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Die Stimme · 1937-03-02 · Heft 624 (2.3.1937) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 624 (2.3.1937)
Date
1937-03-02
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Oll STIMM! Nr. 624. — Wien, Dienstag, 2. März 1937. Merkurbank In der am 26. v. Mts. abgohaltcnen Sitzung de« Verwaltungsrates der Mercnrba.uk wurde die Bilanz für das Geschäftsjahr 1936 vorgelegt und genehmigt. Es wurde beschlossen, der Generalversammlung den Antrag zu stellen, von dem nach Vornahme von entsprechenden Abschreibungen und Rückstellungen verbleibenden Gewinn per S 634.120.32 (1935: S 425.105.59) den Betrag von S 450.000— (1935: S 250.000.—) zur Dotierung des Reservefonds n zu verwenden und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen. E Baaleh-Mlftzoah - anerkannt Der seit vielen Monaten bestehende Kampf in der Palästinaamts - Kommission um Anerkennung des Allgem. Zion. Handwerkerverbandes Ist endlich durch das Machtwort der Exekutive beendet, die den wiederholten und nachdrücklichen Vorstellungen des Zionistischen Landesverbandes gegen die Verschleppung der Angelegenheit und den Beschlüssen der diesjährigen Landeskonferenz des Weltverbandes Allgem. Zionisten Rechnung getragen hat. Die Exekutive hat vor einigen Tagen den Landesverband verständigt, daß sie unseren seit 1934 bestehenden Handwerkerverband anerkennt und hat gleichzeitig das Palästina-Amt angewiesen, die Anerkennung unseres Verbandes zur Kenntnis zu nehmen. Infolge dieser Anerkennung hat unser Handwerkerverband im Sinne der Beschlüsse des letzten Kongresses Anspruch auf einen aliquoten Teil der für Österreich zugewiesenen Handwerkerzertifikate. Es ergeht nunmehr an sämtliche allgemein zionistisch orientierten Handwerker die Aufforderung, dem Handwerkerverband „Baaleh- Mikzoah“ beizutreten, um ihn auf diese Weise zu stärken. Nach den Beschlüssen des letzten Kongresses wird der Verteilungsschlüssel für die Einwanderungskandidaten durch das Einwanderungsdepartement einmal im Jahr nach der Zahl der Mitglieder eines jeden Verbandes entsprechend den Anträgen des Palästinaamtes festgesetzt. Je größer also die Zahl der Mitglieder des betreffenden Verbandes ist, desto größer ist sein Anteil an den jeweils zugewiesenen Handwerkerzertifikaten. Es wird a nachdrücklichst darauf verwiesen, daß ein Einwanderungskandidat nur ein männliches oder weibliches Mitglied sein kann, das im Verband wenigstens ein Jahr hindurch tätig ist. Diese Tätigkeit besteht in der Teilnahme an dem Unterricht in der hebräischen Sprache, an zionistischer Kulturarbeit des Verbandes, an der Tätigkeit zugunsten der nationalen Fonds, der Sctiek.elqVbelt ii$w. Der . Verband „Baaleh-Mikzoah“ hat ..sein Sekretariat nach wie vor I., Mürc-Äürel-Straße Nr. 5, und entfaltet seine Tätigkeit sowohl dort, als auch in seinem vor kurzem neu eröffneten neuen Heim in der Novaragasse 29. Da nunmehr die formale Anerkennung des Verbandes erfolgt ist, ist es ausschließlich Sache der einzelnen Handwerker durch Beitritt und Werbung von Mitgliedern zur Entwicklung des Verbandes Allgemeiner Zionistischer Handwerker beizutragen. Zur näheren Orientierung diene, daß unter den Begriff Handwerker fallen: Anstreicher, Bäcker,. Betonarbeiter, Buchdrucker, Buchbinder, Chauffeure, Elektrotechniker, Feinmechaniker, Glaserer, Lederarbeiter, Maler, Metzger, Motorschlosser, Optiker, Polsterer, Rohrleger, Sattler, Schneider, Schuster, Tischler, Vulkaniseure, Uhrmacher usw. Die Zionistische Bezirkssektion Innere Stadt gratuliert ihrem ehemaligen verdienstvollen Obmann Herrn Z)r. Karl Ettinger und seiner Frau herzlidist zur Geburt eines Sohnes Im Mai Wahlen zur Assefat Haniwcharim. Aus T e 1 - A v i v wird gemeldet: Wie die Tageszeitung „Dawar“ meldet, sollen die Wahlen zur Assefat Haniwcharim (Jüdische Nationalversammlung Palästinas) am 27. Mai stattfinden. Weizmann in der Schweiz. Der Präsident der Jewish Agency Dr. Chaim Weizmann hielt eich auf der Durohreise einige Stunden in Genf auf und hielt mit dom Bevollmächtigten der Jewish Agency beim Völkerbund Dr. Nahum G o 1 d m a »fe; ir'me Besprechung ab. Von Genf begab sieh l)r. Weizmann zur Erledigung persönlicher Angelegenheiten nach Zürioh. Heuer nur Kinder-Purlm in Tel-Aviv. Aus Tel-Aviv wird gemeldet: Die traditionelle Purim-Feier in Tel-Aviv, die bereits Weltruf erlangt hat, ist in diesem Jahre mit Rücksicht auf die Lage nicht begangen worden. Es fanden lediglich Purim-Feiern für Kinder statt, die mit einem großen Maskenzug durch die Straßen zum Hafen von Tel-Aviv verbunden waren. Meist waren die Kinder als Matrosen und Hafenarbeiter verkleidet. Zehntausende Menschen umsüumten die Straßen und akklamierten die Kinder. Die Erschließung des Hule-Gebiets. Aus N e w Y o r k wird gemeldet: An Bord der „Queen Mary“ ist das Mitglied der Exekutive der Jewish Agency, Prof. Maurice B. II e x t e r, in New York eingetroffen, um mit Felix M. Warburg und anderen führenden Persönlichkeiten der amerikanischen Judenheit Besprechungen über die Durchführung des Hule-Projekts abzuhalten. Einem Vertreter der Jüdischen Telegraphenagentur teilte Prof. Hexter mit, daß die Erschließung des Hille- Gebiets erst beginnen werde, sobald die Königliche Kommission ihren Bericht erstattet haben wird. Am 10. März begibt sich Prof. Hexter gemeinsam mit Felix M. Warburg nach London. Lady Readlng: „Kibbusch Hajamt“ Aus T e 1 - A v i v wird gemeldet: Bei einem Empfang der Gesellschaft „Sebulun“ betonte Lady Readingdie Bedeutung des „Kibbusch Hajam“ (Eroberung dee Meeres) in politischer, wirtschaftlicher und moralischer Hinsicht. Dutzende jüdischer Arbeitersiedlungen könnten länge des palästinensischen Ufers errichtet werden, deren Einwohner ihren Erwerb aus Fischerei und Seefahrt ziehen könnten. Der Seemannsberuf werde dem Lande aber auch eine kühne Jugend schenken, voll von Glauben und Energie, die imstande sein werde, Träger unserer hohen Ideale zu werden. Überall in der Galut seien Abteilungen der Gesellschaft „Sebulun“ gegründet worden. Die Arbeit komme erst jetzt in vollen Schwung, und ee sei zu hoffen, daß binnen kurzem Fi.sohereißiedlungen in Atlit, Chedera, Natania uew. entstehen werden. Joint gibt polnischen Juden in drei Monaten 275.000 Dollar. Aus Paris meldet die JTA.: Wie der europäische Direktor des American Joint Distribution Committee, Doktor Bernhard Kahn, in Paris mitteilte, wird Joint für Hilfe und Aufbau zugunsten der Juden in Polen im Verlauf des Jahres 1937 das Dreifache dessen ausgeben, als er im Jahre 1936 