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Die Stimme · 1936-12-04 · Heft 602 (4.12.1936) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 602 (4.12.1936)
Date
1936-12-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Sott* 0 Dü STIMM! Wien, Freitag’, 4. Dezember 1036. Nr. 602. Vortrag über die Musik der Bibel Der Verein zur Förderung jüdischer Musik hat den bekannten Musikforscher und Komponisten Professor Dr. SaJomon Rosowski (Jerusalem) eingeladen, einen Vortrag über die Musik der Bihel zu halten, der am Sonntag, den 6. Dezember, um Vj8 Uhr abends, in den Räumen der „WIZO“, I., Schottenring 25, stattfindet. Professor Rosowski hat im Auftrag der hebräischen Universität in Jerusalem gründliche Studien über Musik im Pentateuch unternommen, die zu überaus wertvollen und interessanten Ergebnissen geführt haben und “ KlIIIEKSTIAilE Das große Preisrätsel Die Richterin Die HlettocaU mm w&wm WM demnächst, in einem umfassenden Werke der Öffentlichkeit übergeben werden. Professor Dr. Rosowski befindet sich auf einer großen Vortragsreise, die ihn bereits durch die Vereinigten Staaten von Nordamerika (Columbia Universität), England (Universitäten von London und Cambridge), Frankreich und Italien geführt bah Im Anschluß an den Vortrag werden einige Werke von Rosowski aufgeführt; es wirken mit: Frl. Gisa Blatt (Gesang), Julius Chajes (Klavier), Kurt Fuchsgelb (Violine) und Emerich Gara (Cello). GROSSFLEISCHHAUEREi flEGM. KORNHEHL ZENTRALE, IX., BERGGASSE NUMMER 19 TELEPHONNUMMEIV A 17-3-99 und A 16-9-34 Lieferant für Heilanstalten Abteilungen t. -^□•Fleisch unter Aufsloht des Ehrwördlgen Rabblnats der israelitischen Kultus* gemeinde Wien Autozustellung kostenlos IX., Berggasse 15, XVIII., Währingerstraße 71 Zionistische Bücherei der Zionistischen Propagandastelle/ Prag Folgende Bücher sind erschienen und im Zionistischen Landesverband erhältlich: 1. „Die zionistischen Fonds“ von Doktor Arthur Bergmann-Adolf Pollak. Preis: S 1.—. 2. „Keren Kajemeth Lejisrael“ von Adolf Pollak. Preis 60 Groschen. 3. „Das Nationalproblem“ von Hipolit Olgerd Boozkowski. Preis: S 2.—. 4. „Das'arbeitende Palästina“ von Prozessor Salomon Goldelman. Preis: 60 Groschen. 5. „Allgemeiner Zionismus“ von Doktor Felix Weltsoh. Preis: 50 Groschen. Weitere sind die Vorlesungen des Zionistischen Fernunterrichtes zum Preise von S 20.— erhältlich. Privater Schttlerhort CENTRAL Taborstraße 8 B Tel. U14-908 Schon jetzt Beginn der Vorbereitungskurse zur Aufnahmsprüfung Klavierunterricht Meisterschüler Prof. Schmidts Was soll ein jüdisches Kind lesen? In einem interessanten Vortrag behandelte in der WIZO Frau Hedwig Z i p s e r-Mar kheim die Frage „Was soll ein jüdisches Kind lesen?“ Die Vortragende, auf dem: Gebiete der Kinderpsychologie und des Bibliothekswesens seit längerer Zeit tätig, sprach von der Notwendigkeit, hier entscheidende Arbeit zu leisten, die für die Zukunft unserer Jugend von richtunggebender Bedeutung für das ganze Leben ist. Sie sprach über Kinderlektüre im allgemeinen und das gute internationale Kinderbuch und befaßte sich dann vornehmlich mit der jetzt im Aufstieg begriffenen jüdischen Kinderliteratur. Sie analysierte die einzelnen Gebiete in formvollendeter Weise und konnte die Zuhörerinnen davon