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Die Stimme · 1936-11-27 · Heft 600 (27.11.1936) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 600 (27.11.1936)
Date
1936-11-27
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seit* e Olt STIMM! Nr 600. - Wien, Freiteg, 27. November 1936. Aftjudische Kindererziehung Anläßlich des SO Geburtstages Hofrats S. Frankfurter veröffentlichen wir gern die folgenden Ausführungen über bin viel zu wenig bekanntes pädagogische« Werk des Gelehrten. Es führt den Titel „Das altjüdische Erziehungs und Unterrichtswesen im Lichte moderner Bestrebungen*4. Jn dieser Schrift, die aus einem Vortrag hervorgegangen ist, den Frankfurter im Jahre 1909 in der „Wiener Pädagogischen Gesellschaft14 gehalten hat, zeigt er, frei von apologetischer Tendenz, wie das kleine jüdische Volk „trotz Vernichtung der nationalen Selbständigkeit, trotz Verlustes des angestammten Gebietes, trotz Aufgebens der nationalen Sprache . . . trotz des unsäglichen Druckes, der auf ihm gelastet, und der Verfolgungen sich durch der Jahrhunderte Strom erhalten konnte.“ Nur der geistigen Spannkraft, die das Erziehungs- und Bildungswesen der Väter uns verliehen hat., verdanken wir unsere Erhaltung, wie ja auch bei keinem Volke der Welt der Lehrerstand eine ähnliche Position eingenommen hat und noch immer einnimmt, wie bei uns Juden: „Die Lehrer werden glänzen wie der Glanz des Firmaments und die, welche viele zur Gerechtigkeit geführt haben, wie die Sterne immer und ewig“, heißt es in einer Vision des Buches Daniel. Man staunt, wenn man aus dem Büchlein erfährt, wie in der Pädagogik, dio unsere Väter und Vorväter handhabten, bereits eine Anzahl von ganz modern scheinenden Einrichtungen und Grundsätzen entweder verwirklicht oder mindestens vorgeahnt und angedeutet worden ist — wobei sich Frankfurter übrigens auf das interessante Problem, ob diese Einrichtungen, und Grundsätze selbst Beschlösse der N. Z. O.-Tagung Wie die JTA. berichtet, hat dio Wiener Führertagung u. a. folgendes festgestellt: 1. Seit Jahren führt die Manda.tarmaohfc in Palästina eine antizionistisehe und mandat« widrige Politik. 2. Sowohl für die Entetehung als auch für die Dauer und den Umfang der letzten Unruhen in Palästina iet. die Man.rlata.rmaeht direkt verantwortlich. fl. Die Verwaltungvpraxis der Mandatarmacht trägt immer stärkere Anzeichen der Tendenz, Palästina als eine interne britische Kolonialangelegenheit zu betrachten. 4. Das Vertrauen des jüdischen Volkes zur Mandatarmacht ist aufs schwerste erschüttert,. 5. Bei den jüdischen Volksniaeson, für die Palästina die einzige Rettungsmöglicbkcit darstellt, ruft dieso Palästina-Politik der Mandatarmaoht eine immer tiefer greifende Verzweiflung hervor, beraubt die konstruktiven Kräfte de<s Judentums ihrer letzten Hoffnung und steigert künstlich die Anziehungskraft, die destruktive Tendenzen und Gruppen auf dio jüdische Jugend ausüben. Die Beratung ißt tief überzeugt, daß Regierungen und Völker der zivilisierten Staaten der Welt der humanitären Aufgabe, ein in seiner Existenz aufe schwerste bedrohtes Volk zu retten und ihm dio Möglichkeit zu geben, in einem eigenen Staatßweeen Sicherheit zu finden, Verständnis und Unterstützung gewähren werden. Insbesondere ist die aktive Zusammenarbeit mit denjenigen Ländern anzustreben, für deren jüdische Bevölkerung die Massenaußwanderung zu einer Lebensnotwendigkeit geworden ist und welc-ho, unter strikter Wahrung der