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Die Stimme · 1936-12-10 · Heft 603 (10.12.1936) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 603 (10.12.1936)
Date
1936-12-10
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Soft« O Oll tTIMMI Nr. 600. — Wien, Donnerstag, 10. Dez. 1980! wmm [IKIIBK-STIMAVB i U'11 »j.i.i i ui i N.n i n j i m i wwwpb i j i O.U.UJi'.Ui U''' ummwrrwmrrmmwfmwwrmmmrr^mrwwmr N;,;X Ljäimäiiät nVIV >■ n Du wirst den Kindern heut die Lichter zünden Von Hugo Zuckermann Du wirst den Kindern heut die Lichter zünden Und dich am stillen Glanz des Festes freu’n. Durchs Fenster fällt ein milder Abendschein — Heut sollst du ihnen unsre Wunder künden; Heut ist die Nacht, da all die zauberbunten, Die Träume unsrer Kindheit auf erstehen, Mit leisen Schritten durch das Zimmer gehn Heut alle Märchen unsrer Dämmerstunden. Lehr’ deine Kinder unsre Märchen lieben, Sag’ ihnen: Jakob diente zweimal sieben Fronjahre schwer als ein geringer Knecht. Und immer, wenn der Lenz ins Land gegangen, Trieb er die Schafe singend durch das Tal Und trug der Knechtesarbeit harte Fron, Mit krummem Rücken und in stiller Qual — Und Rachel war des Herren hoher Lohn. — Sag's ihnen nicht, sie werdend nicht verstehn. So wie du's selber nicht verstanden hast — Doch siehst du draußen einen stillen Gast Mit heißem Blick durch deine Scheiben späh'n, So ruf ihn in dein lichterhelles Haus Und laß ihn deines Glückes Zeuge sein, Und breitest du die Arme segnend aus, Das Fest der Lichter gläubig einzuweihn, Dann zünd* an der Menora letztem Ast, Fern von den Kerzen, die das Fest geboten, Ein kleines Licht — Schutz und Feste meines Heils! Dich ziemt es zu lobpreisen Errichtet wird der Tempel meines Gebets Und dort werden wir unsern Dank opfern. Zur Zeit wirst Du vorbereiten die Opferung des Dräuenden Dann will ich vollenden mit Sang und Lied die Weihung des Altars Griechen1) umstünnten mich Heftig in den Tagen der Hasroonäer Sie erbrachen die Mauern meiner Türme Und schändeten alles heilige öl. Aber am Rest der Krüge Geschah ein Wunder vor den Augen der Lilie*) Die Weisen acht Tage bestimmten sie zu Sang und Jubel ir einen Toten . . . 'rmä) nra wd natfb mw tjS ms jten ♦rmy rnin atf) nspa pan n#? »13330:1 Ö3K 1K1 : v t : iDat&ri nsjh 'bis 1X3,33 D'3£ niöin ♦d^d# ö *» wppj *) Syrer. *) Oie dreigeteilte Lilie war im Wappen der Haamonäer. eijiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiimiinmiiniiniiiiiiiinmumromiimimimiiimiimmimimiiiminmnmtn Ein Wort an die Mütter! In diesen Tagen, in denen wir mn das Makkabäerfest federn, erinnert euch der jüdischen Frauen, die vor 2000 Jahren gelebt haben und die Heldinnen waren, heldenhaft ihren Männern im Kampfe, der nach innen und außen geführt werden mußte, beistande®. Das Beispiel dieser Frauen kann euch und eueren Kindern ein Wegweiser sein — aus den Kleinlichkeiten des Alltage — zu dem großen Ziel der Erstarkung und Ergpuerag vmm Xolkas, Dfewa Ziel und der Glaube an dieses Ziel wird euch Freude und neues Leben geben und eure Kinder mit euch lebendiger und tiefer verbinden, als es natürlicherweise schon ist. Ch3fiukkah"Spiele In früheren Jahrhunderten feierte man das Chanukkahfest, nicht unähnlich dem Purimfest, mit Umzügen, Maskeraden und volkstümlichen Festspielen. Aus dein 14. Jahrhundert ist ein