Führung: „Persönlichkeiten der Wiener Jugendgemeinde“ durch die Porträtsammlung der Wiener Kultusgemeinde. Leitung: Dr. Eise Hofmann und Arch. Ing. Leopold Ponzen. — Anschließend Besichtigung des Komhäuselturmes. Beginn halb 11 Uhr vormittags. Treffpunkt: I., Seitenstettengasse 4. Jüdische Volkshochschule: Hebräisch- und Engliscbkurse. Vorträge: Prof. Dr. Artur Bogner: „Jüdische Weltanschauungslehre“ (Mittwoch, halb 8 bis halb 9 Uhr), Prof. Dr. Kupfer: „Alltags- und Festtagsgebräuche im Judentum“ (Donnerstag, 7 bis 8 Uhr). Prof. Dr. Manfred Papo: „Jüdische Kulturgeschichte in Zeit- und Charakterbildern“, (Donnerstag, 8 bis 9 Uhr.) Bundesführertagung des Makabi-HazaJr. Am 13. und 14. Februar fand in Wien die We’idah arzith des österreichischen Makabi-Hazair statt. Delegierte aus ganz Österreich und Vertreter, des tschechoslowakischen sowie der Welfcleitung des Makabi-Hazair nahmen an der Tagung teil. Die We’idah begann Samstag abends mit einem festlichen Eröffnungs- Neschef, zu dem Vertreter der zionistischen' Institutionen und Vereinigungen, u. a.-Doktor Oh. Tartakower (KKL), Oberbaurat Deutsch (Makabi-Kreis), Erwin Hotter- (Zionistisches Landeskomitee) und M. Menczer (Hechaluz) erschienen. Ch. A. Brunner (Wien) und Ch. J. Rosenberg (Makabi-Hazair, Tschechoslowakei) hielten Referate über die gegenwär- tige Situation. Der nächste Tag war ausgefüllb. von den Beratungen der Delegierten, bei denen aktuelle Fragen des österreichischen Zionismus und der M. H.-Bewegung * besprochen und wichtige Beschlüsse für die künftige Arbeit gefaßt wurden. Lese- und Redehalle jüdischer Hochschfiler. Samstag, den 6. März 1937, um 8 Uhr abends, 84. ordentlicher Gen er? Ikonvent. Alle . A. H. A. H. sind eingeladen. Erscheinen der Bb. Bb. ist Pflicht. Hut mcU zwei Wacken trennen uns vom Piessaoh-Fest. Es wird bald Zeit, den Haushalt mit Mazzoth zu versorgen! Die Wiener Juden wissen, wohin sie sich zu diesem Zweck zu wenden haben. Seit vier Jahrzehnten. besteht in Wien die Mazzothfabrik Schmidl, deren Qualitätserzeugnisse sich mit Recht der allergrößten Beliebtheit erfreuen. Die Herstellung dieser Mazzoth unter der bewährten Leitung des Herrn' Nathan Grodetzky erfolgt mit der größten Sorgfalt. Wenn heute jemand einen Preis aussetzte für ein Verfahren, mit dem noch bessere Qualität erzeugt werden könnte — er müßte das Geld für sich behalten, denn Schmidl-Mazzoth sind und bleiben unübertrefflich. . Es istauch zu betonen, daß die Aufsicht des Obarrabbiners Babad für absolute und strengste Kaschrut sorgt. Dem Publikum ist besonders auch die Speziaimarke „Schmidl N. B.“ zu empfehlen, sowie Sehmidl- Mazzoth-Grieß und Fawel. Grieß nur in plombierten Säokenl in jedes jüdische Haus „Die Stimme"