überzeugen, wie notwendig das Einsetzen intensiver Arbeit auch auf diesem Gebiete für die Erziehung der Jugend ist. Frau Hedwig Zipser-Markheim spricht über das gleiche Thema auch im Jüdisch-Kulturellen Elternbund mehrerer Wiener Bezirke. imiiHiiiMiiiiiiiiiiiimmiimiiiiiiiiimimiiimiHmmiiiiiiiiiiiiimiiiiimiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiu Neue Nummer der Wandzeitung des Keren Kajemeth „Bamoledet“ ist erschienen. Sie enthält die Natur in Palästina, Bilder und Biographien von Achad Haam und Ben Gurion, Chanukah in Erez Haam und Ben Gurion, Chanukkah in Erez ziehung und der Kultur, neuestes vom Keren Kajemeth und eine Hymne an die Büchse. Preis 30 Groschen. Auch frühere Nummern sind zum Preise von 20 Groschen erhältlich. Ihalduß&ecfcUfi 8. Dezein&ec Ich kenn’ ein kleines Bäumchen, Das hat neun Blätter zart; Darauf wachsen kleine Kerzchen Von farbig bunter Art. Ein blaues mul ein weißes, Blau-weiß ist auch daran, TJnd kommt der Abend leise, So zündet’s der Vater am. Dann singen wir ein Liedchen Und zählen der Kerzen Schein. Jedoch zwm letzten Abend Da leuchten alle neun. Ich kann das Bäumchen nennen Und weiß, xtxmn ist es nah: Das Bäumchen heißt Menorah — Es blüht zu Chanukkah. Ein Makkabäer-Lied Qi - lu: ha - Jna - kabimgi. boro, ho cha-jil, ssi.ssu \y®-ssi-me chu jo-mat0iWa-,l|i-jiil Gi-Iu, ha-m&-ka.bhn. gi-bo - re he - cha - jil ss» -me - chu . jo-man» war la , jjtli Gi-lu, ha-ma-ka-bün.gt -bo-re he-cha-jil, Freut Euch, Makkabäer Ihr tapferen Kämpfer! Jubelt und freut Euch Tag und Nacht! * Chanukkah-Vorbereitungen und Wünsche Da sich viele Kinder bei mir erkundigt haben, was für Bücher, insbesondere j ü d> sehe, sie sich wünschen sollen, bringe ich euch hier eine Liste schöner Bücher, die ihr beim Keren Kajemeth (Jüdischer Nationalfonds), I.,'Marc-Aurelstraße 5, und in den jüdischen Buchhandlungen bekommen könnt. Diese Bücher werdet ihr gerne immer wieder lesen und auch eure Eltern und Freunde werden Freude an ihnen haben. Ich hoffe, daß alle eure Wünsche in Erfüllung gehen werden. Euro Dodah Lilli. * Irma Singer: „Kelle und Sohwert.“ S —.50. S. Weiohselbaum: „Hundert Bäume.“ S —.50. S. Ben Zion: „Ness Ziona.“ S 2.—. S. Ben Zion: „Die Bilu auf dem Wege.“ S 2.-. Josef Baraz: „Dagania.“ S 2.—. „Große Männer des jüdischem Volkes.“ (Deutsch-hebräisches Quartettspiel,) S 8.—. Morchawjah: Ausschneidebogen. S —.50. i b:nn rtm ton? Eine jüdische Sage Deborah unter der Dattelpalme Von Theodor Herzl. (Rückübersetzt aus dem Hebräischen von Lilian Grünwald.) Noch hatte niemand den Königssohn erblickt — und schon wartete das ganze Volk mit Sehnsucht auf den Tag, an dem der geliebte Königssohn erscheinen und seinen tyrannischen Oheim vom Thron stürzen werde, und der König sandte Befehle im geheimen aus, um dem Übel, das seinem Thron drohte, vorzubeugen, obwohl er nicht glaubte, daß die Gefahr bedeutend sei. Er wußte, daß jener alte Diener, dem er befohlen hatte, den kleinen Amitai beiseite zu schaffen, ihm ergeben war und außer ihm niemand von der Sache wußte. Und daß er unlängst in seinem Heimatsdorf gestorben und das Geheimnis mit ihm ins Grab gesunken sei. Eines Tages erschien vor dem Tor der Hauptstadt ein schöner Jüngling in Begleitung einiger Personen. „Wer seid ihr?