derartiges Festspiel in hebräischer Sprache bekannt, das einen 3 a I omon ben Elijah zum Verfasser hat. Bis in die Neuzeit wurden solche Festspiele, die meist moralische Betrachtungen enthielten, verfaßt. Ein Chanukkahspiel gibt es, das Erinnerung und Spiel zugleich ist — das Trendel. Trendel stammt vom Wortstamm „drehen“. Es ist ein Würfel, der oben und unten ein Füßchen hat, auf seinen Seitenflächen trägt er die Buchstaben: N Nun, G Gimel, H Hej, Sch Sohin. Ihre Bedeutung ist: Nes Gadol haja Scham: ein großes Wunder geschah einst. Beim Spiel unterlegt man ihnen die Auslegung: N nichts, G ganz, H halb, S setz. Eine Kasse wird gebildet, in die jeder seinen Einsatz gibt, sei es in kleinen Münzen, Nüssen oder Bonbons. Jeder würfelt drehend der Reihe nach, und je nach seinem Wurf, erhält er den ganzen Einsatz, bekommt er nichts, erhält er die Hälfte oder muß frisch setzen. Ei® spannendes Spiel und eine große Freude. Chanukkah ist das Fest der Kinder. Mitteilungen Alle Leser und Leserinnen der „Rinider- Stirnme“, insbesondere aber die Sturm truppe für „Mifal-Bizzaron“ lade ich herzlich zu unserer Cha®<ukkah-Feier ein, die Sonntag, den 13. ds., punkt Uhr, im großen Saal des Landeskomitees, Marc-Aurel-Straße 5, stattfindet. Ihr könnt natürlich eure Eltern und Freunde mitbringen. Wir werden ernste iiiiiiiiiiiiiiliiliniiiiiiniiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiininiiiiiiiiniiiiiiiiiininniiiiiininniiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Die Lage Palästinas zur Zeit der.Makkabäer '-■V- - I/J/macAi/s! - noUmaui ~ J£1£ucU5 'ijjjjjp KAihÄtUsBK tj£v r‘ Auf dieser Karte zeigt euch die starke Umrandung die Ausdehnung des Weltreiches, das Alexander der Große geschaffen hatte und in das auch Palästina einbezogen war. Alexander war weise: Die ihm Untertanen Völker durften ihre Religion frei ausüben. So erzielte er Einigung in dem ungeheuren Reich, trotz der verschiedenartigsten VölkeT und Stämme. Nach seinem Tode rissen einzelne seiner Feldherren Teile des Reiches an sich. Ptolemäus, der Ägypten, und Seleucus, der Syrien gewonnen hatte, bekämpften einander2 und jeder von ihne® wollte Palästina in seinen Besitz bringen. Wechselnd gelang ihnen dies und sie nützten ihre Macht, um nicht nur griechische Sitte, sondern auch griechische Religion durch Zwangsmaßnahmen einzuführen. Matittjahu und seine fünf Söhne wagten den gigantischen Kampf gegen die Übermacht der SeleucLden und gaben damit ein Beispiel größter Heldenhaftigkeit. Nachdruck verboten. ht/ie spielen und lernen dabei etwas Hebräisch 10. Spiel: Auf unseren Lippen bfy Zwei Kinder verabreden, eine Tätigkeit, einen Zustand, eine Szene aus einer Geschichte stumm darzustellen. Sie kommen zu den andern und sprechen: Baim mearzßnu Wir kommen aus unserem Land Alef bi’ß’fatönu MflStpa F|b# K Aleph*) auf unseren Lippen Sie stellen nun möglichst getreu die Tätigkeit dar. Wer es errät, darf sich einen Partner wählen und etwas Neues verabreden. Einige Beispiele (bei zwei Worten werde® die Anfangsbuchstaben beider Worte genannt): Text in. Text IL Text I. Schlafen Jaschen ' ns; Kneten Lusch Telephonieren Talpön Hände waschen R’chuz jadäjim tCTJ-Wj Wäsche waschen Kabbßß Pwonim B'JJT’O» Rudern Schajßth Bauchweh Choläh meäjim Clown Badchän Kuh melken Cholßw paräh rna abin *) Im Hebräischen