Gleichberechtigung ihrer jüdischen Bürger, an der Erweiterung und Sicherung von entsprechenden Einwanderungsmöglichkeiten lebhaft interessiert sind. Eine solche Zusammenarbeit, die unter dem Namen „Evakuation der Diaspora“ bekannt- Karten für die Große Makkabäerfeie im Großen Konzerthaussaal am 8. Der. I. J. sind bei folgenden Stellen erhältlich: 1. und I-, Zion. Marc Prater- II., direkt oder indirekt die moderne europäische geworden ist, ist der immanente Ausdruck Pädagogik beeinflußt haben, nicht efnläßt. und die natürliche Fortsetzung der Horzl- Man erfährt, das Innerhalb des Judentums die ghen Konzoption einer zion.st,sehen Liquiatigemeine Volksschule als dl6nln« der «"fro,willigen Diaspora Pflichtschule bereits im ersten Jabr- Gleichseitig ist die Mitwirkung der Mächte hundert der gewöhnlichen Zeitrechnung durch “^^11 die geographische und Wirtden Hohepriester Josua ben Gamla emgefOhrt nni be‘5on<,ere im Mittelmeer besitzen wurde — während die übrige Welt mit dieser Einrichtung um nicht weniger als siebzehn bis achtzehn Jahrhunderte nachgehumpelt kam; daß. grundsätzlich für fünfundzwanzig Kinder zwei Lehrer bestellt werden mußten — während noch heute, vor allem auf dem Lande, oft ein Lehrer eine doppelt so große Schülerschar zu unterrichten gezwungen ist; daß ebenso grundsätzlich die Schule für das Kind erst nach seinem vollendeten sechsten Lebensjahr begann, und ähnliche, höchst modern anmutende Einzelheiten mehr. Über da« altjüdische Erziehungs- und Unterriohtewesen sind mancherlei irrige Anschauungen verbreitet. Der Vorwurf der E i ns e i t i g k e i t, der wider sie nicht allein von jadengegnerischer Seite, sondern auch von Juden selbst erhoben wird, ist nicht am Platze. Denn wenn auch das E'rziehungswesen von der religiösen Idee beherrscht war, so läßt doch der Talmud kein Wissensgebiet unberührt, weder Geschichte, Geographie und Völkerkunde noch fremde Sprachen, weder Gesang nnd Musik, noch Naturwissenschaften. Sogar der moderne Gedanke der Einfügung des Arbeitsunterrichtes in den Erziebungsplan war der altjüdischen Pädagogik nicht fremd (in diesem Zusammenhang erwähnt Frankfurter die Hochschätzung, die das Handwerk bei unseren Weisen genießt!). Aber auch auf die Körperpflege wurde Gewicht gelegt: jeder Vater war verpflichtet, seinem Sohn schwimmen zu lehren. Und während auf einem christlichen Konzil allen Ernstes die Frage gestellt wird, ob das Weib eine Seele habe, verlangt das „Buch der Frommen“ (1172) dringend, daß man den Unterricht des weiblichen Goschlechtes fördere! Mit Fug beschließt Frankfurter seine Ausführungen über den Wert und die Bedeutung der altjüdischen Pädagogik im Lichte der modernen Zeit mit dem Wort Goethes über das jüdische Volk, das an Selbständigkeit, Festigkeit, Tapferkeit, „und wenn alle« das nicht mehr gilt, an Zähigkeit“, seinesgleichen sucht: „Es ist das beharrlichste Volk der Erde, es ist, es war, es wird sein, um den Namen Jehovas durch alle Zeiten zu verherrlichen. Wir habon es daher als Musterbild aufgestellt, als Hauptbild, dem die anderen nur zum Rahmen dienen.“ Alfred Werner« Zionistischer Landesverband Bezirkssektion Innere Stadt, Aurelstraße 5, U 22-2-11. 2. Zionistische Bezirkssoktion II., Straße 13, R 42-4-07. 3. Zionistische Bezirkssektion Prater, Stuwerstraße 1, R 40-1-86 L. 4. Zionistische Be>zirkssektion Landstraße, Wiener Ring Gaf6, I., Stubenring 18; Anfragen: S. Ga&pard, B 23-7-32. 