ausgegeben hat. Allein für die nächsten drei Monate hat Joint eine Summe von 275.000 Dollar für Polen bereitgestellt. Neuer Leiter des Postwesens in Palästina. Aus Jerusalem wird gemeldet: Das Ministerium für die Kolonien in London hat zum Generaldirektor des Post-, Telephon- und Telegraphenwesens in Palästina den Vizedirektor Webster ernannt. Der Rektor der Hebräischen Universität in Prag. Aus Prag meldet die JTA.: Der Rektor der Hebräischen Universität in Jerusalem, Professor Dr. Hugo Bergmann, ist am Freitag hier eingetroffen, ln seiner Begleitung befinden sich der Dozent Doktor K. J. Grau und der Leiter der Abteilung für Information und Organisation an der Universität, Alfred Berge r. Rektor Professor Dr. Bergmann, Dr. Grau und Alfred Berger werden Vorträge über die Hebräische Universität halten. Rektor Bergmann, der aus Prag stammt, wird außerdem im tschechoslowakischen Rundfunk einen Vortrag in tschechischer Sprache über. die Jerusalemer Universität und deren Bedeutung halten. Steuerentlastung der Fellachen. Aus Jerusalem wird gemeldet: In den letzten Jahren sind die von den Fellachen zu entrichtenden Steuern von der Palästinaregierung immer weiter gesenkt worden. Während 1921 diese Steuern der Regierung noch einen Ertrag von 450.000 Pfund, das heißt 25 Prozent ihrer gesamten Einnahmen, abwarfen, sind diese Steuern im vergangenen Jahr auf 100.000 Pfund, das sind 2 Prozent der Gesamteinnahmen, gesunken. Vor dem Kriege hat der Sandschak Jerusalem allein an die Türkei jährlich 80.000 Pfund Grundsteuern entrichtet. Der neue Oberrabbiner von Tripolis. Aus Rom meldet die JTA.: Der frühere provisorische Oberrabbiner von Rom, Dr. Aldo Lattes, ist an Stelle des vor zwei Jahren durch den Gouverneur von Tripolis, Marschall Balbo, ausgewiesenen Oberrabbiners Dr. Casteibolognesi zum Oberrabbiner von Tripolis bestellt worden. Angesichts 'der letzten Verordnungen, wonach die jüdischen Ladenbesitzer in Tripolis die Geschäfte an Sabbathtagen offenhalten müssen, gewinnt die Berufung des angesehenen Dr. Aldo Lattes auf dieses verantwortliche Amt eine besondere Bedeutung. Professor Meilers Ausscheiden aus der Oper. Die JTA. meldet: Das plötzliche Ausscheiden Prof. Erich Meilers, eines der bedeutendsten Musiker Österreichs, aus der Staatsoper ist, wie in informierten Kreisen verlautet, darauf zurückzuführen, daß in letzter Zeit vielo reichßdeutsche Künstler, die an der Staatsoper als Gäste auftraten, es abgolehnt haben, mit dem getauften Juden, der als Korrepetitor der Solisten seit; 26 Jahren wirkte, Proben abzuhalten. Eisenwerke in Haifa wieder in Betrieb. Dio Palästina-Eisenwerke in Haifa, welche wegen finanzieller Schwierigkeiten den Betrieb einstellen mußten, werden nun, nachdem es gelungen ißt, neues Kapital zu I beschaffen, die Arbeit wieder aufnehmen. Die Eisenwerke erzeugen Röhren, Badewannen, haben ein eigenes großes Ema.ilwerk; ihr Erzeugnngsapparat wird jetzt noch wesentlich erweitert. Bildnis eines Dichters Seit knappen acht Tagen erst weilt er in Wien, Gesandter aus Erez Israel, der Dichter Nathan Bistritzky; wir haben schon manchen illustren Besuch aus Erez Israel empfangen, aber noch keinen, der mit so unheimlicher Kraft die Seelen derer erfaßte, die ihn hören konnten. Ein bedeutender Kopf