Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 618 (9.2.1937)
- Date
- 1937-02-09
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien, Dienstag, 9. Februar 1937. — Nr. 818. Oll STIMMI Ittt« 9 Fest der GroBmufler Das „Deutsche Volksblatt" ist keine natiomlsozMUtlsche Zeitung, denn Nationalsozialismus ist in Österreich verboten. Demgemäß sind auch die Kreise, die hinter dieser Zeitung stehen, natürlich nicht nationalsozialistisch — Aber die Nationalsozialisten müssen ihre helle Freude an dieser Zeitung haben, die kein Nationalsozialist gehässiger und nationalsozialistischer machen könnte, ln seiner letzten Nummer bringt das Blatt eine hübsche Ankündigung. Da wird ein lustiges Fest in der Sezession angekündigt, es wörden alle Wiener eingeladen, hinzugehen, um einmal so recht wienerisch lustig zu sein... alle Wiener, xoie sie das „Volksblatt,t versteht. Es sagt nicht klar heraus, wie sie sie versteht, denn der Nationalsozialismus ist in Österreich verboten. Aber die Ankündigung des Festes ist mit stilisierten Bildern versehen, mit lustigen, tanzenden Menschen, und diese Menschen sind klar und deutlich in der Form von Hakenkreuzen gezeichnet. Im Text aber heißt es: „Taufschein allein genügt nicht zum Start.0 Das „Deutsche Volksblattf ist kein nationalsozialistisches Blatt, denn in Österreich ist der Nationalsozialismus verboten. Aber der Taufschein genügt ihm nicht und es veranstaltet Feste unter dem Symbol des Hakenkreuzes. Wie das übrigens sein wird mit dem Ausweis der Besucher, für die der Taufschein nicht genügt, das kann ganz amüsant werden. „Taufschein genügt nicht“, heißt, vom Negativen ins Positive übersetzt: Weise nach, daß du Arier bist! Diesen Nachweis hat man bekanntlich mit Hilfe der Großmutter zu liefern. Wer also an dem Fest dieser Sezession teilnehmen will, muß vermutlich in Begleitung der Großmutter erscheinen... Es wird ein lustiges Fest sein, das Fest in der Sezession, das Fest der Großmütter... b. h. Altes und modernes Judentum Eine Auswahl, von Festreden vom Chiefrabbi Br. j. L. Landau, Professor für Hebräisch in Johannesburg, Südafrika. Goldstein - Verlag, London 1936. ’ Unter dom Titel „Judaism anoient and modern“ erschien eine Sammlung ausgewählter Predigten, Ansprachen und Reden des bekannten Gelehrten und hebräischen Dichters Chiefl-abbi von Johannesburg, Dr. J. L. Landau. Die in dem Bande gesammelten Reden zeugen von der intensiven Tätigkeit, die Oberrabbinor Landau in den letzten drei Jahrzehnten in Südafrika, entfaltete. Wir finden iu der großen Fülle der Predigten Dr. Landaus nicht nur jüdische Themen behandelt,, sondern es Anden auch alle großen Bewegungen und Ereignisse, die das Weltgeschehen seit der Jahrhundertwende gestaltet haben, ein Echo in seinen Ansprachen. Landau glaubt zuversichtlich an den Endsieg des jüdischen Geistes. Sehr umfassend ist der Begriff des Judentum» gedacht. Da« Judentum gab der Welt nicht nur den Monotheismus: er stellt bloß die Grundlage dar, auf der der gesamte Geistesbau des Judentums beruht. Das Judentum verkörpert überhaupt das Kultursystem der Menschheit. Um das Ideal der Vollkommenheit zu erreichen, ist es notwendig, dem Geiste unserer Religion und dem Geiste unseres Volkes treu zu bleiben. Landau hebt an vielen Stellen seiner Predfgten hervor, von welch großer Bedeutung es