5. Zionistische Bezirkssoktion IV/V, Hauslabgasse 2; Anfragen: Zach. Schreier, U 28-1-06. 6. Zionistische Bezirkssoktion VI/VII, Loquaiplatz 11, B 25-1-84 Z. 7. Zionistische Bezirkssektion VIII/IX, Währingerstraße 6—8, R 52-0-12. 8. Zionistische Bezirkssektion X., Pernerstorferstraße 25; Auskunft: Erich Jellinek, A 30-1-17. 9. Zionistische Bezirkssektion XII., Cafd Mariensälo; Auskunft: Dr. Richard Pokorny, R 26-0-12. Zionistische Bezirkseektion XHL, Cafe Hietzingerhof; Auskunft: Eugen Prager, I., Opernring 13, R 22-0-31. Zionistische Bezirkssoktion XIV/XV, Herklotzgasse 21; Anfragen: Dr. Karl Jellinek, R 35-4-08. Zionistische Bezirkssektion XVI/XVII, Frauengasse 9; Auskunft: Heinrich Löwy, A 29-8-68. 13. Zionistische Bezirkssoktion XVIU., Weimarerstraße 7; Auskunft: A. Alexandrowitz, U 21-3-08. 14. Zionistische Bezirkssoktion XIX.; Aus- Dr. W. Stein, A 13-6-66. Bezirk»ssektion XX., Jägor- 10. 11. 12. 17. 18. kunft: Prof. 15. Zionistische Straße 30. 16. Zionistische Bezirkssektion Zwischonbrücken, XX., Universumstraßo 62. WIZO, L, Schottenring 25, A 11-6-26. Ring der Altherrenverbände, I., Kohlmarkt 8, U 23-4-37. 19. J. K. J., I., Goldschmiedgasse 9. 20. Jüdische Kulturstelle, I., Kai 3, R 28-8-36. 21. BUcherstubo Rath, II., Taborstraße 20 a, R 45-3-05. 22. Papiergeschäft N. Drimmor, T., Schottonring 33, A 12-7-78. 23. Bücherstube Lariyi, I., Kärntnerstraßo 44, B 25-6-75. 24. Bücherstube Löwit, I., Wollzeile 6, R 21-4-25. Mottel Pantoffel Es ist eine gewöhnliche Geschichte, ein einfaches Lebensbild, mit. Ereignissen und Menschen aus dem Alltag: Wie reiche Menschen arm, arme reich werden und wie sie ihr Schicksal tragen. Im Mittelpunkt ein ergötzliches Ehepaar: Der Fabrikant Mottel Schapira, ein anständiger, guter Kerl, aber Pantoffelheld, wie aus dein Witzblatt herausgeschnitten, und seine Frau Beilke, eine Xantippe von ganz großem Format. Eine gewöhnliche Geschichte, dio Kalmanowicz zu einem flotten, frischen Lustspiel komponiert hat. Jüdische Lieder und Schlager gestalten sie zu einem wirklich amüsanten, sehens- und hörenswerten Stück aus. Den Mottel gibt David Scidcrmann mit Herz und Gemüt. Ein Sprcehcouplet und Schlngerlied „Schabbes Kojdeseh“ (bei dem ihm Mundi Hausknecht brav assistiert), muß er x-mal wiederholen. Die Boilke gibt Ghana L e r n e r. Sie gibt sie so überzeugend, daß sie einem — mehr kann man wirklich nicht verlangen — wirklich das Heiraten abgewöhnt. Dolly Nachbar und Laura Glücksmann sind ein braves Ehepaar, das auch im Reichtum Herz behält. Sie reizen das Publikum abwechselnd zu Tränen des Lachens und der Rührung. Dio hübsche, sympathische Lisi Gorlitzkai, Wolf Reinglas, Sonja R a h e I und I. S c h o r r ergänzen harmonisch das Ensemble. * Jüdische Künstlerspiele II., PraterstraBe 34. Das Lustspiel „Mottel Pantoffel“ bleibt mit Rücksicht auf den durchschlagenden Erfolg weiter auf dem Spielplan. Es wird täglich um ]49 Uhr gegeben, bei ermäßigten Preisen Sonntag um 4 Uhr nachmittags. Mittvoch, den 2. Dezember, wird als Werbevorstellung „Ein Harz, wus bängt“ gespielt. Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien Am 9. November 1936 fand die Eröffnung der Vortragsreihe dieses Wintersemesters statt. Vorangegangen ist eine würdige Trauerfeier für den im vergangenen Sommer verstorbenen Oberrabbiner Dr. D. Fouchtw an g. Der Vizepräsident des Vereines, Rabbiner Dr. Ro'senmann schilderte in eindrucksvollen Worten die bedeutende Persöne lichkeit Dr. Feuchtwangs, der auch Mitbegründer des Vereines und Ehrenmitglied desselben gewesen. Hierauf h;elt der Präsident dee Vereines, Rektor Dr. S. Krauß einen wissen sch aftlichen Vortrag über das Thema „Das Wohnrecht der Juden in Jerusalem zur Zeit der römischen Herrschaft“. Rektor Dr. Krauß gelang es, durch mehrfache ausführliche Belege nächzuweiseu, daß das Wohnrecht den Juden in Jerusalem auch zur Zeit der Römerherrschaft nie und nimmer verboten war. Wenn mancho das Gegenteil zu behaupten suchten, so sei dies nur auf einzelne Äußerungen, die sich bei den Kirchenvätern finden, zurückzuführen, die aber — bei näherer Betrachtung — nicht stichhältig und lediglich durch den rhetorischen Stil erklärlich erscheinen, was aber keineswegs als wissenschaftlich feststehende Tatsachen gewertet und angesehen werden kanu. Im Gogenteil gehe aus verschiedenen Erwähnungen und Mitteilungen in Talmud und Midrasch klar genug hervor, daß der Aufenthalt und das Wohnen in Jerusalem den Juden niemals verboten war Dieser Absicht sind neben Rektor Dr Krauß auch viele andere bedeutende Gelehrte. Dr. M. BBB00B0B00BB000 ttlaldca bäezfeiec 8. Dec^m&ec 0B0B00B00B00000 damen sowie im Sekretariat zu haben sind. Der Erlös der Feier wird zur Chamika-Bckleidung armer Kinder verwendet. Abraham Solodar gestorben New York, 18. November. (JTA.) In Cliikago ist im Alter von 43 Jahren der hebräische Dichter uni Herausgeber der Monatsschrift „Dorenu“, Abraham Solodar, gestorben. Erst vor wenigen Jahren war Solodar aus Palästina nach Chikago gekommen. Er hinterläßt eine Witwe und zwei in Palästina lebende Söhne. Kreisführer Ludwig Elsner — 60 Jahre alt Am 24. November feiert der Wiener Kaufmann und Kreisftthrer des Bundes jüdischer Frontsoldaten Ludwig Eisner seinen 60 Geburtstag. Ludwig Eisner ist seit Gründungdes Bundes jüdischer Frontsoldaten dessen Mitglied und hat sich als Funktionär des Bundes, für dessen Aufbau er seit dem ersten Tag selbstlos und opferfreudig tätig ist, große Verdienste erworben In Ludwig Eisner, dor in der' Geschäftswelt sehr geachtet ist, ehrt der große Kreis seiner Freundo und Kamoradon einen aufrechten Juden und großen Menschenfreund. An seinem Juboltag sind ihm große Ehrungen zugedacht. Leopoldstädter Tempelverein nAeschel Awrohom“, Wien, II., Pazmanitengasse 6. Dor Vorstand veranetaltot Dienstag, den 8. Dezember 1936, um 4 Uhr nachmittags in seinem Tempel eine Chanuka -Feier. Rabbiner Dr. A. K a m i n k a hat sieb in entgegenkommender Weiso bereit erklärt, die Festpredigt zu halten. Dio Gebete und Ge- Bängo werden von Oborkantor L. J. Müller und Kantor A. Stift mit dem veratärkten Tempelchor (Leitung Chordirektor B. Hirechmann), vorgetragen. Zu dieser Feier worden Eintrittskarten zu S 2 und S 1 ausgegeben, 25, Bugen Prager, I., Oßeraming 43, R 22-0-31. welche bei den Vorstehern nnd den Komitee* Zeire w’Hechaluz Hamisrachi, Wien, II., Praterstraße 60. Montag, 8 TJbr abends, allwöchentlich Chaluz-Sicbah. Erscheinen ist Pflicht! Dienstag, 8 bis 9 Uhr, Hebräisch für er unter der Leitung M. Bälkanis. 