mit warmen und guten Augen, deren ernster Blick ebenso in Erinnerung bleibt, wie seine Sprache und wie sein Lächeln; ein begnadeter Mensch, ein Mann in Israel; er verkündet Neuland der Seele, er spricht von der Seele und ähren Kräften; er ist kein Propagandist („Propaganda — da« mieseste Wort“, sagte er neulich), er ist kein Proselytenmacher, kein Geldsammler („ich sammle Menschen“, sagte er); er sammelt sie nicht bloß, er ruft, sie, er ruft das Unangerührteste in ihnen; all seine Kraft, Über die noch Einiges zu sagen sein wird, legt er in den Ruf nach ihrer Seele, in den Anruf der Nesehamah. * Man muß Hin hören, wie er gegen die Seelenlosigkeit spricht, die uns und unsere Zeiten erfüllt und die Menschen überdeckt, wie er sich gegen das Mechanisierte und Materialistische der Zivilisation wendet (die ihm nichts ist gegenüber Kultur); er spricht über die hipppkratischen Züge im Zionismus, er geißelt den Zertifikatszionismus und den hohlen, den parteigefärbten Alltagszionismus; er ruft zurück zur Chaluziuth; er will, daß wir uns des Wunderbaren und Wunderhaften bewußt werden, stets bewußt bleiben, das im Begriff der Renaissance, im Wunder der Wiedererstehung liegt. * 'Ein Dichter ruft die Seele. Wie der Arzt, der die Diagnose dev Krankheit stellen muß, ehe er heilen kann, legt. er. seine; Rand, auf dip,. Schwären; er spricht von der Ungeistigkeit, vom Fetischismus, den wir mit dem Wort Geist treiben; mit Schärfe und mit tiefer Traurigkeit geißelt er das Treiben, in dem wir geistige Produktion voreilig schon Geist nennen. Man.muß gehört haben, wie er von der Landschaft Erez Israels spricht (auch die seelische Landschaft ineint . er); seine Vorträge (das Wort ist ganz unzureichend, weder' der Begriff Rede, noch Ansprache, noch Vortrag deckt das Erlebnishafte dieses durch,glühten und durchbluteten. Sprechens) sind ein großes Ereignis unserer.,Tage. ...... Und. doch ist das Amt dieses so seelenhaften Menschen eigentlich ein. scheinbar pro-, fanes; .dieser große Rufer ruft für. eine sehr irdische, eine sehr materielle, eine scheinbar sehr diesseitige Sache, für den Keren Kajemeth; aber es .ist nur scheinbar profan, denn seine Rede löst den scheinbaren Widerspruch zwischen dem. jenseitigen der Seele und dem diesseitigen, dem nach Geviert gemessenen Boden, dem Dunam; in seiner Verlebendigung des scheinbaren Widerspruchs zwischen Dunam und seinen Notwendigkeiten und der jüdischen Seele werden die beiden — Eines; sie bedingen einander und sie durchdringen einander; er sagt Dunam und meint die Kräfte der jüdischen Seele. * Und daß dieser sein Ruf, dieser grandiose Anruf nicht nur gehört, sondern auch bewahrt und weitergetragen werde, darüber wollen wir wachen, um ihm einen kleinen Teil der Dankesschuld abzustatten für das einzigartige Erlebnis, das Begegnung mit Nathan Bistritzky heißt. Rudolf Langer. Der neue Dubnow. Soeben kündigt der Jüdische Verlag das Erscheinen von Simon Dubnow« „Weltgeschichte des jüdischen Volkes“, kuvzgefaßte Ausgabe in drei Bänden, an. Der I. Band liegt bereits vor, die Bände II und III erscheinen in kurzer Folge. Der Verlag Löwit, der die Alleinauslieferung des Werkes für Österreich übernommen hat, sendet den I. Band gerne auf acht Tage unverbindlich zur Ansicht. Die Anschaffung