hat jeder Buchstabe, wie im Griechischen, seinen Namen, der etwas bedeutet: Alef, Betb, Gimmel im. Hebräischen, Alpha Betha, Gamm« im Griechischen. In Hi il! ' mm: jedem „Leitfaden“ findet ihr das Alphabet. Memoriert es, sonst könnt ihr dieses Spiel nie spielen. Jeder Buchstabe hat außerdem einen Zahlenwert. Die größere® unter euch können auch Themen aus Märchen, aus Theaterstücken, aus der Bilbel darstellen, z. B.: Adam und Eva, Abraham und Laban, Matittjahu und der Griechllng uaw. und lustige Darbietungen bringen und auch Theater spielen. Alle Kinder mache ich noch darauf aufmerksam, daß unsere jeweiligen Zusammenkünfte (die nach Ghanukkah wieder aufgenommen werden) immer in der „Kinder- Stimme“ angekündigt sind. Einladungen zu irgend welchen anderen Veranstaltungen dürft Ihr nicht — wie es vorige Woche geschehen ist — für solche von der „Kinder-Stimme“ halten. * (Fortsetzung der Herzl-Erziihlung in der näch« sten Nummer.) Eine Chamikkahüberraschung „Wir wollen den Eltern etwa« recht Schönes zu Ghanukkah schenken“, sagten sich die Kinder. „Ja, aber was denn nur?“ ' „Weißt du was“, schlägt nun Fritz vor, „wir machen etwa« Prächtiges, was die Eltern noch nie in der Wohnung gehabt haben!“ „Na, was denn nur?“ „Du erinnerst dich doch noch, Eva, wiö wir einmal beim Schwarzenberg-Palais vorbeigingen. Da war so ein herrlicher Brunnen, wo das Wasser in alle® Farben in die Höhe spritzte.“ „Ja, der Hoobs'trahlbrunnen, freilich erinnere ich mich daran — aber wie sollen wir so was zusammenbringen?“ „Ich weiß, wie wir’s machen — eis ist ganz einfach! Ich habe damals Vater gefragt, wieso das Wasser so verschiedengefärbt herauskommt. Da hat er gesagt, das machen die bunten Lichter. Und nun hab’ ich gesehen, wie die Mutter vor ein paar Tagen einen ganzen Karton Kerzen in die Lade gesteckt hat. Rosa und blaue, grüne, geO.be, rote, weiße sind drinnen. Die werde ich jetzt auf Draht aufspießen, daß ein ganzes Bündel gleich beisammen ist. Wir werden sie unter die Wasserleitung haOten, und du wirst sehen: es wird wie ein, Hochstrahlbrunnen im kleinen aussehen.. Und sie probierten. Es war aber gar nicht so leicht, wie es Fritz aaisgemalt hatte... Das Wasser wollte und wollte nicht farbig werden, so sehr sie es auch über die Kerzen strömen ließen. Sie zündeten die Kerzen an und natürlich gingen sie wieder aus. zwei Schachteln Zündhölzchen waren schon verbraucht. Die Kerzen begannen zu zerbröckeln. Als die Eltern schließlich heimkamen schwamm die Küche bereits voll Wasserlacken und Phosphorstaub der Zünder, und! ausgelacht wurden Fritz und Eva auch noch dazu. Wißt ihr warum? Rätsele cke Das große Preisrätsel: Dies ist das 13. Bild des große®. Preisrätsels. Schreibt darunter den Namen der Person, die dargestellt ist, und zwar links mit deutschen, rechts mit hebräischen Lettern, und sendet dann alle 15 an die „Kinder-Stimm3“, I., Marc-Aurel-Straße 5. In jeder weiteren Nummer der „Kinder-Stimme** erscheint ein weiteres Bild. Wer die rieh* tigen Lösungen von allen (15) Bildern einschickt, kann einen schönen Preis gewinnen* 1. Preis: Ein Photoapparat. 2. Preis: Ein Buch. 3. Preis: Schallplatte mit dem Emek-Lied, 4. Preis: Ein Quartett-Spiel: Große Männer des jüdischen Volkes. Und noch viele Trostpreise. äc*.

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