ist, die heranwaohsende jüdische Generation mit dem echten Geist des Judentums vertraut zu machen und der Jugend eine unverfälschte religiöse Erziehung angedeihen zu lassen. Eindrucksvolle Worte sind.dem Aufbau in, Palästina gewidmet. Der geistige Aufstieg des Judentums ist für den Verfasser nur in Palästina gewährleistet. Die vorliegenden -Reden lassen die besondere Gabe des Verfassers erkennen, in eindringlicher Weise an da,3 Gewissen und die höheren Gefühle der Zuhörer zu appellieren. So läßt sich aus der Predigtsammlung, deren Erscheinen die Großgemeinde von Johannesburg ihrem greisen Oberhaupt zum siebzigsten Geburtstag widmete, die geistige Gestalt Oberrabbiner Landaus klar und scharf umreißen: Er ist der mutige Vorkämpfer des jüdischen Idealismus und der überzeugte Optimist, der an den Fortschritt der Humanität glaubt. Chajim Bloch. Allah ist groß Unter diesem Titel erschien kürzlich im Verlag Dt. Rolf Passer ein Buch von Eesad Bey und Wolfgang von Woisl. Es schildert Niedergang und Aufstieg der islamitischen Welt von Abdul Hamid bie Ibn Baud, gibt aber darüber hinaus einen Abriß der Geschichte des Islam seit Mohammed. Gerade für Zionisten gabt es derzeit kaum ein Buch, das aktueller ißt als dieses. Bei der Lektüre dieses Buches wird man erßt gewahr, wie vergeßlich jeder von uns Ist. Die Veränderungen der Landkarte deß iiahen Orients seit dem Ende des Weltkrieges sind enorm, angefangen vom grieohisch-türkisohen Krieg biß zum Kriege Ibn Sauds gegen Jemen. Nimmt man hiezu die Tatsache der Unabhängigkeitserklärung Ägyptens und denkt man an die Aktivität von Kemal Attatürk, Reza Khan und Ibn Saud, so muß man,den Verfassern beipflichten, daß Europa auf der Hut sein muß. Der erwachende Islam hat heute eine' Schlüsselstellung zwischen der Welt Europas und der braunen und schwarzen Welt. Ungeahnte Kräfte regen sich im Islam mit seinen 250 Millionen Mohammedanern. In dieser Zeit gehen wir an die friedliche Eroberung Palästinas, an. ein Werk, das seine Gefahren, aber auch Perspektiven für .die Zukunft hat, die man heute nur ahnen kann. Deswegen ist dieses Buch gerade für uiis. Zionisten ein wertvoller Behelf zum Verständnis unserer internationalen Situation und der unsere« AuEbauwerkes, das den panarabisohen Staat verhindern wird, gleichzeitig aber bei der Konsolidierung des nahen Orients schon heute für die araniechen Aspirationen und die Kolonialpolitik Englands ein ernst zu nehmender Faktor ißt. Allah ist groß, der Lebenswille dos jüdischen Volkes aber Ist es iiuch. . Wer die zionistische Situation unsererZeit verstehen will, wird gut daran tun, dieses Buch zu lesen, auf die Gefahr hin, daß er cs verabsäumt, die Phra.se von den „schlechten Advokaten“ in der zionistischen Exekutive bis zum Überdruß zu wiederholen. %äfte Tadeln Der Wiener Geigenpädagoge Sigmund Mark hat eine Methode ausgearbeitet, die eine kindliche Vorstufe des Musikunterrichtes darstellt, den Unterricht in spielender Art vorbereitet und den Lehrerfolg um ein Gewaltiges steigert. M^rk geht von der Erkenntnis der großen Kindheitslehrer: Montcssori, Fröbel usw. aus, daß alles, was im Leben interessieren und ausgebaut werden soll, bereits im Spiel der Kinderstube seine Basis Anden muß. Auch für das aktive Musikmachen, für den Musikunterricht, muß das Kind kindlich vorbereitet werden. Ebenso