9 b:s J0 Uhr Talmud (Messechet. Sanhedrin), Le!ter: Eliahu RcMibacb. Mittwoch, \A9 Uhr Mischnaioth (D’maj) unter Leitung Jakob England*. Donnerstag, 8 bis 9 Uhr, Hebräisch für Fortgeschrittene,, Kursleiter M. Balkanyi, 9 bis 10 Uhr Talmud (Messechet Sanhedrin) unter Leitung Eliahu Reehbach. Fre'tag, den 20. November, H9 Uhr abends, Onegg-Schabbath. Es snricht Rabbiner Dr. Schächter über den Wochenabechnitt. Kurse über jiicl:sche und zionistische Geschichte, welche jeweils am Anschlagbrett bekanntgegeben werden Am Samstag, den 12. Dezember l. J findet um J48 Uhr abends im Festsaal des Hotel Bayrischer Hof eine große Chanukkafeier der Misrachi-Jugcnd statt- Karten allabendlich im Sekretariat, IT., Praterstraße 60, erhältlich. Hebrä?schkurse der Zionistischen B^rics- Sektion Leormldstndt, IL, Pvaterstraße 13 Teleohon R 42-407. Die Hebräischkurse d°r Zionistischen Bezirk s-sekt:on Leonoldstadt 11 ''ben begonnen. Für Anfänger Montag von 148 b:« 149 Uhr. Donnerstag von 7 b?s S l*br Für Vorgeschrittene: Dienstag von 148 b:s '<0 TThr, Donnerstag von 8 bis 9 Uhr abends. D'e Ueitun<r Hegt in den Händen de« Leln-c ■« Herzherg. Anmeldungen im Sekretariat täglich von 6 bis 10 Uhr abends. „Obel Rahe!“, unentgelticher Ati«speisvngsverein, veranstaltet Sonntag, den 29. November, um halb 9 Uhr abends im Großen Festeaal des M;ib"fi,irkasinos am Schwarzenbergvdatz, eine Akadenvo mit Tanz zugunsten ihrer Schützi;nge. Tn dem Programm wirken mit: Maria West, T?en6 Gärtner, die Onernsängerinnen T-ucm G?ron und Else Carmi, Lily Pollak v. Ruclin, Hilda Dulizkaja, Karl Farkas, Opernsänger Hugo Sterne, die KaneHmmster Brenner und Dr. Vole nnd die Jazzkanelle Max Geiger. Karten bei den Vorstandsmitgliedern und an der Kassa. Verein der Kinderfreunde XVT.lXVD. Bezirk. Dieser seit 55 Jahren bestehende Verein nahm am 22. November die diesiährige Hauntbekleidung vor. 99 Kinder im Alter von 6. bis 16 Jahren, unter ihnen auch e;ir>e LehrPngo. und Lehrmädchen, wurden mit Schuhen, Wintermänteln, Wäsche, zum Teil auch mit Anzügen und Kleidern von bester Qualität betont. Außerdem erhielt jedes Kind ein Lebenemittelnaket. Der Obmann, Oberveterinärrat Heinrich Rosenzweig, dankte in einer Ansprache allen edTen Menschen, die durch Zuwendung von Geldmitteln es ermöglichten, daß diese reichliche Bekleidung erfolgen konnte. Unbeschreiblich groß ist die Not unt<g den jüdischen Familien in Ottakring und He^nalß, wovon sich die Vorstandsmitglieder bei ihren Recherchen in den Häusern überzeugen konnten. Seitens der Kultuegemeindo wohnte dor nicht öffentlich durohgeführten Feier die Leiterin dor Jugendfürsorge. Rosa Rahe! Schwarz bei. Auch der Ehrenpräsident des Vereines, Meclizinalrat Dr. Jakob Deutsch, war zugegen; desgleichen Bezirksrat Model der Bezirksvorstehung Ottakring. Jüdische Volksblbliothek „Zion“, 1L, Kleine Mohrengasso 8 80 g monatlich (Jugendliche 50 g) können Sie die schönsten Bücher in jüdischer, hebräischer und deutscher Sn*v»che bei uns entlehnen. Keine Bandgebühr. Bihliotheksstunden: Montag bis Donnerstag von halb 7 bis halb 9 Uhr abends, Sonntag von halb 11 Uhr vormittags bis halb 1 Uhr mittags. Lesehalle täglich von 5 Uhr bis halb 10 Uhr abends, Sonntag von halb 11 Uhr vormittags bis hall. 1 Uhr mittags geöffnet, Hebräisch-Kurse der Sektion VIII/IX. Zu den unter bewährter Leitung stattflndouden Kursen worden noch Neuanmoldimgen täglich, außer Freitag, von 7 bi« 0 Uhr im Sektionshoini, IX., Währingerstraße 6—8 (Ein. gang Ilörlgasse 2), Telephon R 52-0-12. angenommen. Unterrichtszeit für Anfänger Dienstag und Donnerstag von 8 bis 9 Uhr, für Vorgeschrittene Montag und Mittwoch von %8 bis Uhr. JÜDISCHER KALENDER '»wpi^»wwBaMrwf wiamitwwwmniwwmw ■» w>nm»i n mu.i,.. . 27. Hov. bis 3. Der. 1936 13. bis 19. Klslew 3697 Freitag (27.) Sabbath-Elngang 4(5 Samsta? (28.) Sabbath-Ausgang 4?5 Wochenabschnitt; WaJIschlach

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