ist jedem Interessenten auf Grund der sehr günstigen Teilzahlungsbedingungen möglich. Da die Volksausgabe von Graetz’ „Geschichte der Juden“ vergriffen ist, wird der neue Dubnow das Gesehenkwerk der heutigen jüdischen Generation werden. Beachten Sie das Inserat auf Seite 1. , . Seite 5 belebend and durststillendI Dran gen sind saftiger PALÄSTINENSISCHES WACHSTU« iiimmmmiiiimmmiimmmmimmimmiimmtiimmmmiimmimuuammummimimilinunB GeseHschaStsabend (zugleich Abschiedsabend) für Nathan Bistritzky Mittwoch, den 3. März 1937, J49 Uhr, abends, im Hotel Metropole, für die Repräsen-, tanten der Zionistischen Föderationen, KKL- Kommissäre, Selbstkontingentler und Vertreter der jüdischen Presse. Eintritt nur gegen Einladung. Es wirken mit: Konzertsänger J. Segal-Rosenbach (Tenor): Palästina-Lieder'(am- Klavier: Lilly Riegler); ferner Rüd.' Länger: Vorlesung aus Bistritzkyö „Die letzte Nacht Jerusalems“, das CUafMfiagHCrmÜdct Debüt’Lovic-Lewin in den Kiinstler&pielen Es ist eine raffinierte Rolle, mit der Jenny L o v i c vor da,» jüdische' Publikum' Wiens getreten ist,“ eine'Rolle, in der sie gleich die ganze Skala ihres verführerischen Könnens > aufziehfc. Man lernt-sie als naives Kind, einer jüdischen Familie im östlichen Städti, kennen, als ahnungsloses Mädchen, das sich wundert, daß eine Frau sich weigert, Kinder zu kriegen, weil ihr Mann in Mexiko ist — man sieht sie als glücklich-unglückliche Liebende, man trifft sie im zweiten Akt als Kabarett-. Sängerin. und Tänzerin, man erlebt Ausbrüche ihrer Leidenschaft und ihres Hasses,' als sie ihrem Mann, der sie verschachert hat, wiederbegegnet (ihm kostet die Begegnung das Le-. ben). Man sieht sie im Frack, man sieht sie als Kopistin der Franziska Gaal. Man verabschiedet sich von ihr wieder im Städti, als Braut ihres Jossel, von dem sie damals losgerissen wurde, um mit ihrem Mädchenhändler- Gatten in die Welt zu gehen und in einem kritischeu Augenblick von Jossel, der ihr nachgereist war, entdeckt zu werden... Mehr kann eine Schauspielerin in einem Stück wirklich nicht produzieren. Und wie sie, die Jenny Lovic, es produziert... Sie ist rührend in ihrer Naivität, sie ist eine wundervolle Tänzerin, sie ist von großer dramatischer K ruft in tragischen Augenblicken, sie ist groie. k in den parodistiseben Stellen ihrer Rolle, sie hat eine liebe, symgathische Stimme — uncl sie ist von einem charm, der das Publikum vom ersten bis zum letzten Augenblick im Bann hält. Heimi L e w i n ist ihr würdiger Partner. Seine Couplets und seine Tänze muß er wiederholen, solange der Atem vorhält. Er steppt wie ein erstklassiger Artist, er singt zum Herzen und spielt flott und natürlich. Die Kollegen und Kolleginnen assistierten brav und tüchtig: Benzion Sigall kraftv.oll in der Rolle eines groben "Kutzow, Mina Deutsch gefühlvoll als seine Frau, Lisi G o r 1 i t z k a als naiv-frecher Naseweis, die goldige Laura Glücksmann als heiratswütigo Magd, Dolly N a c h b a r als schwerhöriger Schadchen, Adolf Bell und Wolf Reinglas als Mädchenhändler pöre et fils, Israel Sohorr als rheumatischer, abgelebter Bankier. Das Publikum hat mit BeifallstUrmeu bestätigt, daß die Direktion in diesen neuen Gästen wieder eine gute Wahl getroffen hat,

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