wie es bereits kindlich sprechen kann, wenn es in die erste Schulklasse kommt, muß es auch kindlich Musik „sprechen“ können, wenn es in die Musikschule kommt, dae heißt, die Musikschule muß ebenso wie die Volksschule eine kindliche Vorbereitungszeit, eine „Musikkinderstube“ besitzen. In jede Kinderstube gehört als Spielzeug zum „Töne basteln“ eine Geige, und zwar aus folgenden Gründen: •1. Durch das Töne und Musik basteln muß das Kind zugleich auch die Grundtechnik eines hochwertigen Instrumentes erwerben, damit es später in der Musikschule bloß fortzusetzen und nicht erst etwas ganz Neues und Unbekanntes zu „lernen“ anfangen muß. 2. Darf das Spielzeuginstrument nicht bereits „fertige“ Töne besitzen, wie etwa das Klavier usw., denn das Kind hat nur daran Freude, was ..es-sich selbst, vom Ursprung an, erzeugen, zusamimenb.asteln kann. 8, Muß das Spielzeuginstrument unbedingt auch, au die körperliche Geschicklichkeit und an?die. Kombinationsfähigkeit des Kindes Anifordeyungen stellen. •, Diesen grundlegenden pädagogischen Forderungen entspricht von allen hochwertigen Instrumenten nur die Geige voll und ganz, In seinen großen Arbeiten „Die Musikkinderstube“ und „Die Geige als Hilfsmittel der Musikerziehung“ hat Mark dieses Thema gründliche durchleuchtet. Beim Spiel des „Töne bastelns“ erlernen die Kinder, analog der Muttersprache, die Muttersprache ihres Musikerlebens aktiv „sprechen“. Dann erst kommen sie in die normalen Musikschulen. wo sie, genau wie in der Volksschule, die Zeichen und die Schrift der bereits kindlich „gesprochenen“ Muriksprachc erlernen und sich woiterbildcn. Das Musikerlebnis ist kindlich* logisch in« Leben des Kindes eingetreten und wird deshalb auch als logisch und zum Leben (lazugchörend betrachtet. Es wäre aber grundfalsch, wenn man an* nehmen würde, daß durch das „Töne basteln“ die Zuwanderung zu anderen Instrumenten unterbunden würde. Im Gegenteil; die Aufgabe desselben war es nur, die Kinder zur aktiven Musik zu bringen, ihre schlummernden Fähigkeiten zu wecken und anzuregen. Nachher wählen sieb dann d|o verschiedenen Begabungen allein oder unter fachkundiger Beratung das ihnen entsprechende Instrument. S. Weintraüb. »iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiitiiiiiiiiiiimmuiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimimmiiiiiiiiiiiiiim Tvad So schvter, wie Stricke man Aus Brettern zieht, Die, festgefügt, zur Schiffsform werden. Entreißt die Seele sich Dem Körper. Und Waisen weinen. Es spricht Haw Simon ben Elusar: „Laß ab, den Freund zu trösten, Wenn der Tote vor Ihm Hegt." Die Zeit eilt weiter..., Dumpfer ist der Schmerz, Der nie vergeht, Und Trost verkündet Uns die Schrift: Es ist das Werk der Eltern Nur die körperliche Hülle, Den Geist jedoch Gab uns der Herr; Er nimmt zurück Einst seinen Teil Und läßt das liegen, Was vom Menschen ist. Nicht nur das Weizenkorn Entsteigt aufs Neue Dunkler Ackererde, Belebt wird einstens Auch der Mensch, Der nach Erfüllung Seiner großen Sendung Zur mütterlichen Erde sinkt. Oskar Rosenzweig In jedes jüdische Haus „Die Stimme" Albert Ehrenstems Umweg zu Gott (Anläßlich seines 50. Geburtstages.) Von M. y. Bengavriel Als der Westjudo Albert Ehrenstein, lange vor clem Krieg, den „Tubutsch“ schrieb, hörte man von einigen seiner Altersgenossen, die die Problem© des