“ fragte sie der Torwächter. „Amitai ißt mein Name und dieses sind meine Ergebenen“, antwortete der Jüngling stolz. „So“, sagte ihm der Aufseher, „wenn du Amitai bist, so bißt du im Augenblick mein Gefangener!“ Und im gleichen Moment wurde er von der Wache erfaßt und ins Gefängnis gebracht. Obwohl das alles mit Blitzesschnelle vor sich ging und niemand es beobachtet hatte, verbreitete sich die Kunde, daß der Sohn des alten Königs heimgekommen wäre und in .dem Kerker verwahrt würde. An diesem Tag wurden viele Menschen verhaftet, weil sie das verbotene Lied gesungen hatten: Amitai ist nicht gestorben, Nicht ertrunken, nicht verdorben. Mit dir steigt, o Königssohn, Recht und Wahrheit auf den Thron. Je größer aber die Zahl der Eingekerkerten wurde, um so häufiger wurde das Lied jetzt gehört. Wie.ein Sturmwind verbreitete sich das Lied über alle Städte und Dörfer, von einem Ende des Landes zum andern, sogar bis in das ferne Dorf Deborahs. (Fortsetzung folgt) Rätselecke Dies ist daß zwölfte Bild des großen Prcißrätselß. Schreibt darunter den Namen der Person, die dargestellt ißt, und zwar links mit deutschen, reclitß mit hebräißchen Lettern, und sendet dann alle 15 an die „Kinder-Stimme“, I., Marc-Aurel-Straße 5. In jeder weiteren Nummer der „Kinder-Stimme“ erscheint ein weiteres Bild. Wer die richtigen Lösungen von allen (15) Bildern einechickt, kann einen schönen Preis gewinnen: 1. Preis: Ein Photoapparat. 2. Preis: Ein Buch. 3. Preis; Schallplatte mit dem Emek-Lied. 4. Preis; Ein Quartett-Spiel: Große Männer des jüdischen Volkes. Und noch viele Trostpreise. WM, Mi ’ v:>> 1 ■ -'S lltllii Biblisches Rätsel Etwas für unsere bibelfesten Kinder. Welcher treue Jude bekam einen königlichen Siegelring? * Magische Figur Von Chmcer Jäger. 1 2 3 4 5 1. Frau Abrahams. 2. Weiibl. Vorname. 3. Reichen. 4. Englisches Bier. 5. Geldertrag, Geldeinkommen. Briefkasten Telephonanruf: Wir haben bei sämtlichen bisher erschienenen Spielen die phonetische Wiedergabe dies hebräischen Textes angegeben mit Ausnahme des einen: „Wir spielen Dichter“, da dieses Spiel — wie auch ausdrücklich gesagt wurde — aus bekannten Vokabeln bestand. Außerdem wurde in der Einleitung dieser Serie den Kindern mitgeteilt, daß sämtliche Worte auf der letzten Silbe betont werden. Wo nicht, käme ein Betonungszeichen. — Askenanasy: Es freut mich, daß die hebräischen Spiele Ihnen im Kindergarten Anregung bringen. Gruß. — Herr Oberlehrer Jellinek: Über Ihre Anregung bringen wir heute ein deutsches Chanuikk aih-G edicht. Otto Brandstätter: Du mußt noch viel lernen, bist du druckreif schreiben kannst! — Egon Polt: Auch du wirst nächsteßmal ein Imitaßcherl bekommen. QUARTETT CROtfE MÄNNER ÖES* JtiöiS'CH EN VÖLKER r mit dem ihr an don langen Winterabenden lustig spielen könnt. Je mehr Kinder spielon, desto spannender wird es. Und da seht ihr jüdische Menschen im Bild vor euch, von denen jeder etwas Ganzes und Großes geleistet hat. Der eine rettete die Juden vor Verfolgung, ein anderer verherrlichte sie in einer Oper, Ehrlich brachto den Kindern der ganzen Menschheit ein Heilmittel, Siegfried Markus schenkte ihr das erste Automobil. Dies alles — Lebensdauer und Werk — findet ihr in deutscher und hebräischer Sprache! .vor,

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