Judeseins leichtfertiger in eich bewältigten, ähnlich© Töne. Aber auch hinter ihnen stand nichts anderes als die hoffnungslose Verzweiflung an einer höchst suspekten Welt und der übermenschlich schwere Versuch, sich mit dem Judentum auseinanderzusetzou, der weder dio Gewissensbisse der Assimilation, noch die schmerzliche Scham der Fahnenflucht zurückließ. Ehrenstein abor war ehrlicher uncl konsequenter: er gestand die eigene Ohnmacht, das Unvermögen des zerschlissenen, die Sünden vieler Ghottogonenitionen tragenden, losgelösten Weetjuden ein und versuchte nicht, auf fremden Trommeln Lärm zu machen. Er hatte das Glück, ein wahrer Künstler zu sein; er konnte auf die Konjunktur in Kriogsdichtung pfeifen und schuf aus der durch den Krieg wenn möglich noch gesteigerten Hoffnungslosigkeit de s Kunstwerk, das ihn zu oinor einmaligen Erscheinung machte. Niemals, glaube ich, ist in jenen Tagen das Weseu des hoffnungslos zwischen den Generationen dahintrottenden Wostjuden zwingender dargestollt, worden als in den frühen Büchern Ehreustoin» und dann iu seinen Liedern, die unsagbar „westjüdisch“ sind und dennoch das Letzte au« dor deutschen Sprache horausholten. Aus ihnen kann erkannt werden, wie unendlich jüdisch dieser Abkömmling landloser Martyriensammler ans den mitteleuropäischen Ghettos ist, der lebenslänglich seine Vergangenheit mit-sich schleppt. Ehrenstein wurde der Wortführer eineT Generation deutschschreibender Dichter, dio ihr namenloses Leid auf fremden Altären geopfert hatten, die jüdisch sind für ein fremdes Volk und, aus der Verwesung alles Seienden immer nur die Abendglocken des eigenen Volkes hörend, unjüdisch sind für das jüdische Volk. Albert Ehrenstein gleicht irgendwie seinem frühverstorbenen Altersgenossen Georg Trakl. Aber: so deutscn-bölderlinißch Trakl war, so undeutsch, so jüdisoh-hölderlinisoh ist Ehrenstein. Und überdies: Trakl fiel im Krieg, das Schicksal nahm ihm die Notwendigkeit ab, einen Ausweg aus seiner Verzweiflung zu suchen, während dor andere, weiterlebend, plötzlich auf ein neues Problem, auf sein . Judentum stieß. Plötzlich stand er vor einer Tatsache: es gibt irgendwo in der Welt wieder ein positives Judentum, welches das Ghetto zu zerstören bestrebt ist, nicht aber durch schlechte Makkabäerlieder und nicht durch heroisches Winseln um Mitleid, sondern durch eine Entscheidung. Der Dichter des Negativismus, der unpathetische Pessimist, erlebt staunend die Geburt seiner Sendung. Aber — Palästina ist ein Teil des Ostens. Und da das Grauenhafte zeitlich zusammentraf, da der Osten, sich verwostlichend, sich zu prostituieren begann, und das Judentum, sieh aus dem Westen nicht hervorwagend, das niederdrückende Mißverständnis einer Zugehörigkeit zu westlichen Kategorien zu verewigen suchte, floh verzweifelt der Dichter ein Stück weiter nach dem Osten, entfloh in ein märchenhaft schönes China, das längst schon verendet war unter don tragischen Piratenstreichen nounschwänziger Matrosoneklaven opium- und kanonenimportierendor Herren der Welt. Die Nachdichtung des alten Liedcrbuchct?. §obi-kipgentstand, iu der, aiun erstenmal in deutscher Sprache, das fernöstliche Volkslied von einem gleichgestimmten Temperament gesungen wurde. Von einem Temperament, dessen Mitleid aus dem Mitleiden einer ihrer ganzen Disposition nach östlichen Seele entsprang. Albert Ehrenetein hätte beinahe nach Hause gefunden, hätte in jenem verschollenen China die Ausdrucksmöglichkeiten für sein zerdrücktes, hoffnungslos elementar geliebtes und ebenso elementar verdammtes Judentum gefunden. Es ist kein Zufall, daß Ehrenstein durch sein überragendes Talent, die ihm nahen, die verschütteten Quellen alles östlichen Fühlen« fand, sie sich und seinen Lesern aufdeckte und, der Ritter Tubutsch von der jüdischen Gestalt, den Mandarinen, Kriegern, Räubern und gelben Lotosfrauen eines versunkenen Erdteils Antlitze und Herzen gab, die nicht weniger östlich waren als ein Psalm jüdischer Gottesnähe. Denn, dies sei nicht vergessen, dor Kosmopolit Ehreiiötein kämpft gegen Gott um Gott mit jüdischen Waffen, mit einem jüdischen Herzen, das sich nur deshalb nach dem fernen Osteu sehnt, weil es dort die Heimat sucht, die ihm, dem Skeptiker, dem wahren Nachfahren Yang-dschous, eine im Ghetto allzu lang verweilte Geschichte im nahen Osten, in Palästina unglaubwürdig macht. Darum zieht er mit ohinesiisohen Soldaten und Räubern in die gelben Berge gegeu gelbo Tiger, weil die Heroen seiner Kindheit den gelben Flock trugen und weil sie vor den Götzen mehrwevthokenden Wortes im Westen der Welt einen allzu tiefen Kotau machten, als di« Räuber der Aufklärungszeit und die Soldaten der Emanzipation ihnen das Göttliche der Freiheit um einen Wechsel auf eine nur mehr im Gebet existierend 0 große Vergangenheit abluohsten. Der Nachdiohter des Sohi-king aber betete lieber mit den alten Chinesen als mit den alten uden, weUJene ihm nicht in der mährischen tadt der‘Kindheit das Judentum verleidet hatten. Dieses Gebet zu den Göttern Ohina-s ist aber — ohne Freud und Adler — nichts anderes als heißes elementares Werben um den eigenen eingeborenen Gott, den man in den Ghettos verkannte, weil man, die Nase mit dem Verwesungsgeruch des jahrhundertelangen Märtyrertums'voll, die Morgenluft einer vielleicht nahen Zukunft nicht witterte. Ehrenstein hat intuitiv seinen Weg gefunden, auch wenn er ein Umweg ist:, den Weg nach dem Osten. Sein Sarkasmus, sein blutiger Witz, sein bitteres Lachen sind die Waffen derer, welche die Heimat verloren, ehe sie sie erkannten. Sein Volkslied aber und sein Auflaohen nach hundert verbitterten Zeilen ist das befreite Lachen eines gotttrunkenen Heldensckalks, der den Füchsen Fackeln an dio Schwänze bindet und sie in das Lager der Philister sendet. Dio Philister aus der Welt und aus dem erneuten Judentum auszutreiben scheint die moralische, die ethische Sendung des doutschschreibenden Juden Ehrenstoin, der von Gott nichts wissen will — weil er Jude ist, der Gott nicht einfach als Geschenk anzunohmen bereit ist und dev ein Zion nicht auf den Trümmern des Ghettos zu bauen gewillt ist. Der große Sammelband seiner Gedichte enthält auch die dichterischen Ergebnisse der beiden Palästiuareisen Ehrensteins. In einem dieser Gedichte, es heißt ganz einfach „Damaskus“ — steht: „Mit Hiinmelsgesphisteu um fette Erde — Betrügt man die Menschen, — Rundreise* yankees becookon — Vierzehn Tage die Hotoltempel Ägyptens — Aber nur zwei oder drei Palästina: — Das eigene Land Jehovas, —- De: Moseepropheton und Davidsbastarde.“ In diesen Zeilen ist Albert ßhrenstem, ein jüdischer Mandarin, der deutsch schreibt und über Ohiina nach Palästina kommt. *